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Die Top 3 meiner spannendsten Flugerlebnisse in der Karibik

Posted by on 20. Juni 2013

Ein Bericht über einen Flug mit Grenadine Airways von St. Vincent nach Canouan und zurückDie Karibik ist schon ein schönes Fleckchen Erde mit all ihren paradiesischen Inselchen, die wie einzelne Perlen vom türkisblauen Ozean umgeben sind. Um all diese zu erreichen, führt meist kein Weg am Flugzeug vorbei, denn Fährverbindungen sind nur wenige vorhanden. Das dies dann dank kleiner Propellermaschinen, Flughäfen im Miniaturformat und einzigartiger Ausblicke von oben zu einzigartigen Flugerlebnissen führt, versteht sich fast von selbst. Aus diesem Grund habe ich in diesem Artikel mal die spannendsten Episoden zum Thema Flüge aus meinen mittlerweile 2 Jahren Karibik zusammengestellt. Viel Spaß beim Mitfliegen!

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Platz 3: von St. Martin zur kürzesten Landebahn der Welt

Die kürzeste (kommerziell genutzte) Landebahn der Welt kann eigentlich nur an zwei Orten auf dieser Erde sein – entweder auf einer Mini-Insel, wo nicht mehr Platz ist oder irgendwo im Gebirge, wo ebenfalls gerade mal das Stück Land für ein paar Meter ebene Fläche ausreicht. Auf Saba, einer kleinen Vulkaninsel in der nordöstlichen Karibik, treffen sich gleich beide Faktoren. Die Insel ist gerade einmal ca. 3 x 4 Kilometer groß und wird dominiert von einem knapp 900 Meter hohen Vulkan. Irgendwo am Rande der Insel konnte dann gerade noch ein Stück Land gefunden werden, was nicht abschüssig ist – kein Wunder bei dieser Topografie.

Anflug mit Winair auf Saba

Die Landebahn am Juancho E. Yrausquin Airport misst dann auch gerade einmal 400 Meter (zum Vergleich: die deutschen Flughäfen messen im Schnitt zwischen 3.000 und 4.000 Meter) und kann daher nur von den kleinsten aller kleinen Propellermaschinen angeflogen werden. Entsprechend gespannt war ich auf den Flug und vor allem auf die Landung – die dann aber überraschend ruhig war. Gerade einmal die Hälfte der ultrakurzen Landebahn benötigte der Flieger, allerdings auch bei perfekten Wetterbedingungen. Bei Rückenwind und Regen dürfte die Landung dann schon etwas kribbeliger werden. Dennoch, Platz 3 für dieses spektakuläre Flugerlebnis mit Winair, wo sich dann mein Besuch auf der Insel Saba auch direkt einreihte.

Eine DHC-6-Twin Otter der FLuggesellschaft Winair

Der Landeanflug auf die kleinste Landebahn der Welt am Juancho Yrausquin Airport in Saba

>> Zum ausführlichen Flugbericht Winair (Sint Maarten – Saba – Sint Maarten)

Platz 2: von Carriacou nach Grenada mit dem 8-Sitzer

Carriacou ist die kleine Schwesterinsel von Grenada, das nun selbst schon nicht zu den größten Ländern dieser Erde gehört. Das solch eine Mini-Insel wie Carriacou mit seinen rund 6000 Einwohnern sogar einen eigenen Flughafen hat, kann nur eins bedeuten: Aviatik-Erlebnis pur. Dies ging schon bei der Abfertigung los: Gepäck und Mensch wurden noch manuell gewogen, die Bordkarte per Hand geschrieben und im Hintertürchen saß ein kleiner Beamter, der die Departure Tax einsammelte. Insgesamt waren 6 Mitarbeiter damit beschäftigt, 8 Passagiere abzufertigen. Wenn das mal keine individuelle Betreuung ist … ;-)

Der Flughafen von Carriacou von innen ...

Der Flug ging dann genauso spannend weiter. Zum Einen war es mein erster Flug überhaupt mit einer nur 8 Passagiere fassenden Maschine, zum Anderen waren die Panoramaaussichten auf die vorbeiziehende Inselwelt sowie der Blick ins Cockpit und auf die Landebahn einfach beeindruckend. Wer also nach Carriacou möchte, dem seien unbedingt die Flüge mit SVG Airlines empfohlen.

