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Miccosukee Resort and Casino

Ein Casino-Resort außerhalb von Nevada ist in den USA nicht allzu häufig anzutreffen. Ein solches gibt es allerdings in den Ausläufern von Miami – und zwar auf dem Gebiet einer Unterform der Seminolen-Indianer, der Miccosukee. Diese betreiben zudem auch das gleichnamige Hotel.

Reisezeitraum: September 2012
Geschrieben: Dezember 2012
Veröffentlicht: Januar 2012

>> Zum Reisebericht Everglades National Park
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>> Zum Reisebericht Florida
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Lage und Anfahrt

Eigentlich hatten wir es überhaupt nicht auf solch ein riesiges Resort mit immerhin 300 Zimmern abgesehen. Nach unserem Besuch der Florida Keys wollten wir schon einmal soweit wie möglich an unser nächstes Ziel, die Everglades heranfahren. Als wir dann ein Motel oder ähnliches suchten, war plötzlich keines mehr aufzufinden, wie es eben in solchen Situationen immer ist. Als allerletzte Übernachtungsmöglichkeit vor dem ca. 130 Kilometer langen Stück durch die Everglades tauchte dann das Miccosukee Resort am Horizont auf – als einziges Hotel im Umkreis von sicher mindestens 25 Kilometern. Da wir das Preisniveau dieses Casino-Hotels überhaupt nicht einschätzen konnten, verständigten wir uns untereinander kurz auf eine persönliche Schmerzgrenze von 120 US$ für die Nacht (alls darüber hinaus wäre dann die zusätzlichen Kilometer wieder zurück Wert gewesen) und schauten schließlich, was uns wohl im Miccosukee Resort erwarten würde.

Eingang zum Miccosukee Resort and Casino

Check-in im Miccosukee Resort

Nachdem wir einen Spot auf dem riesigen Parkplatz des Resorts gefunden hatten – auf dem übrigens hektische Betriebsamkeit mit ankommenden Wochenendgästen und -zockern herrschte – gingen wir direkt zum Front Desk, um gleich einmal die aktuelle Lage auszuchecken.

Die Rezeption des Miccosukee Resort and Casino in Florida

Zunächst die gute Nachricht: ein Zimmer war verfügbar. Die Schlechte: Der Preis betrug 150 US$ + Tax, und das sogar ohne Frühstück. Das war deutlich über unserem Limit, sodass wir uns schon mit dem Zurückfahren in Richtung Miami Flughafen (schließlich gibt es dort immer günstige Hotels) abfanden.
Eine kurze interne Beratung und ein nochmaliges Fragen nach einem niedrigeren Preis brachte dann aber plötzlich scheinbare Besserung in die sprichwörtlich „verfahrene“ Situation. Wenn wir einen Spieler-Account eröffnen und eine (am nächsten Morgen erstattbare) Kaution von 75 US$ hinterlegen, bekämen wir das Zimmer zum Preis von 89 US$ + Tax.

Was? Miccosukee Resort and Casino
Zimmer? Doppelzimmer
Wo? zwischen Miami und Everglades National Park, Florida, USA
Dauer? 1 Nacht
Gebucht bei direkt vor Ort, im Internet günstig buchbar bei booking.com (~)
Bewertung 7/10

 

Da es bei solch „windigen“ Angeboten natürlich oftmals einen Haken gibt, fragten wir gleich doppelt nach, ob diese so genannte „PlayersClub-Mitgliedschaft“ an irgendwelche Bedingungen geknüpft ist und wir die Kaution auch wirklich wiederbekommen. Beide Fragen wurde entsprechend positiv für uns beantwortet, sodass wir zunächst die Rezeption verließen und zum PlayersClub-Front Desk gingen.

Der Clou kam aber eigentlich erst jetzt: nach Durchgabe unserer persönlichen Daten (Name, Telefonnummer und Anschrift) wurden wir gefragt, ob wir den Account zum Bingo spielen oder für die einarmigen Banditen benötigen. Einer kurzen Überlegung unsererseits folgte die Aussage, dass wir es doch nur für die günstigere Zimmerrate benötigen. Die Angestellte verformte kurz ihr Gesicht und gab uns dann die Club-Karte ohne überhaupt nach Kreditkarte oder irgendeiner Form der Kaution zu fragen.

Somit mussten wir uns also nicht einmal Gedanken um die 75US$ Kaution machen und bekamen das Zimmer für die versprochenen 89 US$ + Tax. Geht doch!
Wer das Miccosukee Resort übrigens auf den gängigen Buchungsportalen (siehe oben) bucht, scheint das Zimmer gleich direkt zum günstigeren Preis zu bekommen.

Die Zimmer

Nun aber zum eigentlich wichtigsten Produkt eines Hotels, den Zimmern. Diese lassen sich im Vergleich zum eben beschriebenen Check-In sehr schnell abhandeln. Unser Doppelzimmer bestand aus zwei Queen-Size Betten und machte dank einiger netter Fabrtupfer einen frischen Eindruck – wenn gleich es nicht mehr das Neuste war.

Unser Doppelzimmer im Miccosukee Resort and Casino westlich von Miami

Blick auf die etwas ältere Einrichtung

Auffällig waren – wie im gesamten Hotel – die extrem tief eingestellte Klimaanlage und die damit einhergehende frostige Atmosphäre. Nur mit T-Shirt und kurzer Hose wird es da schnell zu kalt, sodass auch ich die Temperatur im gesamten Hotel als unangenehm empfand. Die frostige Kälte zeigte sich übrigens auch daran, dass nahezu alle Scheiben im Miccosukee Resort beschlagen waren.

