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Reisebericht Malaysia

Reisebericht Malaysia – Hauptstadt, Nationalpark und Inselleben

Knapp 2 Wochen bereiste ich Festland-Malaysia im Rahmen meiner Weltreise und hatte mir dabei 3 Schwerpunkte vorgenommen: die Hauptstadt Kuala Lumpur, den Taman Negara National Park sowie die kleine Insel Pulau Tioman an der malaysischen Ostküste. Dazwischen gab es noch gefühlt unendlich viele Busfahrten durch Malaysia sowie ganz viele Klimaanlagen.

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Reisezeitraum: September 2014 / Dauer: 13 Nächte
Geschrieben: Oktober 2014
Veröffentlicht: Oktober 2014
Update: Februar 2015

Überblick Reisebericht Malaysia

  1. Reiseplanung und Anreise
  2. Kuala Lumpur: Auftakt in Malaysias kompakter Mega-City
  3. Taman Negara National Park: Regenwald soweit das Auge reicht
  4. Busfahren in Malaysia: zwischen Klapperbussen und Luxuslinern
  5. Pulau Tioman: am Tor zum Paradies
  6. Fazit

Reiseplanung und Anreise

Eigentlich wollte ich nur ein paar Tage in Kuala Lumpur bleiben und anschließend direkt weiter nach Indonesien reisen. Grund für den Stopover wäre mein Flug aus Sri Lanka (tolles Land, welches ich zuvor 2 Wochen bereisen durfte) mit Air Asia X gewesen, der mich ohnehin in die malaysische Hauptstadt geführt hätte. Doch dann gesellte sich noch eine Einladung aus dem Mutiara Taman Negara Resort zu meinen Reiseplänen.

Landkarte über meine Reise durch Malaysia

Zudem stellte sich heraus, dass die Flüge von Johor Bahru im Süden von Malaysia nach Lombok in Indonesien viel günstiger waren als vergleichbare Angebote nach Bali oder Lombok ab Kuala Lumpur. Aus diesem Grund war schnell die Idee einer kleinen Malaysia-Rundreise geboren, sodass ich statt der ursprünglich geplanten 4 Tage Kuala Lumpur gleich einmal 13 Tage in Malaysia verbrachte. Das davon am Ende wiederum ein paar „Kranktage“ wegfielen, ist eine andere Geschichte.

Kuala Lumpur: Auftakt in Malaysias kompakter Mega-City

Wie bei so vielen Malaysia-Reisenden war auch bei mir Kuala Lumpur das Eintrittstor in das muslimische Land. Kein Wunder, der Kuala Lumpur International Airport ist der viertgrößte Flughafen in Südostasien.

Wer wissen möchte, wie er am besten vom Flughafen in die Stadt kommt, den verweise ich schon einmal an dieser Stelle auf den Reisebericht Kuala Lumpur.

Besonders auffällig an Kuala Lumpur ist seine Relation zwischen Einwohnern und der gefühlten Größe der Stadt. Die enorme Anzahl von rund 1.500.000 Millionen Einwohner der Stadt und ca. 8.000.000 Millionen in der Metropolregion stehen einem so kompakten Zentrum gegenüber, welches fast ausschließlich fußläufig zu bewältigen ist.

Erste Anlaufstelle der Aktivitäten in Kuala Lumpur sind die Petronas Towers. Die mit 452 Meter ehemals höchsten Türme der Welt haben eine Strahlkraft über die gesamte Stadt hinweg – sowohl bei Tag als auch bei Nacht.

Die Petronas Towers sind die höchsten Gebäude in Kuala Lumpur

Die Petronas Towers sind die höchsten Gebäude in Kuala Lumpur

Mein persönlicher Tipp für Malaysias Hauptstadt ist die Kuala Lumpur City Gallery. Hier gibt es nicht nur das berühmte „I love KL“-Zeichen in Lebensgröße, sondern auch eine kostenfreie Ausstellung über die Geschichte der Stadt sowie ein Modellprojekt mit kombiniertem Video über das Aussehen von Kuala Lumpur in der Zukunft. Sehr beeindruckend und absolut sehenswert, wie sich diese Stadt in den nächsten Jahren entwickeln will.

