Es ist unbestritten, dass der erste Gedanke bei Hotels in Französisch-Polynesien direkt auf die Luxusresorts und Overwater-Bungalows geht, die sich im Wesentlichen auf Moorea und Bora-Bora befinden. Dass man hierfür ein Vermögen ausgeben kann, ist klar – doch es gibt auch günstige Unterkünfte in Französisch-Polynesien, denn wie immer wollten wir unser Reisebudget nicht komplett aus den Augen verlieren. Im folgenden Artikel stelle ich Euch beide Welten vor – coole Gästehäuser, günstige Unterkünfte und die schönsten Resorts, vor allem auf Tahiti, Moorea und Bora-Bora, die drei touristisch wichtigsten Inseln in Französisch-Polynesien, aber auch mit einem Blick über den Tellerrand hinaus.
Reisezeitraum: März/April 2026
Geschrieben: April 2026
Veröffentlicht: April 2026
>> Zum ausführlichen Reisebericht Französisch-Polynesien (folgt)
>> Zu unseren weiteren Unterkünften in der Südsee
– Unterkünfte auf Fidschi
– Unterkünfte auf Tonga
– Unterkünfte auf den Salomonen
– Unterkünfte in Vanuatu
– Unterkünfte auf Samoa (folgt)
– Unterkünfte auf den Cook-Inseln (folgt)
Inhalt dieses Reise-Artikels
Generelles zu den Unterkünften auf Französisch-Polynesien
Französisch-Polynesien besteht aus mehr als 100 Inseln, viele davon enorm weit weg vom einzigen internationalen Flughafen auf Tahiti. Anstatt dass Ihr eine Unterkunft für Französisch-Polynesien generell sucht und bei Booking & Co. eingebt, spezialisiert Euch lieber auf eine bestimmte Insel:
- Unterkünfte auf Tahiti, wenn Ihr nach Eurer Landung in Französisch-Polynesien nicht weit weg wollt – aber Achtung, alleine die Hauptinsel Tahiti ist enorm groß und kann eine Fahrt von 2 Stunden erfodern
- Unterkünfte auf Moorea, wenn Ihr das Paradies abseits der Resorts sucht und keine langen Fähren oder teuren Inlandsflüge nehmen wollt
- Unterkünfte auf Bora Bora, wenn Ihr die klassischen Overwater-Bungalows und Luxusresorts sucht (es gibt hier allerdings auch Homestays & preiswerte Gästehäuser)
- Unterkünfte auf Maupiti, Raiatea und Huahine, wenn Ihr abseits der Hauptinseln traumhafte türkisblaue Lagunen und einsame Strände erkunden wollt – auch hier gibt es sowohl einfache Homestays als auch tolle Komfort-Hotels

Finanziell müsst Ihr Euch schon auf ein eher gehobeneres Preisniveau einstellen. Französisch-Polynesien ist das mit Abstand teuerste Land (bzw. Department) in der Südsee. Für Eure Unterbringung hier müsst Ihr schon deutlich mehr einplanen als beispielsweise für die Unterkünfte auf den Fidschi-Inseln oder die Hotels auf den Cook-Inseln. Das heißt aber nicht, dass nicht auch Backpacker in Tahiti & Co. auf ihre Kosten kommen – es gibt nämlich durchaus auch einige Hostels auf den Inseln. Hier mal ein grober Überblick, was Euch preislich bei den Gästehäusern & Hotels auf Französisch-Polynesien erwartet:
- einfaches Bett in einem gemischten Schlafraum im Hostel: ca. 20 bis 30 Euro pro Nacht pro Person
- einfaches Gästehaus oder Homestay: ca. 50 bis 70 Euro pro Nacht pro Zimmer
- komfortables & hübsches Gästehaus mit Stil: ab 100 Euro pro Nacht pro Zimmer
- einfaches Hotel, ggf. mit Frühstück: ab 150 Euro pro Nacht pro Zimmer
- normales Zimmer in einem guten Resort, mit Frühstück: ab 400 Euro pro Nacht pro Zimmer
- komfortables Zimmer in einem Resort mit All-Inclusive: ab 800 Euro pro Nacht pro Zimmer
- Overwater-Bungalow im Luxusresort, mit Frühstück: ab 1000 Euro pro Nacht pro Zimmer
- Overwater-Bungalow im Luxusresort, mit All-Inclusive: ab 1500 Euro pro Nacht pro Zimmer
Wie Ihr seht, ist bzgl. der Preise auf Französisch-Polynesien also so ziemlich alles möglich.

