Reisebericht Lanzarote – die Vulkaninsel der Kanaren ganz individuell

Die Kanarischen Inseln sind eine wunderbare Gelegenheit, auch im Winter etwas Wärme und vor allem viel Sonne zu tanken. Aus diesem Grund führte mich meine Reise im Januar auf die spannende Insel Lanzarote, die vor allem für ihre vulkanische Landschaft bekannt ist. Es war tatsächlich meine erste Reise auf die Kanaren, weswegen ich offen und gespannt die Reise antrat. Dank Mietwagen konnte ich Lanzarote ganz individuell erkunden und war definitiv sehr angetan, vor allem von der ungewöhnlichen Schönheit der Insel, die eine ganz eigene Faszination versprühte. Was ich auf Lanzarote erlebte, welche Sehenswürdigkeiten Ihr unbedingt besuchen müsst und warum ich trotz der interessanten Entdeckungen nicht auf der Insel leben möchte, erfahrt Ihr in diesem Reisebericht. Ebenso lest Ihr, wie Ihr am besten und einfachsten eine Reise nach Lanzarote planen könnt.

Reisezeitraum: Januar 2020 / 10 Tage
Geschrieben: Juni 2020
Veröffentlicht: Juli 2020

>> Zum Bericht über die kleine Schwesterinsel von Lanzarote, La Graciosa
>> Zu den 14 Top-Highlights auf Lanzarote – und 11 Sehenswürdigkeiten, die Ihr nicht besuchen müsst

Anreise nach Lanzarote: bequem in der Premium Economy

Bei der Planung meiner Reise nach Lanzarote entdeckte ich auf der Mittelstrecke zum ersten Mal die Vorteile der Premium Economy Class. Während ich auf der Langstrecke, vor allem auf meinen Flügen in die Dominikanische Republik, schon oft in der Premium Economy Class verschiedenster Airlines unterwegs war (u.a. Condor, Eurowings, Tuifly Belgium), hatte ich dies auf den kürzeren Strecken bisher nie in Betracht gezogen. Ein Angebot von gerade einmal 30 Euro pro Strecke mehr im Vergleich zur Economy Class ließ mich dann aber doch zuschlagen und die Vorteile genießen. Und ich muss sagen, ich war begeistert: Sitzplatzreservierung, Gepäck, Essen, Getränke, freier Nebensitz, deutlich höhere Meilenausbeute und noch einiges mehr – die Services konnten sich sehen lassen.

Warum erwähne ich das hier? Weil es vor allem bei den Kanaren einen großen Unterschied macht. Während es mir bei einem zweistündigen Flug nach Mallorca nicht allzu wichtig ist, wie und wo ich sitze, ist es bei bis zu 5 Stunden nach Lanzarote oder den anderen Kanarischen Inseln schon sehr angenehm, ein wenig mehr Platz zu haben. Natürlich kommt es auch immer auf den Preisunterschied und die persönlichen Bedürfnisse an, mehr als 50-60 Euro Aufpreis würde ich wahrscheinlich nicht ausgeben.

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Mittlerweile hat Condor die Premium Economy Class auf der Mittelstrecke in eine Business Class umgewandelt – zumindest vom Namen her. Es bleibt weiter bei den oben genannten Vorteilen inkl. einem freiem Mittelsitz, dazu kommt noch Lounge-Zugang sowie zusätzliches Freigepäck. Aufgrund dieser Unterschiede wird es kaum noch Angebote für nur 30 Euro Aufpreis geben, aber gerade mit dem Lounge-Zugang wäre alles zwischen 40 und 80 Euro Aufpreis ein sehr fairer Deal, vor allem bei Strecken über 4 Stunden. Vergleicht einfach die Preise bei Condor (~), wenn Ihr Euren Flug nach Lanzarote bucht.

Flüge nach Lanzarote gibt es von insgesamt 10 deutschen Flughäfen (derzeit Berlin–Schönefeld, Berlin-Tegel, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig/Halle, München, Nürnberg und Stuttgart), ebenso wie von Basel, Zürich und Wien. Auch viele grenznahe Flughäfen bieten Direktflüge nach Lanzarote an, so zum Beispiel Amsterdam, Eindhoven, Groningen, Brüssel, Charleroi, Luxemburg, Paris, Straßburg und Prag.

Hier könnt Ihr die günstigsten Flugpreise vergleichen.

