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Reisebericht Isla de Ometepe

Reisebericht Isla de Ometepe: Perle abseits der Touristenpfade Nicaraguas

Ich hätte sie ja fast aus dem Programm gestrichen. Durch die doch etwas zeitintensivere Reise durch Nicaragua und der quasi Verspätung aus Leon hatte ich kurz überlegt, die Isla de Ometepe aus meiner kleinen Nicaragua-Rundreise auszulassen, um die Zeit lieber zusätzlich in Granada und Umgebung zu verbringen. Letztendlich reiste ich dann doch nach Ometepe – und war definitiv glücklich, dies getan zu haben.

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Reisezeitraum: Mai 2013 / 24 Stunden
Geschrieben: Juni 2013
Veröffentlicht: Juli 2013

Überblick Reisebericht Isla de Ometepe

  1. Anreise nach Ometepe
  2. Schnelle Unterkunftssuche auf Ometepe
  3. Planung des Tages auf Ometepe: Fahrradtour
  4. Fahrradtour Teil 1: von Moyogalpa nach Altagracia
  5. Fahrradtour Teil 2: zur „Paradies-Bar“ zurück nach Moyogalpa
  6. Ruhiger Abschluss in Moyogalpa
  7. Fazit

Anreise nach Ometepe

99% aller Besucher – so auch ich – dürften wohl über Rivas und San Jorge einreisen. Hier startet die Hauptfährverbindung (mehrmals täglich) nach Moyogalpa und San José del Sur. Weitere Fähren zu und von anderen Orten fahren nur sporadisch (z.B. die Fähre von Granada nach Altagracia).

Nach Rivas geht es – wer individuell reist – am besten per Chickenbus. Die meist im Stile von alten amerikanischen Schulbussen verkehrenden Fahrzeuge treffen aus allen (südlichen) Landesteilen in Rivas ein, u.a. aus Penes Blanca, Granada, Managua oder San Juan del Sur. Ich reiste ebenfalls per Chickenbus und benötigte von Granada aus rund 2 Stunden.

Chickenbus in Nicaragua auf dem Weg von Granada nach RIvas

Vom sehr lebhaften Busterminal in Rivas geht es schließlich weiter per Taxi nach San Jorge, dem kleinen Dorf, wo sich das Fährterminal befindet. Ein Taxi hierher kostet in der Regel 50C$ pro Person, also ca. 2 US$.

Die Fähre nach Ometepe verkehrt hier von San Jorge im Schnitt aller 60 Minuten – manchmal auch im Halbstundentakt, vereinzelt ist jedoch auch mal 90 Minuten Pause. Von San Jorge aus gibt es zwei verschiedene Ziele: Moyogalpa, wo die meisten der Fähren ankommen und vereinzelt auch San José del Sur.

Die Fährfahrt dauert rund eine Stunde und kostet je nach Fähre zwischen 35 und 70 C$. Besonders auf dem Hinweg hatte ich hierbei schöne Blicke auf die Doppel-Vulkaninsel Ometepe (Concepcion und Madera)

Fahrt mit der Fähre nach Moyogalpe mit Blick auf Concepcion und Madera

Der auf der Isla de Ometepe alles bestimmende Vulcan Concepcion

Schnelle Unterkunftssuche auf Ometepe

Nach der Ankunft in Moyogalpa wollte ich erst einmal meinen Rucksack loswerden. Hierzu hatte ich mir bereits im Vorhinein eine Unterkunft ausgesucht, die man jedoch nur vor Ort buchen konnte – „The Cornerhouse“. Es befindet sich nur 2 Minuten Fußweg vom Fähranleger entfernt. Da noch ein Zimmer frei war, checkte ich schnell ein und die Sache war geritzt. Damit konnte ich mich dann voll auf die Isla de Ometepe konzentrieren.

