Die Salomonen-Inseln sind noch ein richtiges Abenteuer-Land! 1000 Inseln & Atolle und gerade einmal 35 online buchbare Unterkünfte – hier haben touristische Entdecker noch richtig viel Potential. Genau auf solch eine Abenteuer-Reise begaben wir uns auf unserer dreimonatigen Südsee-Reise und erlebten unter anderem tolle Natur-Highlights, traumhaftes Wrack-Schnorcheln und echtes Back to the Basics-Feeling, wenngleich die Reiseplanung echt schwierig und anspruchsvoll war. Wie Ihr Eure Reise auf die Salomonen am besten meistert, zeigt Euch daher der folgende Reisebericht mit vielen Tipps zur Reiseplanung und einigen coolen Geheimtipps.
Reisezeitraum: Februar 2025 / 10 Tage
Geschrieben: März 2026
Veröffentlicht: März 2026
>> Zu unseren Unterkünften & Hotel-Empfehlungen auf den Salomonen
>> Zu den Fähren auf den Salomonen
>> Zum Reisebericht Auki/Malaita
>> Zu den Preisen & Kosten auf den Salomonen
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>> Zu den weiteren Reiseberichten in der Südsee:
– Reisebericht Vanuatu
– Reisebericht Tonga
– Reisebericht Samoa (folgt)
– Reisebericht Fidschi
– Reisebericht Cook-Inseln (folgt)
– Reisebericht Französisch-Polynesien (folgt)
Inhalt dieses Reise-Artikels
Das Besondere
Die Salomonen gehören zu den am wenigsten besuchten Ländern der Welt. Ein entsprechend hoher Abenteuerfaktor erwartet Euch hier. Die rund 1000 Inseln und Atolle sind nur spärlich miteinander verbunden, sodass nicht nur ein Urlaub hier ein echtes authentisches Erlebnis ist, sondern auch die Reiseplanung.
Unsere 1.5 Wochen hier konnten uns leider nur einen minimalen Einblick in das spannende Leben der Salomoner geben, aber ereignisreich waren sie allemal. Angefangen vom täglichen Raspeln der Kokosnüsse über glasklare Flüsse und Wasserfälle bis hin zu einsamen Strandhütten konnten wir einen kleinen Querschnitt von dem erleben, was das Land ausmacht, sobald man die Hauptstadt Honiara verlässt. Und auch unter Wasser gibt es viel zu entdecken, denn das absolute Highlight unserer Salomonen-Reise erwartete uns genau dort …


Reiseplanung Salomonen
Das Wichtigste bei einer Reise auf die Salomonen-Inseln ist die Reiseplanung, denn für dieses Land gibt es nahezu keine Buchungsmöglichkeiten im Internet. Eine Ausnahme stellt vielleicht noch die Hauptstadt von Honiara dar, wo einige Hotels und vereinzelte Gästehäuser online buchbar sind sowie die Insel Ghizo, die vor allem bei Tauchtouristen sehr beliebt ist. Ansonsten seid ihr aber komplett auf eure eigenen Recherchen und Planungen angewiesen, weswegen dieser Abschnitt hier im Reisebericht Salomonen vielleicht sogar der längste Teil ist und mehr Platz einnimmt als unsere eigentlichen Erfahrungen von den Salomonen an sich.
Um die beste Art für einen Urlaub auf den Salomonen zu bestimmen, sind zunächst vor allem zwei Dinge wichtig:
- Eure Reisedauer
- Die Art des Urlaubs
„Regulärer“ Urlaub auf den Salomonen-Inseln
An und für sich gibt es keinen regulären Urlaub auf den Salomonen, denn dieses Reiseziel ist so exotisch, dass jeder Urlaub im Prinzip etwas Besonderes ist.
Dennoch, gehen wir einmal davon aus, dass ihr entspannt die Salomonen erkunden wollt und auch mit einem normalen Reisebudget unterwegs seid (bzw. schon mit einem größeren Budget denn die Salomonen sind definitiv nicht günstig – siehe Kosten-Übersicht hier). In diesem Fall kommt Ihr vielleicht sogar mit einer Woche sehr gut hin, zumindest insofern Ihr Flüge direkt nach Ghizo oder nach Munda findet, denn dann könnt ihr euch dort ein Hotel suchen und entsprechend eine ruhige Woche vor allem beim Schnorcheln oder beim Tauchen genießen und auch die durchaus schönen Strände von den Salomonen erkunden.
Flüge nach Munda oder Ghizo gibt es von Brisbane in Australien aus. Insofern ihr aber in Honiara landet und Inlandsflüge braucht, solltet ihr ein ordentliches Budget einplanen, denn Inlandsflüge auf den Salomonen-Inseln sind im Verhältnis sehr teuer. Mehr zu den Preisen auf den Salomonen habe ich euch hier zusammengestellt.

Abenteuerurlaub auf den Salomonen
Insofern Ihr wie wir den kompletten Pazifikraum erkundet, werdet ihr höchstwahrscheinlich in der Hauptstadt Honiara ankommen. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten: entweder ihr bezahlt die knapp 400 US-Dollar, um wie oben beschrieben nach Ghizo zu fliegen oder ihr plant Euch Eure eigene Salomonen-Reise mit Fähren ab Honiara. Letzteres erfordert Zeit nicht nur bei der Reiseplanung sondern auch bei der Reise an sich, wobei ich hoffe, dass euch dieser Reisebericht schon ein wenig Zeit abnehmen kann und euch auch hilft, Eure Reisezeit auf den Salomonen-Inseln zu optimieren.

