Reisebericht Turks & Caicos – Ultra-türkisblaues Inselparadies im Hochpreis-Segment

Wer sich die Turks & Caicos-Inseln aus der Vogelperspektive anschaut, kann die warmen Gedanken direkt greifen. Nahezu die komplette Inselgruppe ist von einem Riff umgeben, sodass das zwischen Inseln und Riff gelegene Wasser durchgängig türkisblau schimmert – ein wirklich paradiesischer Anblick aus allen Perspektiven. Wer also makellose Strände, einsame Inseln und hochwertige Hotels sucht und dabei das nötige Kleingeld hat, ist auf den Turks & Caicos-Inseln genau richtig, denn ein günstiges Karibik-Vergnügen findet man hier definitiv nicht.

Reisezeitraum: Januar 2020 / 3 Tage
Geschrieben: Februar 2020
Veröffentlicht: September 2020

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Reiseplanung & Reisebudget Turks & Caicos

Wer auf die Turks & Caicos Inseln reisen möchte, sollte sich vorher ein paar Gedanken machen, wie er den Urlaub gestalten möchte. Denn wer aufgrund von zum Teil sehr günstigen Flügen (ab Deutschland bereits ab 500 € im Rahmen von speziellen Promotionen) nur mal schnell 2 Wochen Karibik-Urlaub machen will, könnte dies im wahrsten Sinne des Wortes teuer bezahlen. Die Turks & Caicos Inseln gehören zusammen mit den Kaiman-Inseln zum teuersten, was die Karibik zu bieten hat – wohl noch vor den Bahamas, die ich selbst bisher nur als Kind besucht habe sowie deutlich teurer als andere auch nicht ganz günstige Inseln wie Martinique, St. Maarten oder Barbados.

Aus diesem Grund solltet Ihr für die Turks & Caicos-Inseln zunächst Euer Budget prüfen – realistisch gesehen müsst Ihr für eine Übernachtung mindestens um die 200 USD einplanen (mit AirBnB (~) geht es auch etwas günstiger), für Mahlzeiten in Restaurants um die 25 USD und für einen Mietwagen, solltet Ihr einen benötigen, bis zu 100 USD pro Tag. Ihr seht also schon, dass ein Besuch auf Turks & Caicos durchaus ins Geld gehen kann. Schaut mal hier in der folgenden Übersicht, ob etwas für Euer Budget dabei ist.

Wenn Ihr Euch über die Finanzen im Klaren seid, könnt Ihr mit der tatsächlichen Reiseplanung starten. Rein von den Sehenswürdigkeiten her braucht es sicher keine 2 Wochen, denn die Haupt-Attraktionen sind definitiv die Strände und die Inseln an sich, wie Ihr weiter unten seht. Die empfohlene Dauer für eine Reise auf die Turks & Caicos-Inseln hängt also tatsächlich von Eurer Zeit ab, die Ihr gemütlich am Strand verbringen wollt und wie intensiv Ihr die anderen Eilande erkunden wollt.

Anreise & Fortbewegung auf den Turks & Caicos-Inseln

Der Großteil des überschaubaren Lebens sowie der touristischen Geschehnisse findet in Providenciales statt, der Haupt-Insel von Turks & Caicos, wo sich zugleich auch der einzige internationale Flughafen befindet. Hier werdet Ihr also auf jeden Fall ankommen, wobei die Mehrzahl der Verbindungen aus Kanada und den USA erfolgt. Besonders von der Ostküste gibt es zahlreiche Flüge, vor allem aus Toronto, New York und Miami, sodass Euch auch Flüge ab Deutschland in der Regel über diese Drehkreuze führen werden.

Blick auf Providenciales beim Anflug auf die Turks- und Caicos-Inseln

Blick auf Providenciales beim Anflug auf die Turks- und Caicos-Inseln

Die Fortbewegung von Insel zu Insel ist auf Turks & Caicos nicht allzu schwierig, denn die Auswahl ist eher gering, aber beständig. Nach North Caicos kommt Ihr mit der täglich mehrmals verkehrenden Fähre, Middle Caicos erreicht Ihr mit dem Auto von North Caicos aus. South Caicos ist zweimal wöchentlich per Fähre erreichbar, viel einfacher jedoch mit den täglichen (und bezahlbaren) Flügen mit Caicos Express Airways und Intercaribbean Airways. Grand Turk, wo sich auch die Hauptstadt der Turks- und Caicos-Inseln, Cockburn Town (nicht zu verwechseln mit Cockburn Harbour auf South Caicos), befindet, ist ebenfalls mehrmals täglich mit den Propellerflugzeugen der beiden Airlines erreichbar.

