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Reisebericht Puerto Rico I

Reisebericht Puerto Rico I: San Juan, Bacardi und die Suche nach dem Strand

In Puerto Rico gibt es normalerweise ein unbestrittenes Highlight: San Juan! Und das auch zu Recht. Die Altstadt ist wirklich ein Augenschmaus, so schön schmiegen sich die kolonialen Häuser in allerlei Farben aneinander. Doch die Insel bietet noch mehr: steile Klippen, tosende Wellen, sattgrüne Natur und die sehr interessante Bacardi-Destillerie sind einige der Höhepunkte von Puerto Rico. Und mit (viel) Glück findet man auch einen schönen Strand …

>> Zum Stadtrundgang: die Regenbogen-Häuser von San Juan
>> Zum Reisebericht Puerto Rico II (2016) mit dem Nordosten der Insel
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Reisezeitraum: Dezember 2013 / Dauer 2,5 Tage
Geschrieben: Januar 2014
Veröffentlicht: Januar 2014

Top-Tipps Reisebericht Puerto Rico
– die historische Altstadt von San Juan
– die schroffen Küstenformen bei der Cueva del Indio
– die interessante Bacardi Rum Distillery
– die pittoreske Altstadt von San Germán

Überblick Reisebericht Puerto Rico

  1. An- und Einreise nach Puerto Rico
  2. Vom Flughafen nach San Juan / Condado (aka Odyssee per Bus)
  3. Wahnsinns-Ausblick aus der Suite im 17. Stock
  4. Condado Beach: Touristenviertel mit Kneipchen und Strand
  5. San Juan Old Town, Teil 1: die Altstadt bei Tag
  6. San Juan Old Town, Teil 2: Castillo San Felipe del Morro
  7. Juan Old Town, Teil 3: die Altstadt bei Nacht
  8. Die Bacardi Rum Destillerie
  9. La Cueva del Indio: Beeindruckendes Naturschauspiel
  10. Unterwegs in Puerto Rico: zwischen US-Highways und Dorfstraßen
  11. Westküste bei Mayagüez: auf der Suche nach dem Strand
  12. Das hübsche Dorf San Germán
  13. Der Scenic Highway von Puerto Rico: die Ruta Panorámica
  14. Via Ponce zurück nach San Juan: Kaffeesuche, Hotelsuche und Strandsuche
  15. Die Ciqala Luxury Suites in San Juan
  16. Abschied aus San Juan und Fazit

An- und Einreise nach Puerto Rico

Zu aller erst muss man aber nach Puerto Rico (rein)kommen und hier gibt es eine ganz ganz wichtige Sache zu beachten: die Insel ist Staatsgebiet der USA. Und aus diesem Grund gelten hier auch die Einreisebestimmungen der Vereinigten Staaten – heißt im Klartext ESTA ausfüllen und gültige biometrische Reisepässe haben. Vor allem wer mit Kindern reist, sollte die Pässe seiner Kids ganz genau überprüfen, denn wenn diese einen Kinderreisepass besitzen, der 2006 oder später ausgestellt wurde, gibt’s heftige Probleme – sprich „du kommst hier net rein“. Aktuelle Informationen dazu auch beim Auswärtigen Amt (~).

Die Flagge von Puerto Rico

Wir jedoch sollten derartige Probleme nicht haben – schließlich war beispielsweise mein ESTA noch von vorangegangenen Reisen gültig, zudem waren auch keine Kinder am Start. Pünktlich um 12:30 (nach einem Flug mit Liat – ja, die können auch pünktlich sein) betrat ich damit also mal wieder amerikanischen Boden – und damit auch die Insel Puerto Rico.

Der Luiz Munoz Marin International Airport von Puerto Rico

Vom Flughafen nach San Juan / Condado (aka Odyssee per Bus)

Der Luiz Munoz Marin International Airport ist eigentlich ein sehr reisefreundlicher Flughafen. Durch seine Lage nur ca. 8 Kilometer von der Altstadt von San Juan entfernt entfallen normalerweise lange Transfers. Denkste! Zumindest mit dem sogenannten ÖPNV war es alles andere als einfach, diese kurze Distanz zurückzulegen – laufen wäre schneller gewesen.