Denn eine Reise auf den Salomonen braucht seine Zeit. Habt ihr nur drei oder vier Tage, werdet Ihr außer der Hauptinsel Guadalcanal nicht viel anderes sehen und selbst dort ist es nicht immer einfach, von einem Ort zum anderen zu kommen, insofern Ihr nicht nur auf Taxis angewiesen sein wollt. Sonntags zum Beispiel fahren kaum öffentliche Busse, wobei der wesentliche Teil der Hauptinsel ohnehin sehr schwierig erreichbar ist, denn außer entlang der Nordküste gibt es kaum öffentliche Straßen. Ähnliches gilt auch für viele andere Inseln.
Wollte Ihr mehr als nur Honiara und Guadalcanal erkunden, braucht ihr auf jeden Fall eine Woche, besser sogar deutlich mehr. Hier sind nur ein paar Gründe, warum ihr für eine Reise auf den Salomonen viel Zeit brauchen werdet, schon alleine für die Logistik:
- Die einzigen nahegelegenen Inseln (1-3 Stunden Fährüberfahrt) sind Savo, Malaita sowie die Inseln der Central Province
- Alle anderen Inseln sind in der Regel mindestens 12 Stunden mit der Fähre entfernt
- Außer die an vier oder fünf Tagen pro Woche (teilweise auch zweimal am Tag) verkehrenden Fähren nach Auki/Malaita gibt es kaum regelmäßig verkehrende Fähren. Die meisten fahren nur einmal pro Woche, was entsprechend Flexibilität bei der Zeitplanung voraussetzt.
- Fähren auf den Salomonen können storniert werden, sodass ihr Euch auf jeden Fall immer Puffer einplanen solltet.
Da wir nur zehn Tage zur Verfügung hatten, verzichteten wir auf eine Reise nach Ghizo und besuchten lediglich Guadalcanal und Malaita. Ursprünglich wollten wir auch noch Tulagi in den Central Islands besuchen, jedoch reichte dafür unsere Zeit nicht aus, da wir in Honiara aufgrund von Reiseplanung und Wochenenden (wo weniger Boote fahren) einige Tage nicht wie geplant auf die Inseln fahren konnten, denn weder samstags noch sonntags kommt Ihr in der Regel nach Tulagi oder Auki/Malaita. Weiter entfernte Inseln wie Munda, Gizo oder die Choiseul Province schieden aufgrund der langen Fahrzeiten sowie der wenigen Abfahrten pro Woche ebenfalls aus.

Wichtig ist bei der Reiseplanung zudem noch, wo Ihr überhaupt Unterkünfte findet, denn die Salomonen sind touristisch noch relativ unterentwickelt. Aus diesem Grund schrieb ich vor unserer Salomonen-Reise eine Reihe von E-Mails zu verschiedenen Unterkünften, um herauszufinden, welche Gegenden überhaupt passende Gästehäuser und Homestays für uns bieten. Details dazu habe ich euch auch hier im separaten Artikel über die Salomonen-Unterkünfte zusammengetragen.
Und, noch ein wichtiger, weil nicht ganz alltäglicher Hinweis zur Reiseplanung auf den Salomonen-Inseln. Wie schon in Tonga (Nuku’alofa) und zum Teil auch in Vanuatu (Espiritu Santo) kann die örtliche Touristinformationen wirklich enorm behilflich sein.
So bekamen wir in der Touristinformation von Honiara, auf Google Maps unter Solomon Islands Visitors Bureau zu funden, wirklich tolle Tipps und Empfehlungen, u.a.
– zum weiter unten beschriebenen Haodaikiro Homestay, welches sich mit einem abenteuerlichen öffentlichen Truck auf der Insel Malaita erreichen lässt und somit den teuren privaten Transport umgeht,
– zu den Optionen für Busse auf der Hauptinsel Guadalcanal und auch
– zu den Boots-Optionen nach Tulagi in der Central Province, welches wir eigentlich noch besuchen wollten.
Auch die sehr empfehlenswerte BH Lodge von Hazel, die sehr informativ und kommunikativ agierte und mit der ich bereits vorher in Kontakt war, empfahl sie uns. Hier bekamen wir wirklich sehr gute Anregungen und können dies vor allem für Reisende, die noch nicht ihren kompletten Salomonen-Urlaub durchgeplant haben, sehr empfehlen. Es befindet sich in Honiara zwischen dem Heritage Park Hotel (siehe Unterkünfte auf den Salomonen) und dem Büro von Solomon Airlines.
Die Salomonen per Kreuzfahrt
Eine weitere Möglichkeit, eine Reise auf die Salomonen zu planen, ist per Kreuzfahrt. Während echte Abenteurer und Individualreisende bei diesem Thema sicher abwinken, ist die Idee durchaus interessant und praktikabel, vor allem wenn Ihr die teils enorm schwere Reiseplanung, die langsamen Transport-Möglichkeiten sowie den einfachen Standard der Unterkünfte auf den Salomonen scheut.
Wer diese kritischen Punkte vermeiden, zeitgleich aber die Salomonen besuchen möchte, sollte sich das Thema Kreuzfahrt zumindest einmal anschauen – denn oft kann man in diesem Zusammenhang gleich noch weitere schwer und/oder teuer zu besuchende pazifische Inselstaaten anfahren und somit mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Ein möglicher Anbieter hierfür ist nicko cruises, bei dem man Asien Kreuzfahrten buchen (~) kann, die auch den Pazifik und die Südsee umfassen. So stoppt die Tour in Richtung Indonesien und den Philippinen vor den Salomonen auch auf den Fidschi-Inseln, Samoa und Französisch-Polynesien, anschließend geht es ins noch schwieriger zu besuchende Papua-Neuguinea – alles Reiseziele, die sich oft nur sehr aufwändig und teuer bereisen lassen und wo eine Kreuzfahrt eine spannende Möglichkeit ist, einen guten Überblick in kurzer Zeit zu bekommen.
Für einen tiefen Einblick ins Land ist es sicher nicht die ideale Reiseform, aber für möglichst viele Eindrücke in kurzer Zeit bietet sich solch eine Kreuzfahrt durchaus an – zumal die Schiffe eher der kleineren Natur sind. Dies gilt besonders für Länder wie die Salomonen, Papua-Neuguinea oder Samoa.
Reiserouten auf den Salomonen-Inseln
Aus diesem Grund hängt eure Reiseroute auf den Salomonen im Wesentlichen von der verfügbaren Zeit sowie dem verfügbaren Geld ab. Wenn für euch 150 Euro pro Strecke für einen Inlandsflug in Ordnung sind, stehen Euch im Prinzip alle Inseln der Salomonen für Eure Reise offen. Falls nicht, hängt die mögliche Reiseroute vor allem von Eurer verfügbaren Zeit ab.
Hier ist ein Überblick über verschiedene Optionen:
- Mit Flügen: Honiara – Ghizo – Munda – Honiara; oder idealerweise sogar als internationaler Gabelflug, zum Beispiel: (Fidschi) – Honiara – Munda – Ghizo – (Brisbane, Australien)
- Weniger als 5 Tage: ausschließlich Guadalcanal (ggf. Fähre nach Auki, wenn Eure Reise in die Trockenzeit und unter der Woche fällt)
- 1 Woche Salomonen: Honiara – B17/Dolphin Beach – Auki/Malaita – Honiara
- 2 Wochen Salomonen: Honiara – Ghizo – ggf. Munda – Honiara – Auki – Honiara

