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Reisebericht Andalusien

Reisebericht Andalusien: 9 Tage Historie, Landschaft und Tapas pur!

Es könnte der Anfang einer neuen Liebe werden. Zugegeben, es gibt nur wenige Zielgebiete auf dieser Welt, die mir nicht gefallen, aber wenn ich trotz eines ausgiebigen Urlaubs bereits vor der Heimreise sage, dass ich wiederkomme (und das nicht nur einmal), soll das schon was heißen. So geschehen bei Andalusien, welches uns verzauberte und beeindruckte. Kommt einfach mit auf diese herrliche Reise …

Reisezeitraum: September 2013 / 9 Tage
Geschrieben: November 2013
Veröffentlicht: Dezember 2013

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Top-Tipps Reisebericht Andalusien
– atemberaubende Landschaften mit dem Mietwagen durchfahren
– historische Festungen und Kirchen bestaunen (z.B. Alhambra, Mezquita)
leckere Tapas am Abend genießen

Überblick Reisebericht Andalusien

  1. Vorbereitung und Reiseplanung
  2. Die Reiseroute
  3. Anreise und Hinflug
  4. Erstes Ziel: das Bergdorf Comares
  5. Der kleine Küstenort La Herradura
  6. Durch die Alpujarras, in die Schinkendörfer und über die Sierra Nevada
  7. Guadix – im Reich der Höhlenwohnungen
  8. Granada – Studentenstadt und Kulturmetropole
  9. Besuch der Alhambra
  10. Das gastronomische Highlight: kostenlose Tapas(-Tour) in Granada
  11. Zuheros: ein klassisches weißes Dorf
  12. Córdoba: Unaufgeregte Stadt am Rio Guadalquivir
  13. Historisches Dreigespann: Mezquita, Alcázar und Madinat al-Zahra
  14. Schlemmen in Palma del Rio und Entspannen in Carmona
  15. Sevilla: von modernen Waffeln und historischen Stierkämpfen
  16. Von Sevilla nach Ronda: Autofahr-Erlebnis pur!
  17. Ronda – die historische Felsenstadt
  18. Landschaften pur: Puerto del Viento, El Chorro und El Torcal
  19. Andalusisches Finale: Málaga
  20. Kleiner Exkurs ins Pauschalparadies
  21. Verlängerung: Melilla und Nador
  22. Fazit

Vorbereitung und Reiseplanung

Zuvor darf natürlich ein kurzer Blick auf die Vorbereitung nicht fehlen. Die Frage nach dem Reiseziel war relativ schnell entschieden. Andalusien machte vor allem das Rennen, da wir ein Mittelstreckenziel suchten, wo es auch im September noch „warm“ ist (das war die wichtigste Anforderung meiner Reisebegleitung – nächstes Reiseziel wird dann Spitzbergen, ihr war es dann doch zu warm ;-) ) und welches sich gut mit Mietwagen bereisen lässt. Die Flüge buchte ich dann im Juli, die Unterkünfte für die ersten drei Nächte sowie den Mietwagen im August. Nach 9 Tagen Andalusien ging es schließlich noch für einen kleinen Abstecher nach Melilla und Nador in Nordafrika, von wo aus wir dann den Heimflug antraten.

Die Reiseroute

Wie gesagt hatten wir im Vorhinein lediglich die ersten 3 Tage geplant, um uns anschließend ein wenig mehr treiben lassen zu können und die Übernachtungen unserer Reise- und Entdeckungslust anzupassen. Nach dem Start in Malaga und der Fahrt über die Alpujarras („Schinkendörfer“) und die Sierra Nevada nach Guadix (dem Ort der Höhlenwohnungen) und Granada, wo wir die Alhambra besuchten, führte uns unsere mehr oder weniger spontane Reise schließlich durch die Olivenhaine Andalusiens nach Córdoba und weiter im Tale des Rio Guadalquivir nach Sevilla. Nach zwei Nächten in der größten Stadt Andalusiens fuhren wir langsam wieder zurück in Richtung Malaga, nicht ohne vorher noch die spektakulären Landschaften um Ronda, die Sierra Ubrique und El Torcal mitzunehmen.

Am Ende standen mit dieser Route ca. 1.400 Kilometer quer durch Andalusien auf dem Tacho.

Anreise und Hinflug

Los ging es an einem sehr frühen Montagmorgen im September, bei dem mein Wecker um 04:30 klingelte … Abflug gegen 10:00 in Leipzig heißt eben noch ein wenig Fahrtweg. Mit Ryanair ging es dann sicher und ruhig bei ca. 3 Stunden Flugzeit in Richtung Malaga, dem größten Flughafen in Andalusien.

Unseren Mietwagen hatten wir bei Sunny Cars gebucht. 120 € für 9 Tage inkl. aller Versicherungen, da kann man echt nicht meckern. Die Mietwagen-Preise in Spanien sind einfach immer noch auf einem extrem niedrigen Niveau. Sunny Cars’ Partner in Malaga ist die Autovermietung Marbenjo, die alles zu unserer Zufriedenheit abwickelte. Gebucht hatten wir die günstigste Kategorie. Während in einigen Regionen Upgrades üblich sind, weil es die kleinen Fahrzeugklassen gar nicht gibt und nur aus Wettbewerbsgründen angeboten werden, bekamen wir hier bei Marbenjo tatsächlich ein „Economy“-Fahrzeug. Im Prinzip war dies natürlich in Ordnung, nur bei den vielen Bergstraßen in Andalusien, die wir in den Folgetagen fahren sollten, war unser Fiat Panda dann doch etwas schwach unter der Haube.

Unser Mietwagen für die Andalusien-Rundreise: ein Fiat Panda

Erstes Ziel: das Bergdorf Comares

Für die erste Nacht hatten wir uns eine kleine Pension in La Herradura gebucht, einem kleinem Dorf an der Costa Tropical, ca. 100km östlich von Malaga. Die Fahrt dorthin „versüßten“ wir uns durch einen Abstecher nach Comares, eines der typischen weißen Dörfer, welche uns in den folgenden Tagen in Andalusien noch oft begegnen sollten.