My Travelworld Info-Box: in Puerto Rico kostenlos mit der Kreditkarte Bargeld abheben
Schon seit Jahren nutze ich die DKB-Kreditkarte und kann damit weltweit kostenlos Bargeld abheben. Auch in Puerto Rico funktionierte dies wieder reibungslos, sodass ich an allen Geldautomaten im Land problemlos an die lokale Währung US-Dollar kam. Für Reisen empfehle ich Euch solch eine Kreditkarte unbedingt. Aus diesem Anlass habe ich einen ausführlichen Artikel geschrieben, in dem ich auf die Vor- und Nachteile einzelner Kreditkarten-Anbieter eingehe – auch auf die DKB-Visa-Card.
Sollten übrigens einzelne Bankautomaten in Puerto Rico eine Gebühr verlangen, könnt Ihr diese nach der Reise bei der DKB zur Erstattung einreichen.

Letztendlich benötigte ich 2.5 Stunden für den Weg vom Flughafen nach Condado. Dies hatte vor allem zwei Gründe:
– weder Busfahrer noch die Einheimischen kennen Ihr eigenes ÖPNV-System (so man es denn so nennen kann)
– die Busse fahren sehr unregelmäßig und zum Teil nur aller 30-60 Minuten, was gerade beim Umsteigen mit extrem langen Wartezeiten verbunden ist.

Typischer Linienbus in San Juan, Puerto Rico

Die komlette Story und wie Ihr etwas effektiver vom Flughafen in die Stadt kommt findet Ihr hier.

Wahnsinns-Ausblick aus der Suite im 17. Stock

Etwas entnervt kam ich also in Condado an – aber gut, wer günstig reisen möchte (0.75 US$ für die Busfahrt), muss auch manchmal etwas weniger Komfort in Kauf nehmen. Vergessen war diese Odyssee aber spätestens nach dem Check-In in unserem Best Western Plus Condado Inn Palm and Suites San Juan. Dank kostenfreiem Upgrade bekamen wir eine Suite mit einem wahnsinnig tollen Ausblick.

Spektakulärer Ausblick von unserer Meerblick-Suite im Best Western Plus auf Condado Beach

Und auch später bei Nacht war die Aussicht nicht minder attraktiv.

Toller Ausblick vom Best Western Plus auf Condado Beach und San Juan bei Nacht

Auch sonst konnten wir über unser Zimmer nicht meckern. Lediglich des nächtens verriegelte sich unsere Badezimmertür von alleine – und ließ einen Securityeinsatz notwendig werden.
Mehr zum Hotel auch in meiner Bewertung über das Best Western Plus Condado Inn Palm and Suites San Juan.

Unsere Meerblick-Suite im Best Western Plus Condado Inn Palm and Suites

Condado Beach: Touristenviertel mit Kneipchen und Strand

Im oberen Bild zu erkennen ist ja bereits der Strand von Condado, den ich sogleich auch erkundete. Dieser kann sich gerade für eine Großstadt (San Juan selbst ca. 400.000 Einwohner, Metropolregion ca. 2.500.000 Einwohner) auf jeden Fall sehen lassen und besteht aus sehr feinem Sand, ist nicht zu überlaufen und bietet mit Liegen und einigen netten Bars beste Voraussetzungen für einen entspannten Strandtag.

Condado Beach, der Stadtstrand von San Juan

Condado Beach, der Stadtstrand von San Juan

Es sollte im übrigen für die nächsten Tage der letzte Strand sein, den ich zu Gesicht bekam …

Ansonsten ist Condado vor allem eine Ansammlung aus vielen Hotels und Restaurants. Besonders an der Avenida Ashford lässt sich hervorragend flanieren.

Flaniermeile in Condado, dem Ausgehviertel von San Juan

San Juan Old Town, Teil 1: die Altstadt bei Tag

Direkt an Condado schließt sich die auf einer Insel gelegene Altstadt an, das so genannte „Old San Juan“. Allerdings befindet sich der sehenswerte Teil im Westen der Insel und damit noch stattliche 5 Kilometer von Condado entfernt. Da uns dies nur teilweise bewusst war, liefen wir zunächst von Condado in Richtung Altstadt um später festzustellen, dass dies eine ziemlich schlechte Idee war. Zum Einen sind 5 Kilometer bei 28 Grad einfach mal sehr weit, zum Anderen war auf den ÖPNV in San Juan mal wieder Verlass (sprich es kam einfach kein Bus) und auch die Taxis fuhren alle unaufgeregt an uns vorbei. Am Tag 4 (nach unserer Rückkehr aus dem Westen der Insel) machten wir es besser und fuhren mit dem Mietwagen nach San Juan. Ein Parkhaus ließ sich relativ einfach finden.