Natürlich sind dies nur Ideen, denn viel hängt von Eurer Zeit, Eurem Reisebudget sowie auch Euren Vorlieben ab: wollt Ihr eher die spannenden Kulturen der Salomonen-Inseln erleben, die Unterwasser-Welt erkunden oder die spannendsten und exotischsten Wanderungen unternehmen?
Gerne helfe ich Euch auch im Rahmen meiner Südsee-Reiseberatung individuell mit der richtigen Reiseroute, -dauer sowie den passenden Flügen und ggf. Unterkunfts-Empfehlungen.
Anreise auf die Salomonen
Wie es sich für eines der am wenigsten besuchten Länder der Welt gehört, fliegen nicht allzu viele Airlines die Salomonen an. Es gibt lediglich zwei internationale Flughäfen:
- Honiara
- Munda
Hinzu kommt, dass die nationale Fluggesellschaft Solomon Airlines kaum mit anderen Airlines kombinierbar ist, sodass Eure Optionen für Flüge in Richtung Salomonen-Inseln sehr begrenzt sind.
Direktflüge nach Munda gibt es eigentlich nur ab Australien. Einen Flug nach Honiara könnt Ihr am besten ab Brisbane, Nadi (Fidschi) oder Port Moresby (Papua-Neuguinea) buchen, wenngleich es einige ordentliche Durchgangstarife ab Hongkong, Singapur oder Manila gibt.
Hier könnt Ihr Euch direkt die besten Preise ansehen:
Gerne bin ich Euch auch hier bei der Flugsuche behilflich, da ich hier im Zuge unserer Reisevorbereitung signifikant Zeit investiert habe, um einige der besten Verbindungen herauszusuchen und generell schon seit Jahrzehnten sowohl in der Freizeit als auch beruflich immer auf der Jagd nach den besten Tarifen bin. Schickt mir gerne eine Anfrage im Rahmen meiner Reiseberatung.
Wir selbst flogen mit Fiji Airways von Nadi (Fidschi) für rund 125 Euro one-way nach Honiara und schließlich weiter von Honiara nach Vanuatu mit Solomon Airlines für rund 145 Euro one-way.

Unterkünfte
Beim Thema Unterkünfte geht die nicht unbedingt einfache Planung für einen Salomonen-Urlaub weiter. Wer hier mal auf Booking schaut, findet dort insgesamt nur rund 30 Unterkünfte gelistet. Auch auf Airbnb sind es mit 45 nicht viel mehr.
Für Honiara bietet beispielsweise das Heritage Park Hotel (~) den besten Standard und zudem eine sehr gute Lage. Außerhalb der Hauptstadt wird es mit online buchbaren Optionen schon wirklich knapp.
Wenn Euch das nicht reicht, müsst Ihr Hand anlegen – und zwar in Form von manuellen E-Mails. Dann gibt es durchaus eine deutlich größere Auswahl an Unterkünften. All unsere Unterkünfte – mit Ausnahme des Haodaikiro Homestay, welches uns von der lokalen Touristeninformation vor Ort empfohlen wurde – fanden wir auf diese Art und Weise und konnten damit auch in beträchtlicher Weise unser Reisebudget für die Salomonen-Inseln senken.
Wie genau Ihr hier vorgehen könnt, was es zu beachten gibt und welche schönen Hotels Euch auf den Salomonen erwarten, habe ich Euch hier genauer erklärt und beschrieben.
Hinzu kommt, dass der Unterkunfts-Standard auf den Salomonen für die aufgerufenen Preise nicht unbedingt hoch ist. So bezahlten wir im Schnitt 40 bis 45 Euro pro Nacht pro Zimmer, was eigentlich das günstigste ist, was in Sachen Unterkunft auf den Salomonen möglich ist, und mussten mit einem Standard Vorlieb nehmen, welcher bei höheren Preisen deutlich niedriger ist als in vergleichbaren Ländern – z.B. den Unterkünften in Tonga oder den Unterkünften auf Fidschi. Gleiches gilt bei höherwertigeren Hotels ab 100 Euro, für die Ihr nicht die selbe Leistung bekommt wie in anderen vergleichbaren Ländern. Entsprechend solltet Ihr also auch Eure Erwartungen nicht allzu hoch setzen.