Comares, ein klassisches weißes Dorf in Andalusien

Bereits die Fahrt nach Comares war ein Erlebnis, denn die Straße wand sich durch abwechslungsreiche Landschaft vom Meeresniveau hinauf auf ca. 700 Höhenmeter.

Blick auf Comares, ein klassisches weißes Dorf in Andalusien

In Comares selbst stellten wir dann unseren Mietwagen ab und liefen ein wenig durch das Dorf, welches nahezu ausschließlich aus engen Kopfsteinpflastergassen besteht. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein, wir hatten hier den Eindruck einer perfekten Dorfidylle. Besonders schön empfand ich dabei den Marktplatz von Comares (Foto oben).

Marktplatz von Comares, einem weißen Dorf zwischen Malaga und Motril

Die Altstadt von Comares, einem weißen Dorf in Andalusien

Die Altstadt von Comares, einem weißen Dorf in Andalusien

Die Altstadt von Comares, einem weißen Dorf in Andalusien

Übrigens liegt Comares schon wieder so weit oben, dass auch Fans von Landschafts-Panoramen auf ihre Kosten kommen.

Ausblick von Comares auf die Landschaft Andalusiens

Auch die Weiterfahrt von Comares nach La Herradura war sehr interessant und gab uns ebenfalls einen Vorgeschmack, was uns straßentechnisch die nächsten Tage in Andalusien erwarten sollte.

Die Autobahn von Malaga nach Motril entlang Andalusiens Küste

Der kleine Küstenort La Herradura

La Herradura ist ein kleiner Küstenort an der Costa Tropical, der mit den Felsen und Klippen der Umgebung in eine tolle Landschaftskulisse eingebettet ist. Auch am Strand von Herradura zeigte sich dieses Bild, wenngleich die Qualität des Sandes nicht mit anderen Abschnitten Südspaniens mithalten kann – die Tendenz ging schon sehr stark in Richtung Kiesstrand.

Der Strand von La Herradura an der Costa Tropical

Ansonsten besteht La Herradura aus einer verkehrsberuhigten Küstenstraße mit einigen Restaurants und Geschäften sowie einer sehr kleinen Innenstadt.

Die Promenade von La Herradura an der Costa Tropical

Innenstadt von La Herradura, ebenfals mit vielen weißen Häusern

Nach etwas Suchen und Fragen (Spanischkenntnisse vorteilhaft!) fanden wir dann auch unsere gebuchte Pension La Herradura – ebenfalls mitten im Zentrum und nur 2 Minuten zu Fuß zum Strand. Sie wird von einer sehr netten Einheimischen geführt und ist wirklich zu empfehlen.

Unser Doppelzimmer in der Pension La Herradura

Am Abend wagten wir dann den ersten kleinen Schritt in die Tapas-Kultur Andalusiens – natürlich nicht, ohne vorher noch einen tollen Sonnenuntergang mitzunehmen.

Sonnenuntergang in La Herradura

Tapas essen in Spanien ist ja so eine Sache für sich – ein wenig muss man sich da erst einmal einlesen sowie seine Erfahrungen sammeln. Gleiches galt auch für uns, entsprechend gespannt waren wir auf unseren ersten „Versuch“. Glücklicherweise fanden wir direkt eine gute Bar und bekamen nach der ersten Runde Wein direkt einen leckeren Tapas-Teller – wie es sich für die „offizielle“ Tapas-Tradition gehört, war dieser gratis.

Leckerer Gratis Tapa im kleinen Ort La Herradura im Süden von Andalusien

Mehr zum Tapas essen generell auch in meinem Artikel über Tapas in Andalusien.

Durch die Alpujarras, in die Schinkendörfer und über die Sierra Nevada

Nach entspannter erster Nacht in Andalusien ging es am Morgen für uns auf eine etwas längere Mietwagen-Etappe. 200 Kilometer sind zwar nicht so viel, ziehen sich allerdings auf den kleinen Straßen, die wir wählten, doch mächtig.

Dies war allerdings auch überhaupt nicht schlimm, denn an diesem Tag durchfuhren wir höchst abwechslungsreiche Landschaften sowie Streckenabschnitte der Kategorie „Traumstraße“. Zwei davon, nämlich das Stück von Motril über Velez de Benaudalla nach Lanjaron sowie die Straßen durch die Alpujarras (Lanjaron – Pampaneira – Trevélez – Nárila – Puerto de la Ragua) haben es auch in meine Top 10 der schönsten Straßen in Andalusien geschafft.

Wilde Felsenwelt auf der N323 kurz vor Velez de Benaudalla

Unseren ersten Stop legten wir schließlich am „Embalse de Rules“ ein, einem imposanten Staudamm mit begehbarer Mauer und tollem Panorama.

Der landschaftlich wunderschöne Stausee des Rio Guadalfeo an der N323

Anschließend ging es mit unserem Mietwagen durch die Alpujarras, einer land(wirt)schaftlich sehr attraktiven Region. Auch hier war es ein Hochgenuss, die stets perfekt in Stand gesetzten Straßen zu befahren. Man merkt deutlich, dass es hier in Andalusien keine Winterschäden gibt, sodass wir auf den ganzen 1.400 Kilometern nahezu kein einziges Schlagloch fanden – in Deutschland undenkbar.

Auf der A4132 auf dem Weg ins Schinkendorf Trevelez

Tolle Kulisse zwischen Trevelez und Narila

Unterwegs legten wir dabei auch zwei kurze Pausen in den typisch weißen Dörfern ein. Lanjarón und Trevélez sind dabei zwei besondere Vertreter, denn sie werden auch die Schinkendörfer der Alpujarras genannt. Lanjarón befindet sich unweit der Autobahn und hat nahezu direkten Zugang zur Großstadt Granada – entsprechend touristisch ist das Dorf.

