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Flugbericht Jetairfly (TUI fly Belgium) – billig von Brüssel nach Santo Domingo und Punta Cana

In des Deutschen liebsten Karibik-Ziels gibt es eine breite Auswahl an Fluggesellschaften: Condor, Air Berlin, Eurowings, Iberia und Air France dürften die bekanntesten sein, weil sie mit guten Frequenzen ab vielen deutschen Flughäfen operieren. Gänzlich unbekannt dürfte den meisten jedoch Jetairfly sein, mit denen man ab Brüssel bereits ab 400 Euro return in die Dominikanische Republik fliegen kann – und das mit sehr guten Verfügbarkeiten zu diesen Preisen. Grund genug, in diesem Flugbericht also mal einen genaueren Blick auf Jetairfly (heute TUI fly Belgium) zu werfen.

Reisezeitraum: Februar + Juni 2016
Geschrieben: Juli 2016
Veröffentlicht: August 2016
UPDATE: Juli 2017

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Über Jetairfly

Jetairfly ist eine belgische Charter-Fluggesellschaft und steht unter dem Dach der TUI Europa. In gewisserweise ist sie damit zumindest ansatzweise das Pendant der deutschen TuiFly sowie ebenfalls vergleichbar mit Condor. Jetairfly fliegt von allen belgischen Flughäfen eine Vielzahl an Städte- und Mittelmeerzielen an sowie ab Brüssel auch Fernstrecken in Richtung USA und Karibik, u.a. nach Punta Cana, Santo Domingo, Montego Bay oder Miami. Zubringerflüge bietet Jetairfly nicht an, jedoch können individuell Flüge zum Drehkreuz Brüssel hinzugebucht werden. (siehe unten Kapitel Anschlussmöglichkeiten)

Eine Jetairfly-Maschine auf dem Flughafen von Santo Domingo

Update Juli 2017: Seit Oktober 2016 fliegt Jetairfly unter dem Namen TUI fly Belgium und passt sich damit 1:1 dem deutschen Pendant TUI fly Germany an. An der generellen Ausrichtung der Airline hat sich jedoch nichts geändert.

Buchung, Preise und Verfügbarkeit

Vor allem die Karibik-Flüge von Jetairfly sind einen genaueren Blick wert, denn dank deren Preise ab 149 € one-way sind sie selbst mit einem separat gebuchten Zubringer attraktiv. Hinzu kommt, dass es sich dabei nicht um einen schwer zugänglichen Werbepreis handelt, sondern dass Tarife von 179 €, 199 € und 239 € in vielen Monaten des Jahres verfügbar sind, vor allem außerhalb der Hochsaison im Juli, August, Dezember und Januar und tendenziell eher bei kurzfristiger Buchung. Diese Preise beziehen sich auf meine Erfahrungen für die Strecken in die Dominikanische Republik (Santo Domingo, Punta Cana). Ob dies für andere Fernstrecken genau so gilt, kann ich jedoch nicht sagen.

Gebucht werden kann ganz einfach über jetairfly.com (~). Zu jeder Buchung muss man in der Regel (es sei denn, man fliegt nur mit Handgepäck) eine Gepäckgebühr von sehr fairen 20 € pro Strecke hinzurechnen.

Wer datumstechnisch ein wenig flexibel ist, für den ist der beste Buchungszeitpunkt 8 Wochen im Voraus oder kurzfristiger. Gerade in der Nebensaison sind die meisten Tarife dann auf ihrem Tiefpunkt und zum Teil für unter 200 € one-way zu haben.

Sitzplätze kann man einige Wochen im Voraus online buchen. Die Gebühr beträgt zwischen 10 und 20 €. Während ein Standard-Sitzplatz 10 € kostet, lassen sich die Plätze am Notausgang bereits für 20 € reservieren – was auf einer Langstrecke im Branchenvergleich extrem günstig ist und ich nur sehr empfehlen kann. Zusätzlich ist zu beachten, dass man beim Check-In am Flughafen keinen Sitzplatz wählen kann, denn es scheint so, dass die Airline-Mitarbeiter diesen absolut nicht beeinflussen können. Zumindest wurde mir dies trotz mehrmaligem Nachfragen beteuert. Mit Pech landet man so also auf einem der engen Mittelplätze.

Der Flug

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob es sich bei diesen sehr günstigen Preisen um klassische Billigflüge handelt. Dies ist prinzipiell erst einmal nicht der Fall, denn alkoholfreie Getränke und auf den Langstrecken zwei Mahlzeiten sind bereits im Preis inkludiert. Beim Fluggerät erwischt man mit etwas Glück sogar die Boeing 787-800, den so genannten Dreamliner, eines der modernsten Flugzeuge auf dem Markt mit großen Gepäckablagen, neuestem Entertainment-System, automatischer Fensterverdunklung und modernem Raumdesign.

Das Innere des Dreamliners in einer JetairFly-Maschine

Mit Pech kann es aber auch eine Boeing 767-300 sein, eine relativ alte Schachtel, die Monitore aus der Steinzeit und noch nicht einmal Kopfstützen an den Sitzen ihr eigen nennt.

