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Reisebericht Costa Rica

Reisebericht Costa Rica – der Nordwesten mit Stränden, Tieren und Vulkanen

Costa Rica ist das wohl derzeit beliebteste Reiseland in Zentralamerika – und das sicher zu Recht, denn die Vielfalt hier ist einfach überragend. Karibik, Pazifik, Vulkane, Nationalparks, Strände, Dschungel – und alles davon noch in verschiedenster Ausprägung. Um diese Vielfalt Costa Ricas zu erkunden, hatte ich leider nur etwas mehr als eine Woche Zeit, weswegen ich mich für eine der Regionen entscheiden musste. Letztendlich wurde es der Nordwesten. Im folgenden Reisebericht erfahrt Ihr mehr über diese an sich schon sehr abwechslungsreiche Region und wie Ihr eine Reise nach Costa Rica generell am besten plant – egal ob mit 1 oder 3 Wochen Urlaub.

Reisezeitraum: September 2018 / 9 Tage
Geschrieben: November 2018
Veröffentlicht: Februar 2019

>> Zur Übersicht aller Reiseberichte
>> Zu den Artikeln über den Irazú, den Tenorio National Park, den Rincon de la Vieja Nationalpark und der Nicoya-Halbinsel
>> Zu unseren spannenden Unterkünften in Costa Rica

Überblick Reisebericht Costa Rica

  1. Überblick über Costa Rica
  2. Reiseplanung für einen Urlaub in Costa Rica
  3. San José – logistisches Zentrum von Costa Rica
  4. Vulkanland Costa Rica
  5. Nationalpark Tenorio und der Rio Celeste
  6. Weitere National- und Naturparks
  7. Surfer-Flair auf der Nicoya-Halbinsel
  8. Exkurs: Essen in Costa Rica
  9. Fazit

Überblick über Costa Rica

Costa Rica ist gefühlt in aller Munde, zumindest wenn man über das Reisen in Lateinamerika spricht. Jeder schwärmt vom immergrünen Land mit der unglaublichen Artenvielfalt und den super freundlichen Ticos. Und ja, irgendwo ist dies auch nachvollziehbar, denn obwohl ich nun mit 7 Jahren Karibik und 1 Jahr Weltreise schon einiges in Bezug auf Tropenvegetation gewohnt bin, konnte mich Costa Rica diesbezüglich ebenfalls begeistern. Das ewige Grün reicht im Prinzip über das komplette Land, vom Vulkan im Landesinneren bis hin zum Strand, die von einem grünen Gürtel nur so eingerahmt sind.

Einer der schönsten Ausblicke in der Umgebung von San José

Auch die Vielfalt im Land ist beeindruckend, vor allem wenn man bedenkt, dass Costa Rica gerade einmal minimal größer wie die Schweiz oder Niedersachsen ist. Man kann sich hier locker 3 Wochen beschäftigen, ohne dass einem langweilig wird – und man erlebt dabei immer wieder neue Highlights. Zwei Küsten (Karibik und Pazifik), ein großer Vulkangürtel und nahezu endlose Nationalparks mit einer hohen Artenvielfalt machen es möglich.

Der Carara National Park im Westen von Costa Rica

Nicht zuletzt ist die Infrastruktur für lateinamerikanische Verhältnisse sehr gut, was das Reisen in Costa Rica relativ einfach macht und nicht unbedingt eine riesige Reise-Erfahrung voraussetzt. Dafür muss man allerdings mit höheren Preisen als in anderen lateinamerikanischen Ländern rechnen, wenngleich sich das Preisniveau meiner Meinung noch in Grenzen hält – zumindest in der Nebensaison. Die obligatorischen 10 USD Eintritt für jeden noch so kleinen Nationalpark nerven zwar irgendwann, aber wenn es der Erhaltung der Natur und der Lenkung der Touristenströme dient, soll das mal in Ordnung sein.

Wunderschöne tropische Pflanzen in Bijagua, nahe dem Tenorio National Park in Costa Rica

Eine Frage wäre noch, wie sich Costa Rica in der Hauptsaison verhält, denn anscheinend strömen ja schon regelrechte Massen in das zentralamerikanische Land. Wir konnten während unseres Aufenthalts in der Nebensaison die Natur und deren Ruhe uneingeschränkt genießen, da oft kaum oder keine Besucher vor Ort waren. Bleibt zu hoffen, dass dies in den Hauptmonaten auch der Fall ist, denn ansonsten würde die Attraktivität von Costa Rica schon stark leiden.