Empfehlenswerte Unterkünfte auf den einzelnen Inseln
Um Euch einen guten Überblick zu geben, was bzgl. Hotels in Tahiti, Bora-Bora & Co. möglich ist, habe ich Euch im Folgenden einige spannende Optionen pro Insel herausgesucht. Die Erfahrungen zu den von uns besuchten und genutzten Unterkünften findet Ihr weiter unten im Blog-Artikel im Abschnitt „Unsere Unterkünfte in Französisch-Polynesien“.
Hotel-Empfehlungen für Tahiti
Tahiti ist die größte aller Inseln in Französisch-Polynesien. Hier kommt Ihr auf jeden Fall mit Eurem internationalen Flug an. Tahiti bietet sich vor allem an, wenn Ihr per Bus die Hauptinsel erkunden und die unglaublich hohen Berge und tief eingeschnittenen Täler erwandern wollt.
Alle Preisangaben verstehen sich pro Zimmer pro Nacht, können sich aber natürlich je nach Saison und Auslastung auch ändern.
Budget-Highlight (ab 50 €): Maui Homestay Tahiti (hier ansehen)
Einzigartige Unterkunft mit spektakulärem Meerblick, auf der authentischen Seite von Tahiti in Tahiti Iti gelegen. Kleine Dörfer, tolle Natur, fantastischer Bungalow – ein überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Tahiti.

Komfort-Gästehaus (ab 130 €): Pointe Venus Lodge Tahiti (hier ansehen)
Ein Gästehaus wie aus dem Bilderbuch mit herzlicher und hilfsbereiter Gastgeber-Familie, toller Lage direkt am Strand sowie kleinem Garten. Weit genug weg von Papeete, aber nah genug an jeglicher Infrastruktur, die man auf Tahiti benötigt.
Top Boutique-Hotel (ab 200 €): Kon Tiki Tahiti (hier ansehen)
Das vielleicht beste „Nicht-Resort“-Hotel auf Tahiti zum verhältnismäßig humanen Preis. Dank der Lage direkt gegenüber dem Fährhafen ideal als Vorab- oder Nach-Übernachtung zu Fährfahrten oder auch als Hotel zwischen Fähre und Flug.

Luxus-Resort (ab 500 €): Intercontinental Tahiti Resort (hier ansehen)
Zwischen den beiden Top-Resort auf Tahiti, Hilton & Intercontinental, bietet das Interconti die leicht bessere Lage. Wer nur kurz den Südsee-Traum leben möchte, ohne auf andere Inseln von Französisch-Polynesien zu fahren oder zu fliegen, findet hier auch Overwater-Bungalows – allerdings können diese nicht mit Moorea oder Bora Bora mithalten.
Hotel-Empfehlungen für Moorea
Moorea ist etwas teurer als Tahiti, aber es lohnt sich absolut, die kurze Fährfahrt von Tahiti auf Euch zu nehmen. Moorea ist spektakulär, wie Ihr im Reisebericht Moorea (folgt) nachlesen könnt.
Low-Budget Option (ab 65 €): Painapaopao Backpacker (hier ansehen)
Ideal gelegen für Entdecker an der Nordküste zwischen Cooks Bay und Opunohu Bay sowie nur 2 Kilometer von einem der besten öffentlichen Strände entfernt (Plage de Ta’ahiamanu), bietet das Painapaopao Backpacker sowohl ordentliche Doppelzimmer als auch günstige Schlafräume für Backpacker auf Moorea. Auch eine Gemeinschaftsküche ist vorhanden. Kleines Manko, welches auch wir bei unserer nahe gelegenen Unterkunft (siehe unten) empfanden: der nächste Supermarkt ist 4 Kilometer weg.
Komfort-Hotel (ab 250 €): Hotel Kaveka Moorea (hier ansehen)
Für den Preis ein absolutes Top-Hotel und ein super Deal, wenngleich Zimmerkategorien und Saisonzeiten enorme Unterschiede aufweisen – Preise vergleichen lohnt sich also. Besonders zum Schnorcheln top, links und rechts des Hotels befindet sich ein Riff, wo ich beim Paddeln Schildkröten und sogar einen Riffhai sah. Auch sehr gute Lage für Erkundungen.

