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Reisebericht Bequia

Reisebericht Bequia: Karibik-Idylle im Grenadinen-Paradies

Bequia, schon oft lief mir diese Karibik-Insel bei der täglichen Arbeit über den Weg und wurde dementsprechend angepriesen. Zeit also, sich selbst auf den Weg zu machen. Mit dem Umweg St. Vincent ging es per Fähre nach Bequia, wo sich eine wirklich interessante Karibikwelt darbot.

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Reisezeitraum: Januar 2012 / Dauer 2 Nächte
Geschrieben: Februar 2012

Top-Tipps Reisebericht Bequia
– entspanntes Leben in Port Elizabeth und am Belmont Walkway
– paradiesischer Karibik-Strand an der Princess Margaret Bay
– Sonnenuntergang am Fort Hamilton

Anreise

Der Weg nach Bequia führt fast immer über die Fähre mit Bequia Express, Admiralty Express oder Jaden Sun. Zwar gibt es auch Flugverbindungen, diese aber nur von Barbados und nicht gerade im preisgünstigen Segment. Also begab ich mich an einem Freitag Abend – pünktlich zum Sonnenuntergang – auf die Fähre in Kingstown, St. Vincent, und schipperte eine Stunde lang bei sehr ordentlichem Wellengang in Richtung Port Elizabeth, der Hauptstadt von Bequia.

Die Bequia Express Fähre von Kingstown (St. Vincent) nach Port Elizabeth (Bequia)

Kurz vor halb acht machte die Fähre dann im Hafen von Port Elizabeth fest, der sich direkt an der kleinen Main Road befindet. Zunächst orientierte ich mich kurz und fand neben Julie’s Guesthouse, welches ich vom Namen her bereits aus dem Reiseführer kannte, auch ein kleines Local-Restaurant, wo es frisch gegrillte Schweinerippen gab. Das Fleisch war ok, der Rest allerdings ziemlich fad und ungewürzt, sodass ich das Breadfruit Tree Restaurant an der Main Road von Port Elizabeth (fotografiert am darauf folgenden Tag) nicht unbedingt empfehlen kann.

Das Breadfruit Tree Restaurant auf Bequia in Port Elizabeth

Erste Nacht in Bequia: Rainbow Castle

Anschließend ging es auf den Weg zur gebuchten Unterkunft, dem Rainbow Castle. Ich wusste lediglich, dass es etwas außerhalb von Port Elizabeth lag und fragte mich daher bei den Einheimischen aus Bequia durch, da ich leider per E-Mail keine vernünftige Wegbeschreibung erhalten hatte. Mit viel Hilfe und einem persönlichen Guide war das Gästehaus im Ortsteil Cemetery Hill dann doch zu finden, wenn gleich der Weg dorthin aufgrund eines kräftigen Anstiegs sowie fehlender Beleuchtung mehr als schwierig war.

Dafür erhielt ich dann im Rainbow Castle auch ein wirklich freundlich eingerichtetes Apartment mit Wohnküche sowie separatem Schlafraum, sodass sich der Weg dorthin wirklich gelohnt hatte.

1-Bedroom-Apartment im Rainbow Castle auf Bequia

Noch viel besser war allerdings der Blick auf Port Elizabeth, der mich am nächsten Morgen vom Rainbow Castle aus erwartete.

Der Ausblick vom Rainbow Castle auf Port Elizabeth und die Admiralty Bay

Insgesamt hatte ich mir hier also eine sehr empfehlenswerte Bleibe für diese Nacht ausgesucht. Weitere Details finden sich in der Hotelbewertung über das Rainbow Castle.

Der Tag in Bequia

Am nächsten Morgen ging es dann los zur kleinen Inselerkundung von Bequia. Zunächst machte ich mich auf zurück in den kleinen Hauptort Port Elizabeth, wo ich schon am Vorabend eine nette kleine Bakery gesehen hatte. Der äußere Eindruck täuschte nicht, denn zum Frühstück gab es hier bei „Linas Bread und Delicatessen“ direkt gegenüber vom Fähranleger u.a. ein richtig leckeres Sandwich (mit richtig knackigem Baguette) sowie eine – für die Karibik untypische – heiße Schokolade.

Leckeres Frühstück direkt in Port Elizabeth

Nach der genussvollen Stärkung machte ich mich gleich noch auf die Suche nach einer Unterkunft für die zweite Nacht. Eigentlich ist es absolut nicht meine Art, Hotels vor Ort zu suchen, da es nur unnötig Zeit kostet. Hier hatte ich allerdings aufgrund der Kurzfristigkeit sowie meines noch nicht vollständig feststehenden Travel Itinerary’s noch keine Entscheidung im Vorhinein getroffen. Da es allerdings bereits relativ spät war und ich gerne den ganzen Tag in Bequia voll ausnutzen wollte, entschied ich mich für eine weitere Nacht auf der kleinen Grenadinen-Insel.

