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Flugbericht Eurowings II – in der Premium Economy Class (Best-Tarif) in die Dominikanische Republik

Bereits im letzten Jahr buchte ich die Premium Economy Class (bzw. den Best-Tarif) von Eurowings, wurde aber dann aufgrund eines Flugzeugwechsels in die Economy Class „strafversetzt“. Diesmal sollte also der zweite Versuch starten und mir auf dem Flug von München nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik endlich Eindrücke bescheren, wie die Premium Economy Class von Eurowings gerade im Vergleich zu anderen Airlines auf der Karibik-Strecke abschneidet. So viel vornweg: halbwegs gut geschlagen hat sich der Best-Tarif von Eurowings auf jeden Fall, aber zu den besten bisher von mir geflogenen Airlines in der Premium Economy Class fehlte auch noch ein ganzes Stück.

Reisezeitraum: März 2019
Geschrieben: März 2019
Veröffentlicht: Mai 2019

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Überblick Eurowings im Best-Tarif – Premium Economy Class

  1. Über die Buchung und Strecken bei Eurowings
  2. Vorteile und Kosten der Premium Economy Class bei Eurowings (Best-Tarif)
  3. Meine Erfahrungen in der Premium Economy Class bei Eurowings (Best-Tarif)
  4. Fazit

Über die Buchung und Strecken bei Eurowings

Eurowings ist vor allem seit der Pleite von Air Berlin die zweitgrößte Fluggesellschaft (korrekterweise ist sie eigentlich Teil der größten deutschen Fluggesellschaft, Lufthansa) und hat mittlerweile ein beträchtliches Streckennetz aufgebaut, fliegt es doch nahezu alle Europastrecken, die nicht von Frankfurt oder München starten. Doch auch auf der Langstrecke ist Eurowings mit insgesamt 10 Zielen vertreten, wobei ähnlich des Konkurrenten Condor vor allem Ziele in die USA (Las Vegas, New York, Fort Myers, Miami) und die Karibik (Punta Cana, Varadero, Havanna, Cancun) im Fokus stehen. Abflughäfen in Deutschland sind dabei München, Düsseldorf und bald wohl auch Frankfurt. In der Regel sind Zubringer bei Eurowings von nahezu allen Flughäfen in Deutschland und vielen weiteren in Europa zwar möglich, jedoch scheint es, dass dies nur im Smart-Tarif möglich ist. Eine Buchung des Best-Tarifs auf der Langstrecke mit einem innerdeutschen oder innereuropäischen Zubringer ist derzeit nicht zu realisieren – vor rund einem Jahr war dies noch möglich.

Auch wenn Eurowings zum Lufthansa-Konzern gehört, kann man nicht die gleichen Services und Vorteile wie beim Mutter-Konzern erwarten. Dennoch hat Eurowings seinen Betrieb seit den großen Start-Schwierigkeiten im Jahr 2015/2016 (Verspätungen von 24 Stunden und mehr waren in aller Munde) mehr oder weniger stabilisiert, wobei gerade in den reise-intensiven Sommermonaten wieder mit dem einen oder anderen Problem zu rechnen ist. Dennoch, gerade in Bezug auf die Karibik-Strecke, die ohnehin überwiegend die Ferienflieger bedienen, ist Eurowings eine Alternative, die man zumindest im Blick haben sollte.

Ein Eurowings-Flugzeug auf dem Rollfeld

Die Buchung kann direkt über die Eurowings-Website erfolgen, was meiner Meinung nach aufgrund der überall nahezu identischen Preise ohnehin am besten ist. Wer wie ich auch die Eurowings-Kreditkarte Gold (~) besitzt, bekommt bei der Buchung und Bezahlung mit der entsprechenden Visa-Karte zudem doppelte Meilen. Den Best-Tarif kann man hierbei direkt nach Auswahl der Strecke und des Datums in der Preisanzeige einsehen, da hier die von Eurowings angebotenen Tarifklassen aufgeführt sind: Basic, Smart, Best und Biz.

Vorteile und Kosten der Premium Economy Class bei Eurowings (Best-Tarif)

Auch wenn Eurowings den Best-Tarif nicht direkt als Premium Economy Class verkauft, so ähnelt er doch stark den Angeboten anderer Airlines wie Condor, Level Airlines oder Tuifly Belgium: mehr Beinfreiheit, erweitere Services, zusätzliches Freigepäck und einiges mehr. Im konkreten besteht auf der Langstrecke der Best-Tarif bei Eurowings aus den folgenden Vorteilen:
– Wunschsitzplatz in den Reihen mit mehr Beinfreiheit (nach Verfügbarkeit)
– Sitz im BEST-Bereich
– 2 Gepäckstücke bis je 23kg inklusive
– 2 Handgepäckstücke inkl. reserviertes Handgepäckfach
– Mit Flex-Option kostenlos umbuchen und stornieren
– BEST-Meals
– Erhöhte Meilengutschrift
– Loungezugang (an ausgewählten Flughäfen für HON, SEN und FTL)
– Priority-Check-in und Boarding (nach Verfügbarkeit)

Wie so oft sind natürlich vor allem die Beinfreiheit und die zusätzlichen Services an Bord der entscheidende Verkaufsfaktor, wobei hier bei Eurowings auch die 2x 23kg Freigepäck eine sehr interessante Inklusiv-Leistung sind – eher ungewöhnlich für eine Premium Economy Class und definitiv (für die, die es benötigen) ein großer Vorteil gegenüber anderen Airlines.