Reiseplanung für einen Urlaub in Costa Rica

Doch wie kann nun eine Reise nach Costa Rica konkret aussehen? Nahezu jede Tour durch das Tico-Land wird in San José beginnen, denn die Hauptstadt von Costa Rica liegt nicht nur im Zentrum, sondern bietet auch den einzigen nennenswerten internationalen Flughafen des Landes. Von hier aus kann man schließlich in alle Himmelsrichtungen starten, denn nahezu jede der Regionen von Costa Rica hat seine Reize, wobei es in eigentlich allen Gegenden spannende Nationalparks gibt:
– der Nordwesten mit der Nicoya-Halbinsel
– der Südwesten mit Pazifikküste und Corcovado
– die Karibikküste im Osten
– der Nordwesten mit dem Tortuguero Nationalpark
– das Zentrum mit San José und den Vulkanen

Nahezu alle Regionen müssen schleifenförmig mit dem Zentrum verbunden werden, denn es gibt kaum Verbindungsstraßen zwischen den einzelnen Regionen. So gibt es zum Beispiel von der südlichen Pazifikküste keine Verbindung zur südlichen Karibikküste, sodass man nahezu bis nach San José zurück muss. Auch entlang der Karibik bis zum Tortuguero im Norden geht es erst wieder ein ganzes Stück nach San José ins Landesinnere, bevor man in Richtung Nationalpark abbiegen kann.

Landkarte von Costa Rica

Daraus wird schon deutlich, dass man ausreichend Zeit für eine Rundreise in Costa Rica einplanen sollte, egal ob mit dem Mietwagen oder dem Bus. Dazu trägt auch das nicht ganz schnelle Straßensystem bei. Zu vielen Nationalparks geht es nach wie vor zumindest nur teilweise auf Schotterstraßen voran und die Panamericana, die wichtigste Fernverkehrsstraße in Costa Rica, ist abschnittsweise ebenfalls pro Richtung nur einspurig. Hinzu kommt, dass sich die Berge oft ziemlich in die Höhe schrauben, sodass nahezu endlose Passstrecken gemeistert werden müssen. Nicht zu unterschätzen ist auch, dass manchmal erhebliche Umwege gefahren werden müssen (vor allem auf der Nicoya-Halbinsel), weil eben die kürzeste Strecke nicht die schnellste ist.

Road Trip durch den Rincon de la Vieja National Park

Aus diesem Grund mussten auch wir uns mit einem Zeitbudget von rund einer Woche für eine der Regionen entscheiden und fokussierten uns auf den Nordwesten. Von San José aus kletterten wir direkt über jene eben erwähnten Berge in Richtung La Fortuna, wo es aufgrund mäßigem Wetter keinen Vulkanblick gab und wir daher unsere Reise in Richtung der Nationalparks Tenorio und Rincon de la Vieja fortsetzten. Von dort aus sollte es weiter gehen auf die Nicoya-Halbinsel, wo wir rund die Hälfte der Woche verbrachten, ehe es mit der Fähre Paqueras-Puntarenas wieder zurück in Richtung San José ging.


Buchungs-Tipp
Wer mit dem Mietwagen durch Costa Rica reisen möchte, sollte unbedingt vorher sein Fahrzeug bei einem deutschen Vermittler oder Veranstalter buchen. Dies hat vor allem riesige Vorteile bei den inkludierten Versicherungen, denn nirgendwo sonst sind die Mietwagen-Versicherungen so gut und umfangreich wie für deutsche Kunden. Einer der Anbieter mit sehr guten Raten und Auswahl für Costa Rica ist Drive FTI, wo Ihr hier direkt die Tarife vergleichen könnt (~).

San José – logistisches Zentrum von Costa Rica

Zunächst startete ich aber in San José, der Hauptstadt von Costa Rica. Da sich der Flughafen, an dem nahezu alle internationalen Flüge landen, deutlich außerhalb von San José und viel näher an der Kleinstadt Alajuela befindet, kommt man zunächst nicht zwangsweise in San José vorbei – es sei denn, man verfährt sich so wie ich. Diese Gelegenheit nutzte ich dann doch gleich und drehte eine Runde durch das Zentrum von San José, was mich allerdings nicht unbedingt nachhaltig beeindruckte. Viele Leute, viel Verkehr, geschäftiges Treiben – Alltag in lateinamerikanischen Großstädten.