Nun aber zurück zu den schönen Sachen – denn San Juan ist wirklich eine historische Perle seinesgleichen. Wer durch die kleinen Gassen geht, wird sich vorkommen, wie in einem Freilichtmuseum, so bunt und interessant sind die einzelnen Häuser. Und dabei handelt es sich nicht nur um eine oder zwei Straßen, sondern nahezu das komplette Old San Juan.

Die bunten Häuser in der Altstadt von San Juan, zugleich UNESCO-Weltkulturerbe

Die bunten Häuser in der Altstadt von San Juan, zugleich UNESCO-Weltkulturerbe

Die bunten Häuser in der Altstadt von San Juan, zugleich UNESCO-Weltkulturerbe

Die bunten Häuser in der Altstadt von San Juan, zugleich UNESCO-Weltkulturerbe

My Travelworld Tipp
In der Altstadt fahren zwei kostenlose Trolley-Linien, mit denen man sich etwas schneller fortbewegen kann. Einfach an einer der zahlreichen Haltestellen einsteigen und mifahren.

 

San Juan Old Town, Teil 2: Castillo San Felipe del Morro

Nahezu ganz Old San Juan ist aufgrund seiner exponierten Lage am Meer von dicken Festungsmauern umgeben. An seiner nordwestlichsten Spitze befindet sich dabei das Castillo San Felipe del Morro, eine Festung mit enorm historischer Bedeutung. Im 16. Jahrhundert erbaut, sichert Sie die rund einen Kilometer breite Hafeneinfahrt von San Juan. Diese war oft umkämpft, auch weil Puerto Rico oft erster Anlaufpunkte für die transatlantischen Segelexpeditionen war.

Das Castillo San Felipe del Morro, Verteidigungsanlage von San Juan

Der Besuch des Castillo San Felipe del Morro ist sehr interessant und mit 3 US$ Eintritt auch nicht teuer. Die Anlage ist in verschiedene Ebenen aufgeteilt, sodass man zum Einen einen Blick in das Innere der Festung werfen kann, zum Anderen aber auch auf die Hafeneinfahrt, Old San Juan und die Küste bis nach Condado Beach.

Das Castillo San Felipe del Morro, Verteidigungsanlage von San Juan

Die enge Hafeneinfahrt von San Juan als Tor zur Karibik

Das Castillo San Felipe del Morro, Verteidigungsanlage von San Juan

Blick vom Das Castillo San Felipe del Morro auf Condado Beach

San Juan Old Town, Teil 3: die Altstadt bei Nacht

Wer Old San Juan bei Tage gesehen hat, sollte auch bei Nacht noch einmal einen Blick in die engen Gassen werfen. Einige der historischen Gebäude sind wunderschön beleuchtet und zaubern ein heimeliges Flair.

Die Altstadt von San Juan bei Nacht: das Unesco-Weltkulturerbe hell erleuchtet

Die Altstadt von San Juan bei Nacht: das Unesco-Weltkulturerbe hell erleuchtet

Bei Dunkelheit lohnt sich auch ein Blick auf die Avenida Juan Ponce de León. Die Straße, die sich etwas vor dem eigentlichen Stadtkern befindet und die wir wohl oder übel mangels Bus und Taxi während unseres Fußmarschs am ersten Tag entlang laufen mussten, bietet einige richtig schöne Anblicke.

Die Altstadt von San Juan bei Nacht: das Unesco-Weltkulturerbe hell erleuchtet

Die Altstadt von San Juan bei Nacht: das Unesco-Weltkulturerbe hell erleuchtet

My Travelworld Tipp
Wer ein bisschen puertoricanische Abendunterhaltung möchte, kann am Dársenas Square neben dem Kreuzfahrt-Terminal vorbeischauen. Trotz der touristisch exponierten Lage gibt es hier gelegentliche Local Live Music und klassisches Street Food.

 

Wer neben historischen Gebäuden außerdem noch Bars, Casinos, Discos und Clubs vorzieht, sollte auf jeden Fall in Condado vorbeischauen. Hier gibt es alles, was das Nightlife-Herz begehrt.

