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Reisebericht Grenada IV – Grenada ist und bleibt ein Paradies

3 Jahre lang habe ich auf der kleinen Gewürz- und Paradies-Insel Grenada gelebt. 3 Jahre, die ich extrem genossen habe, die aber auch den Wunsch nach Veränderung mit sich brachten – schließlich ist das Leben hier ein ganz Spezielles, wie Ihr auch in zahlreichen Artikeln hier auf meinem Blog My Travelworld (sowie in meinem Buch, Infos siehe unten) nachlesen könnt. Als ich 2014 aus Grenada wegging, dachte ich daher nicht, dass ich in den kommenden 5 Jahren 3 Mal die Insel besuchen würde. Doch nach 2015 und 2017 stand nun auch 2019 eine Reise nach Grenada an. Was hat Grenada so Geheimnisvolles und Besonderes, als dass sich ein Besuch immer wieder lohnt. Eine Ursachenforschung.

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Reisezeitraum: April 2019 / 5 Tage
Geschrieben: Juni 2019
Veröffentlicht: August 2019

Das Grenada mit seinem nahezu komplett überspannenden Urwald, seinen romantischen Buchten, dem einzigartigen Grand Anse Beach sowie dem sehr lockeren karibischen Lebensgefühl ein ganz besonderes Fleckchen ist, ist mir schon nach wenigen Monaten aufgefallen, die ich auf der Insel lebte. Dennoch dachte ich, dass ich nach meinen 3 Jahren dort alles gesehen hätte und maximal noch auf eine kurze Stippvisite vorbeischauen würde, wenn sich zufällig die Gelegenheit ergibt. Doch weit gefehlt! 2015 besuchte ich Grenada am Ende meiner Weltreise, 2017 standen die einzigartigen Events rund um den 1000. Hash an und 2019 war eine Hochzeit von Freunden Anlass genug, meine alte Heimat zu besuchen. Und jedes Mal habe ich das Gefühl, dass es auf Grenada schöner und schöner wird und sich hier wirklich das Paradies auf Erden befindet. Doch wieso?

Ein Grund liegt schon in der Anreise. Jedes Mal, wenn ich einen Fuß auf den Maurice Bishop International Airport setze, umgarnt mich das erhabene Gefühl, es geschafft zu haben – geschafft, wieder einmal die beschwerliche Anreise auf mich zu nehmen. Zwar gibt es Direktflüge ab Frankfurt, London, New York und Miami, doch die Zahlen sind alle sehr überschaubar. In der Regel gibt es rund 3-4 internationale Flüge pro Tag, die über die kleinen Inselhüpfer der Karibik hinausgehen – mehr nicht. Genau aus diesem Grund ist es immer etwas Besonderes, nach Grenada zu kommen. Und genau aus dem gleichen Grund kommen pro Jahr auch nur ca. 170.000 Touristen – die Insel ist und bleibt ein Geheimtipp, auch wenn der Tourismus in den letzten Jahren angezogen hat und das eine oder andere Hotelprojekt hinzugekommen ist.
Zum Vergleich, in meiner derzeitigen Heimat, der Dominikanischen Republik, landen pro Tag mindestens 100 internationale Flüge und es wird von mehr als 6 Millionen Touristen jährlich besucht.

Der Maurice Bishop International Airport auf der kleinen Insel Grenada

Ein weiterer Grund, der Grenada so paradiesisch macht, ist der Nationalstolz. Während dies mit dem Paradies zunächst einmal nichts gemeinsam hat, wird der Nationalstolz auf Grenada in einer ganz besonderen Art und Weise gelebt: es werden einfach (fast) alle Brücken, Laternenmasten, Straßenbegrenzungen, Bushaltestellen, Kreisverkehre und vieles mehr bunt angemalt – und zwar in den Nationalfarben gelb, rot, grün, die zugleich noch so typisch karibisch bunt sind, dass man gar keine andere Wahl hat, als auf Paradies-Modus umzuschalten.