Die Innenausstattung einer alten Boeing 767-300 bei JetairFly

Servicetechnisch gibt es nichts zu meckern, die Flugbegleiter sind freundlich und machen ihren Job sehr ordentlich. Wie oben beschrieben, sind alkoholfreie Getränke inkludiert, für Bier, Wein & Co. Muss extra gezahlt werden.

Lieblingsthema beim Fliegen ist natürlich das Essen. Wunderdinge sind bei einem 200 Euro Flug sicher nicht zu erwarten, aber zumindest genießbar sollte es sein (was ja nicht alle Airlines schaffen …).
Da ich bereits zweimal mit Jetairfly flog und mir bei meinem vergangenen Flug ein vegetarisches Essen bestellte, kann ich beide Optionen vergleichen: Standard-Essen und das (kostenfreie) Sondermenü sowie jeweils das Frühstück.

Vor allem das Hauptgericht des Standard-Essens ist in Ordnung. Gegrilltes Gemüse, den klassischen Gummiadler und Curry-Reis waren essbar. Unattraktiv war Vor- und Nachspeise – in Mayo getunkter Salat sowie ein geschmackloser Kuchen. Gleiches Verhältnis konnte ich auch während meines zweiten Flugs bei meiner Sitznachbarin festellen – Haupgericht ok, Vor- und Nachspeise nicht.

Das Standard-Essen auf der Langstrecke in der Economy Class bei JetairFly

Genau umgekehrt verhielt es sich beim Sondermenü, in meinem Fall das vegetarische Essen. Die Hauptspeise war ein Witz aus blankem Reis und wenigen Stücken geschmacklosem Gemüse. Zudem war die ohnehin schon kleine Schale maximal halb voll gefüllt. 3 Happen und ich war fertig. Als Vorspeise gab es jedoch einen leckeren Couscous-Salat sowie als Nachspeise frische Früchte (Grapefruit und Papaya).

Das vegetarische Essen auf der Langstrecke in der Economy Class bei JetairFly

Beim Frühstück gab es Frischkäse, Marmelade und Butter gemeinsam mit zwei trockenen und harten Brötchen, die auch schon zur ersten Mahlzeit gereicht wurden. Warum solche Wurfgeschosse mit Verletzungsgefahr in Zeiten so starker Sicherheitskontrollen immer noch erlaubt sind, bleibt wohl ein Geheimnis der Catering-Firmen. Schmecken tun sie jedenfalls nicht …

Das Frühstück auf der Langstrecke in der Economy Class bei JetairFly

Ein letztes Wort noch zur Pünktlichkeit: bisher soweit in Ordnung. Mein erster Flug war sogar eine halbe Stunde zu zeitig da, mein zweiter Flug um 45 Minuten verspätet.

Anschlussmöglichkeiten ab/bis Brüssel

Wer sich einen der günstigen Flüge mit Jetairfly bzw. TUI fly Belgium sichert, muss sich aller Voraussicht nach noch um die Weiterreise ab/bis Brüssel kümmern. Für alle Westdeutschen eignet sich dafür die Bahn bzw. der Fernbus. Beide bieten Verbindungen in viele Städte Deutschlands an, vor allem im Ruhrgebiet und Umgebung. Auch andere Regionen in Deutschland werden bedient, sind dann aber mit einer längeren Reisedauer verbunden, die einen Flug eventuell sinnvoller machen, besonders da das Angebot an günstigen Flügen groß ist. So fliegt Ryanair ab Brüssel (nicht eingeschlossen die Flüge ab dem Zweitflughafen Brüssel-Charleroi) nach Berlin-Schönefeld und Hamburg, Easyjet ebenfalls nach Berlin-Schönefeld sowie Basel und Genf, Brussels Airlines nach Berlin-Tegel, Hamburg, Bremen, Nürnberg, Hannover und Straßburg, Lufthansa nach Frankfurt und München sowie Germanwings nach Stuttgart und Salzburg.

Wer sich einen separaten Anschluss- oder Zubringerflug bucht, sollte bedenken, ausreichend Pufferzeit einzuplanen, da die Flüge untereinander nicht abgesichert sind. Mindestens 3 Stunden sind bei einer seriösen Kalkulation eigentlich Pflicht.

Fazit

Jetairfly bzw. deren Nachfolger TUI fly Belgium ist eine perfekte Alternative für billige Flüge in die Dominikanische Republik, vor allem auch im one-way-Bereich, da ein Preis von unter 200 € in die Karibik derzeit unschlagbar ist. Da Check-In und Essen inbegriffen sind und Service sowie Sitzkomfort sehr ordentlich sind, bietet Jetairfly auf jeden Fall ein herausragendes Preis-Leistungsverhältnis, was ich bedingungslos empfehlen kann. Gerade für Flüge von der und in die Dominikanische Republik werde ich immer ein Auge auf Jetairfly haben.

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


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