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Reisebericht Trinidad II

Reisebericht Trinidad II: Asphaltsee, Caroni Swamp und Maracas Bay

Trinidad war nun bereits zum zweiten Mal das Ziel eines Wochenend-Tripps von mir. Diesmal mit „anderer Besetzung“ war es gewissermaßen die Verlängerung unseres Florida-Urlaubs, denn Trinidad lag flugtechnisch „so mal gerade eben am Weg“.

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>> Zur Hotelbewertung Forty Winks Inn

Reisezeitraum: Oktober 2012 / 2,5 Tage
Geschrieben: April 2013
Veröffentlicht: April 2013

Top-Tipps Reisebericht Trinidad II
– Maracas Bay, eine der schönsten Buchten der Kleinen Antillen
Asphaltsee, eine einmalige Sehenswürdigkeit in der Karibik
– Blanchisseuse Road, eine landschlaftlich schöne Straße von Blanchisseuse nach Arima

Überblick Reisebericht Trinidad II

  1. Anreise und erster Abend in Port of Spain
  2. Unsere Basis: das Forty Winks Inn
  3. Einzigartige Natur: Pitch Lake / Asphaltsee
  4. Feuerrote Scarlett-Ibisse im Caroni Bird Sanctuary
  5. Eine der schönsten Strände der Karibik: die Maracas Bay
  6. Trinidads Spezialität: Shark & Bake
  7. Über die Nordkette zurück zum Flughafen
  8. Fazit

Karte und Reiseroute von unserem Besuch in Trinidad

Anreise und erster Abend in Port of Spain

Freitagabend startete unsere Inselerkundung am Flughafen von Port of Spain. Einer aus Orlando einfliegend, der andere aus Grenada kommend, trafen wir uns hier ziemlich punktgenau und konnten so die kleine Entdeckungsreise durch Trinidad beginnen. Ich war ja bereits von meinem letzten Besuch im Juni sehr angetan von dieser Insel und freute mich entsprechend auf viele neue Eindrücke.

Wie schon vier Monate zuvor steuerten wir auch diesmal zuerst den Queens Park Savannah in Port of Spain an. Der riesige Park und gleichzeitig Kreisverkehr bietet am Abend immer eine Reihe von Food-Stands, an denen man gerade bei später Ankunft noch etwas leckeres und zudem lokales zu Essen bekommen kann.

Der allabendliche Foodmarkt am Queens Park Savannah in Port of Spain

Diesmal bei mir auf dem Programm: Geera Souse. Ein extrem scharf gewürzter Mix aus allen möglichen Teilen des Hühnchens – genauer wollte ich es gar nicht wissen. Irgendwie war es aber mehr Knorpel und Knochen als richtiges Fleisch …

Direkt gegenüber dieses kleinen Marktes, der sich an der südöstlichen Ecke des Queens Park befindet, ist mit der National Academy of The Performing Arts eines der schönsten Gebäude von ganz Trinidad zu finden – vor allem bei Nacht.

Die National Academy of Performing Arts in Port of Spain

Unsere Basis: das Forty Winks Inn

Anschließend fuhren wir dann erst einmal in unser gebuchtes Hotel, das Forty Winks Inn. Es ist nur einen Steinwurf vom Queens Park Savannah entfernt und auch trotz fehlender Beschilderung relativ einfach zu finden – wenn man sich vorher die genaue Lage auf der Karte anschaut. Bei der Unterkunft handelt es sich um ein kleines, von einer freundlichen Dame sehr persönlich geführtes Gästehaus mit gerade einmal 5 Gästezimmern – richtig gemütlich also. Genau diese Atmosphäre versprühte das Haus dann auch.

Außenansicht des Forty Winks Inn

Mehr dazu auch in der Hotelbewertung des Forty Winks Inn.

Einzigartige Natur: Pitch Lake / Asphaltsee

Am nächsten Morgen starteten wir dann in einen ausgiebigen Erkundungstag. Nach dem Frühstück im Forty Winks Inn begaben wir uns so zunächst auf die knapp zweistündige Fahrt in Richtung Pitch Lake. Hier, im Asphaltsee von Trinidad, lagert das größte natürliche Asphaltvorkommen der Erde.

