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Reisebericht Inle Lake

Reisebericht Inle Lake: See-Idylle ohne Grenzen

Endlosigkeit hat immer etwas Faszinierendes: es sind keine genauen Grenzen zu erkennen und damit der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Genauso ist es auch beim Inle Lake in Myanmar. Durch die Floating Villages und die vielen Kanäle sind die Grenzen des Sees fließend und das konkrete Ausmaß ist selbst aus der Luft nicht klar zu erkennen. Und auch die Berge im Hinterland sind nahezu endlos. Aus diesen Faktoren schöpft der Inle Lake seine Anziehungskraft – und aus den vielen Möglichkeiten, ihn zu erkunden.

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>> Zu den Fotos und Infos meiner Heißluftballonfahrt über den Inle Lake
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Reisezeitraum: November 2014 / Dauer: 4 Tage
Geschrieben: Januar 2015
Veröffentlicht: Februar 2015

Überblick Reisebericht Inle Lake

  1. Inle Lake per Fahrrad – ruhige Dörfer und endloses Panorama
  2. Inle Lake per Boot – Floating Villages und endlose Kanäle
  3. Inle Lake per pedes – Kloster-Übernachtung und endlose Berge
  4. Inle Lake per Ballon – einmaliges Erlebnis und endlose Aussichten
  5. Anreise zum und Übernachten am Inle Lake – Nyaungshwe und endlose Gästehäuser
  6. Fazit

Inle Lake per Fahrrad – ruhige Dörfer und endloses Panorama

Erste Wahl für uns war zunächst ein Fahrrad – optimal, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die Straßen und Wege rund um den Inle Lake sind nur wenig frequentiert und bieten daher beste Möglichkeiten, entspannt zu radeln. Aber Vorsicht, wer einen Radweg direkt entlang des Sees erwartet, wird enttäuscht werden. Dies ist aufgrund der vielen Kanäle und der Floating Villages nicht möglich. Stattdessen geht es durch Korn- und Weizenfelder sowie pittoreske Dörfer entlang der Straße. Die Kulisse ist einfach traumhaft und bietet sich geradezu an, sich einfach in der Landschaft zu verlieren.

Eine Fahrradtour um den Inle Lake ist ein schönes Erlebnis

Eine Fahrradtour um den Inle Lake ist ein schönes Erlebnis

Traumhafte Kulisse rund um den Inle Lake in Myanmar

Fahrräder können über nahezu jede Unterkunft in Nyaungshwe – dem Basis-Touristendorf am Inle Lake – organisiert werden und kosten 1500 Kyat pro Tag (ca. 1,20 €). Aber Vorsicht, mehr als ein altmodisches und nur schwer zu tretendes City-Fahrrad springt dabei nicht heraus.

Kleiner Bonus: wer mit dem Fahrrad entlang der Ostseite des Sees radelt, kann auf dem Rückweg im Red Mountain Estate vorbeischauen- eine von gerade einmal zwei Weinereien in ganz Myanmar. Für 2.000 Kyat (ca. 1,50 €) gibt es hier eine Verkostung mit Seeblick und einen tollen Sonnenuntergang gratis dazu.

Die Red Mountain Estate Winery am Inle Lake in Myanmar

Inle Lake per Boot – Floating Villages und endlose Kanäle

Wer schließlich den Inle Lake von Nahen sehen möchte, muss sich ein Boat chartern. Dies wird ebenfalls in Nyaungshwe zu Hauf angeboten. Allerdings brettert Ihr dann mit einem Motorboot quer über den See, was dann so ganz und gar nicht idyllisch ist.

Der Inle Lake, eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Myanmar

Viel schöner ist da eine Tour mit den unmotorisierten Booten durch die Floating Villages. Dies sind die kleinen Dörfer entlang des Inle Lakes, die von zahlreichen Kanälen durchzogen und lediglich per Boot erreichbar sind. Die Häuser selbst sind auf Stelzen gebaut.

Eine Bootstour auf dem Inle Lake ist ein Must-Do hier in Myanmar

Ebenfalls von hier stammt die kuriose Rudertechnik, mit dem Bein das zuvor händisch in den Kanal gestossene Paddel fortzubewegen. Es sieht ziemlich eigenartig aus, ist aber letztendlich effektiv.

Die unorthodoxe Paddeltechnik der Inle Lake Bewohner

Auf dem Weg durch die Floating Villages mit seinen endlosen Kanälen könnte man meinen, dass die Zeit stehen geblieben ist. Wir konnten Frauen beobachten, die das Geschirr im Fluss waschen und Kinder, die per Kahn zur Schule gebracht werden.

