browser icon
You are using an insecure version of your web browser. Please update your browser!
Using an outdated browser makes your computer unsafe. For a safer, faster, more enjoyable user experience, please update your browser today or try a newer browser.

Reisebericht León (Nicaragua)

Reisebericht León: Kleine Kolonialstadt mit interessantem Umland

León stand als erstes auf meinem „Reisezettel“ in Nicaragua. Es ist eine der beiden Kolonialstädte des Landes und durfte gerade für mich als Städtefan somit nicht fehlen. Von Managua aus machte ich mich daher per Minibus auf den Weg und war sehr gespannt, was mich in León erwarten würde.

>> Zur Übersicht der Reiseberichte
>> Zum Reisebericht Granada
>> Zum Reisebericht Nicaragua

Reisezeitraum: Mai 2013 / 1,5 Tage
Geschrieben: Juli 2013
Veröffentlicht: Juli 2013

Überblick Reisebericht León

  1. Das Bigfoot Hostel – Ausgangspunkt in León
  2. León, eine der alten Kolonialstädte Nicaraguas
  3. Street-Food in León
  4. Volcano Boarding mit dem Bigfoot Hostel
  5. Weiterfahrt nach Granada und Fazit

In León endete meine Busfahrt dann am großen und quicklebendigen Markt der kleinen Stadt. Da León auf dem Stadtplan eigentlich nicht wirklich groß aussah, versuchte ich mich zunächst (etwas orientierungslos) zu Fuß zum Bigfoot Hostel, meiner gebuchten Unterkunft, durchzuschlagen. Allerdings musste ich schnell erkennen, dass dies doch ein recht aussichtsloses Unterfangen war und nahm mir schließlich (wie schon in Managua) wieder ein Taxi, welches mich für 2 US$ doch noch ein beachtliches Stück durch León fuhr.

Das Bigfoot Hostel – Ausgangspunkt in León

Im Bigfoot Hostel konnte ich dann erst einmal einchecken und meinen Rucksack ins Zimmer legen. Dieses war zwar spartanisch, aber sehr bunt und freundlich eingerichtet.

Mein buntes aber spartanisches Einzelzimmer im Bigfoot Hostel

Generell ist das Bigfoot Hostel ein klassisches Backpackers, welches ein breites Aktivprogramm, eine stets gut besuchte Bar, ordentlich Entertainment und vieles mehr für einen auch längeren unterhaltsamen Aufenthalt in León anbietet. Mehr dazu auch in meiner Bewertung über das Bigfoot Hostel – dessen Name mit meiner Schuhgröße 50 übrigens nicht besser zu mir passen könnte. ;-)

Lounge und Tour Desk im Bigfoot Hostel

Weiterhin ist das Hostel ein exzellenter Ausgangspunkt nicht nur innerhalb Leóns, sondern auch für das Umland, denn hier werden gerade für Backpacker und Junggebliebene eine ganze Reihe an Touren angeboten. Egal ob ein täglicher Shuttle zum Strand nach Las Penitas, Tagestouren nach El Salvador oder Honduras oder die berühmten Volcano Boarding Trips – Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Zunächst hieß es für mich aber ein wenig umplanen, denn meine ursprünglich für den Nachmittag geplante Tour zum Volcano Boarding wurde aus Wettergründen auf den nächsten Tag verschoben. Also begab ich mich zunächst einmal auf Erkundungstour durch die Altstadt.

León, eine der alten Kolonialstädte Nicaraguas

León wurde bereits im Jahr 1524 gegründet und gehört damit gemeinsam mit Granada zu den ältesten Städten Nicaraguas. Wenngleich von damals natürlich keine Gebäude mehr übrig sind, sieht man León seinen historischen Charakter deutlich an, was sich vor allem an den zahlreichen Kolonialbauten innerhalb der Stadt zeigt, die man aufgrund der kompakten Altstadt exzellent zu Fuß erkunden kann.