Fortbewegung auf Lanzarote: Mietwagen ist ein Muss

Habt Ihr Eure Flüge gebucht, geht es an die Reiseplanung auf Lanzarote selbst. Da ich es vor Ort eher ruhig angehen lassen wollte, hatte ich eigentlich nicht unbedingt vor, einen Mietwagen zu buchen, wurde aber dann durch die sehr günstigen Preise doch dazu „genötigt“. 😉 Bei 10 Euro pro Tag inkl. kompletter Versicherung und Null-Selbstbehalt fällt es schwer, nein zu sagen. Und es hat sich am Ende auch definitiv gelohnt, wie ihr weiter unten seht.

Mein Road-Trip auf Lanzarote mit dem Mietwagen

Im übrigens sind die Straßen auf Lanzarote auch top ausgebaut und sehr entspannt zu fahren, sodass Ihr Euch hier keine Gedanken machen müsst. Die besten Mietwagen-Preise, ebenfalls mit allen Versicherungen, könnt Ihr hier vergleichen.

Wollt ihr dennoch auf einen Mietwagen verzichten, gibt es auf Lanzarote ein relativ gut ausgebautes Busnetz. Mit diesem könnt Ihr nahezu alle Ecken der Insel erkunden, habt aber natürlich nicht die Flexibilität eines Mietwagens.
Natürlich gibt es auch genug Shutte- und Transfer-Möglichkeiten. Für Euren Weg vom Flughafen zur Unterkunft könnt Ihr beim sehr renommierten Anbieter Urlaubstransfers schauen.

Unterkünfte auf Lanzarote: verschiedenste Optionen

Bei der Suche nach Eurer Unterkunft habt Ihr auf Lanzarote verschiedenste Möglichkeiten, wobei es zum Glück auf der Insel nicht allzu große Hotelbunker gibt. Dennoch haben die großen Veranstalter natürlich einiges im Programm und auch viele der bekannten Hotelmarken wie Riu, Melía oder Robinson sind auf Lanzarote vertreten. Die meisten dieser Hotels gibt es in den drei Haupt-Touristenzentren Playa Blanca, Puerto del Carmen und Costa Teguise.

Seid Ihr aber eher auf Individualreise in Lanzarote und bevorzugt kleinere, persönliche Unterkünfte, steht Euch im Prinzip die ganze Insel offen. Um verschiedene Ecken kennenzulernen, buchte ich mir 5 Nächte in Punta Mujeres an der Ostküste und 5 Nächte in La Santa an der Westküste, wobei es nicht zwingend notwendig ist, den Aufenthalt aufzuteilen, da Lanzarote nicht allzu groß ist. Vor allem mit dem Mietwagen seid Ihr innerhalb von 1 Stunde von Nord nach Süd oder von West nach Ost gefahren.

Das La Santa Hostel im gleichnamigen Ort an der Westküste von Lanzarote

Neben den drei genannten Haupturlaubsorten, wo sich viele der größeren Hotels tummeln, konnte ich auf meiner Tour durch Lanzarote nicht DEN Ort schlechthin ausmachen, der für Individualurlauber am besten geeignet wäre. Während sich Punta Mujeres außer durch Ruhe (wie nahezu überall auf Lanzarote) durch nichts Besonderes auszeichnete, war La Santa ein kleiner netter Ort mit Sonnenuntergangsgarantie. Aufgrund des Strandes würde ich an der Westküste aber dann eher Famara wählen. El Golfo könnte für alle Romantiker interessant sein, die abends in den zahlreichen Restaurants frischen Fisch essen möchten. Am interessantesten für Freunde der Gastronomie empfand ich allerdings Teguise, da es hier wirklich sehr viele nette kleine und charmante Lokale gibt. Allerdings fehlt dort das Meer, was auf so einer verhältnismäßig kleinen Insel ein No-Go für mich wäre. Aus diesem Grund würde ich Euch bei der Unterkunftsbuchung empfehlen, relativ ortsunabhängig zu suchen und dann jenes zu buchen, welches Euch am meisten zusagt. Egal wo sich diese Unterkunft dann befindet, Ihr seid relativ schnell an nahezu jedem Ort der Insel.

Eine Liste an empfehlenswerten Unterkünften -vor allem für Individualreisende – in Lanzarote findet Ihr hier (~).
Sucht Ihr eher ein typisches Badehotel im Rahmen einer Pauschalreise, findet Ihr hier empfehlenswerte Angebote (~).
Schaut dies bezüglich auch hier auf meiner Übersichtsseite mit Tipps vorbei, wie Ihr die besten Hotels bucht und dabei noch Gutscheine abstaubt.