Luxus-Resort mit Overwater-Bungalow (ab 700 €): Sofitel Kia Ora Moorea (Hier ansehen)
Das Luxus-Hotel schlechthin auf Moorea, welches Ihr auch vom berühmten Aussichtspunkt beobachten könnt. Die Lagune ist einfach fantastisch hier, das nahegelegene Riff ziemlich gut und die Lage generell mit Blick auf Moorea und Tahiti einzigartig. Overwater-Bungalows gibt es hier je nach Saison ab rund 1000 €.

Hotel-Empfehlungen für Bora-Bora
Bora-Bora besteht nicht nur aus Luxusresorts, sondern hat inmitten der Lagune auch eine Hauptinsel mit Einheimischen und günstigeren Unterkünften zu bieten.
Günstige Unterkunft (ab 100 €): O’Hani-Ura Lodge Bora Bora (hier ansehen)
Zwar gibt es günstigere Unterkünfte auf Bora-Bora, doch die O’Hani-Ura Lodge ist eine der gemütlicheren im günstigen Preisbereich. 1-, 2- und 3-Schlafzimmer-Apartments sind verfügbar, sodass sich die kleine Lodge auch für Familien und kleinere Gruppen eignet.
Bezahlbares Komfort-Hotel (ab 300 €): Royal Bora Bora (hier ansehen)
Für Bora Bora-Verhältnisse wirklich ein Top-Hotel angesichts des Preises, denn ihr erhaltet hier ein vollwertiges (wenn auch nicht ausufernd großes) Hotel-Zimmer sowie eine schöne Anlage direkt am Strand und mit Infinity-Pool zum Bruchteil des Preises der großen Resorts.
Luxus-Resort mit Overwater-Bungalow: siehe unten
Da es schwer ist, sich auf eine spezifische Unterkunft in Bora-Bora festzulegen, habe ich Euch alle Resorts mit den beliebten Überwasser-Bungalows im folgenden Abschnitt in einer kleinen Liste aufgeführt.