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Die Fortbewegung auf den Inseln selbst ist ebenfalls schnell erklärt. Für die meisten (Entspannungs-)Urlauber dürfte wohl das Taxi Mittel der Wahl sein, denn die Entfernungen sind auf den Inseln nicht allzu weit – allerdings weiter, als man es bei solch kleinen Inseln wie Turks & Caicos vermuten mag. So sind es zum Beispiel auf der Hauptinsel Providenciales vom Flughafen bis zum Fährhafen rund 15 Kilometer.
Alternativ zum Taxi könnt Ihr Euch auch einen Mietwagen buchen – diese sind allerdings auf den Turks & Caicos-Inseln sportlich teuer. Bis zu 100 USD pro Tag müsst Ihr hier einplanen und damit mindestens zwei- bis dreimal so viel wie auf anderen karibischen Inseln – vergleicht am besten hier bei Check24 die Preise (~).

Wollt Ihr möglichst günstig unterwegs sein, gibt es zumindest auf der Hauptinsel Providenciales auch die so genannten Jeetneys – normale PKWs, die Euch anhupen und im Sinne von Sammeltaxis für 2 bis 5 USD mitnehmen. Nicht sehr organisiert, aber zumindest eine Möglichkeit, günstig von A nach B zu kommen.
Alternativ könnt Ihr Euch auch hier einen Flughafen-Transfer vorbuchen (~) – sowohl privat als auch geteilt. Dies wäre der beste Kompromiss, wenn Ihr Euch nicht auf den unregelmäßigen öffentlichen Nahverkehr verlassen wollt, aber auch kein teures Taxi nehmen möchtet.

Die Hauptinsel Providenciales

Für welche Fortbewegungsform Ihr Euch auch entscheidet, Providenciales wird höchstwahrscheinlich Eure erste Insel sein, es sei denn, Ihr setzt Euch gleich auf eine der abgelegenen Nachbarinseln ab.
Hier auf Providenciales bekommt Ihr alles, was Ihr von einer gehobenen Karibik-Insel erwarten könnt: große Supermärkte mit nahezu komplett importierten Waren, Hotel- und Apartmentkomplexe, die notwendige Infrastruktur in allen Bereichen sowie hübsche Villen der zugereisten Amerikaner und Europäer.

Traumhafte Idylle auf Providenciales

Entsprechend konnte ich mich hier für meine wenigen Tage auf den Turks- und Caicos-Inseln recht gut eindecken, wobei das Lebensmittelpreisniveau rund 3-mal so hoch ist wie in Deutschland, doppelt so hoch wie in der Dominikanischen Republik oder rund 1.5x so hoch wie auf Grenada. Das war allemal fast noch ein bisschen weniger, als ich es von einer der teuersten Inseln der Karibik erwartet hätte.

Auf Providenciales lohnt es sich dann auch, ein wenig die Insel zu erkunden, auch wenn es außerhalb der Küstenlinie im Prinzip keine Sehenswürdigkeiten gibt – die Insel ist so gut wie eben und besteht überwiegend aus einem relativ unfruchtbaren Salz- und Sandboden, der auch die komplette Szenerie recht trocken erscheinen lässt.

Dies wirkt alles gar nicht so sonderlich attraktiv, aber sobald man schließlich irgendwo in Strandnähe ist, wird schnell klar, warum die Turks- und Caicos-Inseln solch ein Paradies-Image haben – oder was meint Ihr beim Anblick des folgenden Fotos?

Der Emerald Beach am Nordende der Hauptinsel Providenciales mit Blick auf Little Water Cay

Hierbei handelt es sich um den Emerald Beach, den nordöstlichsten Strand von Providenciales, mit einem tollen Blick auf Little Water Cay, welches ein Naturreservat ist und als geführter Ausflug besucht werden kann. Je nach Sichtweise kann man es auch noch als Teil und Verlängerung der Grace Bay ansehen.