Die Bacardi Rum Destillerie

Von San Juan aus machten wir uns dann langsam auf den Weg in Richtung Westen, schließlich hatten wir inklusive dem Besuch in der Hauptstadt rund 3,5 Tage Zeit, Puerto Rico zu erkunden.

Direkt vor den Toren San Juans befindet sich dabei die Bacardi Rum-Destillerie, der wichtigste Herstellungsort von einem der berühmtesten Spirituousen weltweit. Laut Eigenwerbung ist Bacardi „the most popular premium spirit of the world“.

Der Eingang der Bacardi Rum Destillery nach San Juan

Hier nahmen wir an einer Führung teil, die jedoch nicht die Produktion berührte. Es ging lediglich durch Ausstellungsräume, einen Kinosaal und interaktive Museumselemente.

Beginn der Tour in der Bacardi Rum Destillery in Puerto Rico

Dennoch war alles sehr anschaulich dargestellt und somit im Sinne der Marke sehr lehrreich. Anschließend gab es noch eine Verkostung aus zwei Rumgetränken nach Wahl – auch nicht schlecht.

Mehr zu unserem Besuch findet Ihr auch im Bericht über die Bacardi Destillerie.

La Cueva del Indio: Beeindruckendes Naturschauspiel

Anschließend folgten wir abwechselnd der Küstenlandstraße und dem parallel verlaufenden Highway. In Höhe von Barceloneta zweigten wir wiederum auf die Küstenstraße ab und folgten dort dem Wechsel aus Palmenhainen und schroffen Felsen, ehe wir einen Stopp in der Cueva del Indio einlegten, einer besonders zerklüfteten Küstenformation.

Beeindruckende Küstenformen bei der Cueva del Indio im Norden von Puerto Rico

Der Eintritt betrug rund 3 US$ pro Person, dabei begleitete uns dann auch ein Führer auf der kleinen Tour. Zuerst ging es auf und zwischen die Felsen, wo sich dank kräftigem Wind die Wellen mit tosendem Gekrache ordentlich brachen.

Beeindruckende Küstenformen bei der Cueva del Indio im Norden von Puerto Rico

Beeindruckende Küstenformen bei der Cueva del Indio im Norden von Puerto Rico

Danach gingen wir noch zum benachbarten Strand (Baden hier nahezu unmöglich), in dem das Naturschauspiel noch deutlicher wurde. Die Wellen schlugen mit unbändiger Kraft gegen die vorgelagerten Felsen und spritzten mehrere Meter in die Höhe. Der Wind verteilte die Gischt schließlich bis zu 100 Meter weit. Wasserempfindliche Kameras hätten hier einen schweren Stand gehabt.

Beeindruckende Küstenformen bei der Cueva del Indio im Norden von Puerto Rico

Beeindruckende Küstenformen bei der Cueva del Indio im Norden von Puerto Rico

Unterwegs in Puerto Rico: zwischen US-Highways und Dorfstraßen

Anschließend setzten wir unsere Fahrt in Richtung Westen fort. Auf den rund 100 Kilometern in Richtung Mayagüez, unserem nächsten Etappenziel, lernten wir dabei die „Vielfalt“ des puertoricanischen Verkehrswesens kennen.

Zum Einen kann dies selbst auf der wichtigsten Straße weit und breit nur schleppend vorangehen. Trotz dessen, dass rund 60% aller Einwohner in der Metropolregion von San Juan leben, ist das Landesinnere relativ stark besiedelt – vor allem im gewerblichen und industriellen Sinne. So reihen sich zwischen Arecibo und Aguadilla dutzende Kilometer lang fast ausschließlich Fast-Food-Ketten, Variety Stores, Autohäuser und andere Gewerbe aneinander, was unweigerlich zu einer großen Anzahl an Ampelkreuzungen sowie einem sehr langsamen Durchschnittstempo führt.

Highway auf Puerto Rico zwischen Arrecibo und Mayagüez

Auf der anderen Seite gibt es auch, zum Beispiel zwischen San Juan und Poncé oder – wie hier im Bild – zwischen Aguadilla und Mayagüez gut ausgebaute Highways, die ordentlich Kilometer den Tacho runterzählen lassen.