Julie’s Guesthouse

Hierbei sprang mir sofort Julie’s Guesthouse ins Auge, denn erstens befand es sich nur 2 Minuten von der gerade eben gelobten Bakery entfernt und zweitens war es laut Reiseführer sehr sehr günstig – genau das, was ich für eine Nacht suchte. Mit der Lage fast direkt am Fähranleger bot es zudem den optimalen Ausgangspunkt, um die Sonntagmorgen Fähre um 07:00 zu nehmen.

Julies Guesthouse im Hauptort Port Elizabeth auf Bequia

Gesagt, getan – ich fragte nach einem Zimmer, bekam eines für 100EC$ und konnte somit auch einen Teil meines Rucksacks auspacken, sodass ich verschiedene Sachen nicht den ganzen Tag herumschleppen brauchte. Das Zimmer war zwar absolut kein Reißer und ist auch nicht für mehr als ein bis zwei Nächte zu empfehlen, für meinen Zweck war es aber absolut in Ordnung. Eine detailierte Beschreibung gibt es auch hier in der Hotelbewertung über Julies Guesthouse.

EIn Zweibettzimmer in Julies Guesthouse in Bequia

Princess Margaret Beach

Nun aber genug der organisatorischen Vorred. Nachdem auch die Unterkunft für die zweite Nacht auf Bequia feststand, sollte es endlich an die Inselerkundung gehen. Erstes Ziel war der Princess Margaret Beach, eine Bucht, die entweder nur per Wassertaxi oder über eine wirklich kaum fahrbare und steile Waldpiste zu erreichen ist – als Fußgänger aber kein Problem. Der Weg dorthin führte mich zunächst über den Belmont Walkway, einer Art kleinen Promenade in Port Elizabeth, wo man besonders abends sehr gut entlang schlendern kann.

Der Belmont Walkway im Hauptort Port Elizabeth auf Bequia

Anschließend ging es auf der wenig befahrenen Hauptstraße, die in Richtung Lower Bay und Friendship führt, weiter mit zum Teil sehr netten Ausblicken auf die Admiralty Bay.

Blick auf die Admiralty Bay

Nach ca. 20 Minuten Fußweg ab Port Elizabeth war dann auch der Princess Margaret Beach erreicht. In der Tat merkte man hier die schwierige Zugänglichkeit des Strandes, denn trotz an diesem Wochenende recht vieler Touristen auf Bequia (zeitgleich fand das Bequia Blues Festival auf der Insel statt) waren hier nur wenige andere Leute zu sehen, was in Kombination mit der tollen Aussicht auch zu einem sehr attraktiven Gesamteindruck führte.

Der Princess Margaret Beach auf Bequia zwischen Port Elizabeth und Lower Bay

Der Princess Margaret Beach auf Bequia zwischen Port Elizabeth und Lower Bay

Dank dieser wahrhaftigen Postkartenidylle dürfte der Princess Margaret Beach auch zum attraktivsten Strand auf Bequia zählen – ich jedenfalls würde ihm diesen Titel verleihen.

Lower Bay

Nach kurzer Entspannungs- und Genießerpause ging es dann weiter zum Strand an der Lower Bay, dem touristisch wichtigsten auf Bequia. Hier gibt es neben viel Sand auch einige Apartmentanlagen und Restaurants, sodass hier ständig etwas los ist. Der Übergang vom Princess Margaret Beach zum Lower Bay Beach kann übrigens über einen kleinen Waldpfad über die Klippen am Ende erfolgen, sodass man hier innerhalb von 5 Minuten den Strand wechseln kann.
Der Lower Bay Strand steht im Übrigen in seiner Attraktivität dem Princess Margaret Beach in nichts nach, wenn gleich er etwas touristischer und vor allem für diejenigen empfehlenswert ist, die sich zwischendurch auch mal an eine kleine Beachbar o.ä. setzen möchten.

Der Lower Bay Beach, einer der bekanntesten Strände auf Bequia

Das Sweet Retreat Hotel

Ganz am westlichen Ende der Lower Bay gab es dann noch ein kleines Schmuckstück zu entdecken. Das Sweet Retreat Hotel empfängt hier seit rund einem Jahr seine Gäste und besticht vor allem durch individuellen Service sowie einer atemberaubenden Aussicht auf die Lower Bay.

Die Aussicht vom Sweet Retreat Hotel auf die Lower Bay

Eine kleine Beschreibung des Sweet Retreat Hotels habe ich hier abgelegt – wer also mal nach Bequia möchte, sollte sich unbedingt hier einquartieren.

Friendship Bay

Nach kurzer und kleiner Stärkung im Sweet Retreat Hotel ging es weiter in Richtung Friendship Bay. Auch hier betrug der Fußweg – diesmal von der Lower Bay aus – ca. 20 Minuten. Bereits auf dem Weg dorthin konnte man ein paar nette Ausblicke erhaschen, unter anderem auch mit guter Fernsicht bis zur Luxusinsel Mustique.