Road-Trip auf Lanzarote: die spektakulärsten Straßen

Wahrscheinlich werdet Ihr ohnehin relativ viel mit Eurem Mietwagen auf Lanzarote unterwegs sein, denn etwas, was mich an der Insel am meisten begeistert hat, waren die wahnsinnig spannenden Straßen. Somit wäre die Lage der Unterkunft gar nicht so vorrangig.
Auch wenn Lanzarote rein von der Beschaffenheit gar nicht außergewöhnlich spannend ist (viel Trockenheit und Vulkangestein, sodass theoretisch wenig Abwechslung vorhanden ist), zaubert der Straßenverlauf, die Aussichten und die besondere Faszination dieser überwiegend kargen Vulkanlandschaft immer wieder spektakuläre Kulissen hervor.

Der Timanfaya Nationalpark, eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote

Während meines Road-Trips über die Insel sah ich daher viele außergewöhnliche Kompositionen direkt von der Straße aus, wo oft auch die Straße selbst das Highlight war. Zum Teil hätte ich den ganzen Tag einfach nur diese Kulisse bestaunen können.

Die schönsten Straßen auf Lanzarote waren für mich die folgenden:
– die Serpentinen von Haría nach Teguisé auf der LZ-10 (mehr Infos hier)
– die Straße durch die beeindruckende Vulkanlandschaft des Timanfaya-Nationalpark (LZ-67) (mehr Infos hier)
– die Straße von Punta Mujeres nach Órzola (LZ-1) (mehr Infos hier)
– die Schotterpiste von Teguise nach Caleta de Famara oberhalb der LZ-402 (ohne Markierung)
– die Straße von Playa Blanca nach Maciot (LZ-702)
– die westlichste der Straßen hinunter vom Mirador del Rio (LZ-202)

Die Serpentinen von Haria am Valle del Malpaso

Wie Ihr seht, ein Mietwagen auf Lanzarote lohnt sich wirklich.
Einige der genannten Straßen habe ich auch in meinem Überblick über die spektakulärsten Sehenswürdigkeiten von Lanzarote näher beschrieben.

Die beeindruckende Straße unterhalb des Mirador del Rio

Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote: meine Top-Highlights

Neben diesen fantastischen und landschaftlich beeindruckenden Straßen erkundete ich auf Lanzarote noch jede Menge weitere Sehenswürdigkeiten – davon einige eher unspektakulär, andere wiederum traumhaft schön.

Mein Highlight auf Lanzarote selbst war der Timanfaya-Nationalpark, der es sogar gleich dreimal in die Liste meiner Top-Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote geschafft hat – der Park an sich, die Straße durch den Nationalpark sowie das separate Besucherzentrum.
Spektakulär war hier vor allem die unglaublich ausgedehnte, schroffe und schwarze Vulkanlandschaft. Auch wenn die Tour durch den geschützten Teil des Parks zwangsweise per Bus erfolgen musste, waren die Ausblicke dennoch beeindruckend. Das Besucherzentrum bot spannende Einblicke in die Geschichte Lanzarotes sowie in die (vulkanische) Entstehung der kompletten Kanarischen Inseln. Und die Straße durch den Timanfaya Nationalpark war so spektakulär, dass ich sie jedes Mal mit Vergnügen entlang fuhr und am liebsten aller 500 Meter für ein Foto angehalten hätte.

Der Timanfaya Nationalpark, eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote

Die beeindruckende Vulkanlandschaft im Timanfaya Nationalpark

Die beeindruckende Vulkanlandschaft im Timanfaya Nationalpark

In Bezug auf die Strände konnte mich die Costa de Papagayo im Süden von Lanzarote beeindrucken. Der Weg hierher führt über eine 5 Kilometer lange Schotterpiste. Am Ende dieser warten gleich 3 Strände auf Euch, die von hohen Felsen und steilen Klippen umgeben sind – eine beeindruckende Szenerie. Und obwohl sich die Costa de Papagayo so nah am touristischen Zentrum Playa Blanca befindet, gibt es an den 3 Stränden gerade einmal ein kleines Restaurant, was die Ursprünglichkeit und Authentizität der Umgebung wahrt und unterstreicht.