Eindrücke aus der Hauptstadt von Costa Rica, San Jose

Eindrücke aus der Hauptstadt von Costa Rica, San Jose

Spannend war da noch der Markt von San José, dem ich als Marktliebhaber natürlich einen Besuch abstatten musste. Er war mehr oder weniger in Sektionen unterteilt (alle Käsestände in einer Ecke, Klamotten in der anderen, Antikes wiederum separat etc.), wobei ich (natürlich :-) ) bei den Früchten hängen blieb und gleich einmal für die nächsten Tage Proviant einkaufte – unter anderen die exotischen Mangosteen oder die zu dieser Zeit wirklich an jeder Straßenecke von Costa Rica erhältlichen Mamons.

Der bunte Markt von Costa Rica

Wer länger Zeit für San José hat, kann aber sicher noch ein paar andere spannende Sachen finden, u.a. zahlreiche Museen oder interessante Tagesausflüge.

Vulkanland Costa Rica

Zu diesen Highlights, die gut von San José aus erreichbar sind, gehören zweifelsohne die Vulkane der Umgebung. Costa Rica besteht aus insgesamt ca. 14 Vulkanen, von denen einige der höchsten sich im direkten Umfeld von San José befinden. Die bekanntesten sind der Poas, der Turrialba sowie der Irazú-Vulkan, wobei der letztere mit mehr als 3400 Metern sogar der höchste Vulkan Costa Ricas ist. Praktischerweise ist er zudem auch am einfachsten zu erreichen, da er nur 1.5 Stunden von San José entfernt ist und eine sehr gut ausgebaute Straße bis direkt nach oben führt.

Die gut ausgebaute Straße von Cartago zum Irazu-Vulkan

Mit ca. 12 USD Eintritt ist man schließlich dabei und kann sich in gerade mal 5 Minuten Fußweg die beeindruckenden Vulkankrater und Kraterseen anschauen. Einfacher kommt man auf dieser Welt kaum auf solch einen exponierten Vulkan, denn an klaren Tagen kann man vom Irazú (angeblich – ich fand leider nur eine dicke Wolkensuppe vor) bis an beide Küsten schauen – Pazifik und Karibik.

Einer der Krater im Nationalpark Irazu in Costa Rica

Doch nicht nur rund um San José gibt es Vulkane zu sehen, im Prinzip in ganz Costa Rica sind diese zu finden, mal mehr, mal weniger ausgeprägt, mal aktiv, mal völlig erloschen. Oft sind sie aufgrund ihrer schützenswerten Flora und Fauna auch zum Nationalpark deklariert.

Das bekannteste Beispiel hierfür ist der El Arenal Vulkan der sich rund 100 Kilometer nordwestlich von San José befindet und dank seines freistehenden Kegels ein besonders beliebtes Fotomotiv ist – wenn denn das Wetter mitspielt. Wie Ihr anhand meiner Fotoauswahl sehen könnt (nämlich keines), war dies bei uns nicht der Fall. ;-)

Nationalpark Tenorio und der Rio Celeste

Doch nicht nur der Arenal ist ein beliebtes Ziel bei Costa Rica Reisenden, auch weiter in Richtung Norden bzw. Nordwesten gibt es spannende Vulkan-Nationalparks. Dazu gehört unter anderem der Tenorio National Park, der sich grob gesehen zwischen Liberia (der zweitgrößten Stadt in Costa Rica) und Arenal befindet. Dieser Nationalpark war definitiv eines der Highlights unserer Costa Rica Reise, was an der tollen Natur sowie den zahlreichen Tierbeobachtungen lag, vor allem aber am fantastischen Rio Celeste – ein Fluss, der sich azurblau durch den Park schlängelt und zugleich mit einem tollen Wasserfall aufwartet.

Der Catarata Rio Celeste im Tenorio Nationalpark

Haupt-Anziehungspunkt des Tenorio National Park ist der Rio Celeste. Dieser ist aufgrund einer speziellen chemischen Reaktion im Oberlauf des Flusses besonders blau, was die besondere Faszination des Flusses ausmacht.

Der blaue Fluss des Rio Celeste im Tenorio National Park

Dieser kann übrigens sowohl inner- als auch außerhalb des Parks besichtigt werden, wobei Baden im Fluss nur außerhalb des Nationalparks erlaubt ist.

