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Flugbericht Condor III – in der Premium Economy Class von Frankfurt nach Santo Domingo

Wenn man sich die letzten 10 Jahre in der Airline-Industry anschaut, ist die Premium Economy Class ganz klar einer der Mega-Trends. Mittlerweile haben fast alle Fluggesellschaften dieses Angebot, seit nunmehr Jahren auch schon die Condor. Zeit also, dass ich meine Premiere in der Premium Economy Class feiern sollte. Condor war dafür durchaus prädestiniert, denn zum Einen fliege ich fast schon regelmäßig mit dem deutschen Ferienflieger über den Atlantik und zum Anderen hat Condor eine in der Regel recht erschwingliche Premium Economy Class.

Reisezeitraum: März 2016
Geschrieben: März 2016
Veröffentlicht: Mai 2016

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Die Buchung

Die Buchung von Condor generell, egal ob Economy, Premium Economy oder Business Class, ist in der Regel recht einfach und am besten direkt auf der Website von Condor (~) vorzunehmen. Bei meinem bisherigen Buchungen kam es bisher noch nie vor (Gutscheinaktionen ausgenommen), dass eines der omnipräsenten Buchungsportale günstiger war. Dennoch kann natürlich ein Vergleich nicht schaden.
Wer nur one-way buchen möchte, sollte bedenken, dass einige Flüge ab der Karibik aus verkehrsrechtlichen Gründen online nicht verfügbar sind, zum Beispiel ab Grenada oder ab Barbados. In diesem Fall hilft ein Anruf bei der (amerikanischen) Condor-Hotline.

Auf der Website von Condor sind schließlich nach Eingabe der gewünschten Strecke die drei Service-Klassen aufgeführt: Economy Class, Premium Economy Class und Business Class. In der Regel kostet die Premium Economy Class auf der Langstrecke einen Aufpreis von rund 80 bis 150 € one-way.

Das Buchungsformular auf der Website von Condor

Die Leistungen der Premium Economy Class

In jener Buchungsmaske sind auch die unterschiedlichen Leistungen der jeweiligen Serviceklasse zu sehen. Dabei bietet die Premium Economy Class von Condor eine Reihe von Vorteilen, wobei natürlich nicht alle davon eminent wichtig sind.
Dennoch möchte ich die kompletten Zusatzleistungen der Premium Economy Class von Condor gerne einmal auflisten:

– 10-15 cm höherer Sitzabstand
– stärkere Neigung der Rückenlehne
– Premium-Entertainment an persönlichem 9-Zoll-Monitor inklusive (sehr praktisch: inkl. USB-Anschluss, z.B. zum Laden von Iphone & Co.)
– Premium-Menü zur Hauptmahlzeit
– alkoholische Getränke zu den Service-Runden
– hochwertigere Kissen und Decken
– Handgepäck von bis zu 10kg (statt 6 kg in der Economy Class)
– Freigepäck von bis zu 25kg (statt 20kg in der Economy Class)
– Kopfhörer und Zeitschriften
– kleines Convenience Kit
– kostenfreie Sitzplatzreservierung
– separater Check-In an den meisten Flughäfen
– Möglichkeit zum kostenfreien Vorabend- und Online-Check-In
– 1250 Prämienmeilen beim Miles & More Vielfliegerprogramm

Die Premium Economy Class von Condor auf dem Flug in die Dominikanische Republik

Diese Leistungen für die Premium Economy Class beziehen sich bei Condor prinzipiell nur auf die Langstrecke.

Der Flug in der Premium Economy Class

Betrachten wir doch mal die Leistungen sowie den Flug an sich ein wenig genauer.

Der wesentlichste Grund für die meisten Reisenden, die Premium Economy Class zu buchen, ist sicher der Sitzabstand. Schließlich ist dies immer wieder einer der wichtigsten Punkte, wenn es um den Komfort im Flugzeug geht. Gerade große Menschen wie ich kommen bei der engen Bestuhlung oft an ihre Grenzen (wobei ich selbst eher zu den sehr leidensfähigen Reisenden gehöre). Die 10-15 Zentimeter sind für eine komfortablere Sitz- und ggf. Schlafposition auf jeden Fall sehr hilfreich. Mir haben sie, gemeinsam mit einem glücklicherweise freien Nebenplatz, gleich einmal fette 7 Stunden Schlaf gebracht. :-)
Dennoch, ein Allheilsbringer ist der Sitzabstand nicht, denn nach wie vor ist in der Breite die selbe Bestuhlung vorhanden wie in der regulären Economy Class.

