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10 Gründe, warum das Skifahren in den USA und Kanada so einzigartig ist

In wenigen Wochen ist es wieder soweit: es geht zum Skifahren nach Kanada. Doch warum ist es bereits das siebte Mal, dass wir den relativ weiten Weg auf uns nehmen und die Rocky Mountains den Alpen vorziehen? Warum bezahlen wir die zum Teil sehr happigen Skipreise in den USA, wenn doch günstigere Alternativen nur eine mehrstündige Autofahrt entfernt sind? Dieser Artikel wird Euch ein wenig in die Welt des Skifahrens in Nordamerika mitnehmen und zeigt Euch einige Gründe, warum Ihr den Pistenspaß in den USA und Kanada unbedingt einmal erleben solltet. Wenn Ihr aufmerksam lest, werdet Ihr Euch vielleicht bald schon auf der Suche nach Flügen in Richtung Calgary, Denver, Salt Lake City & Co. erwischen …

>> Zur USA-Übersicht
>> Zu den Artikeln über die Skigebiete in Utah sowie am Lake Tahoe
>> Zum Reisebericht Kanada mit 3 Skigebieten in Alberta und British Colombia

Grund 1) Champagner Powder

Der Champagner Powder ist wohl das berühmteste Merkmal von amerikanischen Skigebieten. Fast alle Skigebiete im Westen der USA und Kanada bekommen die Schneemassen des Nordpazifiks – und als geografisch erstes Gebirge, auf dem sich die Wolken erleichtern können, bekommen sie besonders viel davon. Zwischen 5 und 10 Meter Schnee fallen in jeder Saison in den Rocky Mountains – eine ungeheure Menge, über die sich jeder Skifahrer freut. Da der Schnee besonders in sehr kalten und hohen Regionen fällt, kommt er extrem fluffig auf die Erde und ist damit der Grund für den berühmten Champagner Powder. Wer einmal einen Tiefschneehang herunterfährt, das flauschige Gefühl des Schnees zwischen den Beinen spürt sowie das sanfte Zischen hört, wird sich immer wieder auf die Suche nach neuen Tiefschnee verwöhnten Hängen begeben. Natürlich hängt die Qualität und Quantität auch immer von den Witterungsbedingungen ab, aber einige der bisher besten Bedingungen hatten wir in Heavenly (Kalifornien) und Mount Rose (Nevada).

Counterweight Gully am Ward Peak

Grund 2) Skifahren ohne Grenzen

Um diesen Champagner Powder zu genießen, muss man in aller Regel in ein Skigebiet (Ausnahmen: Backcountry Skiing, Catskiing und Heliskiing) – und die haben es in sich. Einer der größten Unterschiede zu den Alpen ist, dass es innerhalb des Skigebiets kaum Grenzen gibt. Zwar gibt es Pistenmarkierungen, doch es ist ausdrücklich erlaubt, im gesamten Skigebiet zu fahren, sofern keine Absperrungen anderweitiges vorschreiben. Begrenzungen gibt es dann lediglich an den Außengrenzen. Diese Freiheit führt zu einer extremen Vielfalt an Pisten, auf die ich weiter unten noch eingehe, u.a. dem Tree-Skiing oder dem Skifahren in den Bowls. Natürlich bieten vor allem die ganz großen Skiresorts wie Big Sky (Montana) oder Whistler Blackcomb (British Colombia) die meisten Angebote, doch auch kleinere Gebiete haben Ihren Reiz.

Ausblick auf den Bowl vom Mount Ninety-Nine 90

My Travelworld Info-Box: Skigebiete
Alle im Artikel zusammengestellten Tipps und Erfahrungen gelten ausschließlich für den Westen der USA sowie West-Kanada, da ich dort mittlerweile bereits über 25 Skigebiete besucht habe. Zwar gibt es auch im Osten viele Ski Resorts, jedoch dürfte es dort weder Champagner Powder geben noch die oben beschriebene Vielfalt. Bisher kann ich von den folgenden Skigebieten aus eigener Erfahrung berichten (sortiert nach den einzelnen Bundesstaaten), wobei ich diejenigen mit eigenem Artikel hier bei My Travelworld entsprechend verlinkt habe:
– Alberta (Lake Louise, Mount Norquay, Sunshine Village)
– British Colombia (Big White, Kicking Horse, Panorama, Silver Star, Whistler Blackcomb)
– Colorado (Arapahoe Basin, Beaver Creek, Breckenridge, Keystone, Vail)
– Kalifornien (Alpine Meadows, Heavenly, Homewood, Northstar-at-Tahoe, Squaw Valley)
– Montana (Big Sky, Bridger Bowl)
– Nevada (Mount Rose)
– Utah (Alta, Brighton, Deer Valley, Park City, Sundance, The Canyons)
– Wyoming (Jackson Hole)
Weiterführende Informationen zu den oben genannten und weiteren Skigebieten findet Ihr auch hier in der Übersicht zu Kanada (~) und den USA (~) bei CU Ski.