Der Rio Celeste im Tenorio National Park

Dank der Höhenunterschiede gibt es mit dem oben schon gezeigten Catarata Rio Celeste auch einen ziemlich hübschen Wasserfall dazu. Da sich dieser innerhalb des Tenorio National Parks befindet, ist er über einen gut ausgebauten Wanderweg auch einfach erreichbar.

Der blaue Fluss des Rio Celeste im Tenorio National Park

Der Tenorio-Park an sich war schon cool, aber auch in der Umgebung gab es gleich noch zwei Highlights. Das eine war unsere Unterkunft, das Rio Celeste Hideaway Hotel, welches in eine unglaublich grüne Vegetation eingebettet war und uns mit einer eleganten Einrichtung sowie einer traumhaften Außendusche erwartete.

Rio Celeste Hideaway Hotel - elegante Eco-Lodge in Costa Ricas Nationalpark

Das andere Highlight war eine Tierbeobachtungs-Tour, die wir im nahe gelegenen Bijagua mit der Finca Verde Eco-Lodge unternahmen. Bei diesem zweistündigen geführten Rundgang für schmales Geld (14 USD pro Person) sahen wir unter anderem die für diese Gegend berühmten Faultiere sowie Schmetterlinge, Brüllaffen, den pittoresken (aber hochgiftigen) Erdbeerfrosch, eine Schlange und vieles mehr.

Der Blue Jeans Erdbeerfrosch auf unserer Tour nahe dem Tenorio National Park

Unsere Tierbeobachtung in der Finca Verde Eco-Lodge in Bijagua

Unsere Tierbeobachtung in der Finca Verde Eco-Lodge in Bijagua

Da es im und um den Tenorio National Park so viel zu erleben gab, gibt es hier bei My Travelworld gleich eine Reihe weiterer Artikel dazu:
Rio Celeste im Tenorio National Park
Rio Celeste Hideaway Hotel
Tierbeobachtung in Bijagua

In diesen Artikeln findet Ihr dann alle Details zu den hier angerissenen Sehenswürdigkeiten im Tenorio National Park.

Weitere National- und Naturparks

Doch auch anderen Parks in Costa Rica statteten wir einen Besuch ab. So fuhren wir vom Tenorio National Park direkt weiter zum Rincon de la Vieja National Park, den wir zwar nur in seiner Umgebung erkundeten, aber auch dort einiges Interessantes vorfanden. So ist dieser Nationalpark besonders bekannt für seine heißen Schwefelquellen, die hier überall direkt aus der Erde blubbern.

Die Schwefelquellen im hochaktiven Rincon de la Vieja National Park

Im Borinquen Mountain Resort, unserer Unterkunft in der Umgebung des Rincon de la Vieja Nationalpark, wurde die aus der Erde ausströmende Hitze sogar gleich genutzt, um eine Art Sauna mit Erdwärme darauf zu bauen.

Das Borinquen Mountain Resort, eine recht alte Eco-Lodge nahe dem Rincon de la Vieja National Park

Doch auch die Natur konnte sich hier absolut sehen lassen, wie wir auf einer kleinen Erkundungstour durch die Umgebung feststellten.

Tolle Landschaften im Rincon de la Vieja Nationalpa in Costa Ricark

Ein versteckter Wasserfall in der Nähe des Rincon de la Vieja Nationalpark

Nicht zuletzt konnten wir im Rincon de la Vieja Nationalpark auch den Nationalvogel von Costa Rica sichten, den Toucan.

Ein Toukan, der Nationalvogel von Costa Rica, im Rincon de la Vieja National Park

Neben dem Rincon de la Vieja besuchten wir auch den Carara National Park nahe der Pazifikküste westlich von San José. Auf den kurzen, aber schön angelegten Wanderwegen gibt es besonders viele Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung, wenngleich man hier am besten mit einem Guide gehen sollte, um das volle Potential des Parks auszuschöpfen.

Der Carara National Park im Westen von Costa Rica

Nicht zuletzt besuchten wir im Süden der Nicoya-Halbinsel das Curu Natur-Reservat. Dieser Naturpark beherbergt besonders viele Tierarten, die sich hier in geschützter Zone wohlfühlen, wobei wir unter anderem Rehe, Aras und Affen erspähen konnten.