Außenansicht des Cornerhouse in Moyogalpa auf der Isla de Ometepe

Planung des Tages auf Ometepe: Fahrradtour

Die Insel Ometepe besteht ja gewissermaßen aus zwei fast eigenständigen Inseln, die nur über eine Landenge miteinander verbunden sind. Beide Inseln werden von Vulkanen dominiert, wobei der Concepcion auf dem Westteil von Ometepe deutlich höher und imposanter ist als der Madera auf der Ostseite. Dafür ist Letzterer einfacher zu bewandern. Dies sollte aber heute nicht mein „Problem“ sein, denn ich entschied mich aufgrund meines begrenzten Zeitbudgets dafür, weder den großen (8 Std. Wanderung!) noch den kleinen Vulkan zu besteigen, sondern lieber den Concepcion per Fahrrad zu umfahren. Somit bekam ich gleichzeitig auch einen guten Überblick um die einzelnen Teile der Insel und sollte später sogar noch ein echtes Juwel finden.

Fahrräder werden von verschiedenen Anbietern verliehen, auch in Moyogalpa. Der Chef des Cornerhouse sagte mir aber gleich, dass alle nicht wirklich einem guten Zustand sind – und er sollte Recht behalten. Im Vergleich zu unserer Fahrradtour, bei der wir die Insel Grenada umrundeten, waren das hier doch echte Krücken. Doch letztendlich kämpfte ich mich damit durch. Nicht vergessen sollte man dabei auch, dass die Ausleihe nur 5 US$ am Tag kostet (entgegen der 20 US$ auf Grenada).

Mein Mountainbike während der Fahrradtour über Ometepe Island

Fahrradtour Teil 1: von Moyogalpa nach Altagracia

Zunächst fuhr ich mit meinem neuen Gefährten für die nächsten Stunden in Richtung Altagracia, allerdings die kürzere Westroute. Dass es sich hierbei um eine Schotterpiste handelte, die aus mehr Felsen und Steinen denn Schotter bestand, stellte sich erst später heraus. Dafür ging es durch absolut unberührte Natur – Nicaragua, wie es erschaffen wurde.

Landleben auf der Isla de Ometepe in Nicaragua

Während der gesamten Fahrt hatte ich dabei auch immer den Concepcion im Blick, der sich den gesamten Mittag rum fast wolkenfrei zeigte – durchaus eine Seltenheit.

Der Concepcion, der höchste Berg und Vulkan auf der Isla de Ometepe

Nach rund anderthalb Stunden und ziemlicher Knochenarbeit über die unsägliche Piste kam ich schließlich im kleinen Altagracia an. Wesentlich unterscheiden von Moyogalpa tat es sich nicht, es war lediglich ein wenig kleiner. Ein Mittagessen fand ich trotzdem und wie so oft in den letzten Tagen handelte es sich hierbei wieder einmal um Reis, Bohnen, Tortilla und zur Auswahl Chicken oder Beef.

Typisches Mittagessen in Nicaragua: Reis, Bohnen, Hühnchen und Tortilla

Aber wie auch so oft in den letzten Tag war es lecker und auch unschlagbar günstig – 3 US$ für das Essen inkl. 0,5l Saft.

Fahrradtour Teil 2: zur „Paradies-Bar“ und zurück nach Moyogalpa

Während ich für die ersten 15 Kilometer eineinhalb Stunden benötigte, hätte ich den zweiten Teil (ohne großartige Pausen) mit 25 Kilometern auch in etwas weniger der Zeit abfahren können – die Straße war asphaltiert und in sehr gutem Zustand, ein Genuss nach der üblen Piste zuvor. Es ging diesmal vorbei an nicaraguanischen Real-Life – kleine Anwesen, niedliche Dörfer, typisches Landleben. Sehr idyllisch, sehr ruhig.