Das Casino

Gerade in Las Vegas, die berühmteste Gaming-Stadt der USA, stellen ja die Casinos einen dank Ihrer meist sehr guten Aufmachung beträchtlichen Reiz dar und sind quasi die Lebensader der großen Hotels. So war es auch hier beim Miccosukee Resort, allerdings ganz und gar nicht so glamourös im Vergleich zu unserem Besuch in Las Vegas.
Das Casino hier war zwar groß, aber wirkte auf mich ziemlich ungemütlich, heruntergekommen und völlig uneinladend. Dies hatte gleich mehrere Gründe. An Nummer 1 steht definitiv die Luft, denn die ließ sich vor lauter kaltem Zigarettenrauch aber so etwas von schneiden, das hätte selbst mit einem stumpfen Messer geklappt. Weiterhin gab es an Spielmöglichkeiten neben dem beliebten Bingo lediglich die einarmigen Banditen. Spieltische wie Roulette oder Black Jack, die mit gut gekleideten Croupiers Niveau in solch eine Spielhölle hätten bringen können (und so vielleicht auch mir den ein oder anderen $ entlockt hätten), waren Fehlanzeige.

Das verrauchte und unattraktive Casino im Miccosukee Resort

Hinzu kam, dass quasi alles komplett mit den Automaten zugestellt war und somit die Atmosphäre sehr beengt war. Auch beim Personal hatte ich schon freundlichere Erscheinungsformen gesehen. Übrigens wirkte auch der seperate Bingoraum völlig auf Massenabfertigung denn auf einem schönen Spielerlebnis ausgerichtet.

Riesiger Bingo-Raum im Miccosukee Resort and Casino

Nach meinem Rundgang durch das Casino sowie einem Besuch des Schwimmbades, wo leider die Warmwasserpumpe nicht funktionierte und somit das Becken kalt war, verließ ich die im wahrsten Sinne des Wortes Spielhölle dann recht schnell und begab mich in mein Bett, um mich unter die Decke zu kuscheln und von den frostigen Temperaturen im Miccosukee Resort aufzuwärmen.

Der schön beleuchtete Pool im Miccosukee Resort and Casino

Das Restaurant

Wie es sich für ein richtiges Casino-Resort gehört, gibt es auch hier verschiedene Möglichkeiten, damit der geneigte Spieler auf keinen Fall hungern muss. So gibt es im Miccosukee Resort unter anderem ein Buffet-Restaurant, ein Fine-Dining Restaurant, ein Café und auch ein Deli-Snack-Shop.

Da wir am Abend erst spät nach unserer Mahlzeit ankamen, stand bei den verschiedenen Optionen sozusagen nur die Wahl, wo wir unser Frühstück einnehmen wollten. Prinzipiell sollte es etwas schnelles sein, da wir um 09:30 bereits an der ersten Station in den Everglades sein wollten.

Also ging es fix runter zum Deli-Shop. Als wir hier jedoch nach Frühstück fragten, wurden wir eher fragend angeschaut. Zur Auswahl standen wohl nur Chicken Wings, Salatvariationen und andere nicht wirklich der Tageszeit angepasste Speisen. Also entschieden wir uns dann doch entgegen unseres ersten Plans für das Frühstücksbuffet – schließlich kam dieses auch nur 8 US$. Für ein komplettes Buffet also fast geschenkt.

Das üppige und sehr günstige Frühstücksbuffet im Miccosukee Resort and Casino

Nun stand ich persönlich als Vielesser, dem so ein Buffet schon einmal als Grundlage für einen ganzen Tag dient, nur vor einem kleinen Problem. Es war bereits 08:00 und um 08:45 wollten wir bereits im Auto sitzen, um Richtung Everglades loszudüsen.
Zum Glück war hier im Frühstücksrestaurant absolut noch nichts los, sodass wir das ganze Buffet für uns hatten und ich mich die kompletten rund 30 Minuten voll auf das Essen konzentrieren konnte. ;-)
Qualitativ war das alles in Ordnung. Es gab keinen Grund zur Klage, aber auch nicht wirkliche Highlights. Quantitativ gab es alles, was man für ein ordentliches Frühstück benötigt: Wurst und Käse, süß und herzhaft, Obst und Müsli, Pancakes und sogar selbst gemachte Omeletts. Insgesamt war es also gerade für den Preis ein exzellenter Start in den Tag, bei dem das Essen glatt bis Fort Myers anhielt. :-)

Fazit

Ziemlich pünktlich saßen wir dann tatsächlich um 08:45 im Auto, nachdem auch der Check-Out schnell und reibungslos von statten ging. Die Spielerkarte, die uns am Vorabend noch die um 61 US$ günstigere Zimmerrate bescherte, wollte keiner zurückhaben, sodass wir fröhlich in Richtung Everglades düsen konnten. Genau dies ist auch der Hauptgrund, warum ich eine Übernachtung im Miccosukee Resort empfehlen kann: näher als hier direkt vor den Toren der Everglades kann man nicht am Nationalpark übernachten, zumal die Zimmer und das Restaurant wirklich in Ordnung waren. Keinesfalls würde ich hier für einen längeren Aufenthalt oder zum Zocken herfahren, denn dafür wirkte gerade der Casino-Bereich und das Ganze drum und dran zu altmodisch und unattraktiv. Für unsere gesuchte eine Nacht erfüllte es dank der letztendlich erhaltenen Rate von 89 US$ aber seinen Zweck und war somit eine gute Zwischenstation auf unserem Weg in die Everglades National Park.

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


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