Blick auf den Pitch Lake in La Brae

Der Pitch Lake wirkt von außen natürlich erst einmal furchtbar unattraktiv, doch die Geschichte und Bedeutung des Asphaltsees ist hochinteressant, denn der hier vorkommende Asphalt wird bei nahezu jedem Straßenbau verwendet, sodass dieser „Trinidad-Naturbitumen“ weltweit zu finden ist. Zudem ist die Größe (im Sinne von Tiefe) das Asphaltsees noch unerforscht, sodass nicht bekannt ist, wie lange der Pitch noch für die Verarbeitung reichen wird.

Neben diesen bedeutenden Fakten war für uns aber auch die Führung höchstinteressant und beeindruckend. Der Gang über den See selbst ist einzigartig und den Asphalt in seiner Rohform zu sehen ist nicht minder attraktiv.

Spielen mit dem Asphalt - the mother of the lake

Alles in allem also eine megainteressante Angelegenheit – und ein definitives Muss, wenn Ihr mal in Trinidad sein solltet. Mehr Details zu dieser spannenden Sehenswürdigkeit findet Ihr auch in meinem seperaten Artikel über den Asphaltsee in Trinidad.

Feuerrote Scarlett-Ibisse im Caroni Bird Sanctuary

Nachdem wir auf der brütend heißen Asphaltplatte von der Mittagssonne ordentlich durchgekocht wurden, fuhren wir langsam zurück in Richtung Norden. Nach einem Mittag in Chaguanas, einem der Hindu-Zentren von Trinidad (siehe letzter Reisebericht), begaben wir uns zum nächsten Highlight der Insel, dem Caroni Swamp Reservat südlich von Port of Spain.

Der Eingang zum Caroni Bird Sanctuary

Hier nahmen wir an einer Bootsfahrt teil, die sich am Nachmittag in die Tiefen der Caroni-Sümpfe begibt. Neben allerlei kleinen und großen Tieren, die wir links und rechts des Ufers sahen (u.a. Leguane, Schlangen), sind vor allem die Scarlett-Ibisse das Must-See im Caroni Swamp. Die feuerroten Vögel fliegen hier vor Sonnenuntergang von ihren „Tagesausflügen“ ein und sammeln sich an den Bäumen in ihren Nestern. Dank der Farbgebung, der Menge an Tieren sowie deren lauter Kommunikation untereinander ist dies ein sehr spannendes Schauspiel, wenngleich es vom Erlebniswert her nicht ganz mit dem Asphaltsee am Mittag mithalten konnte.

Die feuerroten Scarlett-Ibisse während des Anflugs auf den Caroni Swamp

Dennoch, auch der Caroni Swamp ist zu Recht eine der beliebten Sehenswürdigkeiten von Trinidad. Mehr zu unserem Besuch auch im Bericht über das Caroni Bird Sanctuary.

Anschließend ging es erst einmal zurück ins Hotel – Duschen war angesagt nach dem anstrengenden Tag mit ordentlicher Hitze. Für das Abendessen wollten wir uns eigentlich etwas in der nahe gelegenen Arapita Avenue suchen, der Ausgehmeile in Port of Spain, die uns das letzte Mal so viel Freude bereitet hatte. Doch irgendwie fanden wir hier nichts Richtiges und landeten schließlich direkt um die Ecke des Forty Winks Inn bei Trotters, einer amerikanischen Sportsbar. Essen und Getränke waren sehr lecker, aber auch nicht ganz günstig – von daher nur bedingt zu empfehlen.

Abendessen im Trotters Restaurant in Port of Spain

Eine der schönsten Strände der Karibik: die Maracas Bay

Am nächsten Tag, wieder einmal bei strahlendem Sonnenschein, wollten wir dann nach Norden zur Maracas Bay fahren. Trinidad ist ja nicht gerade bekannt für seine riesige Anzahl an familientauglichen Stränden, sodass sich hier an den Wochenenden (angeblich) nahezu ganz Port of Spain und Umgebung trifft. Dem war Gott sei Dank nicht der Fall, obwohl die Maracas Bay für mich wirklich überraschend traumhaft war.

Zunächst mussten wir allerdings von Port of Spain aus (Fahrtzeit ca. eine halbe Stunde) die Saddle Road und North Coast Road hinaufklettern und hatten von dort aus einen tollen Ausblick auf die Nordküste von Trinidad.

Blick vom Maracas View Point auf die Nordküste von Trinidad

Anschließend ging es herunter in das „Badeherz“ Trinidads – zur Maracas Bay. Es war schon überraschend, welches Juwel Trinidad hier zu bieten hat: eine tolle, von hochaufragenden Bergen eingekesselte Bucht, gen Himmel stechende Palmen entlang des langen goldgelben Sandstrands und keine Betonklötzer, die die Szenerie stören. Die Maracas Bay kommt damit definitiv in die Top5 meiner persönlichen Karibikstrände und machte mit diesen Eindrücken selbst meinem geliebten Grand Anse Beach in Grenada ordentlich Konkurrenz.