Der Emerald Beach am Nordende der Hauptinsel Providenciales mit Blick auf Little Water Cay

Im weiteren Verlauf konnte ich mit der Marina rund um das Blue Heavens Resort einen weiteren wirklich paradiesischen Ort auf Providenciales finden. Die Wasserfarben hier auf den Turks & Caicos-Inseln sind einfach absolut surreal und die zugehörigen Strandkulissen ebenso.

Das Blue Havens Hotel auf den Turks- und Caicosinseln

Grace Bay – Aushängeschild der Turks & Caicos Inseln

Den bekanntesten Strand und die größte Sehenswürdigkeit von Turks & Caicos habe ich aber bisher noch gar nicht erwähnt: die Grace Bay. Die meisten der großen Hotels befinden sich hier, viele Entfernungsangaben beziehen sich mit Referenz auf die Grace Bay und auch ein Großteil der touristischen Infrastruktur (Unterkünfte, Restaurants & Co.) sind hier zu finden. Das Allerwichtigste aber: mit der Grace Bay handelt es sich um einen der längsten und schönsten Strände der Turks & Caicos-Inseln, wobei schön bei dieser nahezu unendlichen Auswahl an Traumstränden natürlich relativ ist,

Die Grace Bay, der wohl bekannteste Strand auf den Turks- und Caicosinseln

Zumindest im großen Vergleich mit anderen Top-Stränden der Karibik kann der Grace Bay Beach absolut etwas und hat nicht zu Unrecht einen solch großen Namen. Über die Wasserfarbe und -qualität dieses Strands muss ich denke ich nichts erwähnen, dank des nahezu die komplette Inselgruppe umlagernden Riffs ist das Meer auch extrem ruhig und bestens zum Schwimmen geeignet. Auch die Sandqualität ist perfekt und wer lange Strandspaziergänge machen möchte, ist hier genau richtig. Nicht nur die Grace Bay an sich ist schon mehrere Kilometer lang, auch die unmittelbar angrenzenden Strände können mit verknüpft werden, sodass sich hier Strandspaziergänge über dutzende Kilometer realisieren lassen.

Die Grace Bay, der wohl bekannteste Strand auf den Turks- und Caicosinseln

Während es an der Grace Bay definitiv ausreichend Hotelanlagen gibt, wäre der einzige Kritikpunkt, dass eine nette Bar- und Restaurant-Szene fehlt – zumindest sind mir richtig urige Beach Bars eher nicht aufgefallen, was sicher aber auch eine Folge der Hochglanz-Ausrichtung der Turks- und Caicos-Inseln ist. So eine zusammen gezimmerte Reggae-Bar würde inmitten von Luxus-Condos schon etwas komisch anmuten.

Das Mini-Eiland South Caicos

Wer dann doch noch etwas Anderes als Hochglanz-Resorts und Bilderbuch-Strände sehen möchte, kann einen Abstecher nach South Caicos unternehmen. Dieses kleine rund 20km² große Inselchen bietet einen überraschenden Kontrast zu Providenciales. Gerade einmal ein einziges (vor allem bei Tauchern beliebtes) Resort gibt es auf South Caicos und statt Kommerz und Luxus-Condos herrschen hier recht einfache Verhältnisse, denn die Einkommenschancen sind im Vergleich zu Providenciales ungleich kleiner, das Leben aber sogar noch teurer.

Die kleine Inseln South Caicos im Osten der Turks- und Caicosinseln

Hinzu kommt, das South Caicos vor einigen Jahren schwer von den Hurrikans Irma und Maria in Mitleidenschaft gezogen wurde und noch heute viele Zeugnisse davon zu sehen sind. Während in Providenciales der Großteil wiederaufgebaut wurde, sind hier auf South Caicos nahezu an jeder Ecke Zeugnisse der verheerenden Zerstörungen zu sehen.

Die kleine Inseln South Caicos im Osten der Turks- und Caicosinseln

Immerhin, einen schönen Sonnenuntergang konnte ich auf South Caicos mitnehmen – viel mehr Zeit war aufgrund meines kurzen Abstechers auch kaum.

Die kleine Inseln South Caicos im Osten der Turks- und Caicosinseln

Wer mehr machen möchte, sollte sich auf South Caicos vor allem Schnorchel- und Tauchausflüge anschauen, denn die Unterwasserwelt soll hier noch besonders intakt und unberührt sein. Kein Wunder, bei dem nahezu nicht vorhandenen Angebot an Unterkünften sowie der sehr beschwerlichen Anreise.