Grund 3) Die Bowls

Eine der Folgen des grenzenlosen Skifahren sind die so genannten Bowls. Dabei handelt es sich um natürliche Gebirgseinschnitte, die komplett dem Skifahrer zugänglich sind. Pisten im klassischen Sinne gibt es dabei keine, sondern lediglich grobe Markierungen, die die Richtung weisen. Die Bowls sind lawinengesichert und werden kontrolliert, sind aber nicht präpariert. Zudem sind Gefahrenstellen markiert, sodass einem die komplette Landschaft inkl. Schnee zu Füßen liegt, wie es die Natur erschaffen hat. Seinen Weg durch den Bowl kann man sich daher auch selbst suchen, sodass nahezu unendliche Varianten möglich sind. Einige der spannendsten Bowls erlebte ich bisher in Mount Rose (Nevada), in Vail (Colorado) oder in Park City (Utah).

Überblick über The Chutes im Skigebiet Mount Rose

Grund 4) Tree Skiing

Eine weitere Form des Skifahren, die in den Alpen meines Wissens so nicht möglich ist, ist das Tree Skiing. Dabei handelt es sich ebenfalls um mehr oder weniger freies Fahren in einer mit Bäumen besetzten Landschaft. Während sich Anfänger erst einmal mit einer geringeren Baumdichte auseinandersetzen sollten, gehen Fortgeschrittene dann schon einmal in einen richtigen Wald. Entspannt und bei nicht allzu hohem Tempo kurvt man dabei lässig um die Bäume und eventuelle natürliche Hindernisse. Am Ende kann man gespannt sein, in welchem Teil des Skigebiets man vom Wald wieder „ausgespuckt“ wird. Tree-Skiing in eng bewaldetem Gebiet bevorzuge ich vor allem auf flachem Gelände, wenn man gemütlich die Geheimnisse der Natur erkunden kann. Spontan fallen mir hier die Wälder von Brighton (Utah) und Bridger Bowl (Montana) ein.

Perfektes Tree-Skiing Gelände im Bridge Bowl nahe Bozeman in Montana

Grund 5) Die Double Diamonds

Eine weitere Eigenheit, die es in den Alpen nicht gibt, sind die so genannten Double Diamonds. Während in Österreich, Schweiz & Co. die Pisten mit blau, rot und schwarz markiert sind, ist das amerikanische Equivalent dazu grün, blau und schwarz. Neben den schwarzen Pisten, die mit einer Raute oder eben einem „diamond“ gekennzeichnet sind, gibt es auch noch die Double Diamonds, die doppelschwarzen Pisten. Dabei handelt es sich um absolutes Experten-Terrain wie steile Fallrinnen, enge Wälder, tiefe Bowls oder felsiges Terrain. Zudem sind doppelschwarze Pisten nie präpariert. Auch wenn dies ziemlich extrem klingt, so kann man sich als versierter Skifahrer europäischer schwarzer Pisten langsam herantasten und schafft anschließend so gut wie alle dieser Double Diamonds – sozusagen Skifahren im Gelände pur. Bisher habe ich nur vor Corbets Colouir in Jackson Hole (Wyoming) gekniffen, einer einzigartigen und wirklich krassen Rinne, bei der man zunächst einige Meter nach unten springt und anschließend sofort innerhalb von maximal zwei Sekunden den ersten Schwung machen muss. Schafft man das nicht, klebt man als menschlischer Brei an der nächsten Felswand.