Die Nationalfarben von Grenada bestimmen das komplette Leben auf der Gewürzinsel

Die Nationalfarben von Grenada bestimmen das komplette Leben auf der Gewürzinsel

Die Nationalfarben von Grenada bestimmen das komplette Leben auf der Gewürzinsel

Ein weiterer Punkt, der Grenada von anderen Karibik-Inseln unterscheidet, ist der immer wieder einzigartige Hash. Hierbei handelt es sich um einen Lauf durch immer wieder wechselnde (und unbekannte) Teile der Insel, der anschließend von einer karibischen Straßenparty gefolgt wird. Ausreichend Bier, sowohl in den Teilnehmern als auch auf und um den Teilnehmern, ist ebenfalls immer im Spiel – was aber kein Problem ist, weil das Nationalbier von Grenada, das Carib, ohnehin eine sehr leichte (und süffige) Version des bei Deutschen so beliebten Getränks ist.

Hashen bei den Grenada Hash House Harriers

Übrigens waren wir diesmal auch in Trinidad bei den dortigen Hash House Harriers, der definitiv auch zu den Top-Hashes gehört, die ich bisher weltweit besucht habe.

Und dann kommt da noch der Punkt, dass Grenada trotz seiner überschaubaren Größe von gerade einmal 350 km² (das ist kleiner als das kleinste deutsche Bundesland Bremen), eine Vielzahl an spannenden Sehenswürdigkeiten zu bieten hat – diese aber dennoch in einem solch authentischen und absolut nicht touristischen Licht präsentiert sind, dass es einfach herzerfrischend ist.

Ein Beispiel hierfür ist die Grenada Nutmeg Factory, die Muskatnussfabrik des Landes. Das exotische, aber beliebte Gewürz ist eines der Haupt-Exportprodukte von Grenada. Der Aufbereitungs-Prozess bzw. der Sortier- und Packvorgang kann in der Fabrik besichtigt werden – eigentlich also eine Top-Sehenswürdigkeit der Insel. Dennoch kostet der Eintritt hier nur 1 USD und die Führung ist zwar amateurhaft, aber eben sehr charmant und authentisch. Statt einem professionellen Guide erzählt hier ein Angestellter der Muskatnussfabrik etwas über die Bedeutung der Muskatnuss für Grenada.

Die Muskatnussfabrik von Grenada in Gouyave

Mehr Informationen hierzu findet Ihr auch in meinem separaten Artikel über die Muskatnussfabrik.

Ein weiteres Beispiel ist ein toller Aussichtspunkt, der in dieser Form erst in den letzten Jahren entstanden ist. Dieser befindet sich zwischen Grand Mal und Happy Hill, rund 10 Minuten Fahrt nördlich von St. Georges. Hier wurden in liebevoller Kleinarbeit tolle Deko-Elemente und Sitz-Möglichkeiten geschaffen, die eine tolle Unterstützung der lokalen Bar sind – zusätzlich zu einem wirklich tollen Blick über die Küste Grenadas. Auch hier: kein Eintrittsgeld, kein überhöhten Barpreise, einfach nur Grenada pur!

Ein toller Aussichtspunkt an der Westküste von Grenada, in der Nähe von Happy Hill

Ein toller Aussichtspunkt an der Westküste von Grenada, in der Nähe von Happy Hill

Und auch einen weiteren Aussichtspunkt erkundeten wir, den Welcome Stone im Norden von Grenada. Hier läuft man rund 10 bis 15 Minuten und hat von hier aus einen tollen Ausblick auf die vorgelagerten Inseln Sugarloaf Island, Green Island und Sandy Island. Selbes Prinzip hier: Schilder muss man schon suchen, andere Touristen wird es kaum geben und Eintritt muss natürlich nicht gezahlt werden – einfach ein toller Aussichtspunkt in seiner natürlichsten Form.

Der Welcome Stone im Norden von Grenadan mit Blick auf Sugar Loaf Island, Sandy Island und Green Island

Apropos Inseln im Norden und Sugarloaf Island. Hier verbrachten wir diesmal ebenfalls 1 Nacht und als wären wir von unseren Tagen auf Grenada nicht schon genug ins Schwärmen geraten, setzte dies dem ganzen noch einmal das i-Tüpfelchen auf.