Lanjaron, eines der Schinkendörfer in den Alpujarras in Andalusien

Typischer iberischer Schinken in Lanjaron

Unberührter war da schon das völlig abgeschiedene Trevélez. Allein die Höhe von knapp 1.500 Meter über Normalnull spricht Bände, zudem ist das bnächste Dorf mindestens 10 Kilometer entfernt, die nächste Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern ist erst in rund 100 Kilometern zu finden. Entsprechend ruhig geht es hier zu und aufgrund der Höhenlage bietet sich nicht nur eine entspannte Bergidylle, sondern sollten Urlauber auch schon mal das Jäckchen griffbereit haben.

Trevelez, eines der höchstgelegenen Dörfer in Andalusien

In Trevélez legten wir dann auch ein kleines Mittagspäuschen ein. Wie es sich für ein Schinkendorf gehört, gab es hier als Tapas auch leckeren jamón ibérico.

Tapas und Wein im Schinkendorf Trevelez in den Alpujarras

Nachdem wir an diesem Tag nun bereits 100 Kilometer entlang den südlichen Ausläufern der Sierra Nevada gekreuzt haben, überquerten wir diese schließlich auf ihrem einzigen Pass – den Puerto de la Ragua. Die Fahrt hierher war weiterhin spektakulär, nur auf der Gebirgsüberquerung selbst herrschte irgendwie karge Tristesse. Immerhin – unser kleiner Fiat Panda hatte es auf 2.000 Höhenmeter geschafft, oder sich besser gesagt gequält.

Eine der höchsten Straßen in Andalusien - der Puerto de la Ragua auf 2000 Metern Höhe

Guadix – im Reich der Höhlenwohnungen

Die Abfahrt in Richtung Norden war dann von weiterhin schönen Panoramen und Ausblicken garniert. Da die Straße aber enger und enger wurde, waren Fotostopps fehl am Platze.

Sei es drum, unser Ziel war Guadix, eine ca. 20.000 Einwohner fassende Stadt östlich von Granada. Berühmt ist sie vor allem als Zentrum von Höhlenwohnungen – das sind in den natürlichen Fels geschlagene Wohneinheiten, die vor allem einen riesigen Vorteil haben: sie sind nicht der sengenden Sonne Andalusiens ausgesetzt, die selbst uns im September noch ordentlich durchbruzelte.

Eine klassische Höhlenwohnung in Guadix in Andalusien

Diese Höhlenwohnungen werden in Guadix auch noch sehr häufig von Einheimischen bewohnt, doch einige wenige wurden dennoch für Touristen ausgebaut. So konnten auch wir uns eine Übernachtung im Voraus in den Cuevas Pedro Antonio de Alarcon buchen und schliefen so für eine Nacht in einer dieser Höhlenwohnungen.

Blick zu unserer Höhlenwohnung in Guadix

Unsere Höhlenwohnung in den Cuevas Pedro Antonio de Alarcon in Guadix

Es war definitiv die kälteste Nacht in Andalusien – aber durchaus auch eine sehr angenehme. Dass der Aufenthalt hier etwas ganz Besonderes war, könnt Ihr auch in meiner Hotelbewertung über die Höhlenwohnung nachlesen.

Ansonsten bietet Guadix zwar noch ein kleines hübsches Zentrum, doch gegenüber dem naheliegenden Granada kann es dann definitiv nicht mithalten.

Granada – Studentenstadt und Kulturmetropole

Granada war es dann auch, welches wir von Guadix aus als nächstes ansteuerten. Die rund 60 Kilometer zwischen den beiden Städten waren dann auch mal wieder andalusische Straßenkunst vom Feinsten. Trotz ja eigentlich völlig unromantischer Autobahn zeigte sich erneut ein umfassendes Landschaftspanorama – selbst aus dem Auto heraus.

Eine der schönsten Autobahnen in Andalusien: die A92 zwischen Guadlix und Granada

In Granada benötigten wir dann erst einmal eine geschlagene Stunde, um uns durch Verkehrschaos, fehlende Beschilderung und Einbahnstraßen-Wirrwarr zu unserem Hotel, dem San Anton Hotel, durchzuschlagen. Glücklicherweise hatte ich hier ein zentrumsnahes Hotel mit kostenfreier Tiefgarage gebucht, sodass wir das Auto für die nächsten 24 Stunden im granadischen Untergrund versenkten. Lage und Parkplatz sind übrigens auch die beiden wichtigsten Eigenschaften dieser Unterkunft, die uns schnörkellos einen sehr angenehmen Aufenthalt zum günstigen Preis bescherte. Mehr dazu wie gewohnt in der Hotelbewertung über das San Anton Hotel.

Die Lobby des San Anton Hotel in Granada

Anschließend begaben wir uns mit Stadtplan bewaffnet auf Entdeckungstour durch Granada. Die Stadt versprühte dabei einen modernen, lebendigen Charme – wie es sich für eine Studentenstadt gehört. Auch die Preise hegten dieses Muster, mehr dazu gleich im Abschnitt über die Tapas, die neben der Alhambra Aushängeschild Nr. 1 von Granada sind.

Die historische Innenstadt von Granada

Die historische Innenstadt von Granada

Die historische Innenstadt von Granada

Besuch der Alhambra

Nach dem kleinen Stadtrundgang hatten wir dann allerdings einen Termin – einen ganz wichtigen. Im Vorhinein hatten wir uns Tickets für die Alhambra bestellt, eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in ganz Spanien mit mehreren Millionen Besuchern pro Jahr. Vorabreservierung und damit verbundene Zeitfenster sind nahezu essentiell, da der Andrang einfach zu groß ist. Dank dieser Regulierung bleibt es wenigstens übersichtlich und die Alhambra wird nicht überlaufen.