Warnschild vor der Buckelpiste The Face

Grund 6) Mehr Pisten statt Lifte

Doch auch wer nicht ganz so sportlich versiert ist, kommt beim Skifahren in Nordamerika voll auf seine Kosten – vor allem, weil man den Wintersport aufgrund der wenigen Besucher und dem entsprechenden Platz auf den Abfahrten hier wirklich genießen und zelebrieren kann. Grund dafür ist eine Tatsache, die ein von uns oft gelesener Ski-Guide absolut treffend zitiert hat: „Während die Europäer Liftbau-Meister sind, sind die Amerikaner Pistenbau-Meister“. Auf ein Skigebiet übertragen heißt dies, dass das Verhältnis von Liften zu Pisten in den Alpen viel höher ist als in den Rocky Mountains. Werden zum Beispiel in Österreich gerne auch einmal zwei Lifte fast parallel zueinander nebeneinander gebaut, um die Beförderungskapazität zu erhöhen, würde es das in Nordamerika bis auf wenige Ausnahmen niemals geben. Hier erschließt ein regulärer Lift in der Regel eine gesamte Bergflanke und wird zum Teil lediglich durch strategisch wichtige Lifte ergänzt. Die Folge dessen ist klar: statt andere Skifahrer aufgrund der Fülle als Slalomstangen zu nutzen, hat man in den USA und in Kanada die Pisten häufig komplett für sich. Damit ist Nordamerika auch für Gelegenheits- und Genussskifahrer ein echtes Vergnügen.

Klassische Anfängerpiste im Big Sky Mountain Resort

Grund 7) Wenn anstehen, dann mit Stil

Trotz der deutlich geringeren Zahl an Liftanlagen ist Anstehen am Skilift in Nordamerika eher selten. Bis auf Großstadt nahe Skigebiete am Wochenende sind diese einfach nicht so stark frequentiert. Das ist auch gut so, denn wer schon einmal an einer riesigen Traube vor einem österreichischen Skigebiet stand, weiß, wie nervig es sein kann, verbissen um jeden Millimeter Vorankommen in dieser Menschenmenge zu kämpfen. Sollte es in Nordamerika an einem Lift doch einmal zu Wartezeiten kommen, geht dies sehr gesittet von statten. Es gibt zahlreiche Wartespuren, die immer exakt abwechselnd zum Zuge kommen. Drängeln und Murren gibt es aus diesen Gründen nicht. Einzelne freie Plätze werden zudem mit Wartenden aus der Single Lane aufgefüllt, sodass auch die volle Beförderungskapazität eines Liftes ausgeschöpft werden kann. Und bei einem guten Skigebiet gibt es obendrauf sogar noch Animation beim Warten, wie zum Beispiel gut gelaunte Mitarbeiter oder Live Music an der Bridger Gondola von Jackson Hole (Wyoming).

Live-Musik an der Bridger Gondola im Skigebiet von Jackson Hole

Grund 8) Servicequalität und Freundlichkeit

Apropos Mitarbeiter: da spielt Nordamerika mit seiner Freundlichkeit natürlich ohnehin auf einem anderen Level. Überall wird man sympathisch begrüßt, es wird kurzer Small Talk betrieben und bei jeglichen Anliegen steht immer eine helfende Person zur Verfügung. Auch wenn natürlich das Skifahren auch in den USA stark kommerzialisiert ist, so helfen diese Kommunikation und Aufgeschlossenheit doch ein wenig, Persönlichkeit in den Skitag zu bringen. Und wenn es am Abend dann ins Steakhouse geht, setzt sich diese Freundlichkeit selbstverständlich fort.

Der Einstieg in den Martis Camp Express

Grund 9) Winter in Nordamerika in der Regel Nebensaison

Auch wenn das Skifahren in den USA und Kanada schon alleine des Fluges wegen teurer ist, sollte man bedenken, dass der Winter in beiden Ländern als Nebensaison gilt. Wer also schon immer einmal die amerikanischen Nationalparks erkunden wollte, kann seine preiswerte Chance im Winter nutzen. Zwar liegen je nach Dollarkurs die Skipasspreise ein wenig bis deutlich über denen der Alpen, doch mit speziellen Angeboten von Reiseveranstaltern oder Unterkünften kann man hier ordentlich sparen. Auch die Unterkünfte an sich sind in aller Regel, wenn es sich nicht gerade um Häuser direkt an der Piste handelt, günstiger als im Sommer, in dem die Nationalparks besonders beliebt und teuer sind. So kostet zum Beispiel unsere Unterkunft in Kicking Horse (British Colombia) für den kommenden Skiurlaub nur rund 140 CAN$ (ca. 100 €) statt 220 CAN$ im Sommer. Auch die Skipässe bekommen wir zum Preis von 45 CAN$ (ca. 35 €) statt regulär um die 90 CAN$.