Genau die Anreise macht einen Abstecher nach South Caicos (oder alternativ auch Grand Turk) aber so besonders, denn somit habt Ihr die Chance, die Turks- und Caicos-Inseln aus der Luft zu betrachten. Gerade aufgrund des die komplette Inselgruppe umgebenden Riffs sind die Ausblicke auf das türkisblaue Wasser, unbewohnte Inselchen und Korallenriffe kurz unterhalb des Meeresspiegels besonders abwechslungsreich.

Flug mit Intercaribbean Airways von Providenciales nach South Caicos

Die anderen Inseln – North Caicos, Middle Caicos, East Caicos, Grand Turk

Doch auch die anderen Inseln sind einen Besuch wert und für einen klassischen Badeurlaub definitiv geeigneter als South Caicos, welches zwar interessant war, aber im imaginären Paradies-Ranking der Turks- und Caicos-Inseln doch deutlich abfiel.

Zwar habe ich die anderen Inseln nicht persönlich kennengelernt, doch als ich sie mit dem kleinen Inselflieger von Intercaribbean Airways überflog, reifte schon ein wenig der Gedanke, dass man diese Inseln nochmals besuchen müsste. Gerade weil die Insel- und Unterwasserwelt von Turks & Caicos noch so intakt ist und die Inseln eher beschwerlich zu erreichen sind, dürfte hier noch der eine oder andere Karibik-Traum versteckt liegen. Ein Traum wäre, die Insel mit Zelt und Kajak zu erkunden, da dies hier sportlich aufgrund des extrem ruhigen Meeres eher einfach möglich sein sollte, wenngleich es logistisch ungleich schwerer zu organisieren ist.

Ausflüge nach North Caicos und Middle Caicos sind per Fähre möglich

Natürlich lassen sich die anderen Inseln auch klassisch per Fähre und Flugzeug erreichen. Besonders Middle und North Caicos mit der täglich mehrmals verkehrenden Fähre sowie Grand Turk mit den täglich mehrmals verkehrenden Flügen sind problemlos zu besuchen. Auf Grand Turk befindet sich auch die Hauptstadt von Turks & Caicos, Cockburn Town.

Fazit

Für diese Reise auf die Turks- und Caicos-Inseln taten es aber erst einmal auch die Inseln Providenciales und South Caicos, die beide sehr unterschiedliche Bilder zeigten. Im Prinzip überraschte mich South Caicos mit seinen einfachen Verhältnissen und von einem Hurrikan zerstörten Häusern besonders, da ich dies absolut nicht erwartet hätte. Auf Providenciales hingegen fand ich überwiegend das, wie ich mir Turks & Caicos auch vorgestellt hatte: türkisblaues Wasser, Traumstrände, Luxus-Condos und ein hohes Preisniveau, was sich aber mit etwas Kreativität noch im ertragbaren Rahmen gestalten ließ. Allerdings fehlte mir hier ein wenig das typische Karibik-Leben, sodass sich hier zwar tolle Fotos machen lassen, man die urige Karibik der Einheimischen aber auf anderen Inseln suchen muss, da sich auf Turks & Caicos doch arg viel auf den Tourismus beschränkt. Von daher waren die Turks- und Caicos-Inseln ein interessanter Abstecher, um diesen für mich noch weißen Fleck in der Karibik kennenzulernen, außerhalb der absolut paradiesischen Strände hielten sich die Highlights aber in Grenzen. Vielleicht würde sich dies mit einer neuerlichen Reise auf die anderen von mir noch nicht besuchten Inseln ändern … ;-)

Chris (My Travelworld)

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich um die 70 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Von 2015 bis 2019 habe ich in der Dominikanischen Republik gewohnt - die Karibik hat es mir sehr angetan - und habe das Land ausgiebig abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkundet. Seit einigen Monaten bin ich nun als Digitaler (Halb-)Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei sich meine Home Base weiterhin in der "DomRep" befindet. Für Fragen und Feedback freue ich mich über Eure Kontakt-Aufnahme - am besten per Kommentar unter den jeweiligen Artikel, da es hier auch gleich anderen hilft.
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