Welche Unterkünfte ich Euch konkret empfehlen kann, findet Ihr ebenfalls im ausführlichen Artikel über die Hotels & Gästehäuser auf den Salomonen. Werft auf jeden Fall einen näheren Blick auf das Haodaikiro Homestay sowie das Dolphin Beach View, wenn Ihr besondere Erlebnisse für kleines Geld sucht. Für eine komfortableren Aufenthalt könnt Ihr Euch das Coral Sea Resort (~) oder das Fatboys Resort (~) anschauen.
Fortbewegung
Auch die Fortbewegung auf den Salomonen ist nicht immer einfach – am Ende aber problemlos möglich, wenn man einmal die wichtigsten Dinge durchschaut.
Hier sind einige Fakten anhand unserer Erfahrungen:
Transport auf der Insel:
- Taxis von der Straße in und um Honiara sind relativ bezahlbar und kosten in der Regel 10 SBD (ca. 1.20 Euro) pro Kilometer
- Vorab organisierte Transfers von der Unterkunft – vor allem vom Flughafen – sind oft doppelt so teuer, wobei es bei abgelegenen Unterkünften durchaus sein kann, dass Taxis nicht bis dorthin fahren, sodass der Unterkunfts-Transfer Eure einzige Option ist
- Taxis von der Straße fahren Euch aber nur zum Ziel, wenn es ihnen passt. In Honiara brauchten wir gleich 4 Versuche, ein Taxi anzuhalten, alle anderen wollten uns „wegen viel Verkehr“ nicht fahren
- Flughafen-Taxis haben andere Preise, oft höhere Fixpreise
- Es gibt meistens eine Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ans Ziel zu kommen, auch wenn dies bedeuten kann, dass man (sehr) lange warten muss. Zum Haodaikiro Homestay beispielsweise fährt nur einmal am Tag ein öffentlicher Truck, auf den wir 5 Stunden warten mussten, nach Tulagi fahren meist am Nachmittag öffentliche geteilte Schnell-/Fischerboote
- Minibusse sind wie fast immer in tropischen Gefilden eng und unbequem, aber sehr günstig
- Selbst vom Flughafen Honiara könnt Ihr Minibusse benutzen, diese fahren direkt auf der Hauptstraße vor dem Flughafen-Gebäude in Richtung Honiara, kosten 7 SBD und brauchen rund eine halbe Stunde bis ins kleine Stadtzentrum
- Private Transfers sind oft sehr teuer, öffentliche Verkehrsmittel sehr günstig. Mehr zu den Preisen auf den Salomonen findet Ihr hier.
- Straßen auf den Salomonen sind generell schlecht. Asphaltierte Straßen gibt es kaum, selbst in der Hauptstadt Honiara sind viele Strecken Schotterpisten. Immerhin ist die Straße vom Flughafen ins Zentrum recht gut ausgebaut.

Transport von Insel zu Insel:
- die Fähren auf den Salomonen sind oft sehr lang und dauern gut und gerne mal 16 oder 20 Stunden, sogar 24 Stunden sind möglich. Ausnahme ist die Auki Express Fähre nach Malaita, die Euch komfortabel in rund 2.5 Stunden ans Ziel bringt
- Inlandsflüge sind im Verhältnis sehr teuer. Auch kurze Flüge von 20 Minuten gibt es kaum unter 120 Euro, die wichtigsten Inlandsflüge zum Beispiel von Honiara nach Munda (~) oder von Honiara nach Gizo (~) kosten oft um die 200 Euro pro Strecke. Einziger Anbieter im Land ist Solomon Airways.
- Generell solltet Ihr Euch immer etwas Puffer einbauen, gerade bei Transfers auf andere Inseln, vor allem in der Regenzeit. 1 Tag beispielsweise zwischen einer Fähre oder einem Inlandsflug sowie einem internationalen Flug ist immer ratsam.