Vom Bigfoot Hostel aus ging es für mich zunächst in weniger als 5 Gehminuten direkt zur großen Kathadrale von León, der Basilica de la Asunción. Diese gilt auch als größte und älteste Kathedrale in Mittelamerika.

Die große Kathedrale von Leon, die Basilica de la Asunción

Wie schon in Panama City am Tag zuvor, freute sich natürlich mein sonst so strand- und Karibik-verwöhntes Auge, endlich mal wieder Stadtansichten zu sehen. Aus diesem Grund warf ich auch direkt einen Blick in das innere der Basilika.

Innenansicht der Basilica de la Asunción

Innenansicht der Kathedrale von León

Die Kathedrale bietet ebenfalls die Möglichkeit, für ca. 2 US$ (48 Cordobas) auf das Dach der selbigen zu steigen. Auch wenn der Ausblick nicht spektakulär war, ließ ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen.

Ausblick von der Basilica de la Asunción auf León

Ausblick von der Basilica de la Asunción auf León

Neben der Basilica de la Asunción gibt es auch noch eine Reihe weiterer und vor allem sehr schöne Kirchen in León, die deutlich das Stadtbild bestimmen. Dazu gehören (Bilder von oben nach unten) u.a. La Merced, Calvario oder San Juan.

Die Kirche La Merced in León

Die Calvario Kirche in León

Die Kirche San Juan in der Kolonialstadt León

Ansonsten machte die Stadt einen sehr aufgeräumten und sympatischen Eindruck. Man findet sich in León relativ schnell zu Recht. Zudem wird man garantiert nicht verhungern oder verdursten – überall an der Straße warten nette Verkäufer, dass man ihnen einen Hot Dog oder frische, in mundgerechte Stücke geschnittene, Früchte abkauft.

Insgesamt bietet León mit Ausnahme von vielen gemütlichen Cafés jedoch nicht wirklich viel, um sich länger in der Stadt aufzuhalten. Da meine Tour zum Volcano Boarding auf dem Cerro Negro aufgrund des Wetters auf den nächsten Morgen verschoben wurde, hatte ich schließlich den kompletten Nachmittag Zeit und wusste damit gar nichts richtig damit anzufangen. Eine spontane Idee von mir war daher, im von vielen Sprachschulen besetzten León kurzerhand mir ein oder zwei Spanischstunden zu organisieren, die selbst bei Privatunterricht hier sehr bezahlbar sind. Leider fand sich so schnell keine Sprachschule, die so spontan einen Einzelkurs anbieten konnte.

Da ich nun mir etwas anderes für den Nachmittag suchen musste, ging ich nach dem Schauen des Champions League Finals (was ich sonst durchaus hätte sausen gelassen) zum Revolutionsmuseum, welches sich direkt am Central Park gegenüber der Basilica de la Asunción befindet. Für 30 Cordoba Eintritt bekam ich hier eine kleine private Führung durch das gar nicht mal so schlechte Museum. Die Konversation mit dem Guide war dabei sehr interessant, denn er sprach ungefähr so schlecht Englisch wie ich Spanisch. Irgendwie konnten wir uns dann aber doch mit viel Gestammel verständigen. ;-)

Das Revolutionsmuseum von León

Stammlesern ist sicher aus meinen vorherigen Reiseberichten bekannt, dass ich ein großer Fan von beleuchteten Gebäuden bei Nacht bin. Gerade solch historische Städten bieten hier in der Regel eine beeindruckende Kulisse. León konnte hier leider nicht ganz mit dieser zugegebenermaßen künstlichen Spielerei überzeugen, denn lediglich ein schönes Bauwerk konnte ich bei meinem abendlichen Rundgang erspähen.

Ein toll beleuchtetes Haus am Abend in der Altstadt

Street-Food in León

Wenn schon die Stadt zwar schön, wenn auch nicht sonderlich umfangreich war (bezogen auf die Altstadt, León selbst inkl. dem Weg zum Busterminal ist nicht komplett zu Fuß zu schaffen), wenigstens etwas ging in León hervorragend: Essen, und das zu unschlagbaren Preisen. So fand ich am Mittag eher zufällig die alte Markthalle, in der ganze Heerscharen von typischen „Marktweibern“ ihr selbst gekochtes Essen feilboten. Natürlich konnte ich daran nicht vorbeigehen und bekam ein leckeres, richtig lokales Essen mit einer Art Rindergulasch, roten Bohnen, Reis und Tortilla für gerade einmal 50 Cordobas (2 US$).