Das klassische I love KL Schild steht vor der Kuala Lumpur City Gallery

Sehr interessantes Modellprojekt in der Kuala Lumpur City Gallery

Mehr über die pulsierende, aber doch so kompakte Hauptstadt von Malaysia sowie Ausflugsmöglichkeiten in den Norden der Stadt, wo es ganz schnell in dichte Vegetation übergeht, findet Ihr im detaillierten Reisebericht Kuala Lumpur.

Nur 45 Minuten von Kuala Lumpur entfernt wartet mit dem Selangor State Park Natur pur

Übrigens hatte ich in Kuala Lumpur mit dem Traveller Hub ein nettes Hostel gefunden, welches mit einer Dachterrasse bestens punkten konnte. Seit unserem Trip durch Albanien weiß ich dieses Ausstattungsmerkmal sehr zu schätzen und konnte auch hier einen guten (Freiluft-)Blick über Teile Kuala Lumpurs genießen.

Blick vom Hostel The Traveller Hub auf Kuala Lumpur

Taman Negara National Park: Regenwald soweit das Auge reicht

Von Kuala Lumpur aus machte ich mich auf den Weg in den Taman Negara National Park, dem größten seiner Art in Festland-Malaysia und vor allem bemerkenswert aufgrund seinem nicht enden wollenden tropischen Regenwald und dem damit verbundenen Lebensraum für hunderte oder sogar tausende Tierarten. Während sich diese allerdings im Park selbst eher versteckt hielten, konnte ich zumindest bei der 2,5-stündigen Anreise per Boot über den Sungai Tembeling eine Herde Wasserbüffel entdecken.

Spannende Botsfahrt zum Mutiara Taman Negara Resort

Im Park selbst war ich im Mutiara Taman Negara Resort untergebracht, einem 4-Sterne-Hotel direkt am Dschungelrand. Einen ausführlichen Artikel hierzu inkl. einem genauen Blick auf die verschiedenen Touren habe ich in der Hotelbewertung über das Mutiara Taman Negara Resort geschrieben.

Chalet-Suite im Mutiara Taman Negara Resort

Nach Ankunft im Hotel nahm ich an einer Reihe von Touren durch den Dschungel teil. Dazu gehörten u.a. eine Nachtwanderung, eine Tour zu den Ureinwohnern des Flusses und eine Bootstour durch die engen Seitenarme des Sungai Tembeling.

Bootsfahrt im Taman Negara National Park

Highlight war aber der Canopy Walkway, dessen Hängebrücken sich in rund 40 Metern Höhe durch die Baumkronen des Dschungels spannen. Mit 12 Elementen und einer Gesamtlänge von 500 Metern weißt es eine beeindrucken Größe auf und ist angeblich auch die längste Baumkronen-Hängebrücke der Welt.

Wanderungen und Tierbeobachtungen im Taman Negara National Park

Übrigens erinnerte mich die Tour in den Taman Negara National Park sehr an meine unvergessliche Reise nach Suriname im April diesen Jahres: die Anfahrt durch den dichten Regenwald mit dem Boot, das Leben der Ureinwohner am Fluss, die Dschungel-Expeditionen – Suriname war oft in meinem Kopf in diesen Tagen. Ohne Taman Negara abwerten zu wollen, denn alle anderen Gäste, mit denen ich sprach, fanden es klasse – aber Suriname war im direkten Vergleich besser. :-)

Busfahren in Malaysia: zwischen Klapperbussen und Luxuslinern

Von Taman Negara aus wollte ich nun die Ostküste unsicher machen, doch dazu waren erst einmal eine Reihe von Busfahrten notwendig. Hierbei erlebte ich die komplette Bandbreite des malaysischen Bussystems.

Los ging es mit einem schon etwas in die Jahre gekommenen Bus, der sicher auch seinen Fahrzeugkollegen in Sri Lanka hätte Konkurrenz machen können. Die Türen wurden gleich offen gelassen und als natürliche Klimaanlage genutzt, der Busfahrer saß auf einem Fahrersitz aus Pappe und Holz.