Die Puerta de la Justicia, südwestlicher Eingang der Alhambra

Die Alhambra ist zweifelsohne ein beeindruckendes Monument vergangener Zeiten, was auch mit dem UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet worden ist. Früher wurde die Alhambra als Verteidigungsanlage, Zitadelle, Waffenschmiede und Fürstenwohnsitz genutzt, ihre Ursprünge gehen bis ins 8. Jahrhundert zurück. Beeindruckend heute sind vor allem die Paläste, die Aussichten auf Granada sowie die kleinen und großen Gärten, vor allem im Bereich der Generalife.

Der Palast von Generalife in der Alhambra von Granada

Blick vom Torre de la Vela auf den Nasridenpalast

Die sehr schönen Gärten der Generalife in der Alhambra von Granada

Unser Besuch dauerte insgesamt rund 3 Stunden. Ganz am Ende besichtigten wir dann noch die Nasridenpaläste, die nur innerhalb eines Zeitfensters von 30 Minuten (der gesamte Alhambra-Besuch lässt ein Zeitfenster von 6 Stunden zu) zu besichtigen sind.

Highlight der Alhambra in Granada: der Nasridenpalast

Gemeinhin werden die Nasridenpaläste als Highlight der Alhambra gewürdigt. Sie sind in der Tat beeindruckend, doch für mich waren die oben gezeigten Gärten und Paläste der Generalife noch imposanter.

Noch mehr zu unserem Besuch, viele Fotos, alle Informationen zu Ticketkauf, Preisen und Zeitfenster sowie alles rund um Nasridenpalast, Generalife & Co. findet Ihr auch in meinem separaten Artikel über die Alhambra.

Das gastronomische Highlight: kostenlose Tapas(-Tour) in Granada

Zum Glück befindet sich die Alhambra direkt im Zentrum von Granada, sodass wir nach unserem Verlassen des Welterbes direkt die nächsten Tapas-Bars ansteuern konnten. Hier wartete kein gewöhnlicher Abend auf uns, sondern gewissermaßen eine Tour durch das Tapas-Mekka Andalusiens. ;-)

Ob es nun mit den 60.000 Studenten in der Stadt oder mit der Historie zu tun hat: Fakt ist, dass es nirgendwo mehr kostenlose Tapas gibt wie in Granada. Egal welche Bar man besucht, zu jedem Getränk bekommt jede Person einen kleinen Teller. Und dabei handelt es sich nicht nur um die üblichen Oliven, sondern um leckere und abwechslungsreiche Portionen wie zum Beispiel einem frittierten Fisch mit Blumenkohl-Tomatensalat.

Leckerer Gratis-Tapa in Granada: gebratener Fisch mit Blumenkohlsalat

In einigen Bars gibt es sogar eine umfangreiche Karte, aus denen man sich zu jedem Getränk einen Tapas-Teller aussuchen kann. So tranken und aßen wir uns gewissermaßen durch den Abend, ohne auch nur einen Euro für das Essen zu zahlen. Achja, der Wein kostete übrigens auch nur 2 € pro Glas – die Tapas wurden also wirklich nicht bereits im Voraus auf die Preise dazu gerechnet.

Gratis-Tapa später am Abend in Granada, Andalusien

Nach ausreichend Wein und Tapas in den verschiedenen Bars ging es dann zu Fuß wieder zurück zu unserem San Anton Hotel. Auf dem Weg dorthin konnte ich endlich wieder einmal meine Vorliebe für beleuchtete Gebäude ausleben. :-)

Tolle abendliche Stimmung in der Innenstadt von Granada

Tolle abendliche Stimmung in der Innenstadt von Granada

Tolle abendliche Stimmung in der Innenstadt von Granada

Zuheros: ein klassisches weißes Dorf

Dies konnten wir auch direkt als den perfekten Abschluss unseres Aufenthalts in Granada gelten lassen. Am nächsten Tag fuhren wir dann per Mietwagen weiter in Richtung Nordwesten und nahmen uns Córdoba als Ziel. Die Fahrt führte vor allem durch endlose Olivenhaine sowie wiederum sehr angenehm zu bewältigenden Straßen.

Die endlosen Olivenhaine von Zuheros

Auf dem Weg nach Córdoba legten wir auch noch kurz einen Stopp in Zuheros ein, einem klassischen weißen Dorf, wie es sie in Andalusien so zahlreich gibt. Dieses hier ist vor allem aufgrund seiner Idylle und des Ausblicks sehenswert.

Die Olivenhaine bei Zuheros zwischen Granada und Cordoba

Mittags herrschte in Zuheros allerdings ziemliche Ruhe – kein Wunder, ist dies doch die Siesta-Time in Spanien. Dennoch waren die engen Gassen, schönen Häuser sowie das Kastell am Ende des Ortes sehr schön anzusehen.

Ein weiteres klassisches weißes Dorf in Andalusien: Zuheros

Ein weiteres klassisches weißes Dorf in Andalusien: Zuheros

Ein weiteres klassisches weißes Dorf in Andalusien: Zuheros

Und, last but not least, fanden wir in Zuheros auch ein leckeres andalusisches Mittagessen. Der gute jamón iberico durfte dabei natürlich wieder nicht fehlen. Buen provecho!

Kleine Mittagsracion in Zuheros: Pfanne mit iberischen Schinken und Wein

Kurz hinter Zuheros befindet sich auch das etwas größere Städtchen Baena. Jenes ist vor allem aufgrund seiner zu besichtigenden Olivenmühle interessant. Leider war diese zum Donnerstagnachmittag geschlossen, sodass uns nur der Anblick von außen blieb.

Die Olivenölfabrik in Baena

Córdoba: Unaufgeregte Stadt am Rio Guadalquivir

Am Abend erreichten wir dann schließlich Córdoba. Nach dem Einchecken in unserem unspektakulären Eurostars Ciudad de Córdoba orientierten wir uns direkt wieder in Richtung Innenstadt. Das Zentrum ist wie schon Granada historisch und bietet zudem eine überaus hohe Anzahl an Kirchen.