Markthalle mit leckerem Mittagessen in der Altstadt von León

Auch am Abend gab ich mich voll und ganz dem Street Food hin und landete so an einem großen Grill hinter der alten Kathedrale von León. Hier gab es alles erdenkliche an Fleisch und Fisch, frei kombinierbar mit Beilagenvariationen aus Reis, Kartoffeln und Gemüse sowie frischem Krautsalat. Hier hätte ich mich am liebsten stundenlang durchgefuttert, aber nach einer großen Portion verschiedenster Sachen inkl. Nachschlag war ich dann einfach kugelrund.

Street-Food Grill am Platz hinter der Kathedrale von León

Street-Food Grill am Platz hinter der Kathedrale von León

Quasi zur Verdauung ging ich also anschließend wieder zurück ins Bigfoot Hostel und legte mich erst einmal mitsamt eines Drinks auf die gemütlichen Sitzecken. Später ging dann hier noch richtig die Party ab, wenngleich diese von den Organisatoren (=Hostelmitarbeiter) pünktlich zur Schließzeit um 23:00 Uhr beendet wurde – das sieht man auch nicht alle Tage, garantierte mir dafür aber eine sehr ruhige und angenehme Nacht.

Volcano Boarding mit dem Bigfoot Hostel

Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit. Nach einem fixen Frühstück im Bigfoot Hostel ging es mit selbigen auf die von mir lang erwartete Tour zum Volcano Boarding auf den Cerro Negro. Lange erwartet deshalb, da ich ja eigentlich bereits am Morgen zuvor auf Tour gehen wollte, diese aber wetterbedingt abgesagt wurde. Und irgendwie freute ich mich auch schon ein paar Tage länger darauf … ;-)

Wie sich im Laufe des Tages herausstellte, war diese Entscheidung seitens der Veranstalter auch goldrichtig. Zwar war das Wetter am Vortag nicht wirklich schlecht, doch an diesem Morgen war es definitiv besser. Sonnig, nahezu wolkenfrei, angenehme Windverhältnisse – besser hätte es nicht sein können. Entsprechend schlug sich dies auch in fantastischen Landschaftsaufnahmen wieder.

Tolle Ausblicke vom Cerro Negro, einem Vulkan nähe Leon

Tolle Ausblicke vom Cerro Negro, einem Vulkan nähe Leon

Auch das Volcano Boarding selbst war ein Riesengaudi, ging aber für mich in Anbetracht der atemberaubenden Kulisse fast ein wenig unter.

Volcano Boarding vom Cerro Negro mit Bigfoot Hostel

Volcano Boarding vom Cerro Negro mit Bigfoot Hostel

Dennoch, jeder der in der Gegend oder überhaupt in Nicaragua ist, sollte sich dieses weltweit einmalige Spektakel nicht entgehen lassen. Mehr zu diesem tollen Erlebnis habe ich auch im Bericht über das Volcano Boarding am Cerro Negro beschrieben.

Weiterfahrt nach Granada und Fazit

Nach der Rückkehr vom Volcano Boarding, einem leckeren gratis Mojito vom Bigfoot Hostel sowie einer lang ersehnten Dusche machte ich mich dann mit einem weiteren Backpacker auf in Richtung Granada – erneut mit einem der Minibusse. Zurück ließen wir eine architektonisch sehr schöne Stadt, die sehr nett anzusehen ist, Ihre Highlights aber im Umland hat – so wie bei uns das Volcano Boarding. Dennoch, León war für mich persönlich definitiv den Abstecher wert, schon allein wegen der sehr praktischen Einführung in das nicaraguanische Streetfood. :-)

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.