Einer der älteren Busse in Malaysia - von Kuala Tahan nach Jerantut

Später steigerte sich das Angebot zu recht modernen Bussen, die allerdings mit viel zu kalten Klimaanlagen ausgestattet waren.
Das Highlight erlebte ich schließlich auf der Fahrt von Kuantan nach Mersing. Während ich nur 2 Wochen zuvor in Sri Lanka noch in Busse mit 5er-Bestuhlung gequetscht wurde, kam ich hier doch tatsächlich in das Luxus-Erlebnis eines Busses mit lediglich 3 Sitzen pro Reihe. Dass ich mich hier sprichwörtlich richtig breit machen konnte, ist bei dieser Ausstattung wohl selbstverständlich.

Moderner Bus in Malaysia mit gerade einmal drei Sitzen pro Reihe von Kuantan nach Mersing

Auch bei den Bus-Terminals erlebte ich in Malaysia alles von altmodisch-hektisch bis zu futuristisch-modern. Während ich zum Beispiel in Temerloh oder Mersing von Schalter zu Schalter geschickt wurde, um mein Busticket zu kaufen, wartet Kuantan mit einem neuen und riesigen Busterminal auf – inkl. klimatisierten Wartebereich.

Modernes Busterminal in Kuantan

Prinzipiell klingt dies zwar alles recht undurchsichtig, doch eigentlich ist das Busfahren in Malaysia recht einfach. Verbindungen gibt es reichlich und in alle Landesteile und die Tickets sind relativ preiswert. Gekauft werden diese in aller Regel direkt am Busterminal. Da zum Teil mehrere Busgesellschaften eine Strecke bedienen, lohnt es sich auch, an den verschiedenen Schaltern Preise und Abfahrtszeiten zu vergleichen.

Ich persönlich nutzte die folgenden Verbindungen:

> Kuala Tahan – Jerantut: ca. 75 Minuten, 7 Ringgit (ca. 1,75 €)
> Jerantut – Temerloh: ca. 60 Minuten, 6,30 Ringgit (ca. 1,50 €)
> Temerloh – Kuantan: ca. 2 Stunden, 12,20 Ringgit (ca. 3,00 €)
> Kuantan – Mersing: ca. 3 Stunden, 17 Ringgit (ca. 4,25 €)
> Mersing – Johor Bahru: ca. 2,5 Stunden, 12,80 Ringgit (ca. 3,25 €)

Das einzige Problem, was auftreten kann, ist, dass Busse ausgebucht sein können. Da hilft entweder nur eine Vorausbuchung, was aber manchmal reisetechnisch schwierig umzusetzen ist, oder entsprechend den nächsten Bus zu nehmen.

Pulau Tioman: am Tor zum Paradies

Wie an den Busverbindungen oben zu sehen ist, führte mich mein Weg auch nach Mersing, einer Fährstadt im Südosten von Malaysia. Hier legen die Boote nach Pulau Tioman ab, was eines meiner Ziele auf meiner Rundreise war.

Zunächst war ich etwas skeptisch, ob Pulau Tioman wirklich das Paradies ist, wie es das Internet und verschiedene Reiseberichte versprachen. Am Fährhafen von Mersing herrschte ziemliches Chaos und in Anbetracht der Massen, die dort verweilten und schließlich auch die Fähre nutzten, wunderte ich mich, wo diese auf dieser kleinen Insel alle unterkommen wollen.

Doch meine Skepsis war unangebracht. Spätestens beim Aussteigen konnte ich die Schönheit von Pulau Tioman spüren, zudem war von den Besucherhorden keine Spur mehr.

Ein kleines Mini-Paradies an der Ostküste von Malaysia: Pulau Tioman

Unter den 3 Hauptorten Salang, Air Batang (meist nur ABC genannt) und Tekek entschied ich mich für das ruhige Air Batang als Basis. Bei My Friend Place fand ich einen einfachen und günstigen Bungalow direkt am Meer.
Hier in ABC fühlte sich die Zeit wirklich wie stehen geblieben an. Es gab ein paar kleine weitere Bungalow-Anlagen, einige kleine Restaurants und zwei oder drei Tauchschulen. Das war es dann auch. Entsprechend ruhig ging es zu, außer die wenigen motorisierten Dreiräder störte kaum etwas das ständige Wellenrauschen.