Ausblick von der Piste Chute Lake auf den Lake Tahoe

My Travelworld Info-Box: Preise für Skipässe
Die regulären Preise für die Skipässe liegen in der Regel bei 80 bis 100 Dollar pro Tag – sowohl in den USA als auch Kanada. Während von 2010 bis 2012 der Wechselkurs zwischen US-Dollar und kanadischen Dollar 1:1 war und damit die Skipass-Preise auf ähnlichem Niveau lagen, ist derzeit (Stand Januar 2017) das Skifahren in Kanada deutlich günstiger, da entgegen des starken US-Dollars der kanadische Dollar im Vergleich zum Euro bei rund 1,4 liegt.
Jedoch gibt es in beiden Ländern viel Potential zum Sparen, denn die offiziellen Preise müssen in der Regel nur beim Spontankauf an der Tageskasse bezahlt werden. Günstiger wird es je nach einzelnem Skigebiet bei der Vorausbuchung im Internet, bei der Reservierung über einen deutschen Reiseveranstalter oder die Unterkunft oder/und beim Kauf von Mehrtages-Skipässen. So kann man mit etwas Planung auf ein Niveau kommen, was auch in Europa bei den großen Skigebieten gängig ist.

Grund 10) Kombination mit Highlights von Nordamerika

Das günstigere Preisniveau kann dann auch für andere Bereich der Reise von Vorteil sein, denn es muss ja nicht immer ein kompletter Ski-Urlaub sein, sondern man kann diesen auch ideal mit einer Sightseeing-Tour bzw. einem Road Trip verbinden. Da ein Mietwagen ohnehin empfehlenswert ist (aber keine Pflicht, denn es gibt auch ausreichend Angebote mit Transfers und Unterkünften direkt im Skigebiet), bietet sich eine anschließende Tour durch nahegelegene Ziele regelrecht an. So kombinierten wir zum Beispiel eine Skiwoche in Utah mit dem Besuch der Nationalparks Zion Canyon und Bryce Canyon sowie Las Vegas, die Skigebiete am Lake Tahoe mit San Francisco, dem Highway No. 1 und Los Angeles sowie British Colombia mit einigen Tagen in Vancouver. Einem erlebnis- und abwechlungsreichen Urlaub in den USA oder in Kanada – nicht nur beim Skifahren – steht somit also nichts mehr im Wege.

Eines der Wahrzeichen der Stadt: Welcome to Fabulous Las Vegas

Buchungsmöglichkeit
Ein Skiurlaub in den USA oder in Kanada kann sich heutzutage jeder selbst zusammenstellen – den gängigen Internetportale sei dank. Suchaufwand bleibt dabei aber nicht aus. Wer jedoch fachkundige Beratung wünscht und maßgeschneiderte Angebote ohne viel Zeit-Investition sucht, ist bei einem der zahlreichen Spezial-Reiseveranstalter gut aufgehoben. Einer davon ist CU Travel. Auf deren Website CU Ski (~) findet Ihr allerlei Informationen rund um das Skifahren in Nordamerika sowie Angebote zu Flügen, Hotels, Skipässen und vielem mehr.

 

Ich hoffe, Ihr habt nun einen kleinen Eindruck vom Skifahren in den USA und in Kanada bekommen. Habt Ihr Lust, dies auch einmal auszuprobieren? Oder seid Ihr vielleicht schon der Faszination erlegen? Egal ob Ihr Fragen zum Thema und zu einzelnen Skigebieten habt oder vielleicht aus Euren Erfahrungen heraus noch weitere Tipps und Vorteile beisteuern könnt, lasst mir auf jeden Fall einen Kommentar da.

Dieser Artikel wurde unterstützt von der CU Travel GmbH & Co. KG. Vielen Dank dafür. Der Bericht spiegelt (wie jeder Artikel hier bei My Travelworld) ausschließlich meine eigene subjektive Meinung wieder.

About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


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