Das Curu Natur-Reservat auf der Nicoya-Halbinsel

Das Curu Natur-Reservat auf der Nicoya-Halbinsel

Surfer-Flair auf der Nicoya-Halbinsel

Die Nicoya-Halbinsel war es auch auf der wir ein paar Tage mehr verbrachten, denn die dortige Küste mit ihren vielen verschiedenen und oft verschlafenen Örtchen hat definitiv ein ganz besonderes Flair. Dazu gehört auch, dass die meisten der Küstenorte nur über Schotterpisten erreichbar sind – etwas, was man im infrastrukturell recht gut ausgestatteten Costa Rica sonst nicht unbedingt erwartet. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass auf der Straße eine Brücke fehlt und man entweder warten muss, bis der Pegelstand zurückgeht oder einen (wirklich) großen Umweg fahren muss.

Der angeschwollene Rio Buena Vista in der Nähe von Samara

Während wir Tamarindo (übrigens noch auf Asphalt erreichbar ;-) ), dem Hauptort an der Pazifikküste der Nicoya-Halbinsel, nur einen sehr kurzen Besuch abstatteten, blieben wir schließlich in Nosara für zwei Nächte, einem ziemlich entspannten Surfer-Ort mit einer sehr vielfältigen Natur in der Umgebung.

Der kleine Surfer-Ort Nosara auf der Nicoya-Halbinsel

Besonders lohnenswert ist ein kleiner Ausflug zur Lagarta Lodge, denn von dessen Bar/Restaurant aus hat man einen unglaublich tollen Blick auf die Küste, die Mangroven-Landschaft sowie die Mündung des Rio Nosara.

Einer der Strände von Nosara in Costa Rica, der Playa Nosara

Auch die Strände hier können sich sehen lassen und vor allem mit dem Prädikat wild gekennzeichnet werden, bei denen sowohl Natur-Liebhaber als auch Surfer voll auf Ihre Kosten kommen.

Einer der Strände von Nosara in Costa Rica, der Playa Pelada

Das Highlight in Nosara waren aber die Sonnenuntergänge, zu denen sich immer das halbe Dorf am Strand versammelt und dem Naturschauspiel beiwohnt.

Tolle Sonnenuntergänge auf der Nicoya-Halbinsel in Costa Rica

Mehr über Nosara und das dortige Flair findet Ihr auch in meinem separaten Artikel über Nosara und Santa Teresa.

Genau dieses Santa Teresa war unsere zweite Station auf der Nicoya-Halbinsel. Auch hierbei handelt es sich um einen klassischen Surfer-Ort, in dem die Zeit gemütlich läuft und Hektik ein Fremdwort ist. Das einzige Chaos, was es auszuhalten gibt, ist die der Anreise über eine enge und schlechte Schotterpiste, danach kann man sich direkt vom Laissez-Faire Santa Teresas anstecken lassen.

Der kleine Surfer-Ort Santa Teresa auf der Nicoya-Halbinsel

Der Ort besteht im Prinzip nur aus einer langen und parallel zum Strand verlaufenden Hauptstraße, an denen sich Gästehäuser, Cafés und Surf-Shops aneinander reihen. Zum relativ wilden Strand sind es eigentlich nie mehr als 2 Minuten. Auch wenn dieser zum Baden nur bedingt geeignet ist, zum Cocktail trinken und Sonnenuntergang anschauen dafür umso mehr.

Tolle Sonnenuntergänge auf der Nicoya-Halbinsel in Costa Rica

Wenn Ihr einen Besuch hier plant, schaut wie gesagt gerne mal in meinen separaten Bericht über Nosara und Santa Teresa rein.

Exkurs: Essen in Costa Rica

Keine Reise wäre komplett ohne das einheimische Essen. Auch wenn Costa Rica definitiv nicht den Preis für das abwechslungsreichste Essen gewinnt, lohnt sich dennoch ein genauerer Blick, denn für mich ist das tägliche Ausprobieren von neuen Gerichten oder Getränken ein essentieller Bestandteil einer jeden Reise.

Ein Soda, ein typisches Restaurant in Costa Rica

In Costa Rica geht eigentlich nichts ohne die so genannten Sodas. Dabei handelt es sich um kleine lokale Restaurants, die vor allem Mittags typisch costaricanisches Essen auftischen und das auch zu typisch costaricanischen Preisen – sprich, sodass jeder es sich leisten kann. Dies war überraschenderweise auch in den touristisch stärker frequentierten Gegenden der Fall, sodass man stets für 2000 bis 3000 CRC (ca. 3 bis 4 €) ein üppiges Mittagessen bekommen konnte. Genauso wenig wie der Preis variierten auch die Gerichte auf der Karte, denn vor allem zum Mittag gibt es im Soda eigentlich ausschließlich Casado, das Nationalgericht Costa Ricas bestehend aus Reis, Bohnen, Salat sowie entweder Fisch oder Fleisch in verschiedenen Variationen. So kam es, dass ich an 8 Mittagen, die ich in Costa Rica im Land war, insgesamt 7 mal Casado aß – nur einmal durchbrach ich die Casado-Phalanx mit einer überraschenderweise angeboteten Meeresfrüchte-Suppe.