Alle Overwater-Bungalows auf Bora-Bora
Da Bora Bora und deren Overwater-Bungalows ja das Sehnsuchtsziel schlechthin ist, habe ich Euch im Folgenden mal alle Resorts in Bora-Bora herausgesucht. So könnt Ihr selbst die aktuell besten Preise prüfen und schauen, wo konkret Ihr die günstigsten Overwater-Bungalows auf Bora-Bora findet. 2 spezielle Tipps von mir findet Ihr unterhalb der Liste.
- Le Bora Bora by Pearl Resorts (~)
- Four Seasons Resort Bora Bora (~)
- The St. Regis Bora Bora Resort (~)
- The Westin Bora Bora Resort & Spa (~)
- InterContinental Bora Bora Resort Thalasso Spa (~)
- InterContinental Le Moana Bora Bora Resort (~)
- Conrad Bora Bora Nui (~)
- Mai Tai Bora Bora (~)
- Oa Oa Lodge (~)
Die Preise für Overwater-Bungalows auf Bora-Bora starten in der Regel erst ab 1500 € pro Nacht. Zwei Ausnahmen gibt es: das Mai Tai Bora Bora sowie die Oa Oa Lodge.
Die günstigsten Overwater-Bungalows in Französisch-Polynesien sind definitiv jene der Oa Oa Lodge auf Bora Bora (~). Ab 300 Euro pro Zimmer pro Nacht inklusive Frühstück seid Ihr hier dabei. Allerdings: es handelt es sich hierbei auch um eine kleine Mogelpackung (im positiven Sinne, denn die Zimmerkategorie heißt auch nur „Superior Bungalow“ und nicht Overwater-Bungalow). Die Bungalows sind von Land aus zugänglich, sind aber sonst überwiegend über dem Wasser. Das Wasser hier ist aber eher tiefblau anstatt türkisblau. Dennoch: direkten Zugang vom Bungalow zum Wasser habt Ihr trotzdem. Bei einer Ersparnis von mindestens 700 Euro pro Nacht im Vergleich zu den Overwater-Bungalows der Luxus-Resorts keine schlechte Option.
Wollt Ihr einen richtigen Overwater-Bungalow, aber nicht die enorm hohen Preise der bekannten Luxus-Hotelmarken bezahlen, solltet Ihr einen genauen Blick auf die Mai Tai Lodge auf Bora-Bora (~) werfen. Hier gibt es den Bungalow über dem Wasser in der Regel ab 900 Euro pro Nacht inklusive Frühstück. Die türkisblaue Lagune ist hier nicht ganz so riesig wie bei den Luxus-Resorts, dafür seid Ihr aber auch auf der Hauptinsel von Bora-Bora und könnt somit auch mal zu Fuß etwas unternehmen.
Natürlich gibt es auch noch weitere Unterkünfte, Overwater-Bungalows und Luxus-Resorts auf anderen Inseln in Französisch-Polynesien. Für den Moment belasse ich es aber erst einmal bei dieser Übersicht. Habt Ihr Fragen zu den Unterkünften, zum Beispiel auf Maupiti, Raiatea oder Huahine, lasst gerne unter diesem Blog-Artikel einen Kommentar da oder lasst mich gemeinsam mit dir deine komplette Reise nach Französisch-Polynesien im Rahmen meiner professionellen Reiseberatung planen.
Unsere Unterkünfte in Französisch-Polynesien
Zeit also, einen Blick auf jene Gästehäuser, Homestays & Hostels zu werfen, in denen wir auf unserer Reise durch Französisch-Polynesien übernachteten.
SelfStay Inn Faaa (in Faaa, nähe Flughafen/Papeete – auf Tahiti)
Abends um 22:00 Uhr kamen wir mit Air Tahiti Nui auf Tahiti an – ehe wir mit Immigration, Zoll und etwas Verspätung erst nach 23:00 „draußen“ waren. Jegliche Unterkunft wäre daher nur mit einem Taxi erreichbar gewesen, die auf Tahiti ziemlich teuer sind. Von daher buchte ich schon im Voraus eine Nacht nahe des Flughafens und stieß praktischerweise auf ein wirklich günstiges Hostel, in dem wir für 20 Euro pro Person in Gehentfernung (ca. 15 Minuten Fußweg) zum Flughafen übernachten konnten. Ideal, um am nächsten Morgen ausgeruht und entspannt die Weiterreise in Richtung Tahiti Iti (den kleineren Teil der Doppelinsel Tahiti) antreten zu können.
Das SelfStay Inn Faaa nahe dem Flughafen von Papeete war gut und erfüllte seinen Zweck, war irgendwie aber auch etwas komisch. Es gab keinerlei Rezeption, Türschloss, Security Guard, Eingangskontrolle oder Code für den Eingang, jeder von der Straße konnte somit bis in den Schlafraum rein. Wer mag, kann hier gerne ein Sicherheitsrisiko ausmachen. Die Beleuchtung für Ankünfte bei Nacht könnte durchaus besser sein. Zudem handelt es sich hier wirklich um einen Barebone-Dorm, das heißt mehr als 6 Doppelstockbetten gibt es hier wirklich nicht. All die Vorteile von Premium-Hostels wie Vorhang, persönliche Steckdose, Schließfach unter dem Bett oder ähnliches gab es hier nicht. Im Dorm war ein privates Badezimmer vorhanden, welches auch um Mitternacht überraschend sauber war. Auch die Betten waren in Ordnung – bequem, lang genug und sauber und auch die Außenküche war tiptop. Das erwarteten wir bei der nächtlichen Ankunft im düsteren Hostel nicht unbedingt.
Spannenderweise entwickelte sich am Morgen auch ein wenig Hostel-Atmosphäre mit netten Gesprächen, was man in einer solch eher anonymen Unterkunft gar nicht unbedingt erwarten würde.
Ein guter Supermarkt, Geldautomat, Apotheke und weitere Services finden sich übrigens in 5 Gehminuten vom Hostel entfernt.
Fazit: gute Option für 1 Nacht in Flughafen-Nähe – mehr aber auch nicht
Alternative: wer lieber ein richtiges Hotel in Gehentfernung zum Flughafen sucht, kann sich das Tahiti Airport Motel (~) anschauen – direkt gegenüber und in weniger als 5 Minuten zu Fuß zu erreichen
Details: hier Preise & weitere Infos anschauen (~)