Highway auf Puerto Rico zwischen Arrecibo und Mayagüez

Genug Zeit sollte man also auf jeden Fall einplanen, vor allem, wenn man außerhalb der Highways (Nummer 22 und 52) unterwegs ist.

Westküste bei Mayagüez: auf der Suche nach dem Strand

Unser Ziel für den heutigen Tag sollte Mayagüez sein, vor allem da sich hier und in den umliegenden Dörfern einige nette kleine Küstenorte sowie attraktive Strände befinden sollten. In Mayagüez selbst, eine der größten Städte der Insel, gibt es aber erst einmal rein gar nichts zu sehen. Weder eine schöne Altstadt, noch Hotels und Restaurants und auch keine Strände. Auch die Uferpromenade ist mehr ein Promenädchen. (Wahrscheinlich wäre die Gegend rund um Rincon und Aguadilla attraktiver gewesen.)

Aus diesem Grund fuhren wir weiter in Richtung Süden entlang der Küstenstraße 102. Hier zeigte sich vor allem viel Wald, Einsamkeit und ab und an mal ein kleines verschlafenes Nest. Schlussendlich landeten wir in der kleinen Siedlung Joyuda im recht einfachen, aber ordentlichen Parador Perichi’s Hotel.

Außenterrasse in unserem Hotel nahe Mayaguez an der Westküste von Puerto Rico

Einen Strand gab es trotz dessen, dass das Dorf sich entlang des Meeres erstreckte, keinen. Schon einen Zugang zum Wasser zu erspähen gestaltete sich als schwierig. Und auch in weiter Entfernung waren weder Strände noch eine attraktive Küstenlinie zu erspähen. Highlight des Aufenthalts war dann schon eher unser abendlicher Besuch in einem der mehr als zahlreichen Fischrestaurants (die es hier quasi wie Sand am Meer gibt – auch wenn das Meer gerade keinen Sand hergibt ;-) ), bei dem der fangfrische Fisch direkt vom Wasser mit dem Umweg Pfanne auf unserem Teller landete.

Leckeres Fisch-Dinner in Mayagüez

Das hübsche Dorf San Germán

Nun gut, man kann nicht immer Glück haben mit seiner Wahl. Aus diesem Grund reisen wir am nächsten Morgen schnell weiter und erreichten wiederum ein echtes Juwel: das kleine Städtchen San Germán (zu finden an der gemeinsamen Kreuzung der Landstraßen 102, 114, 122, 101 und 116). Hier trifft wieder einmal die klassische Beschreibung eines Ortes zu, an dem die Zeit mehr als stehen geblieben zu sein scheint. Koloniale Häuser, restaurierte Gebäude, kleine Spezialitäten-Geschäfte, klappernde Oldtimer und entspannte Cafés. Nach einem puertoricanischen Frühstück mit Kaffee, Eiern und Tostadas drehten wir eine Runde durch die kleine Innenstadt und konnten so das einzigartige Flair von San Germán genießen.

Die historischen Altstadt van San German im Südwesten von Puerto Rico

Die historischen Altstadt van San German im Südwesten von Puerto Rico

Die historischen Altstadt van San German im Südwesten von Puerto Rico

Die historischen Altstadt van San German im Südwesten von Puerto Rico

Die historischen Altstadt van San German im Südwesten von Puerto Rico

Die historischen Altstadt van San German im Südwesten von Puerto Rico

Der Scenic Highway von Puerto Rico: die Ruta Panorámica

Von San Germán aus richteten wir unseren Blick auf die Ruta Panorámica, die Panoramastraße schlechthin in Puerto Rico. Auf ca. 270 Kilometer durchquert sie die Insel von Mayagüez im Westen bis nach Maunabo im Osten. Dabei verläuft sie überwiegend durch das Hochland der Cordillera Central, dem bis zu 1.340 Meter hohen Gebirge, welches sich über nahezu ganz Puerto Rico spannt.

Die landschaftlich schöne Ruta Panoramica im im Zentrum von Puerto Rico

Die Straße windet sich dabei über zahlreiche Gipfel und durch mehrere Täler. Entsprechend kurvenreich – und da überwiegend nur als „secondary road“ geführt – eng ist die Ruta Panoramicá. Oft kann man einfach nur hoffen, dass nichts entgegenkommt.