Casado, quasi das Nationalgericht von Costa Rica

Zugegeben, ich habe schon abwechslungsreichere Küchen gesehen, doch man muss auch sagen, dass die Casados immer extrem lecker waren, weil Sie vor allem immer enorm frisch zubereitet wurden und sehr ansehnlich auf dem Teller präsentiert wurden. Zudem waren zum Beispiel die Fisch-Casados immer ein besonderer Gaumenschmaus, weil in jedem einzelnen Soda der Fisch immer besonders zart und saftig war – von einer tot gebratenen „Schuhsohle“ wie in anderen Restaurants keine Spur.

Casado, quasi das Nationalgericht von Costa Rica

Abwechslungsreicher als das costaricanische Essen waren da schon die frischen Säfte, die es ebenfalls an jedem Straßenstand und auch in den Sodas gab. Auch hier überraschte mich, dass die Säfte oft richtig frisch zubereitet wurden und nicht schon vorbereitet waren – heißt, wenn ich zum Beispiel meinen Saft ohne Zucker bestellte, war dies überhaupt kein Problem. Zudem war die Vielzahl an Säften enorm, denn neben den üblichen tropischen Fruchtsäften wie Ananas, Mango, Melone, Sauerdattel oder Passionsfrucht konnte ich auch so spannende neue Sorten wie Linaza (Leinsamen), Cas (Sauer-Guave), Chan (Mexikanischer Chia) oder Mora (Blaubeere) probieren.

Überall in Costa Rica gibt es leckere Säfte
 

Fazit

Nach einer Woche Casados, Vulkanen und Tieren war meine Reise nach Costa Rica also schon wieder vorbei. Was bleibt sind die Erinnerungen an eine extrem abwechslungsreiche Woche, sehr freundliche Ticos, die vom Tourismus noch nicht verdorben sind (entgegen anderer Länder hatte man in Costa Rica nicht das Gefühl als wandelnder Geldautomat durch die Gegend zu laufen) sowie sehr faszinierende Eindrücke aus der Natur. Vor allem die zahlreichen Tierbeobachtungen waren schon außergewöhnlich, wobei wir eigentlich mit einer geführten Tour und einigen eigenständigen Erkundungen nur die Spitze des Eisberges kennenlernten. Auch die beeindruckenden Landschaften wie der Rio Celeste im Tenorio National Park oder die super spannende Nicoya-Halbinsel wussten absolut zu überzeugen und verleihen Costa Rica zu Recht das Image als grünstes Land Mittelamerikas. Auch auf die Umwelt wird hier viel besser geachtet als in anderen Ländern der Region. Überraschend waren die doch noch zahlreich vorhandenen Schotterstraßen, wobei die Infrastruktur im Land schon sehr gut ausgebaut ist. Aus diesem Grund ist das Reisen in Costa Rica relativ einfach, sodass man auch mit nicht vorhandenen Spanischkenntnissen mehr oder weniger gut um die Runden kommen müsste.
Auch wenn ich mich jetzt nicht unbedingt wie andere Reisende in Costa Rica verliebt habe und es als das Non-Plus-Ultra-Reiseland ansehe, kann ich allen Naturbegeisterten, die ein wunderschönes, abwechslungsreiches, mehr oder weniger (im lateinamerikanischen Vergleich) entwickeltes sowie im internationalen Vergleich nachhaltiges Land bereisen wollen, absolut empfehlen. Vor allem die Vielfalt auf so kleinem Raum macht Costa Rica wirklich einzigartig und wer das Land in der Nebensaison bereist, wird vom schon Jahre andauernden Touristen-Boom auch nur bedingt etwas mitbekommen und kann so die vielen Natur-Highlights des Landes uneingeschränkt genießen.

Ward Ihr bereits in Costa Rica? Was war Euer Eindruck? Welche Tipps habt Ihr für den Nordwesten des Landes? Oder habt Ihr vielleicht Fragen zum Land generell? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


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