Praktisches: Geld, Währung, Visum, SIM-Card
Bevor ich näher auf unsere Empfehlungen und Erfahrungen zu unseren Reisezielen auf den Salomonen eingehe, möchte ich Euch kurz noch einige praktische Infos mit auf den Weg geben. Normalerweise schreibe ich zu diesen Themen in meinen Reiseberichten sonst nicht allzu viel, da sich die Informationen überwiegend in den meisten Ländern ähneln, doch da die Salomonen-Inseln derart exotisch und kaum bereist sind, schreibe ich hier einige Zeilen zu den grundsätzlichen praktischen Infos.
Einreise
Die Einreise auf die Salomonen war wirklich einfach. Ein Visum benötigt Ihr Stand März 2026 nicht, auch eine elektronische Registrierung oder ähnliches muss nicht abgegeben werden. Ihr bekommt im Flugzeug das klassische Einreiseformular und gebt dieses dann bei der Einreise ab. Nachweise über Kontostände, Unterkünfte oder den kompletten Reiseplan wurden von uns nicht verlangt, lediglich ein Rückflugticket ist notwendig, da Euch sonst die Airline ggf. nicht einchecken lässt.
Geld & Währung
Offizielle Währung ist der Salomonen-Dollar (SBD). Während der offizielle Kurs aktuell (Stand März 2026) bei rund 9.3 (1 EUR = 9.3 SBD) liegt, bekommt Ihr diesen Kurs unter nahezu keinen Umständen. Der offizielle Visa-Kurs liegt bei rund 8.9, auch Mastercard berechnet nur rund 8.9. Der Abschlag kommt wahrscheinlich durch die Seltenheit der Währung zu Stande. Western Union gibt Euch immerhin 9.1 und damit den besten Kurs. Fast hätte ich mir Geld mit Western Union selbst gesendet, doch aufgrund der Ladenöffnungszeiten war dies am Ende nicht wirklich sinnvoll.
Geld wechseln auf den Salomonen ist ebenfalls nicht ganz einfach. Im Flughafen von Honiara gibt es lediglich eine Wechselstube. Bei unserer Anreise war diese geöffnet, bei der Abreise jedoch nicht, wobei ich gerade da meine restlichen Salomonen-Dollar zurücktauschen wollte. Auch in Honiara selbst gibt es kaum Wechselstuben, am ehesten kann Euch hier Western Union zu ordentlichen Kursen weiterhelfen.

Kreditkarten & Geldautomaten
Auch wenn der Wechselkurs von Visa & Mastercard beim Geld abheben auf den Salomonen-Inseln nicht wirklich gut ist, ist es wohl dennoch der einfachste Weg, an Salomonen-Dollar zu kommen. Geldautomaten gibt es am Flughafen, in Honiara, in Auki und in den meisten Inselzentren, aber allzu viel verlassen würde ich mich in entlegenen Gegenden nicht darauf. Auf der Hauptinsel Guadalcanal zum Beispiel gibt es Geldautomaten ausschließlich in Honiara.
Im Wesentlichen habt Ihr die Auswahl zwischen 2 Banken: BSP und Bred. Beide verlangen eine Gebühr beim Geld abheben (BSP: 45 SBD; Bred: 40 SBD), wobei Ihr bei BSP bis zu 4000 SBD abheben könnt, bei Bred nur 2000 SBD.
Eure Kreditkarten zum Bezahlen könnt Ihr im Prinzip nahezu zu Hause lassen. Lediglich unsere SIM-Karte zahlte ich mit Kreditkarte, bei allen anderen Transaktionen waren keine Kreditkartenzahlungen möglich.
SIM-Karte
Eine SIM-Karte könnt Ihr Euch theoretisch am Flughafen von Honiara holen – wenn die Vertreterin denn vor Ort ist. Dies war bei uns weder bei An- noch bei Abreise der Fall. Von daher ist das Our Telekom Büro in Honiara gegenüber dem Heritage Park Hotel Eure erste Adresse. Alternativ gibt es auch den Anbieter bmobile, welcher jedoch nur in 4 Provinzen Netz bietet, Our Telekom in allen 9 Provinzen.
Mobile Daten sind auf den Salomonen-Inseln zumindest im Vergleich zu Nachbarstaaten nicht superbillig. Während wir beispielsweise auf Fidschi beeindruckende 65 GB für 7 Euro erhielten, war das beste Paket bei Our Telekom jenes für 110 SBD (ca. 13 Euro) für 13 GB Daten. 5 GB kosteten 50 SBD.
Unsere Reiseziele & Erfahrungen auf den Salomonen
Im Grunde genommen habt Ihr mit den obigen Tipps und Empfehlungen die wichtigsten Informationen für Euren Urlaub auf den Salomonen-Inseln parat. Doch natürlich stellt sich auch die Frage, wie es uns während unserer Zeit ergangen ist – schließlich handelt es sich hierbei um ein wirklich exotisches Reiseziel. Genau deswegen möchte ich Euch im Folgenden noch einiges zu den Erfahrungen unserer Salomonen-Reise erzählen.
Honiara
Los ging es – logischerweise – in Honiara am internationalen Flughafen. Ein anderer Startpunkt für eine Salomonen-Reise ist nahezu nicht möglich, es sei denn, Ihr nehmt die Flüge nach Munda ab Brisbane.
Der Flughafen von Honiara war enorm entspannt, die Abfertigung der ankommenden Passagiere ging relativ fix, wobei es auch nicht viele waren. Leider war der Vodafone-Schalter am Flughafen geschlossen, sodass wir uns erst einmal ohne SIM-Karte auf den Weg machen mussten. Geld holten wir später (am Flughafen Honiara gibt es jedoch einen Geldautomaten), da wir noch auf den Fidschi-Inseln ein paar Fidschi-Dollar in Salomonen-Dollar tauschten.
Vom Flughafen nahmen wir den lokalen Bus in Richtung Stadt und zahlten dafür nur 7 SBD (weniger als 1 Euro). Da es sich bei den Bussen nur um alte, klapprige Minivans handelt, ist diese Methode lediglich bei wenig Gepäck (Rucksäcke) möglich. Mit Koffern solltet Ihr Euch von Eurer Unterkunft am Flughafen abholen lassen. Ebenso empfehle ich die ÖPNV-Variante nicht bei einer späten Ankunft. Ihr solltet definitiv noch vor der Dunkelheit im Stadtzentrum von Honiara eintreffen, sonst kann es schnell creepy werden.