Die landschaftlich schöne Ruta Panoramica im im Zentrum von Puerto Rico

Die landschaftlich schöne Ruta Panoramica im im Zentrum von Puerto Rico

Dafür gibt es gelegentlich auch einige schöne Ausblicke zu bestaunen. Diese muss man aber suchen und finden, denn Aussichtspunkte sind weder ausgeschildert noch eingerichtet. Zudem wird die Straße an der Seite oft von Büschen, Bäumen oder dichtem Regenwald flankiert, sodass die Gelegenheiten rar sind.

Die landschaftlich schöne Ruta Panoramica im im Zentrum von Puerto Rico

Die landschaftlich schöne Ruta Panoramica im im Zentrum von Puerto Rico

Wir befuhren die Ruta Panorámica von Maricao Forest (Kreuzung Landstraße 120 und 366) über die Straßen 365, 128, 135, 525, 131 und 518 bis nach Adjuntas. Für die ca. 50 Kilometer brauchten wir inkl. kurzen Pausen, die aufgrund der sehr anstrengend zu fahrenden Straße nötig sind, rund 2 Stunden. Auch wenn die reichhaltige Vegetation und die gelegentlichen Ausblicke nett sind, gerade mich als Urwald erprobten Karibik-Bewohner hat es nicht vom Hocker gehauen. Highlight war da schon eher das zufällige Treffen mit einem Anwohner der Ruta Panorámica, der uns spontan seinen verwilderten Garten zeigte und uns mit Bananen und Orangen eindeckte.

My Travelworld Tipp
Wer die Ruta Panorámica (oder auch andere Kleinstraßen) entlang fährt, sollte unbedingt eine gute Straßenkarte von Puerto Rico dabei haben. Die Ausschilderung ist zwar vorhanden, oft aber auch nur mit den entsprechenden Straßennummern.

 

Via Ponce zurück nach San Juan: Kaffeesuche, Hotelsuche und Strandsuche

Nach dem extrem kurvigen (und langsamen) Verlauf der Ruta Panorámica freuten wir uns nun wieder auf schnellere Straßen – und steuerten somit in Richtung Ponce und dem dortigen Highway. Unterwegs nahmen wir jedoch noch die Hacienda Buena Vista Coffee Plantation mit – eine Kaffeeplantage im Norden der zweitgrößten Stadt Puerto Ricos. Leider hatten wir auch hier wieder Pech, denn geöffnet ist sie lediglich von Mittwoch bis Sonntag (wobei Reservierungen ohnehin empfohlen sind).

My Travelworld Tipp
My Travelworld Tipp: wer die Kaffeeplantage der Hacienda Buena Vista besuchen möchte, sollte sich vorher unter +1787-722-5882 für eine Tour anmelden.

 

Wenn schon keine Kaffeeplantage, dann eben wenigstens einen zum Trinken. Zusätzlich gönnten wir uns einen (stilecht amerikanischen) Burger bei McDonalds und suchten dank gratis WiFi bei Subway (ja, auch in Puerto Rico sind so ziemlich alle wichtigen FastFood-Ketten vertreten) schon einmal ein Hotel für den Abend – schließlich wollten wir uns das Herumirren in der Großstadt San Juan per Auto ersparen. Letztendlich machten wir mit den Ciqala Luxury Suites einen sehr guten Fund, dazu aber später mehr.
So hatte der Zwischenstopp hier wenigstens etwas Positives.

Nach eher unspektakulärer Ruta Panorámica und geschlossener Kaffeeplantage begaben wir uns nun zumindest noch einmal auf Strandsuche, schließlich waren wir an der Südküste von Puerto Rico. Irgendwo muss es doch einen schönen karibischen Sandstrand geben. Aus diesem Grund versuchten wir unser Glück in Höhe von Salinas, wo wir nochmals an die Küste einbogen. Der Blick eines Einheimischen, als wir ihn nach dem nächsten Strand fragten, verriet aber gleich Bände à la „wie könnt ihr nur darauf kommen, hier einen Strand zu suchen?“. Nett wir er (und grundsätzlich auch alle anderen Puertoricaner, die wir kennenlernten) war, erklärte er uns trotzdem einen Weg zum Strand. Und tatsächlich, nach nur wenigen Minuten kamen wir an den (kilo)meterlangen, (fein)sandigen und (fast wunder)schönen Politas Beach.