Anfahrt mit dem Boot vom Norden Grenadas nach Sugar Loaf Island

Sugarloaf Island ist eigentlich eine unbewohnte Insel mit einer Größe von gerade einmal 200 x 400 Meter, auf der sich lediglich ein einziges Häuschen befindet. Dieses kann man via AirBnB mieten (Link zur Unterkunft hier (~); wenn Ihr Euch vorher über diese Promo neu registriert (~), bekommt Ihr je nach Zeitraum zwischen 15 und 35 USD Guthaben) und so wirklich ein einzigartiges Erlebnis der besonderen Art erleben. Übernachten auf einer einsamen Insel, in einer rustikalen, aber sehr hübschen und gepflegten Villa, mit Meerbrise rund ums Haus und quasi 24 Stunden Meerblick – was kann man sich schöneres in der Karibik vorstellen? Genau so war es auch bei uns und wir wurden wirklich verzaubert von diesem Ort – kein Wunder also, dass ich mich während dieser Tage noch mehr in Grenada verliebte.

Unsere traumhaft schöne kleine Villa auf Sugar Loaf Island, nördlich von Grenada

Den Gipfel von Sugarloaf Island erklommen wir in einer kleinen Kletter-Partie. Dass die Aussicht von so einem spitzen Inselchen dann spektakulär ist, versteht sich fast von selbst.

Ausblick von Sugarloaf Island auf die umliegenden Inseln Grenadas

Auch hier empfehle ich Euch den separaten Artikel zu unserem Besuch auf Sugarloaf Island – entweder, wenn Ihr mit mir gemeinsam ins Schwärmen geraten wollt oder wenn Ihr vielleicht vorhabt, Euch selbst diesen Traum zu erfüllen.

Wem das alles noch nicht reicht, dem lasse ich hier noch ein paar weitere Eindrücke unserer Tage auf Grenada da. Übrigens haben wir alles oben stehende in 5 Tagen erlebt, hätten aber auch locker das doppelte an Zeit verbringen können. Unter anderem ist hier das immer wieder pittoreske St. George mit seiner Hafenpromenade Carenage sowie der Festung Fort George dabei sowie auch der selbst nach mehr als 200 besuchten Karibik-Stränden immer noch in den Top-3 befindliche Grand Anse Beach, mein Lieblingsstrand schlechthin.

Die Carenage in St. Georges, der wichtigste Hafen von Grenada

Ausblick auf die Hauptstadt von Grenada, St. George's

Das Fort St. George in der Hauptstadt St. Georges

Wunderhübsche Blumen an den Annandale Falls

Der wunderschöne Grand Anse Beach, immer noch einer der schönsten Strände von Grenada

Wenn man sich die Eindrücke anschaut, ist es wohl irgendwo kein Wunder, dass mich Grenada auch diesmal wieder in seinen Bann gezogen hat. Dazu trugen diesmal sicher auch die tollen (geteilten) Erlebnisse mit Freundin und Freunden bei, aber dennoch hat die Gewürzinseln ihre ganz besondere Magie. Und wenn dann am Ende mit Sugarloaf Island noch solch ein Aufenthalt auf einer unbewohnten Karibik-Insel dazu kommt, ist irgendwo klar, warum Grenada so unwiderstehlich ist.

Ihr wollt noch mehr über Grenada wissen?
Dann schaut doch in mein eigenes Buch hinein: „Abenteuer Auswandern: mein Leben auf Grenada“.
Auf den 211 Seiten, die sowohl aus Blogtexten hier von My Travelworld als auch aus neu geschriebenen Elementen sowie zahlreichen Fotos und Abbildungen bestehen, wird Grenada vor allem aus zwei Sichtweisen dargestellt. Dies ist zum Einen der Alltag auf der Karibik-Insel – wie lebt es sich auf Grenada, was waren die ersten Eindrücke und woran kann man sich selbst nach 2-3 Jahren noch schwer gewöhnen? Zum Anderen werden natürlich auch viele Sehenswürdigkeiten der Insel behandelt, die ich in den letzten Jahren besucht habe, sodass dieses Buch auch durchaus als (der etwas andere) Reiseführer für Grenada dienen kann. Last but not least gibt es natürlich auch ganz viele Insider-Tipps und -infos – selbstverständlich, wenn man 3 Jahre in einem anderen Land gewohnt hat.

Hier könnt ihr „Abenteuer Auswandern: mein Leben auf Grenada“ direkt bestellen:
> Grin Verlag (~)
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Mein Buch im Grin-Verlag: Abenteuer Auswandern - mein Leben auf Grenada

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


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