Mittlerweile gibt es übrigens auf ausgewählten Langstrecken-Flügen auch eine bizclass bei Eurowings, also eine Art Business Class.

Die Kosten für den Best-Tarif bei Eurowings varieren je nach Strecke und Nachfrage. Wie oben schon geschrieben, kann dieser direkt im ersten Buchungsschritt eingesehen werden. Für meinen Flug von München nach Punta Cana betrug der Aufpreis knapp 150 Euro (auf den Basic-Tarif), was ohnehin meine generelle Faustregel ist, was eine Premium Economy Class maximal als Aufpreis zur Economy Class kosten sollte (pro Strecke). Ein paar weitere Stichproben zeigen, dass der Aufpreis bei Eurowings für den Best-Tarif (auf den Basic-Tarif) in der Regel zwischen 120 und 350 Euro variiert (in Ausnahmen auch mehr), mit einigen Ausreißern nach oben.
Vergleicht am besten selbst die Preise und schlagt bei besonders günstigen Aufpreisen (150 Euro pro Strecke und weniger) direkt zu.

Der Best-Tarif auf der Langstrecke bei Eurowings

Meine Erfahrungen in der Premium Economy Class bei Eurowings (Best-Tarif)

Was erwartet Euch nun konkret in der Premium Economy Class von Eurowings auf der Langstrecke?
Mit den Best-Tarif habt Ihr schon einmal einen separaten Check-In Schalter sowie Priority Boarding. Beides brauchte ich jedoch nicht, da ich am Check-In ohnehin der einzige Passagier war und ich Priority Boarding so überflüssig finde wie eine Heizung in der Karibik, wenn ich nachher noch rund 10 Stunden im selbigem Flieger verbringen werde. Eine Fast-Lane Security ist leider nicht im Tarif inbegriffen, wobei Ihr diesen Vorteil mit der Eurowings Gold-Kreditkarte abdecken könnt.

An Bord erwartet Euch beim Best-Tarif auf der Langstrecke nicht nur ein Begrüßungsgetränk vor dem Start, was schon fast Business Class Niveau hat und in der Premium Economy Class anderer Airlines selten ist, sondern auch ein sehr angenehmer und komfortabler Sitz in einer separaten Kabine, die in diesem Airbus 330-200 aus nur 21 Sitzen bestand. Diese waren im 2-3-2 System angeordnet, was im Vergleich zur 2-4-2 Bestuhlung der Economy Class eine größere Sitzbreite mit Doppelarmlehne und somit deutlich mehr Sitzkomfort bedeutet.

Erfahrung im Best-Tarif auf der Langstrecke, der Premium Economy Class von Eurowings

Auch der Sitzabstand war sehr großzügig und betrug mindestens 20 Zentimeter extra zum regulären Sitzabstand in der Economy Class. Dank der ebenfalls wesentlich großzügigeren Neigung der Rückenlehne ließ es sich wirklich exzellent ausstrecken und relaxen.

Erfahrung im Best-Tarif auf der Langstrecke, der Premium Economy Class von Eurowings

Zum Einsteigen stand für jeden Passagier auch eine Flasche Wasser, ein eher einfaches Amenity Kit, Kissen und Decke bereit.
Auch USB-Ladebuchse sowie Stromanschluss waren am Sitz vorhanden, wenngleich letzterer leider nicht ganz kompatibel mit allen Geräten schien. Während ich meinen Laptop 2 Wochen zuvor in der Premium Economy Class von Tuifly Belgium noch problemlos laden konnte, funktionierte dies bei Eurowings leider nicht.
Das Entertainment-System arbeitete wie üblich über einen gewöhnlichen Touch-Screen. Die Auswahl schien mir jetzt nicht so riesig zu sein, aber wie immer nutzte ich es ohnehin nicht wirklich.

Erfahrung im Best-Tarif auf der Langstrecke, der Premium Economy Class von Eurowings

Service- und Essenstechnisch sollte man von diesem Eurowings-Flug in der Premium Economy Class jedoch nichts besonderes erwarten. Die Crew war zwar sehr aufmerksam und bemüht, wirkte aber manchmal ein wenig unbedarft. Dennoch fühlte ich mich soweit gut betreut, auch wenn der Wunsch nach einem zweitem Essen am Ende (obwohl noch vorrätig) nicht erfüllt werden konnte.