Der zentrale Plaza Tendillas in Cordoba

Eine der vielen Kirchen in Cordoba: die Real Iglesia de San Pablo

Ganz konnte Sie jedoch nicht mit dem Flair von Granada oder wie später auch Sevilla mithalten. Immerhin, der Rio Guadalquivir, der die Stadt durchfließt, bringt noch ein wenig Abwechslung in die historische Fassade. Mehr zu unserem Stadtrundgang auch im separaten Reisebericht Córdoba.

Blick über den Rio Guadalquivir auf die Puente Romano

Historisches Dreigespann: Mezquita, Alcázar und Madinat al-Zahra

Im Grunde genommen besucht man Córdoba ja auch nicht aufgrund der Stadt selbst, sondern wegen der drei historisch enorm bedeutenden Sehenswürdigkeiten: die Mezquita-Kathedrale, das Alcázar de los Reyes Cristianos sowie das Madinat al-Zahra.

My Travelworld Tipp
Freitagvormittag ist „Kulturtag“ in Córdoba: bis 10:00 bzw. 10:30 sind der Eintritt in die Mezquita sowie ins Alcázar frei.

 

Die Mezquita ist definitiv das Aushängeschild von Córdoba. Ursprünglich geplant und gebaut als Moschee, wurde Sie im 13. Jahrhundert zur christlichen Kirche umgewidmet. Beeindruckend sind die Gesamtgröße, die vielen Altäre und die hunderten Hufeisenbögen.

Die berühmte Mezquita-Kathedrale in Cordoba

Innenansicht der Mezquita-Kathedrale in Cordoba

Nur zwei Blöcke entfernt befindet sich das Alcázar de los Reyes Cristianos, der Palast der christlichen Könige, datierend aus dem 14. Jahrhundert. Sehenswert sind hier die Aussicht vom Torre de los Leones sowie die direkt hinter dem Palast befindlichen Gärten „Jardines del Alcázar“.

Die erhaltenen Bäder und Innenhöfe im Alcazar de los Reyes Christianos

Wunderschöne Gärten im Alcazar de los Reyes Christianos

Wunderschöne Gärten im Alcazar de los Reyes Christianos

Zu beiden Besuchen finden sich noch weitere Details im Reisebericht Córdoba.

Dritte Attraktion im Bunde war das Madinat al-Zahra, was sich wenige Kilometer westlich der Stadt befindet. Es ist eine Ruinenanlage, die die relativ gut erhaltenen Überreste einer vor rund 1000 Jahren gebauten, aber schon 70 Jähre später wieder verlassenen Stadt zeigen. Der Eintritt ist auch hier kostenlos.

Unser Besuch im Madinal al-Zahra bei Cordoba, Andalusien

Unser Besuch im Madinal al-Zahra bei Cordoba, Andalusien

Schlemmen in Palma del Rio und Entspannen in Carmona

Nach dem Besuch im Madinat al-Zahra nahmen wir nun Sevilla ins Visier. Auf unserem Weg durch das Tal des Rio Guadalquivir legten wir eine Pause in Palma del Rio ein. Eigentlich trieb uns nur der Hunger, doch auch so eine völlig unbekannte Kleinstadt kann Ihre schönen Seiten haben.

Wunderschöne Kleinstadt: Palma del Rio am Rio Guadalquivir

Wunderschöne Kleinstadt: Palma del Rio am Rio Guadalquivir

Anschließend suchten wir uns ein uriges Lokal zum Mittagessen und landeten in einer typischen Bodega im Zentrum der Stadt. Wir orderten 1 ganze Racion sowie 3 Tapas (Erklärungen siehe Tapas-Artikel) – und wurden von der Menge fast erschlagen.

Typisch andalusische Chorizo - eine der klassischen Tapas

Riesenchampignonköpfe und Mini-Pommes - auch das können Tapas sein

Das untere Bild zeigt übrigens eine „Tapa“-Portion von überbackenen Champignon-Köpfen, getränkt in einer Art Sauce Hollandaise und gereicht an Mini-Pommes – und das für 2,50 €! (Wo ist der geschockt wirkende Smiley?)
Verständlich, dass das Abendbrot an jenem Tag etwas kleiner ausfiel …

Nach der Riesenmahlzeit setzten wir unsere Fahrt etwas träge fort und erreichten schon nach knapp 50 Kilometer das romantische Carmona vor den Toren von Sevilla. Das hübsche, fast ausschließlich aus engen Gassen bestehende Innenstädtchen bot sich regelrecht zu einem Spaziergang an, auch wenn dank der Nachmittags-Siesta der Ort ziemlich verlassen wirkte.

Eine Bodega im andalusischen Carmona nahe Sevilla

Kleiner Spaziergang durch die Innenstadt des romantischen Carmona nahe Sevilla

Kleiner Spaziergang durch die Innenstadt des romantischen Carmona nahe Sevilla

Kleiner Spaziergang durch die Innenstadt des romantischen Carmona nahe Sevilla

Sevilla: von modernen Waffeln und historischen Stierkämpfen

Die 30 Kilometer von Carmona nach Sevilla waren dann nicht mehr der Rede wert – ebenso wie der anschließende Abend, den wir ziemlich ruhig verbrachten. Als Hotel suchten wir uns übrigens das ibis budget Sevilla, ein Hotel am Stadtrand mit kostenlosen Parkplätzen, günstigem Preis und kleinen modernen Zimmern.

Viel aufregender war da schon der nächste Tag, den wir komplett mit der Erkundung Sevillas verbrachten – ganz im klassischen Stil zu Fuß.