Gewissermaßen gegenüber des Marktes stiegen wir aus dem kleinen Bus aus und gingen sofort zur Lekamboli Lane hoch – das ist jene Straße, wo sich die meisten günstigen Unterkünfte in Honiara befinden. Vorteil ist, dass Ihr hier Euch 2 oder 3 Unterkünfte anschauen und anschließend entscheiden könnt. Natürlich könnt Ihr auch ein normales Hotel in Honiara vorab buchen. Beide Optionen habe ich Euch ausführlich im Artikel über die Unterkünfte auf den Salomonen-Inseln erklärt.
Wir entschieden uns schließlich für eines der günstigsten Gästehäuser in der Lekamboli Lane, das United Church Rest House, mit wirklich sehr tollem Blick auf Honiara und die Hafengegend.

Dies war definitiv auch eines der Highlights, denn allzu viele Sehenswürdigkeiten hat Honiara nicht. Vielmehr handelt es sich bei Honiara um einen wichtigen Ausgangspunkt, um die weitere Reise auf die Salomonen-Inseln zu planen. Aus diesem Grund war unser erster Tag hier auch geprägt von organisatorischen Dinge, die wir zum Glück alle gemütlich fußläufig erledigen konnten, u.a.
- SIM-Karte im Vodafone-Shop holen
- Geld abheben (allzu viele Geldautomaten gibt es auf den Salomonen nicht)
- Fährzeiten in Erfahrung bringen
- Touristinformation besuchen (diese ist hier wirklich noch hilfreich, da man viele Dinge erfahren kann, die es anderweitig nicht online zu lesen gibt)
- Marktbesuch für Einkäufe von Obst und Gemüse (und recht günstigem Fisch)
Ganz nebenbei gab es natürlich auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit in Honiara zu sehen. Die kleine Ausstellung im Solomon Islands National Museum war sehr interessant und zudem auch kostenlos – ein spannender erster Einblick in die lokale Kultur & Geschichte.

Wer noch mehr sehen möchte, kann zum Guadalcanal War Memorail hochfahren (idealerweise per Taxi) oder einen Tagesausflug zur Parangiju Mountain Lodge und den umliegenden Bergen und Wasserfällen machen.
Generell ist Honiara keine schöne Stadt und wirkt auch weder charmant noch anziehend, eher sehr rau und grau. Vor allem in Dunkelheit sollte man meines Erachtens nicht unbedingt zu Fuß unterwegs sein. Zwar ist die Stadt jetzt nicht hoch unsicher, aber irgendwie einfach ungemütlich, zumal sich die enorm geschäftigen Straßen gen Abend hin auch extrem schnell leeren. Eine Ausgehzone oder Vergnügungsmeile gibt es in Honiara im Prinzip nicht. Wer am Abend Unterhaltung sucht (ordentliches Restaurant oder mit Glück eine Bar mit Live-Musik) ist am ehesten auf die wenigen internationalen Hotels wie das Heritage Park Hotel und das Coral Sea Resort angewiesen.
Immerhin kamen wir noch in den Genuss einer spannenden Parade anlässlich der Miss Pacific Events, die während unserer Besuchswoche zufällig in Honiara stattfanden. Auf bunt geschmückten Trucks fuhren die Teilnehmerinnen, u.a. aus Samoa, Tonga, Vanuatu oder den Cook-Inseln, durch Honiara und wurden von wirklich vielen Einheimischen bejubelt. Gerade im Rahmen unserer 3-monatigen Südsee-Reise, die uns u.a. auch nach Fidschi, Samoa und Tonga brachte, war dies ein spezielles Erlebnis, all diese Inselnationen hier so herzlich und fröhlich feiernd zu sehen.

Ebenso erkundeten wir im Rahmen einer spannenden Gruppenwanderung („Honiara Adventure Walks“) ein bisschen das unmittelbare Umland von Honiara bzw. die eher ärmeren Gegenden und den direkt daran angrenzenden Dschungel. Es war eine spannende Tour mit vielen schönen Eindrücken und zugleich eine tolle Wanderung im feuchtheißen Honiara. Zugleich lernten wir dabei auch interessante Leute kennen, überwiegend Expats und NGO-Mitarbeiter auf den Salomonen.

Doch das war es noch nicht von Honiara, denn zum Abschluss unserer Salomonen-Reise kehrten wir hier noch einmal zurück und erkundeten mehr von Guadalcanal (so heißt die Insel, auf der sich Honiara befindet). Dazu später mehr im Reisebericht über die Salomonen-Inseln.
Malaita
Nachdem wir also 3 Tage in Honiara verbrachten – einen Organisationstag, einen Wandertag sowie einen Ruhetag (sonntags geht auf den Salomonen so gut wie gar nichts) – sollte es für uns weiter auf eine andere Insel gehen: Malaita.
Im Nachhinein stellte Malaita definitiv das Highlight unserer Salomonen-Reise dar, doch der Weg dorthin war nicht ganz einfach. Doch warum gestaltete sich die Reise nach Malaita schwierig, obwohl es zur Hauptinsel Guadalcanal nahezu die nächstgelegene Insel ist, mit Ausnahme der Central Province Islands in deren Mitte?