Traumhafte Idylle am Inle Lake in Myanmar

Hinzu kommt – wenn nicht gerade ein Motorboot den Hauptkanal entlang jagt – die unendliche Ruhe, die lediglich vom Staaken des Kahns und dem Plätschern des Wassers unterbrochen wird. Dies war definitiv (See-)Idylle in Perfektion.

Traumhafte Idylle am Inle Lake in Myanmar

Traumhafte Idylle am Inle Lake in Myanmar

Traumhafte Idylle am Inle Lake in Myanmar

Eines der Floating Villages am Inle Lake in Myanmar

Übrigens werden rund um die schwimmenden Dörfer jede Menge Tomaten angebaut. Diese werden schließlich in Nyaungshwe auf dem Markt verkauft oder in zahlreichen Restaurants der Umgebung serviert – eine echte lokale Delikatesse. Ich habe wohl noch nie so leckere Tomaten gegessen wie hier in Myanmar am Inle Lake.

Inle Lake per pedes – Kloster-Übernachtung und endlose Berge

Der Inle Lake ist ebenfalls berühmt für seine Trekking-Möglichkeiten, denn der gesamte See ist mit Ausnahme des Nordens von hohen Bergen umgeben. Während die berühmteste Tour innerhalb von 2 oder 3 Tagen vom etwas außerhalb gelegenen Kalaw zum Inle Lake führt, entschieden wir uns für einen eher unbekannten 2-Tages-Trek von Nyaungshwe zu einem auf 1.700 Höhenmeter gelegenen Kloster und zurück. Er führte uns durch eher unspektakulären Wald, entlang verschiedener Bergflanken und zu zahlreichen versteckten Dörfern.

Die East Mountains rund um den Inle Lake

Interessante Einblicke während einer Trekking-Tour am Inle Lake

Im Bergdorf des Klosters konnten wir schließlich auch einen Blick in die lokale Schule werfen.

Interessante Einblicke während einer Trekking-Tour am Inle Lake

Highlight des Treks, den wir über die sehr empfehlenswerte Agentur Sunny Day in Nyaungshwe (auch unser Guide verdiente entgegen anderen früheren Erfahrungen in Südostasien seinen Namen und sorgte für eine tolle Tour) organisierten, waren aber der Ausblick vom Kloster bei Sonnenunter- und –aufgang sowie das Essen, was dreimal täglich für uns gezaubert wurde.

Traumhafter Sonnenuntergang von einem Kloster am Inle Lake

Unbeschreibliche Kulisse über den East Mountains

Fantastisches Dinner während unserer Trekking-Tour am Inle Lake

Da störte es auch wenig, dass es nachts auf den Bergen bitterkalt wurde. Zum Glück hielt das Kloster ausreichend Decken bereit – so ließ sich die Temperatur von 4 Grad halbwegs aushalten.

My Travelworld Tipp
Wer in den Herbst- und Wintermonaten zum Inle Lake reist – unbedingt warme Sachen mitnehmen. Zwar klettert das Thermometer tagsüber locker über 20 Grad, fällt nach Sonnenuntergang allerdings rapide ab. Am Inle Lake selbst sind abends und nachts kühle 7 bis 9 Grad, in den Bergen sogar nur 4 oder 5 Grad.

Während der gesamten Wanderung trafen wir übrigens nur drei andere Trekker – es war also genau die richtige Entscheidung, nicht die populäre Kalaw-Inle-Tour zu unternehmen.

Inle Lake per Ballon – einmaliges Erlebnis und endlose Aussichten

Wem all diese Touren noch nicht genug sind, der kann am Inle Lake auch ganz nach oben gehen – und zwar per Heißluftballon. Der nicht ganz günstige Trip (420 US$ pro Person) bietet nahezu einzigartige Perspektiven und zeigt, wie groß das Gebiet um den Inle Lake eigentlich ist. Selbst aus der Luft ist ein Ende des Sees nicht abzusehen.

Mit dem Heißluftballon über den Inle Lake in Myanmar

Aus dem Ballon hat man dann auch tolle Ausblicke auf die Floating Villages und sieht das ganze Ausmaß der weit verzweigten Kanäle und der riesigen Tomatenplantagen.

Mit dem Heißluftballon über den Inle Lake in Myanmar

Wer mehr über dieses ganz besondere Erlebnis erfahren und noch mehr Fotos aus der Vogelperspektive sehen möchte, kann an dieser Stelle in meinem Artikel über die Fahrt mit dem Heißluftballon am Inle Lake weiterlesen.

Anreise zum und Übernachten am Inle Lake – Nyaungshwe und endlose Gästehäuser

Bei all diesen spektakulären Erlebnissen und Outdoor-Möglichkeiten braucht es natürlich auch eine gescheite Basis – und diese befindet sich in Nyaungshwe. Das im Prinzip einzige Dorf am Inle Lake mit Unterkünften befindet sich an dessen Nordende und macht auf den ersten Blick einen sehr touristischen Eindruck. Gästehäuser soweit das Auge reicht, Restaurants mit internationaler Karte, ein Touranbieter nach dem anderen und fehlendes Street Food sind die ersten Dinge, die einem entgegenspringen.