Der zweite neuralgische Punkt beim Fliegen ist stets das Essen. Während dies einige Fluggesellschaften seit Jahren gut hinbekommen, kann man sich bei Condor trotz allem guten Service und meiner generellen Zufriedenheit mit der Airline auf ein kulinarisches Fiasko verlassen. Immerhin, in der Premium Economy Class ist ja auch ein Premium-Menü enthalten. Leider muss man auch hier wieder dem Catering-Anbieter von Condor (oder deren, die über die geschmackliche Qualität entscheiden) jegliche Kompetenzen absprechen. Zwar sind beim Premium-Menü leichte Verbesserungen erkennbar, doch generell ist festzuhalten, dass Condor nach wie vor in Sachen Catering kein Bein auf den Boden bekommt – ebenso wie bei meinen Condor-Flügen nach Barbados im Jahr 2011 sowie von San José nach Frankfurt im Jahr 2013.

Die Premium Economy Class von Condor auf dem Flug in die Dominikanische Republik

Immerhin kann man in der Premium Economy Class zu den Service-Runden alkoholische Getränke bestellen, sodass die Enttäuschung über das schlechte Essen schnell hinuntergespült werden kann. Die Auswahl dabei ist mit Bier, Wein, Sekt und vielen Markenspirituosen auch nicht ganz schlecht.

Die Premium Economy Class von Condor auf dem Flug in die Dominikanische Republik

Die weiteren Vorteile der Premium Economy Class sind dann schon eher der Kategorie „nice to have“ zuzuordnen, die das Flugerlebnis ein wenig angenehmer gestalten können. Für die meisten Reisenden praktisch ist sicher die kostenfreie Sitzplatzreservierung, die im Vergleich zur Economy Class gleich einmal 19,99 Euro spart.
Auch das Entertainment kann sich mit einer sehr großen Auswahl sehen lassen.
Die restlichen Vorteile wie erhöhtes Freigepäck (+ 5 kg), ein kleines Convenience Kit mit Socken, Augenmaske & Co. oder ein separater Check-In Schalter in Frankfurt und weiteren ausgewählten Flughäfen sind letztendlich wohl nicht so entscheidend.

Von der Vorteilen der Premium Economy Class abgesehen, war der Flug aber sehr ordentlich. Wie immer bei Condor empfand ich den Service und die Organisation als sehr angenehm. Auch über eine mehr als 30 Minuten frühere Landung in Santo Domingo konnte ich nicht meckern.

Fazit

Insgesamt war ich mit dem Flug sehr zufrieden. Natürlich spielte die Premium Economy Class dabei eine wichtige Rolle, denn vor allem der erweiterte Sitzabstand trägt schon zu einem deutlich höherem Flugkomfort bei. Während mir dies bei einem Tagflug wohl weniger wichtig wäre, ist dies gerade für einen Nachtflug ein entscheidender Vorteil. Bei einer Ankunft in Santo Domingo um 03:00 nachts war es sehr erholsam, dass ich im Flugzeug fast 7 Stunden schlafen und somit nahezu ausgeruht in den Tag starten konnte. Wer also den Flug ebenfalls zum Schlafen nutzen möchte, sollte den Aufpreis von in der Regel 100 bis 150 Euro für die Premium Economy Class definitiv in Erwägung ziehen. Die anderen Vorteile sind für mich wiederum weniger wichtig, sodass sie mir den Aufpreis nicht wert wären.
Insgesamt ist die Premium Economy Class von Condor jedoch ein sehr gutes Produkt, was vor allem im Zeichen eines (normlerweise) sehr guten Preis-Leistungsverhältnis steht, so lange der one-way Preis auf der Langstrecke unter 500 € liegt.

>> Zur Website von Condor mit allen aktuellen Angeboten (~)

Seid Ihr schon einmal Premium Economy geflogen? Was sind Eure Eindrücke von dieser dennoch recht neuen Flugklasse, egal ob mit Condor oder anderen Airlines? Schreibt mir Eure Meinungen in die Kommentare!

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


8 Responses to Flugbericht Condor III – in der Premium Economy Class von Frankfurt nach Santo Domingo

  1. Aline

    Also irgendwie bin ich froh, die Premium Economy nicht gebucht zu haben bei dem Preis-Unterschied. Weil schlafen muss ich nicht unbedingt und wenn das Essen auch nicht so prickelnd ist…

    • Chris (My Travelworld)

      Hallo Aline,
      das Essen in der Premium Economy Class bei Condor ist besser als in der Economy Class, aber eben im Vergleich zu anderen Airlines nur Durchschnitt. Statt sauschlecht wie in der Economy ist es in der Premium Economy also mäßig.
      Immerhin gibt es noch viele andere Vorteile in der Premium Economy Class. Ob einem diese den Aufpreis wert sind, muss und kann jeder selbst entscheiden. In der Regel reicht mir wie dir auch die Economy Class.
      LG, Chris