Strand in Air Batang auf Pulau Tioman

Sehr populär auf Pulau Tioman ist neben den Tauchen, Schnorcheln und Relaxen auch eine Wanderung an die Ostküste der Insel. Diese führt über einen für die Größe der Insel beachtlichen Bergrücken vorbei an Wasserfällen durch den dichten Dschungel. Leider konnte ich dieses Stück der Insel aus gesundheitlichen Gründen nicht erkunden, doch ich bin mir sicher, dass dies ebenso paradiesisch gewesen wäre.
Aus gleichem Grund musste ich nach zwei Nächten auch schon wieder den Rückweg antreten und fuhr schließlich mit Fähre und Bus weiter nach Johor Bahru, wo nach einigen Tagen mein Weiterflug nach Lombok in Indonesien anstand.

Fazit

Malaysia hatte für mich im Wesentlichen 3 Programmpunkte: Kuala Lumpur, der Taman Negara National Park und Pulau Tioman. Interessant waren alle 3 Stationen, doch das richtige Aha-Erlebnis fehlte irgendwie. Auf Pulau Tioman wäre dies unter Umständen möglich gewesen, wenn ich die Insel hätte vollends erkunden (und genießen) können.

So kam es, dass Malaysia nicht wirklich mein (Reise-)Herz erobern konnte. Dies war teilweise auch dadurch bedingt, dass ich mich von Anfang an nicht mit der malaysischen Küche anfreunden konnte – und Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Vielleicht hing ich einfach noch zu sehr der einfachen, aber doch so leckeren Küche Sri Lankas nach, welche ich ja zuvor 2 Wochen ausgiebig genießen konnte.

Dennoch, interessant waren die Tage allemal und vielleicht bekommt Malaysia ja noch eine zweite Chance. Schließlich gibt es neben Festland-Malaysia, welches ich im Rahmen dieses Trips bereiste, auch noch den malaysischen Teil auf Borneo, der ebenfalls auf meiner Reise-Wunschliste steht.

Edit Februar 2015:
Im November 2014 bekam nun Malaysia tatsächlich seine zweite Chance. Auch wenn es nicht Borneo war, so führte mich mein Weg eher spontan und zufällig auf die Ferieninsel Penang an der Westküste. Meinen skeptischen Gedanken zum Trotz konnte dieser Teil von Malaysia mich definitiv überzeugen, sodass die zweite Chance quasi genutzt wurde. Lest selbst im Reisebericht Penang, was und warum mir auf der kleinen Insel mit seiner Hauptstadt Georgetown so gut gefallen hat.

Ward Ihr bereits in Malaysia? Schreibt mir doch einen Kommentar, welcher Teil dieses vielfältigen Landes Euch am besten gefallen hat. Kuala Lumpur, die Ostküste mit den Perhentians und Tioman, die Westküste mit Penang und Langkawi oder Borneo mit Sabah, Kuching und dem Mount Kinabalu?

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


2 Responses to Reisebericht Malaysia

  1. Melanie

    Hi. Wie bist Du nach Tioman gekommen? Ich hab gesehen, dass die Fähre nur einmal am Tag fährt und ab und zu auch gar nicht. Stimmt das? Freu mich auf Deine Antwort. Wir wollen Ende März nach Tioman.
    LG Melanie

  2. Chris (My Travelworld)

    Hallo Melanie,

    Pulau Tioman ist meines Wissens nur per Fähre ab Mersing erreichbar. Diese habe ich auch genutzt. Die Fähren fahren mehrmals täglich (zumindest außerhalb der Regenzeit, aber das sollte mit Ende März bei Euch ja passen), allerdings fährt die Letzte bereits gegen Mittag (13:00 meiner Erinnerung nach). Reist Ihr also aus einer anderen Stadt an, müsst Ihr einen sehr frühen Bus in Richtung Mersing nehmen.

    LG, Chris

    P.S.: Sorry für die späte Antwort. Zwei Treks in Peru und Bolivien haben mich etwas vom Internet abgehalten. ;-)

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