Doch auf den zweiten Blick handelt es sich bei Nyaungshwe um eine der charakteristischeren Touristenzentren. Zum Einen gibt es einen sehr lebendigen (täglichen) Markt mit allen Früchten, Gemüse, Kleidung und sonstigen Sachen, die das Herz begehrt, zum Anderen handelt es sich im wesentlichen wirklich nur um eine Hauptstraße mit den oben genannten Anzeichen. Fernab davon grüßt ziemlich schnell wieder das echte Myanmar. Nicht zuletzt verteilen sich interessanterweise die Gäste der vielen Unterkünfte auf die verschiedensten Aktivitäten, sodass hier keinesfalls Touristenhorden, sondern wirklich noch der natürliche Eindruck dominierte.

Der lebendige Markt von Nyaung Shwe

Der lebendige Markt von Nyaung Shwe

Gewohnt haben wir im Nan Da Wunn Hotel, einem sehr empfehlenswerten Gästehaus in Nyaungshwe. Mehr dazu auch in meinem Bericht über die Unterkünfte in Myanmar.

Das Nann Da Wun Hotel in Nyaung Shwe am Inle Lake

Wie schon in Bagan gibt es auch am Inle Lake die Möglichkeit, per Zug oder Bus anzureisen. Während direkte Busse sowohl ab Mandalay, Yangon und Bagan verkehren, ist eine Zugverbindung lediglich ab Thazi (erreichbar ab Mandalay) möglich. Die Züge sowie einige Busse fahren lediglich bis nach Shwenyaung, ca. 10 Kilometer von Nyaungshwe entfernt. Von hier aus geht es dann per Pick-Up oder Taxi weiter, die recht „sportliche“ 5000 Kyat (ca. 4 €) für eine Fahrt verlangen. Alternativ fahren auch einige wenige Touristenbusse direkt bis nach Nyaungshwe. Weiter nach Osten geht es vom Inle Lake übrigens nicht – die Straße in Richtung Tachilek und Kengtung ist für Touristen gesperrt. Mehr dazu im Reisebericht Kengtung / Ost-Myanmar.

Wer den Inle Lake ausgiebig erleben möchte, sollte mindestens 4 Tage einplanen. 2 Tage Trekking, 1 Tag auf dem sowie 1 Tag um den See wäre ein klassischer Plan, um den Inle Lake die Zeit zu geben, die im gebührt.

Fazit

Der Inle Lake steht nicht umsonst mit den Tempeln von Bagan auf der Liste eines jeden Myanmar-Reisenden. Der See und seine Umgebung sind einfach etwas Besonderes, Es ist gar nicht so sehr der bloße See, der so attraktiv ist, sondern vor allem seine Umgebung. Die Floating Villages, die umliegenden Berge und die pure Idylle der gesamten Landschaftskulisse machen einen Besuch am Inle Lake zu einem unbedingten Muss. Wenn dann noch eine Übernachtung in einem Kloster sowie die wie im ganzen Land überaus gastfreundlichen Burmesen hinzukommen, steht einem perfekten Reise-Erlebnis wie hier nichts mehr im Wege.

Habt Ihr schon ähnliche faszinierende Seen erlebt? Was sind Eure Lieblings-Seen und sollte ich mir daher bald auf die To-Do-Liste setzen?

Wem dieser Reisebericht gefallen hat und zukünftig keine der Hotelbewertungen, Reisetipps und Tripreports verpassen möchte, liked am besten direkt hier den Facebook-Kanal (~) von My Travelworld – immer mit den neuesten Informationen über alle Reisen.

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


2 Responses to Reisebericht Inle Lake

  1. Kathleen von travelcats.de

    Guten Abend Chris,

    sehr schöne Bilder! Wir sind gerade vor knapp 1,5 Wochen aus Myanmar zurückgekommen und haben 3 Nächte am Inle Lake verbracht. Raus in die Berge hat es uns gar nicht getrieben, aber wir sind zur Indein Pagode gefahren. Das war eines unserer Highlights der ganzen Reise. Die Bilder gibt es unter http://www.travelcats.de/asien/myanmar/inle-see/ zu sehen.

    Viele Grüße zu später Stunde

    Kathleen

    • Chris (My Travelworld)

      Hallo Kathleen,

      schöne Fotos habt Ihr da auf Eurem Blog. Macht Lust auf noch mehr Myanmar – das Land hat es mir ja ohnehin angetan! :-)

      Viel Spaß bei Euren weiteren Reisen
      LG aus Paraguay
      Chris

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