Zum einen mussten wir wie beschrieben in Honiara erst einmal Fährzeiten, Unterkunftsmöglichkeiten und Aktivitäten herausfinden. Zwar ist Malaita nahezu täglich mit Honiara verbunden, aber eben nur nahezu – und das auch nicht immer zur selben Zeit. Zudem muss es dann auch mit der Rückreise passen und man muss wissen, was man vor Ort alles machen kann. Alles Dinge, die wir erst in Honiara herausfanden, auch dank der sehr hilfreichen Touristinformation in der Hauptstadt. Mehr zur Reiseplanung habe ich Euch auch im Reisebericht Malaita beschrieben.
Zweitens war die Montagmorgen-Fähre von Auki Express von Honiara nach Auki, quasi die Hauptstadt von Malaita, nahezu überfüllt. Vor der rund 200 Passagiere fassenden Fähre warteten mindestens 300 Menschen – und das (logischerweise) nicht gemütlich in einer Reihe, sondern drängelnd und im Knäuel direkt vor der Fähre, deren Eingang nur aus einer recht engen Tür bestand. Zudem regnete es auch noch – nicht gerade angenehm, um sich mit hunderten Menschen durch den Eingang zu drücken.
Eine Vielzahl von Menschen blieb schließlich zurück, wobei nicht so richtig klar war, ob diese nur Fracht abgeben wollten, Angehörige zur Fähre begleiteten oder wirklich mit nach Malaita wollten – wahrscheinlich ein Mix aus allen drei Optionen.
Immerhin, die Fährfahrt war dann sehr angenehm und ruhig und – kleiner Spoiler – bei der Rückfahrt nach Honiara mit Auki Express war alles wesentlich entspannter und organisierter, allerdings auch viel weniger voll.
Drittens zog sich unsere Weiterreise arg in die Länge. Vereinbart war, dass uns der Eigentümer eines Homestays in den Bergen von Malaita abholte und wir per öffentlichem Bus (so man es denn so nennen kann) in Richtung Homestay fahren – so sparten wir rund 60-70 Euro im Vergleich zu einem Taxi, die auf den Salomonen notorisch teuer sind, trotz nur rund 10 bis 15 Kilometer. Was wir bei der Absprache jedoch nicht wussten: der öffentliche Transport ins Dorf, wobei es sich hier um einen Pick-Up handelt, fährt nur einmal am Tag, irgendwann zwischen 14:00 und 17:00. Unsere Fähre kam in Auki um 09:30 an, also mussten wir rund 5 Stunden auf dem kleinen Markt von Auki totschlagen.

Die Anreise war also enorm schwierig und wirklich zwischendurch auch richtig nervig, was bei uns trotz all unserer Reisen wirklich selten vorkommt. Irgendwann war es schon grotesk, wie wir uns auf dem Markt mit leckeren Kokosnüssen für 0.20 Cent beschäftigten und zwischendurch auch auf einem alten Marktstand unseren Laptop aufmachten, weil es einfach nicht viel anderes zu tun gab. Mehr Details zur Anreise habe ich Euch ebenfalls im Reisebericht Auki & Malaita beschrieben.
Aber, letztendlich lohnte es sich absolut, denn erstens ist es ja genau das, was das Reisen so besonders macht, und zweitens wartete auf uns ein super authentisches, nahezu neu gebautes, einfaches und landschaftlich enorm reizvolles Homestay mitten im Nirgendwo von Malaita. Hier konnte man alle Fünfe gerade sein lassen, einfach nur die absolute Ruhe genießen, ein bisschen gemütlich wandern gehen und das Leben von Gastgeber Steven beobachten und seinen Geschichten lauschen.


Auch der Rückweg war schließlich nicht wirklich einfach und mit enorm viel Geduld verbunden (auch hier mehr dazu im Reisebericht Malaita), aber bei einer Reise auf den Salomonen-Inseln muss man ohnehin viel Zeit mitbringen. Es warteten noch 2 Tage in Auki auf uns, die gute und günstige BH Lodge sollte uns hier als Basis dienen. Diese wird von Hazel betrieben (E-Mail bhfamilylodge@gmail.com), die zugleich auch Touren auf Malaita für wirklich allen Preisklassen organisiert – auch an das Homestay kamen wir über sie ran.
In Auki erkundeten wir schließlich noch ein bisschen Strände, lokale Dörfer und Wasserfälle. Die Erkundungen waren spannend und hätten schon alleine für eine tolle Zeit auf Malaita gesorgt, fallen rein story-mäßig aber ein wenig ab gegenüber unserer an eine Odysee anmutenden Anreise. ;-)
Der Besuch im Dorf Lilisiana war jedenfalls sehr spannend und bei der Wanderung zu den Kwaibala Wasserfällen konnten wir wieder unseren Entdeckergeist ausleben und ohne Guide auf Erkundungstour gehen – nicht selbstverständlich auf den Salomonen-Inseln. Auch hier sei nochmals auf den ausführlichen Reisebericht mit unseren Erfahrungen in Auki hingewiesen.
Guadalcanal
Nach 4 Tagen auf Malaita sollte es mit Auki Express also wieder zurück in Richtung Guadalcanal gehen, der Hauptinsel des Landes. Zeit für die Heimreise war jedoch noch nicht, denn es erwarteten uns noch einige spannende Erfahrungen auf den Salomonen.
Im Westen von Guadelcanal hatte ich eine bezahlbare und per Minibus (ÖPNV) erreichbare Unterkunft direkt am Strand gefunden, das Dolphin Beach View nahe der etwas bekannteren B17 Lodge. Erneut enorm einfach, erneut wirklich „back to the roots“, aufgrund unserer kleinen Bungalow-Hütte direkt am Meer mitten im Nirgendwo aber unglaublich wertvoll für ein paar spannende Stunden, oder in diesem Fall 2 spannende Tage.

Wie schon auf Malaita brachten wir uns auch hier wieder die wichtigsten Lebensmittel vom Markt in Honiara mit. In den kleinen Orten auf der Strecke gibt es sonst nur die absoluten Basics zu kaufen und Restaurants vor Ort sind auch überschaubar (und verhältnismäßig teuer). Natürlich war auch unsere Küche (ein einzelner Gasbrenner) extrem Basic, aber man passt sich an die zur Verfügung stehenden Gegebenheiten an.