Landleben auf der Isla de Ometepe in Nicaragua

In San José del Sur, dort, wo die Straße dem Nicaragua-See am nächsten kommt und nur 300 Meter vom Meer entfernt ist, nahm ich dann einen Abstecher zum Strand, denn zumindest einmal sollte ich doch bei solch einer (Halb-)Inselerkundung das Wasser sehen. Dabei fand ich in besagtem Ort eine traumhafte und menschenleere (außer den beiden Betreibern) Bar, in die ich mich sofort verliebte.

Meine absolute Favourite-Bar in San Juan del Sur

Es war wirklich wie im Paradies. Am Strand war keine Menschenseele, in der Bar ohnehin nicht und die quasi holzgeschnitzten Schaukeln luden gerade nur so zum Relaxen ein. Die Eigentümerin war sehr nett und als Sie dann auch noch einen wahnsinnig leckeren Bananen-Passionsfrucht-Smoothie für mich zubereitete (typisch Nicaragua für wieder einmal nur 1,10 € für einen halben Liter) war die Welt einfach nur perfekt. Solche Augenblicke kann man einfach nur genießen – und ich tat es in vollen Zügen.

Meine absolute Favourite-Bar in San Juan del Sur

Ganz nebenbei war von hier aus auch der kleine Bruder des Concepion zu sehen, der Madera, der sich ebenfalls mit der obligatorischen Gipfelwolke schmückte.

Blick auf den Madera von San Juan del Sur

Die restlichen knapp 10 Kilometer nach Moyogalpa gingen dann über sehr flaches und einfacheres Terrain schnell von der Pedale. Unterwegs hatte ich sogar noch einmal einen traumhaften Blick auf den Concepcion – diesmal sogar ohne Wolke.

Der Concepcion, der höchste Berg und Vulkan auf der Isla de Ometepe

Etwas irritiert wurde ich lediglich, als ich plötzlich eine breite Straße kreuzte, die einer Landebahn ähnelte. Tatsächlich handelt es sich hierbei um einen neuen Flughafen, der auf der Isla de Ometepe gebaut wird, schon bald in Betrieb gehen und damit den Tourismus auf der Insel ankurbeln soll.

Ein neuer Flughafen entsteht: der Ometepe Island Airport in Nicaragua

Ruhiger Abschluss in Moyogalpa

Nach der insgesamt dann doch anstrengenden Fahrradtour sehnte ich mich erst einmal nach einer Dusche und etwas Entspannung. Dies setzte sich dann auch am Abend fort, als außer noch etwas Essen und ein wenig Reisebericht schreiben nicht mehr viel ging.

Nach ebenfalls entspannter Nacht im Cornerhouse von Moyogalpa hielt der nächste Morgen dann noch einmal ein kleines kulinarisches Highlight für mich bereit. Das Cornerhouse besitzt nämlich auch ein sehr gemütliches und einladendes Café, dessen Frühstück im Übernachtungspreis inklusive war. Die sehr leckeren Eggs Benedict und der noch viel bessere Bananen-Ananas-Milchshake waren der optimale Start in den Tag.

Leckeres Frühstück im Cornerhouse in Moyogalpa

Fazit

Anschließend nahm ich dann wieder die (in beiden Fällen sehr pünktliche und zuverlässige) Fähre zurück in Richtung Festland. Mit dem Ablegen konnte ich nochmals auf die Isla de Ometepe und damit eine sehr schöne und natürliche Insel zurückblicken, die mit Ruhe, Charme und Natur pur glänzt. Im Nachhinein bin ich sehr froh, Ometepe auch besucht und nicht zu Gunsten anderer Aktivitäten geopfert zu haben. Als optimaler Kompromiss auf Zeit und Erlebnis zeigte sich die Fahrradtour, wenngleich natürlich die Besteigung des Concepcion die Königsdisziplin auf Ometepe Island bleibt. Vielleicht habe ich dazu ja irgendwann noch einmal die Chance – schließlich bietet die Insel durchaus Potential für einen Wiederholungsbesuch.

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


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