Die beeindruckende Costa de Papagayo mit ihren 3 Stränden

Neben diesen überwiegend frei zugänglichen Natur-Attraktionen, gibt es auf Lanzarote eine Menge Sehenswürdigkeiten, die touristisch sehr erschlossen bzw. kulturell interessant sind. Hierzu gehören unter anderem die Cueva de los Verdes, Jameos del Agua, der Jardín de Cáctus, der Mirador del Río, das Castillo de San José und La Casa Amarilla. Rein vom Erlebnis- oder Abenteuer-Faktor sind die meisten dieser Vertreter nicht wirklich spektakulär, aber besonders sind sie zum Teil schon. So besuchte ich mit der Cueva de las Verdes einen unterirdischen Lavatunnel, der zu einem der größten Lavahöhlen-Systeme in Europa gehört. Auch wenn die Tour an sich jetzt nicht der Brüller war – der Anblick war definitiv beeindruckend.

Die Cueva de las Verdes, eine der Attraktionen und Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote

Ein weiteres Highlight fand ich zudem noch außerhalb von Lanzarote, denn nur wenige Kilometer nördlich und 25 Minuten Fährfahrt entfernt befindet sich die Insel La Graciosa, die gerade einmal rund ein dreißigstel der Fläche Lanzarotes entspricht und somit bequem an einem Tag erkundet werden kann – ein idealer Tagesausflug also. Die Insel ist gefühlt noch trockener als Lanzarote selbst, bietet aber mit Steinwüsten, Sandwüsten, kleinen aber steilen Vulkanen und spannenden Farbkontrasten eine faszinierende Landschaft, die entweder zu Fuß, mit dem Mountainbike oder per 4×4 erkundet werden kann. Das Besondere an La Graciosa ist die Insel-Idylle, denn gerade einmal 600 Einwohner leben hier. Zudem gibt es keine asphaltierten Straßen und generell nur sehr wenig Autos – im Prinzip nur die genannten 4x4s und einige Nutzfahrzeuge.

Die wunderschöne und karge Insel La Graciosa im Norden von Lanzarote

Zudem hat La Graciosa noch einen absoluten Top-Strand, der auf Lanzarote seinesgleichen sucht und die Top-Sehenswürdigkeit auf La Graciosa ist. Weiß-goldener Sand, tiefblaues Meer, dunkle Vulkanerde und direkt daneben ein roter Vulkan – ein faszinierender Anblick.
Playa de las Conchas heißt dieses Schmuckstück. Mehr dazu und auch zur Insel generell findet Ihr in meinem separaten Bericht über La Graciosa.

Der Strand Playa de las Conchas auf der Insel La Graciosa

Die ausführliche Liste der Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote findet Ihr im Artikel hier.

Meine Eindrücke von Lanzarote: Beobachtungen und Einschätzung

Wie Ihr seht, Lanzarote hat einiges zu bieten, vor allem auch dank des super klaren und trockenen Wetters, welches hier vorherrscht. Mit deutlich mehr als 300 Sonnen- und gerade einmal 19 Regentagen im Jahr herrscht in Lanzarote absolutes Bilderbuchwetter – im wahrsten Sinne des Wortes. Hinzu kommen die ganzjährig angenehmen Temperaturen, sodass es selbst im Winter tagsüber selten kälter als 20 Grad wird – wenngleich mir das vor allem in Kombination mit dem zum Teil böigen Wind schon zu frisch war. 😉

Meine schöne Reise nach Lanzarote mit dem Mietwagen

Diese Klima hat aber auch zur Folge, dass es auf der ganzen Insel (logischerweise) extrem trocken ist. Richtig grüne Vegetation gibt es im Prinzip nicht – wenn überhaupt, dann nur Pflanzen und Bäume mit extrem niedrigen Wasserbedarf, die mit dem Vulkangestein und der trockenen Luft Lanzarotes zu Recht kommen. Demnach gibt es auf der Insel keine Wälder und ständige Flüsse, geschweige denn andere tropische Sehenswürdigkeiten wie Dschungel oder Wasserfälle. 😉
Irgendwo ist das aber auch logisch, schließlich liegt Lanzarote nur 200 Kilometer vom afrikanischen Kontinent entfernt, wo sich auf gleicher Höhe die Ausläufer der Sahara erstrecken.

Meine schöne Reise nach Lanzarote mit dem Mietwagen

Diese eher trockene Umgebung machte sich meiner Meinung nach auch im generellen Leben bemerkbar, welches auf Lanzarote eher kühl ist und nicht mit der spanischen Mentalität mithalten kann. So war es auf den Straßen sehr ruhig, eine großartige „Draußen-Kultur“ konnte ich nicht erkennen. Natürlich kann dies auch an der Jahreszeit gelegen haben, denn vor allem zum geselligen Abend war es dann schon gerne mal kälter als 20 Grad.