Auch zeigte sich hier wieder einmal, dass Improvisation und Flexibilität auf den Salomonen-Inseln Pflicht sind. Eigentlich suchten wir ein kleines Boot, um hier bei Aruligo zu einem nahe gelegenen Schnorchel-Spot, dem Ndoma Reef, zu gelangen, doch entweder stand das Boot nicht zur Verfügung, war viel zu teuer oder es war kein Sprit vorhanden. Demnach wurde es nichts mit schnorcheln, dafür besuchten wir eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf den Salomonen-Inseln: das Vilu Military Museum.
Hier befindet sich eine Reihe von originalem Waffen- und Maschinenmaterial aus dem zweiten Weltkrieg, denn die Salomonen-Inseln waren eines der am meisten umkämpften Gebiete im Südpazifik. Auf der einen Seite war es durchaus interessant, was hier noch aus dem zweiten Weltkrieg zusammengetragen wurde, auf der anderen Seite benötigte man mit Ausnahme eines sehr gut erhaltenen Fliegers sowie 1-2 Abwehrstellungen schon ein wenig Fantasie, um das Material zu erkennen. Es als Metallschrott zu bezeichnen wäre despektierlich, aber so richtig spektakulär waren die Exponate dann auch nicht. Interessant war es also, von einem Highlight auf den Salomonen aber weit entfernt.

Das Highlight sollte aber noch auf unserem Rückweg in Richtung Honiara folgen. Da es sich um einen Sonntag handelte, nahmen wir hier ein sehr fair bepreistes Taxi unserer Unterkunft (die Eigentümer fuhren uns persönlich und verknüpften dies noch mit einem Besuch von Honiara) und vereinbarten noch einen Stopp am Sasaku Maru Wrack. Hierbei handelt es sich um ein Wrack eines riesigen japanischen Kriegsschiffs, welches direkt am Strand gesunken ist und daher heute eine perfekte Möglichkeit darstellt, um vom Strand aus schnorcheln zu gehen und die beeindruckende Unterwasserwelt der Salomonen zu bewundern.
Und es war in der Tat faszinierend. Vor allem wenn man bedenkt, dass dieses Wrack erst seit ca. 80 Jahren auf dem Grund liegt, war es enorm beeindruckend, welche Qualität und Quantität an Korallen sich hier bereits angesiedelt hat. Es war eine ähnliche bunte und vielfältige Unterwasserwelt wie auch bei unseren Schnorchel-Erlebnissen auf Fidschi oder in Samoa, vor allem was die Korallen angeht. Zudem hat es eben den direkten Vorteil, dass man direkt vom Strand aus starten kann und keine Tour benötigt.
Fazit
Das Schnorcheln am Sasaku Maru-Wrack war nicht nur der Abschluss sondern definitiv auch das Highlight unserer Reise auf die Salomonen-Inseln. Von hier aus ging es zurück nach Honiara, wo wir noch eine Nacht im United Church Rest House verbrachten und am nächsten Morgen wieder mit dem Bus in Richtung Flughafen Honiara zurückfuhren – mit einem Weiterflug mit Solomon Airways in Richtung Vanuatu.
Neben dem Wrack-Schnorcheln gehörten der Homestay-Aufenthalt im Haodaikiro Homestay auf Malaika sowie unsere Wasserfall-Wanderung in Auki zu den Highlights einer Reise, die vor allem durch die Herausforderungen bei der Organisation und Reiseplanung geprägt waren – was für solch ein exotisches Land aber auch normal ist, vor allem, wenn man es möglichst günstig bereisen möchte. Natürlich kann man sich auch einfach ein Taxi von A nach B nehmen, in einem gemütlichen Hotel absteigen und dort ein paar geführte Ausflüge oder Tauchgänge unternehmen und somit einige der oben beschriebenen Herausforderungen umgehen – aber das ist einfach nicht unser Reisestil und irgendwie macht es ja auch nicht so viel Spaß, wenn einem direkt alles perfekt vorbereitet serviert wird. 😉
Aus diesem Grund bleibt für uns bei den Salomonen vor allem das Abenteuer hängen, denn das Land ist im Gegensatz zu Fidschi oder Samoa keine klassische Strand-Destination, auch wenn man auf den weiter entfernten Inseln wie Munda oder Ghizo durchaus auch schöne Südsee-Strände finden kann.
Apropos andere Inseln, neben den beiden von uns besuchten Inseln Guadalcanal und Malaita gibt es auf den Salomonen noch rund eintausend weitere Inseln, die über mehr als 1300 Kilometer im Pazifischen Ozean verstreut liegen. Wer also noch mehr entdecken möchte als die von uns besuchten und verhältnismäßig einfach zugänglichen Inseln, findet auf den Salomonen noch enorm viel Potenzial sowie einen riesigen, überwiegend unentdeckten Abenteuerspielplatz.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung vom nicko cruises veröffentlicht. Vielen Dank dafür! Der Reisebericht spiegelt (wie jeder Artikel hier bei My Travelworld) ausschließlich meine eigene subjektive Meinung wider.
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Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Ich habe nicht nur Tourismus studiert und mehr als 10 Jahre bei Reiseveranstaltern gearbeitet (gerne helfe ich Euch bei Eurer Reiseplanung), sondern auch knapp 10 Jahre in der Karibik gewohnt (Grenada & Dominikanische Republik) und bereits mehr als 90 Länder bereist.
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