  2. Dominik

    Gerade auf Fernstrecken finde ich die Premium Economy Class ein gelungenes Konzept. Vor paar Jahren durfte ich diesen Service selber erleben, als ich von Las Vegas nach Frankfurt geflogen bin. Was mir zuerst auf dem Hinflug (Economy) negativ auffiel, war die magere Auswahl an Film- und Serienangebot als auch die Beinfreiheit, aber was erwartet man auch groß bei einem typischen Holiday Carrier. Als Mahlzeit gab’s einmal die klassische Pasta sowie zum Abendessen Brezel und Bulette, die mir noch ein Tag danach Magenkrämpfe beschert hat. Ganz anders die Rückreise in der Premium Economy: Die größere Breinfreiheit, die große Film-,Serien-, Doku- und Musikauswahl, das bessere Essen sowie das nette Convenience Kit haben den Rückflug zu einem sehr entspannten Erlebnis gemacht. Für mich steht nun in Zukunft fest: Solange es der Preis zulässt, werde ich für Langstrecken in erster Linie die Premium Economy Class in Erwägung ziehen, um den Urlaub schon im Flieger beginnen lassen zu können ;)

    • Chris (My Travelworld)

      Hallo Dominik,
      danke für das Teilen deiner Erfahrungen. In der Tat hat die Premium Economy wie oben beschrieben und auch in deinem Kommentar erwähnt einige Vorteile. Es kommt eben immer darauf an, wie sehr man diese nutzt. Film und Entertainment ist mir zum Beispiel ganz egal, während die zusätzliche Beinfreiheit schon angenehm ist. Am Ende ist es wie im Fazit und von dir genannt: wenn es der Preis zulässt, ist die Premium Economy Class bei Condor sehr empfehlenswert.
      LG, Chris

  3. Haan

    Dein Bericht hat mir sehr geholfen. Da ich durch meine
    Schwerbehinderung mich nur flüssig ernähren kann, hab
    ich eine Frage, die Du mir vielleicht beantworten kannst.
    Gib es bei Condor in der premium economy Milch zu
    trinken, auch zum nach bestellen? MFG Fred

    • Chris (My Travelworld)

      Hallo Haan,

      danke für deinen Kommentar. Leider kann ich dir diese Frage nicht wirklich beantworten. Auf meinem (veganen) Essenstablett befand sich nur eine Packung Soja-Schokoladenmilch. Meistens haben die Airlines ein bisschen Milch an Bord, was aber überwiegend nur für den Kaffee gedacht ist. Von daher würde ich mich nicht darauf verlassen, dass ausreichend Milch vorhanden ist.

      LG, Chris

  4. Ines Reichardt

    Hallo Chris,
    Wir fliegen das 1. Mal einen Fernflug in die Dom. Rep.
    Da wir sehr groß sind und ich mein linkes Bein immer mal ausstrecken muss, habe ich XXL Plätze am Notausgang ( Reihe 23 ) gebucht. Pro Person und Flug je 79.99 Euro.
    Jetzt hörte ich aber, daß ich hätte besser Premium Class hätte buchen können, da es mehr Serviceleistungen enthält und es am Notausgang bei Condor soooo sehr kalt sei.
    Was kann ich tun? Kann ich dies noch umbuchen.? Reicht dieser Sitzabstand zum Beine ausstrecken?
    Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    LG Ines

    • Chris (My Travelworld)

      Hallo Ines,

      die Premium Economy kann je nach Preis ein ganz unterschiedliches Preis-Leistungsverhältnis haben. Manchmal kostet sie gerade einmal 70 Euro mehr, dann ist das natürlich super investiertes Geld, manchmal jedoch auch mehrere hundert Euro, dann reicht solch ein XL-Sitz auch aus. Ich würde Euch empfehlen, dass Ihr am besten mal direkt bei Condor oder Eurem Reiseveranstalter schaut, wie der Aufpreis wäre. Die Umbuchung in eine höhere Klasse ist bei Condor normalerweise kostenlos, sodass Ihr nur die Tarifdifferenz zahlen müsstet. Die 79.99 Euro für die XL-Plätze bekommt Ihr aber sicher nicht zurück.

      Sollte es nicht klappen, sind die XL-Plätze in Bezug auf Beinfreiheit aber trotzdem ausreichend (bzw. bieten sogar noch mehr Beinfreiheit). Wenn Euch also nur der Sitzabstand wichtig ist und nicht die anderen Serviceleistungen, reichen die XL-Sitze bei Condor für Euch völlig aus.

      Am Notausgang ist es übrigens bei allen Fluggesellschaften kalt – liegt einfach am Flugzeug selbst.

      LG, Chris

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