Blick über die Friendship Bay bis nach Mustique und Petit Mustique

Auch in der Friendship Bay gab es wieder weißen Sand und türkisblaues Wasser soweit das Auge reicht zu entdecken.

Die Friendship Bay auf Bequia

In der Friendship Bay selbst bestimmt vor allem das ansässige Bequia Beach Hotel die Szenerie. Normalerweise ein sehr komfortables Strandhotel im gehobenen Bereich, fand dort an diesem Nachmittag ein Teil des Bequia Blues Festival statt, sodass hier ordentlich was los war.

Das Bequia Blues Festival im Bequia Beach Hotel

Diese Gelegenheit packte ich gleich beim Schopfe und entspannte zu angenehmen Klängen bei einem gekühlten Hairoun, dem Nationalbier von St. Vincent und die Grenadinen, am direkt angrenzenden Sandstrand.

Ein Hairoun-Bier am Strand, das Nationalbier von St. Vincent und die Grenadinen

Nach der rhythmischen Pause machte ich mich dann wieder auf den Weg in Richtung Port Elizabeth, diesmal allerdings mit dem Minibus, der hier ähnlich funktioniert wie auf Grenada. Die Vans tragen zwar keine Nummern, was auf der kleinen Insel Bequia wahrscheinlich auch nicht nötig ist. Zu Erkennen sind sie aber relativ einfach an den typischen Fahrzeugmodellen.

Fort Hamilton

In Port Elizabeth angekommen, begab ich mich dann auf den Weg in Richtung Fort Hamilton, welches sich sozusagen am Nordwestende der Insel befindet. Zunächt gibt es hier die fast für jede Karibik-Insel typischen Kanonen (siehe Fort George in St. George’s, Grenada oder dem Fort James in Antigua) zu sehen.

Das Fort Hamilton auf Bequia, nördlich von Port Elizabeth

Ein weitaus größerer Anziehungspunkt dürfte aber neben dem vorhandenen 180-Grad Panorama der optimale Standpunkt für einen Sonnenuntergang sein. Auch wenn letzteres diesmal nicht ganz so spektakulär wie sonst war, lohnte sich der kleine Aufstieg, zumal hier keine Menschenseele anzutreffen war.

Blick vom Fort Hamilton auf die Admiralty Bay und auf Port Elizabeth

Der Sonnenuntergang vom Fort Hamilton auf Bequia

Abendessen in Bequia

Nach Sonnenuntergang ist in der Karibik üblicherweise auch der Tag vorbei, zumindest landschaftstechnisch. Ich machte mich erst einmal zurück auf den Weg zu Julie’s Guesthouse, wo im lt. Internet hoch gelobten Restaurant leider keine Menschenseele anzutreffen war. Daher ging es für mich weiter zum oben schon einmal beschriebenen Belmont Walkway, an dessen Ende ich Tommys Cantina fand.

Tommy's Cantina am Ende des Belmont Walkway's in Port Elizabeth

Nachdem ich meistens wirklich das typisch karibische Essen mit Fish, Chicken, Reis und Gemüse gerne probiere, gab es hier mit Burrito und Nachos eine willkommene Abwechslung. Das Essen war durchaus schmackhaft, wenngleich der letzte Kick fehlte. Der Service war ebenfalls nett und freundlich, erlaubte sich allerdings einen dicken Fauxpas und brachte das Hauptgericht schon bevor ich mit meiner Vorspeise überhaupt fertig war. Aber gut, für den Preis war es absolut in Ordnung und gerade die Waterfront-Location sowie die angenehme Atmosphäre verholfen so zu einem angenehmen Besuch.

Tommy's Cantina am Ende des Belmont Walkway's in Port Elizabeth

Kurze Nacht und Rückreise nach St. Vincent

Nach dem anstrengenden und abwechslungsreichen Tag ging es dann zurück in Julie’s Guesthouse. Die Nacht war soweit in Ordnung und bereits um 06:15 ging es wieder raus aus den Federn, denn um 07:00 fuhr meine Bequia Express Fähre in Richtung Kingstown, St. Vincent.

Damit ist auch das Ende dieses Reiseberichts eingeläutet. Bequia zeigte sich als eine schöne, karibisch paradiesische Insel mit traumhaften Stränden und einem durchaus attraktiven Hauptdorf. Bester Strand war definitiv der Princess Margaret Beach und bei den Unterkünften sammelte das Sweet Retreat Hotel viele Pluspunkte. Alles in allem war es also ein sehr lohnenswerter Besuch auf Bequia, der gerade Suchenden nach der Bilderbuch-Karibik sehr weiterempfohlen werden kann.

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


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