Auf der anderen Seite sorgt dies für einen entspannten Urlaub auf Lanzarote, denn entgegen so manch chaotischer Tropeninsel herrscht auf Lanzarote wirklich Idylle, Ruhe und Gemächlichkeit – wahrscheinlich auch, weil Lanzarote ein beliebtes Ziel für Pensionäre ist, die bei den milden Temperaturen hier den europäischen Winter verbringen.

Vielleicht liegt es auch daran, dass Abenteuer und Entdecker auf Lanzarote eher fehl am Platz sind. Zum einen gibt die Natur – außer ggf. Vulkanbesteigungen und den einen oder anderen wenig frequentierten Strand – nicht allzu viel her (auf den Entdeckermodus bezogen, generell ist diese etwas andere Natur auf Lanzarote wunderschön), zum anderen sind viele der Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote sehr gut erschlossen, was es manchmal regelrecht langweilig macht, einige der Punkte zu besuchen. Dieses Gefühl verfliegt aber spätestens dann, wenn man sich die beeindruckenden Landschaftsformen oder Kulturgüter anschaut, die es zu bestaunen gibt. Hinzu kommt eine wirklich exzellente Ausschilderung auf der gesamten Insel (sowohl auf der Straße als auch bei den Sehenswürdigkeiten), sodass auch Mietwagen- oder Individualreise-Anfänger auf Lanzarote keine Probleme haben werden.

Meine schöne Reise nach Lanzarote mit dem Mietwagen

Aus diesen Gründen würde ich wahrscheinlich auch nicht mehrmals nach Lanzarote reisen, da ich schon das Gefühl habe, das Meiste gesehen zu haben (auch wenn ich weiß, dass es noch weitere Sehenswürdigkeiten gibt) und die Atmosphäre generell mich nicht vom Hocker gerissen hat, als das ich sofort wieder hin müsste. Dies soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich einen absolut spannenden Aufenthalt auf Lanzarote hatte und mir besonders der Kontrast zu meiner sonst gewohnten Umgebung (Dschungel, Strände und Tropen-Chaos in der Karibik bzw. Stadt und ggf. Berge in Europa) extrem gefallen, ja mich regelrecht fasziniert hat. Besonders die Stunden im Auto möchte ich nicht missen, denn hierbei war ich wirklich mehrmals zutiefst beeindruckt von den Kulissen, die sich mir direkt aus dem Fenster boten.
Zudem machte mir Lanzarote extrem Lust, auch die anderen Kanarischen Inseln zu entdecken, denn die Kombination aus der spannenden, einzigartigen Landschaft sowie dem sehr einfachen, bequemen Reisen (im Vergleich zu meinen sonstigen Abenteuer-Ländern) ohne viel Vorbereitung, ist zur Abwechslung auch mal etwas Nettes.

Fazit

Genau aus diesem Grund kann ich Euch eine Reise nach Lanzarote sehr ans Herz legen, vor allem, wenn Ihr die Insel noch nicht kennt und in sehr entspannter und gemütlicher Umgebung eine beeindruckende Vulkanlandschaft entdecken wollt. Für einen reinen Strandurlaub gibt es sicher spannendere Inseln, aber gerade mit Mietwagen in Road-Trip- bzw. Ausflugs-Manier ist Lanzarote sehr gut geeignet, besonders, wenn Ihr auf das Chaos und die Hektik von anderen außereuropäischen Inseln oder südeuropäischen Städten verzichten könnt. Mit dem Timanfaya-Nationalpark, dem Mirador del Rio und den zahlreichen Hinterlassenschaften von César Manrique und vielem mehr gibt es spannende Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote, die Ihr allesamt mit Eurem Mietwagen entdecken könnt. Hinzu kommt noch die kleine Nachbarinsel La Graciosa, die mich in ganz besonderer Form verzauberte. Es lohnt sich also, Lanzarote einen ausgiebigen Besuch abzustatten und die Insel ganz in Eurem eigenen Rhythmus zu entdecken.

Chris (My Travelworld)

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich um die 70 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Von 2015 bis 2019 habe ich in der Dominikanischen Republik gewohnt - die Karibik hat es mir sehr angetan - und habe das Land ausgiebig abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkundet. Seit einigen Monaten bin ich nun als Digitaler (Halb-)Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei sich meine Home Base weiterhin in der "DomRep" befindet. Für Fragen und Feedback freue ich mich über Eure Kontakt-Aufnahme - am besten per Kommentar unter den jeweiligen Artikel, da es hier auch gleich anderen hilft.
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