Der minimalistische Polita Beach an der Südküste von Puerto Rico

*räusper*
Ok, der Politas Beach bestand aus einem einbetonierten Sandstück mit rund 2 mal 7 Metern sowie zwei Strohhüten. Aber hey, man muss auch mit kleinen Dingen zufrieden sein. :-)

Naja, es sollte halt nicht sein. Dafür bot der Mini-Mini-Pseudo-Strand einen schönen Blick auf die vorgelagerten Inseln.

Schöne Ausblicke auf das Meer vor Salinas

Auch die Marina von Salinas gab schöne Ausblicke und Motive her.

Schöne Ausblicke auf das Meer vor Salinas

Schöne Ausblicke auf das Meer vor Salinas

Schöne Ausblicke auf das Meer vor Salinas

Und nicht zuletzt gab es auf der Rückfahrt nach San Juan (Highway 52) ein vor allem dank der kräftigen Spätnachmittagssonne überragendes Landschaftspanorama.

Der Highway 52 von Ponce nach San Juan

Die Ciqala Luxury Suites in San Juan

Nach unserer Rückkehr nach San Juan checkten wir in unsere erst wenige Stunden zuvor gebuchten Ciqala Luxury Suites ein. Im Prinzip ist dies keinen eigenen Absatz innerhalb eines Reiseberichts wert, doch da mir diese Unterkunft bei meinen mittlerweile knapp 100 Hotelbewertungen hier auf My Travelworld die seltene Höchstnote 10 von 10 Punkten „abnötigte“, möchte ich dieses kleine Juwel an Hotel hier doch einmal kurz vorstellen.

Unsere 2-Bedrom Suites in den Ciqala Luxury Suites in San Juan

Die Ciqala Luxury Suites befinden sich im nicht gerade trendigen Stadtteil Miramar. Mit Mietwagen ist man aber bestens unterwegs, da alles in 5 Minuten erreichbar ist und es zudem eine kostenlose Tiefgarage gibt. Die Suiten sind extrem komfortabel und vor allem vom Material her sehr hochwertig ausgestattet. Hier lässt es sich definitiv wohlfühlen.

Unsere 2-Bedrom Suites in den Ciqala Luxury Suites in San Juan

Die Suite alleine wäre noch nicht zwangsweise eine Lobeshymne wert, doch neben einem erstklassigen Service gab es noch drei weitere herausragende Punkte: ein luxuriöses (Gemeinschafts-)Loft in der 7. Etage, ein überragender Ausblick von der Dachterrasse auf San Juan sowie ein exzellentes und frisch zubereitetes (inkludiertes) Frühstück.

Luxuriöses Loft als Gemeinschaftsraum in den Ciqala Luxury Suites

Spektakulärer Ausblick auf San Juan in den Ciqala Luxury

Tolles und frisch zubereitetes Frühstück in den Ciqala Luxury Suites

Wer da nicht zufrieden ist, dem ist kaum mehr zu helfen. :-)
Mehr dazu auch in der Hotelbewertung über die Ciqala Luxury Suites.

Abschied aus San Juan und Fazit

Nach der mehr als entspannenden Übernachtung schauten wir uns am Tage darauf noch San Juan an (wie eingangs beschrieben), ehe es zumindest für mich wieder zurück zum Flughafen ging. Im Vergleich zu den 2,5 Stunden per ÖPNV bei Ankunft benötigte ich nun per Mietwagen lediglich 15 Minuten – so extrem können also die Zeitunterschiede sein.

Mit dem Flug zurück nach Grenada war also mein kleines Kapitel Puerto Rico beendet. Beeindruckend war vor allem die Größe von San Juan, das mir zwar als Stadt bekannt war, jedoch nicht in dem Maße mit Wolkenkratzern, 6spurigen Highways, zahlreichen Staus, ausgiebigem Nachtleben und natürlich dem bunten Farbkasten in dessen Innenstadt. Auch unsere beiden schönen Hotels trugen zu diesem maßgeblich positiven Eindruck bei. Sehr schön waren auch die Besuche bei Bacardi sowie an der Felsenküste der Cuevas del Indio.