Eine der vielen Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen in der Innenstadt von Sevilla

Der Palast des andalusischen Königs

Neben belebten Fußgängerzonen und historischen Gebäuden nahmen wir uns zwei Sehenswürdigkeiten im Besonderen vor. Erster Anlaufpunkt war der Metropol Parasol, ein mit sehr moderner Architektur neu gestalteter Platz im Zentrum von Sevilla.

Moderne Architektur - Metropol Parasol, die Waffel von Sevilla

Dieses komisch anmutende Konstrukt auf dem Plaza de la Encarnacion wird aufgrund seiner äußeren Form auch „Waffel von Sevilla“ genannt. Diese lässt sich im übrigen auch von oben besuchen – was gleichzeitig einen tollen Blick über die Stadt bietet.

Ausblick vom Metrosol Parasol auf Sevilla

Ausblick vom Metrosol Parasol auf Sevilla

Als zweites besuchten wir anschließend die Stierkampfarena von Sevilla. Diese befindet sich direkt am Ufer des Rio Guadalquivir und ist eine der wichtigsten in ganz Spanien. Wir nahmen an einer kurzen Führung teil und bekamen so einen Einblick in das Thema Stierkampf.

Außenansicht der Stierkampfarena von Sevilla, der Plaza de los Toros de Real Maestranza

Innenansicht und Sitzbereich der Stierkampfarena von Sevilla

Hauptattraktion in Sevilla ist aber natürlich zweifelsohne die riesige Kathedrale. Sie ist die größte gotische Kirche der Welt und wurde im 15. Jahrhundert mit dem Begleitgedanken „Lasst uns eine so schöne und so große Kirche bauen, dass die, die sie später sehen, denken werden, wir seien verrückt gewesen“ erbaut – Ziel erfüllt, würde ich sagen. Aufgrund des Besucherandrangs sahen wir jedoch von einem Gang ins Innere ab und schauten uns die Kathedrale nur von außen an.

Die riesige Kathedrale von Sevilla, bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt

Mein persönliches Highlight in Sevilla war jedoch der Plaza de la Espana. Der Platz bot einfach eine wahnsinnig beeindruckende Kulisse.

Tolle Atmosphäre und Stimmung am Plaza de Espana

Mehr dazu auch im ausführlichen Reisebericht Sevilla.

Den Abend ließen wir schließlich erst bei einem Cocktail in einer schön gelegenen Bar am Rio Guadalquivir sowie anschließend beim Tapas essen in der Innenstadt ausklingen.

Von Sevilla nach Ronda: Autofahr-Erlebnis pur!

Nach unserem Aufenthalt in Sevilla stand für uns anschließend wie schon am Anfang unserer Rundreise ein Tag hauptsächlich im Mietwagen auf dem Programm. Dies entstand aber eher spontan, da die Landschaft während des Fahrens um uns herum einfach so traumhaft war und wir uns daher noch für einige zusätzliche Abstecher entschieden. Insgesamt fuhren wir statt der rund 125 Kilometer (schnellste Verbindung von Sevilla nach Ronda) fast das Doppelte an Strecke: ca. 230 Kilometer. Unterwegs warteten dabei viele schöne Ansichten auf uns.

Die Traumkulisse begann zunächst in Algodonales. Hier kletterten wir die kleine Passstraße CA9104 nach oben und hatten einen traumhaften Ausblick auf den Stausee von Zahara el-Gastor.

Blick auf den Stausee Embalse de Zahara el-Gastor

Auch der Blick in die andere Richtung war nicht von schlechten Eltern – auf der Bergseite schlängelte sich die Straße am Fels entlang bis hinauf auf den 1157 Meter hohen Puerto de la Palomas.

Die Passstraße CA9104 zum Plato de las Palomas

Die Passstraße CA9104 vom Plato de las Palomas

Auch auf den folgenden Kilometern durch Grazalena und bis nach Ubrique setzte sich die wilde und abwechslungsreiche Felsenwelt fort.

Blick auf Grazalena und die beeindruckende Kulisse

Ein weiteres weißes Dorf in den Bergen der Sierra Ubrique

Tolles Landschaftspanorama in der Sierra Ubrique

Eindrucksvolle Panoramen gab es dann auch wieder in der Nähe von Ronda zu sehen. Gerade die A369 bot dank sogar extra angelegter Aussichtsparkplätze beste Gelegenheit, die Umgebung zu bestaunen.

Ein weiteres weißes Dorf in den Bergen der Sierra Ubrique

Panorama direkt von der Straße aus - wunderschönes Andalusien

Das kleine Dorf Atajate in den Bergen von Andalusien

Kurz vor Ronda machten wir dann noch einmal einen Abstecher und bogen von der direkten Verbindung ab. Erneut ging es durch spektakuläre Landschaft, die nahezu nach jeder Kurve wechselte. Kurz hinter Faraján tauchte schließlich unser kleines Etappenziel auf: das Schlumpfendorf Júzcar.

Das Schlumpfendorf Juzcar in Andalusien

Das kleine 230-Seelen-Dorf in der Serranía de Ronda wurde 2011 für einen Werbespot für den Film „Die Schlümpfe“ ausgewählt und dafür komplett schlumpfenblau angemalt. Nach Beendigung der Dreharbeiten stimmten die Bewohner dafür, diesen Zustand beizubehalten statt wieder zum typisch andalusischen Weiß zurückzukehren. Somit war eine neue Touristenattraktion geboren. Statt um die 400 Besucher wie vorher verirren sich nun bis zu 40.000 Touristen jährlich in das Schlumpfendorf. Und ganz ehrlich – es ist auch irgendwo richtig sehenswert, denn das ist dann doch einmalig, dass selbst die Kirche blau ist und am Straßenrand ein menschengroßer Papa Schlumpf grüßt.

Das Schlumpfendorf Juzcar bei Ronda in Andalusien

Das Schlumpfendorf Juzcar bei Ronda in Andalusien

Wir jedenfalls fanden den Besuch lustig und spannend zugleich. Mehr zu diesem ganz besonderen Dorf in Andalusien auch im Artikel über das Schlumpendorf Júzcar.