Damit wären wir auch gleich bei der Verpflegung, die alles andere als toll war – Premium-Niveau war dies definitiv keines.
Generell wurden auf dem knapp 11-stündigen Flug von München nach Punta Cana gerade einmal 1 warme Mahlzeit und 1 warmer Snack gereicht – ziemlich dürftig für solch eine lange Flugdauer. Etwas Obst im Handgepäck ließ mich mit nicht ganz so großem Hunger aussteigen.
Neben der Quantität konnte auch die Qualität nicht überzeugen. Während Eurowings im Wings Bistro zumindest optisch sehr leckere und zum Teil auch kreative Speisen anbietet, war davon in der Realität bei den inkludierten Mahlzeiten (alle Leistungen aus dem Wings Bistro kosten auch im Best-Tarif extra) nichts zu sehen – auch nicht von den sogenannten Best-Meals, die ja laut Leistungsbeschreibung inklusive waren.

Als warme Mahlzeit gab es nach dem Start die Auswahl zwischen Hühnchen und Pasta – die selbe Auswahl wie in jedem der billigsten Economy-Flüge. Zwar wurde die Pasta in Form von Ravioli gereicht, die zusammen auch mit einer sehr leckeren, nicht alltäglichen Füllung versehen war (Feigengelee oder so etwas in diese Richtung), aber die Präsentation in einer triefenden, schweren und unappetitlichen Creme-Sauce ließen bei mir Erinnerungen an schlimmste Condor-Economy-Class Flüge aufkommen.

Erfahrung im Best-Tarif auf der Langstrecke, der Premium Economy Class von Eurowings

Wenn das schon ein Best-Meal war, möchte ich das einfachere Smart-Meal gar nicht sehen.

Anschließend gab es 7 Stunden nichts zu essen, ehe rund 1.5 Stunden vor der Landung noch eine Snack-Box mit einem leckerem Empanada (mit Gemüsefüllung) und einem ebenso guten, weil warmen (wenn auch sehr süßen), Schokoladenkuchen gereicht wurde.

Erfahrung im Best-Tarif auf der Langstrecke, der Premium Economy Class von Eurowings

Nahezu hungrig bin ich dennoch aus dem Flugzeug gestiegen, was eigentlich sonst relativ selten passiert, vor allem, wenn die Mahlzeiten inkludiert sind.

Getränkemäßig gab es die Auswahl aus den nicht-alkoholischen Standard-Getränken sowie Bier und Wein. Spirituosen, Longdrinks, aber auch die im Wings Bistro beworbenen alkoholfreien getränke wie Vital Limonade oder andere Feinheiten mussten leider komplett extra bezahlt werden.

Fazit

War ich von meinem Flug mit Tuifly Belgium in der Premium Economy Class 2 Wochen zuvor noch recht verwöhnt, ereilte mich bei Eurowings quasi wieder die harte Realität. Der Sitz war gemeinsam mit dem von Level Airlines sicher einer der besten Premium-Sitze in denen ich je gesessen hatte, doch Essen und Getränke bewegten sich maximal auf einem guten Economy-Niveau – von Best-Tarif war da nicht allzu viel zu sehen.
Wie bei vielen anderen Airlines in der Premium Economy Class sehe ich auch bei Eurowings den maximal vertretbaren Aufpreis bei ca. 150 € auf der Langstrecke – vorrangig hier aber nur wegen des wirklich guten und komfortablen Sitzes. Aufgrund der nur mäßigen anderen Services würde ich selbst wohl nur bei bis zu max. 100 € Aufpreis im Vergleich zum Smart-Tarif zuschlagen – oder auch etwas höher, sollte ich tatsächlich mal 2 Stücke Freigepäck benötigen, denn dies ist noch ein echtes Verkaufsargument, was es sonst nur selten gibt.
Wer also Premium Services wünscht, kann sich die Eurowings Premium Economy Class im Best-Tarif definitiv mal näher anschauen, sollte aber den Preisunterschied zur regulären Economy Class im Auge behalten.
Wer zudem bei seinem Eurowings-Flug noch ein paar mehr Privilegien genießen möchte (u.a. Fast-Lane-Nutzung an einigen Flughäfen, vergünstigten Lounge-Zugang, kostenfreies Sportgepäck), kann sich auch einmal die Eurowings-Kreditkarte Gold (~) anschauen, die ich seit einigen Monaten nutze und mit der ich vor allem aufgrund des wegfallenden Auslandsentgelt sowie der kostenfreien Bargeldabhebungen weltweit sehr glücklich bin – zusätzlich zum Meilen sammeln, in dieser Kombination die einzige Kreditkarte für deutsche Kunden.

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


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