Blick auf Hillsborough während eines Fluges mit SVG Air

Landung mit SVG Air auf dem Maurice Bishop International Airport in Grenada

>> Zum ausführlichen Flugbericht SVG Air I (Carriacou – Grenada)

Platz 1: Inselhüpfen Extrem mit 4 Zwischenlandungen und 4 Umstiegen

Um die vielen kleinen Inseln und vor allem unabhängigen Staaten der Kleinen Antillen zu erreichen, sind – wie konnte es anders sein – meistens Flüge die einzelne Möglichkeit. Hierbei gibt es mit Liat einen dominierenden Carrier, der die meisten dieser miteinander verbindet: allerdings nicht mit Non-Stop-Flügen, sondern aufgrund der kleinen Einwohner- und damit auch Passagierzahlen mit mehreren Zwischenstopps. Echtes Inselhüpfen also.

Eine Maschine von Liat auf dem Melville Hall Airport in Dominica

Dadurch kommt es, dass manchmal erst auf einigen Inseln zwischengelandet oder umgestiegen werden muss, ehe man an sein Ziel kommt. Bei meinem Ausflug in den Norden der Kleinen Antillen wollte es der Liat-Flugplan mit mir ins Extreme treiben: 10 Flüge waren insgesamt notwendig, um von Grenada nach St. Martin und zurück zu gelangen. Auf dem Hinweg hieß es Grenada – Barbados (Umstieg) – Dominica (Zwischenlandung) – Antigua (Umstieg) – St. Martin und auf dem Rückweg St. Martin – St. Kitts (Zwischenlandung) – Antigua (Umstieg) – Dominica (Zwischenlandung) – Barbados (Umstieg) – Canouan (Zwischenlandung) – Grenada.

Was sich zunächst wie Stress anhört (es für einen Flugbegeisterten wie mich aber ohnehin nicht ist), zeigte sich später als wahre Kette an Panoramaflügen. Während der zahlreichen Segmente zogen auch dank schönstem Wetter in klarer Sicht u.a. die Inseln Marie Galante, Ile des Saintes, Guadeloupe, La Desirade, Antigua, Barbuda, Saba, St. Eustatius, St. Barth und St. Martin an mir vorbei. Schöner kann ein Flug nicht sein!

Tolle Panoramarunde mit Liat über St. Kitts, hier im Bild die Half Moon Bay

Toller Blick auf St. Barth während des Fluges mit Liat nach Sint Maarten

>> Zum ausführlichen Flugbericht Liat IV (Grenada – St. Martin – Grenada)

Sonderpreis: mit dem Buschflieger durch Guyana

Extra erwähnen möchte ich diesen interessanten Flug durch Guyana. Auf den Sonderplatz und nicht in die reguläre Rangliste kommt dieses Erlebnis, da Guyana zwar politisch und völkertechnisch zur Karibik gehört, allerdings bei weitem natürlich keine Insel ist, sondern schon ein großes Land auf dem südamerikanischen Festland, welches allerdings weitestgehend unbewohnt ist. Aus diesem Grund sind Flüge auch hier eine wahre Panorama-Wonne, wenngleich man die kleinen Farbtupfer im karibischen Meer durch einen nahezu endlosen und ultragrünen Regenwaldteppich ersetzen muss.

Mächtiges Massiv im Roraima-Gebirge von Guyana

Fast noch spannender war jedoch die Anreise zu meinem Flug, der mich mit Trans Guyana Airways von Bartica nach Georgetown bringen sollte. Der Check-In erfolgte direkt in einem Miniatur-Büro im Zentrum des kleinen Provinzdorfes Bartica. Auch hier erfuhr ich dank Wiegen mal wieder mein aktuelles Körpergewicht. Anschließend ging es für alle Passagiere samt Check-In Agent zum Hafen, wo ein kleines Motorboot auf uns wartete. Dieses fuhr uns zunächst einige Minuten über den mächtigen Essequibo River und anschließend weiter durch ein verzweigtes Flusssystem, wo sicher niemand je einen Flughafen erwarten würde. Erst nach 15 minütiger Bootsfahrt tauchte schließlich ein unbewachsenes Stück Land inklusive einer Asphalt-/Schotterpiste auf, die sich dann als Flughafen entpuppte. Den Titel für die außergewöhnlichste Anreise zu einem Flughafen in meiner bisherigen Flughistorie geht somit eindeutig an Bartica.

Seitenstrom des mächtigen Essequibo Rivers auf der Fahrt zum Bartica Airport

Anflug der Cessna Grand Caravan von Trans Guyana Airways

>> Zum ausführlichen Flugbericht Trans Guyana Airways (Bartica – Georgetown)

Dieser Beitrag stellt nicht nur meine außergewöhnlichsten Luftfahrterlebnisse aus der Karibik dar, sondern ist gleichzeit auch Beitrag zu einer Blogparade des Jo Igele Reiseblogs (~), wo Ihr unter selbigen Link auch andere spannende Erzählungen und Geschichten aus dem Bereich Fliegen und Flughäfen von anderen Reisebloggern nachlesen könnt.

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