My Travelworld Tipp
Das Schlumpfendorf ist so kurios, dass es wirklich einen Abstecher wert ist. Es ist rund 25 Kilometer von Ronda und 120 Kilometer von Malaga entfernt.

 

Ronda – die historische Felsenstadt

Nach dem ausführlichen Autofahr-Tag wartete nun Ronda auf uns. Die Stadt mit immerhin rund 35.000 Einwohnern befindet sich auf einem bis zu 100 Meter emporgehobenen Felsplateau – entsprechend spektakulär ist die Landschaftskulisse. Direkt an unser Hotel Maestranza schmiegte sich mit dem Alameda del Tajo ein kleiner Park, von dessen Terrasse aus sich ein unglaubliches Panorama eröffnete. Auch hier war wieder einmal Kinnlade hoch- und runterklappen angesagt.

Kleiner Park mit spektakulärer Aussicht: der Alameda del Tajo in Ronda

Kleiner Park mit spektakulärer Aussicht: der Alameda del Tajo in Ronda

Ausblick vom Park Alameda del Tajo

Durchzogen wird die Altstadt von Ronda von einer abgrundtiefen Schlucht, die ebenfalls mitten im Zentrum für eine beeindruckende Kulisse sorgt.

Tolle Ausblicke auf die Schlucht von Ronda

Dagegen fällt die historische Bausubstanz von Ronda schon fast ein wenig im Spannungsbogen ab – auch wenn es wirklich schöne Gebäude zu bestaunen gibt.

Die Altstadt von Ronda: hier die Iglesia de la Merced

Die Altstadt von Ronda: hier die Iglesia de Santa Cecilia

Last but not least lässt sich in Ronda auch wunderbar Tapas essen gehen. Die übersichtliche Altstadt ist prädestiniert dafür und lockt mit vielen günstigen Bars.

Eines der zahlreichen Tapas-Menüs in der Altstadt von Ronda

Landschaften pur: Puerto del Viento, El Chorro und El Torcal

Von Ronda aus begaben wir uns dann noch einmal in die atemberaubenden, abwechslungsreichen und stets überraschenden Landschaften von Andalusien. Direkt östlich von Ronda an der A366 befindet sich mit dem Puerto del Viento ein weiterer spektakulärer Gebirgspass, der es in meine Auflistung der schönsten Straßen der Region glatt an Platz 2 geschafft hat.

Toller Ausblick nach der Fahrt von Ronda zum Puerto del Viento

Toller Ausblick nach der Fahrt von Ronda zum Puerto del Viento

Toller Ausblick nach der Fahrt von Ronda zum Puerto del Viento

Zu Recht, oder?

Spannend ging es weiter mit den kleinen verwinkelten Straßen von Ardales nach El Chorro, entlang am Stausee de Gaitanejo und vorbei an immer höher aufragenden Felsen.

Meine persönliche Top 1 bei Andalusiens Straßen: die Gegend um Desfiladero de los Gaitanes

Meine persönliche Top 1 bei Andalusiens Straßen: die Gegend um Desfiladero de los Gaitanes

Meine persönliche Top 1 bei Andalusiens Straßen: die Gegend um Desfiladero de los Gaitanes

Anhand des letzten Fotos hatte ich schon das Thema für meinen nächsten Spanien-Urlaub: eine Bahnreise durch Andalusien. :-)
Gerade durch diese atemberaubenden Felslandschaften muss das mindestens ebenso spektakulär sein.

Unser Ziel war schließlich der Naturpark von El Torcal de Antequera, der wiederum eine andere Kulisse für uns bereithielt: zerklüftete Felsen soweit das Auge reicht.

Der Naturpark El Torcal de Antequera in der Nähe von Malaga

Der Naturpark El Torcal de Antequera in der Nähe von Malaga

Der Naturpark El Torcal de Antequera in der Nähe von Malaga

Hier legten wir im Besucherzentrum einen kurzen Stopp ein und wanderten ein wenig durch die ungewöhnliche Landschaft. Aufgrund der Höhenlage von mehr als 1000 Metern war es fast logisch, dass sich dabei auch Ausblicke auf die zu Fuße liegende Ebene ergaben.

Der Naturpark El Torcal de Antequera in der Nähe von Malaga

Andalusisches Finale: Málaga

Von Naturpark El Torcal war es nun nur noch rund eine halbe Stunde Fahrt bis zum Ausgangs- und zugleich auch Endpunkt unserer Andalusien-Rundreise: Málaga. Für die Stadt, die wir zu Beginn zu Gunsten der weiteren Reiseroute zunächst liegen ließen, hatten wir nun noch einige Stündchen Zeit und schauten uns daher noch ein wenig in der Innenstadt um. Besonders fiel uns hierbei die Promenade und der Park rund um den Hafen auf – auch Paseo Espana genannt.

Der Paseo Espana in Malaga direkt am Hafen

Gemütlicher Park direkt am Hafen von Malaga

Ebenfalls charakteristisch ist die Festung von Málaga, die Alcazaba.

Die Festung von Malaga, die Alcazaba

Ansonsten konnten wir auf die Schnelle nur ein wenig durch das Stadtzentrum von Málaga streifen, was weder richtig historisch, noch sonderlich modern wirkte. Gegenüber den wunderschönen Innenstädten von Granada oder Sevilla machte Málaga eher den Eindruck – ohne dies negativ werten zu wollen, denn zur Abwechslung hatte auch das seinen Reiz – einer klassischen Arbeiterstadt. Mit mehr Zeit lassen sich hier aber sicher noch einige interessante Perspektiven finden.