Die Maracas Bay an der Nordküste von Trinidad

Die Maracas Bay an der Nordküste von Trinidad

Die Maracas Bay an der Nordküste von Trinidad

Trinidads Spezialität: Shark & Bake

Obwohl ich eigentlich vom Frühstück noch recht satt war, musste ich dann doch die Spezialität der Maracas Bay schlechthin probieren: Shark & Bake – gewissermaßen ein Sandwich mit Haifischfilet. Auch wenn ich Hai schon einige Male vorher in Tobago oder Grenada gegessen hatte, war dies hier doch eine ganz andere Liga und ein richtiger Gaumenschmaus. Das Filet war zart angebraten, die Beilagen passten bestens zum Fisch und das Brötchen war selbst gemacht – Kulinarik-Freund was willst du mehr?

Shark and Bake an der Maracas Bay, eines der Nationalgerichte von Trinidad

Interessante Anekdote am Rande: die Frau bedauerte sehr, dass Ihre Hot Sauce alle war und entschuldigte sich bei mir dafür. Nicht so schlimm, wie ich später festellte, auch so brannte die (Nicht Hot) Sauce ordentlich auf den Lippen.

Über die Nordkette zurück zum Flughafen

Nach diesem sowohl landschaftlichen als auch gastronomischen Highlight machten wir uns nun schon wieder auf in Richtung Flughafen – allerdings nicht auf direktem Weg via Port of Spain sondern über die Nordküstenstraße via Blanchisseuse und dann weiter über die gesamte Nordkette auf bis zu 700 Höhenmeter hinauf, vorbei am ASA Wright Nature Center und anschließend wieder runter nach Arima.

Auch wenn dies nicht allzu viele Kilometer sind, benötigten wir für dieses Stück deutlich mehr als zwei Stunden – die Straße ist einfach extrem kurvig und gerade zwischen Blanchisseuse und dem ASA Wright Center in einem extrem schlechten Zustand.

Die Blanchisseuse Road vom gleichnamigen Ort nach Arima

Aber es macht Spaß zu fahren, landschaftlich ist es eine wunderschöne Strecke und einmal oben angekommen wurden wir auch mit schönen Ausblicken über die gesamte Gebirgskette belohnt.

Blick über die gesamte Nordküstenkette von Trinidad

Nach diesem Ritt, der fahrerisch anstrengend ist, aber dennoch viel Spaß macht, näherten wir uns nun langsam dem Piarco Airport. Da wir noch ein wenig Zeit hatten, begaben wir uns kurz in die nur 5 Fahrminuten vom Flughafen entfernte TrinCity-Mall, die Geschäfte für so ziemlichen jeden Geschmack bereithält und eine der größten Shopping-Center der Kleinen Antillen sein dürfte. Da es jedoch Sonntag war, hatte nur eine kleine Auswahl der Shops geöffnet, sodass wir relativ schnell wieder von Dannen zogen.

Fazit

Mit diesem kleinen Abstecher neigte sich dann mein zweites Trinidad-Wochenende dem Ende entgegen. Erneut war es gespickt mit Highlights und ich möchte nicht entscheiden, welcher Trip erlebnisreicher war: Nr. 1 mit Nachttour durch Port of Spain, Hindu-Tempel und Lederschildkrötenbeobachtung bei Nacht oder diese Reise mit Asphaltsee, Caroni Swamp und Maracas Bay. Klingt alles furchtbar spannend? War es auch! Wer in Trinidad ist, sollte unbedingt so viel als möglich dieser Punkte mitnehmen – es lohnt sich.

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


2 Responses to Reisebericht Trinidad II

  1. Manuela

    Es gibt immer wieder Orte mit denen man sich noch nie auseinandergesetzt hat, man aber nach einem Reisebericht direkt hinreisen möchte. Zum Glück gibt es hier ja noch genug Lesestoff darüber :-)

    VG
    Manuela

  2. Chris (My Travelworld)

    Hi Manuela,

    so siehts wohl aus … Trinidad ist auch wirklich höchstinteressant. Es gibt soviel zu erleben. Sicher folgt bei mir auch noch irgendwann ein dritter Besuch. ;-)

    LG, Chris

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