Puerto Rico hielt aber auch eine Reihe von Überraschungen bereit. Dass nicht jede Karibik-Insel über Traumstrände verfügt, ist klar (siehe Dominica, St. Vincent) – doch dass wir uns so schwer tun würden, quer über die Insel verteilt ein bisschen Sand zu finden und dass im Endeffekt der Stadtstrand von San Juan – Condado – diesbezüglich das Highlight sein würde, hätte ich dann doch nicht gedacht. Die Schwesterinseln Culebra und Vieques sollen strandtechnisch etwas besser ausgestattet sein.
Ebenfalls überraschend war für mich die doch sehr deutliche Spanischsprachigkeit. Klar, spanisch ist die offizielle Amtsprache auf Puerto Rico, doch dass selbst im so westlich und amerikanisch entwickelten San Juan nicht überall Englisch verstanden wird, war eher verwundernd. Meine wenigen Spanischbrocken kamen so doch (erfreulicherweise) mehr zur Anwendung als vorher angenommen.

Insgesamt war es ein interessantes (verlängertes) Wochenende, auch wenn das ganz große Aha-Erlebnis bis auf San Juan gefehlt hat. Sowohl das Landesinnere und als auch die Küsten konnten mich nicht vollends überzeugen. Puerto Rico hat sicher Potential als Einsteigerinsel für die Karibik, um anschließend zu anderen Zielen weiter zu reisen. Den großen Durchbruch hat es bei mir jedoch nicht geschafft, sodass ich für einen unvergesslichen zweiwöchigen Karibikurlaub dann doch andere Karibikinseln empfehlen würde.

Wem dieser Reisebericht gefallen hat und zukünftig keine der Hotelbewertungen, Reisetipps und Tripreports verpassen möchte, liked am besten direkt hier den Facebook-Kanal (~) von My Travelworld – immer mit den neuesten Informationen über alle Reisen.

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


6 Responses to Reisebericht Puerto Rico I

  1. Opa

    Mein lieber Reiseonkel,
    der Puerto Rico Bericht ist wieder hochinformativ!! Man könnte danach problemlos reisen!
    Kann ich aber leider nicht.
    Herzliche Grüsse

    • Chris (My Travelworld)

      Deswegen gibt es ja zumindest die Berichte zum nachher „mitreisen“. :-)

  2. Michael C.

    Hallo Chris,
    ich habe eine Frage für mein Verständnis.

    Ich kann icht einfach nach San Juan reisen und finde dort einen schönen Sandstrand der vom Hotel aus zu fuss erreichbar ist?

    Würde gerne dorthin, den Ursprung von Reggaeton mal erleben in Verbindung mit einem Erholungsstrandurlaub (weniger Intresse an Sehenswürdigkeiten etc.)

    Würde mich über Antwort freuen.

    mfg

    Michael

    • Chris (My Travelworld)

      Hallo Michael,

      doch, im Prinzip hat San Juan schon einen ganz netten Sandstrand. Den siehst du auch oben im Reisebericht (das siebte Foto von oben), er heißt Condado Beach. Dort gibt es auch viele Hotels, sodass du also auch eine Unterkunft finden würdest.

      San Juan ist meiner Meinung nach aber nicht mehr als eine durchschnittliche amerikanische Stadt mit starkem spanischen Einschlag. Inwiefern du dort die Ursprünge des Reggaeton findest, kann ich dir leider nicht sagen, da ich mich damit nicht auskenne. Spannender wird Puerto Rico eigentlich erst im Hinterland, denn dort wird es richtig ursprünglich und man fühlt sich absolut nicht mehr wie in den USA.

      Solltest du nach Puerto Rico fliegen, bedenke mit, dass du hierfür gültige Einreisepapiere für die USA (also mindestens ESTA) benötigst.

      Ich wünsche dir schon einmal eine gute Reise. Lass mich wissen, wenn du noch weitere Fragen hast.

      Beste Grüße von der großen Nachbarinsel
      LG, Chris

  3. Bea F.

    Hallo Chris,

    hast Du auch im Nord-Westen und Westen nach Stränden gesucht? Kann es sein, dass da die schönen Strände sind? Sieht zumindest auf den Fotos so aus…

    VG,
    b

  4. Chris (My Travelworld)

    Hallo Bea,

    ja, im Westen und Nordwesten waren wir unterwegs, da war strandtechnisch nicht allzu viel zu finden. Ich glaube, dass einige der schönen Strände vor allem im Osten liegen, oder?
    Vielleicht komme ich ja demnächst noch einmal nach Puerto Rico, da werde ich das noch einmal genauer untersuchen. ;-)

    LG, Chris

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