Eine kleine kuriose Gegebenheit gab es aber dann doch noch. Während ja so viele Großstädte einen mehr oder weniger großen Fluss ihr Eigen nennen können, ist dies zwar in Málaga mit dem Rio Guadalmedina ebenfalls der Fall. Allerdings war der Strom mit durchaus breitem (allerdings betonnierten) Flussbett komplett ausgetrocknet, sodass sich hier die Skateboarder und Inliner austoben konnten.

Der Rio Guadalmedina - im September ein Fluss ohne Wasser

Als Unterkunft in Malaga wählten wir übrigens wie schon in Sevilla die kleine „Intimbox“, sprich das ibis budget der Stadt.

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Kleiner Exkurs ins Pauschalparadies

Am letzten Tag, an dem unser Flieger gegen 16:00 starten sollte, hatten wir dann noch ein wenig Zeit und wagten uns nach unserer komplett individuell durchgeführten Rundreise in das Reich der Pauschalurlauber. Wir fuhren einige Kilometer heraus aus Malaga bis nach Torremolinos, einem der klassischen Urlaubsorte an der Costa del Sol. Wir stellten unser Auto in einem Parkhaus ab und fanden anschließend alles, was das typische Pauschalparadies ausmacht: Bettenburgen, Hotelbunker, Liegestühle soweit das Auge reicht, sonnenverbrannte Touristen und eine klassische Strandpromenade mit allerlei Restaurants und Geschäften.

Pauschalurlaub in Torremolinos an der Costa del Sol - nicht so unsere Welt

Pauschalurlaub in Torremolinos an der Costa del Sol - nicht so unsere Welt

Pauschalurlaub in Torremolinos an der Costa del Sol - nicht so unsere Welt

Zugegeben, die Kulisse war ja schon nicht schlecht. Langer Strand, Berge im Hintergrund, strahlend blauer Himmel – aber meine Welt war das definitiv nicht. Unter den ganzen eingeölten Sonnenanbetern und Liegestuhlschiebern fühlte ich mich dann doch etwas fehl am Platze. Aber gerne natürlich jedem das Seine – hat ja auch sein Gutes, wenn die 10.000 Touristen hier nicht alle auf den Straßen zwischen Ronda und Sevilla rumtouren … ;-)

Sei es drum, ein wenig wollten wir dieses „Spektakel“ dann doch noch anschauen und gönnten uns daher erst einmal an einer der Strandbars ein kleines Getränk. Menschen beobachten ist schon etwas Feines … wobei dieser Zeitgenosse durchaus interessante Kunst vollbrachte.

Pauschalurlaub in Torremolinos an der Costa del Sol - nicht so unsere Welt

Verlängerung: Melilla und Nador

Nach dem kleinen Abstecher ins Pauschalterritorium beendeten wir dieses Kapitel schnell wieder, schließlich wartete in der Zwischenzeit nun auch unser Flug mit Air Nostrum auf uns. Statt zurück nach Deutschland flogen wir allerdings nach Nordafrika – und das als innerspanischer Flug. Grund war die attraktive Kombination mit der spanischen Enklave Melilla, die eingekesselt von Marokko auf afrikanischem Territorium liegt. Schließlich konnte ich mich nach dem „Klassiker“ Andalusien nicht ganz ohne ein bisschen exotisches Reisen zufrieden geben.

Die wunderschöne Altstadt von Melilla, die Medina Sidonia

Eindrücke aus den spanischen Enklave in Marokko - Melilla

Von Melilla aus überquerten wir dann zu Fuß die Grenze nach Marokko – was sich letztendlich als ein kleines Abenteuer herausstellte.

Der Grenzübergang zwischen Spanien und Marokko, zwischen Melilla und Beni Ansar

Von eben jener Grenze war es dann nicht mehr weit bis in die marokkanische Hafenstadt Nador. Hier im touristisch überhaupt noch nicht erschlossenen Gebiet schauten wir uns ein wenig um und verbrachten schließlich die letzte Nacht der kompletten Reise. Länger hätte ich in Nador auch nicht unbedingt bleiben müssen.

Vielleicht eine der schönsten Ecken der Stadt: die Promenade von Nador

Wie in jeder Stadt in Marokko: eine Straße mit den Namen Mohammed

Zurück ging es dann mit Vueling via Barcelona nach Deutschland. Mehr zu den beiden exotischen Zielen und auch zum Grenzübergang zu Fuß findet Ihr auch im Reisebericht Melilla und im Reisebericht Nador.

Fazit

Das war es dann aber tatsächlich. Mit dem Umstieg in Barcelona war das Kapitel Spanien für 2013 erledigt. Hinter uns lag eine teils spektakuläre Rundreise durch Andalusien. Die schönen und historischen Städte wie Granada oder Sevilla hatte ich ja erwartet, doch besonders überrascht war ich von den immer wieder wechselnden, allerdings stets atemberaubenden Landschaftskulissen. Dies war definitiv eines der Highlights, wie oben an den Bildern und Beschreibungen unserer 10 schönsten Straßen in Andalusien zu sehen ist. Ebenfalls stark gepunktet hat das nahezu allabendliche Tapas essen, zumal dies deutlich günstiger und authentischer ist als in Tapas-Bars in Deutschland oder anderswo. Neben all diesen einzelnen Highlights ist ein nahezu unschlagbarer Vorteil Andalusiens die Kombination aus all dem, was es so abwechslungsreich macht und somit für fast jeden Individualreisenden geeignet ist. Egal ob historische Städte, bedeutende kulturelle Sehenswürdigkeiten, kulinarische Spezialitäten, kilometerlange Strände, ganzjährig gutes Wetter oder faszinierende Landschaften – Andalusien hat einfach alles, was das Urlauberherz begehrt!

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About Chris

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich mehr als 60 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Seit Juli 2015 wohne ich nun - die Karibik hat es mir sehr angetan - in der Dominikanischen Republik und werde neben der Arbeit das Land abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkunden. Für Fragen und Feedback freue ich mich über jeden Kommentar. Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite. Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen: 1. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben >>> 2. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat >>> 3. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps


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