Maui Oceanview Homestay (in Maui/Vairoa – auf Tahiti)
Mit unserer eigentlichen Unterkunft auf Tahiti, dem Maui Oceanview Homestay, landeten wir einen absoluten Volltreffer. Es war definitiv eines unserer besten Gästehäuser in der Südsee und auch generell gesehen eine der besten Optionen in Französisch-Polynesien, die Ihr erwischen könnt, wenn Ihr wie wir eine günstige, aber saubere Unterkunft sucht – und in diesem Fall war sie noch richtig spektakulär.
Beim Maui Oceanview Homestay handelt es sich um einen dieser Bungalows, die sehr offen gestaltet sind. Zwar hatten wir 4 Wände, doch die komplette Vorderfront ließ sich aufklappen, auch die benachbarte Küche war nach vorne quasi komplett offen, aber ausreichend vor Regen geschützt. Resultat war ein absolut spektakulärer Meerblick sowie die ständige Präsenz des Wellenrauschens. Durch diese weitläufige Öffnung waren auch die Temperaturen im sonst recht heißen Französisch-Polynesien erträglich, sodass wir im Prinzip keinen Tropfen schwitzten und nachts auch ohne Klimaanlage unsere Bettdecke benötigten.

Auch von der Ausstattung her war das Maui Oceanview sehr gut – berücksichtigt man das sehr günstige Preisniveau. Neben einem sehr bequemen Bett, tollen Kopfkissen und einem lochfreien Moskitonetz freuten wir uns über die sehr gemütliche Liege im Zimmer sowie die sehr gut ausgestattete Küche (top sauber, sehr gut sortiert), die auch vom anderen Zimmer mit genutzt werden konnte. Einzig das WiFi war manchmal etwas schwach, was sich bei einem Urlaub in Französisch-Polynesien aber verkraften lässt. 😉

Von der Lage her war dieses Gästehaus auf Tahiti ebenfalls sehr speziell. Zum einen befindet es sich auf Tahiti Iti, dem kleineren Teil von Tahiti, wo nur sehr wenig Tourismus herrscht – die Dörfer und das Leben hier sind wirklich enorm authentisch. Dies hat aber auch zur Folge, dass es in der Umgebung nicht allzu viel zu entdecken gibt, zumindest nicht in Bezug auf klassische Sehenswürdigkeiten auf Tahiti. Zwar befindet sich die berühmte Tehaupoo Wave in rund 10 Kilometer Umgebung (hier fanden auch die Surf-Wettbewerbe der Olympischen Spiele in Paris 2024 statt) – das wars dann aber auch schon. Die meisten Wanderungen und Attraktionen der Insel sind ein paar weitere Kilometer entfernt. Gastgeber Moana kann Euch gut mit Tipps versorgen – und wenn Ihr einen Mietwagen auf Tahiti nehmt, seid Ihr ohnehin flexibel. Auch sonst kann Euch Moana mit nahezu allem weiterhelfen und kann auch Trinkwasser bereitstellen, sodass Ihr es nicht den Berg hochschleppen müsst.
Wir reisten ohne Mietwagen zum Maui Homestay an, was dank des recht ordentlichen Bus-Systems auf Tahiti möglich war. Wer vom Flug- oder Fährhafen kommt oder aus Papeete, muss jedoch in der Regel in Taravao umsteigen. Von der Bushaltestelle geht es schließlich für rund 150 Meter einen sehr steilen Hügel nach oben, welcher Euch dann mit der spektakulären Aussicht belohnt. Ein kleinerer Supermarkt mit dem nötigsten (u.a. frische Baguettes jeden Tag) findet sich übrigens in rund 7 Minuten Gehentfernung, ebenso wie ein kleines Restaurant.
Lange Rede, kurzer Sinn: das Maui Oceanview zwischen Maui Plage und Vairao ist eine wirklich tolle und einzigartige Unterkunft, die sich für alle Abenteuerlustigen eignet, die Tahiti individuell erkunden wollen und zugleich einen ganz besonderen Aufenthalt suchen. Wir können diese Option nur wärmstens weiterempfehlen und wären super gerne noch länger als unsere 4 Nächte hier geblieben.
Fazit: tolle, einzigartige Unterkunft im spektakulärem Meerblick für sehr kleines Geld im unentdeckten Teil von Tahiti.
Details: hier Preise & weitere Infos anschauen (~)

Fare Om (auf Moorea)
Während man zu einigen vor allem einfachen Hotels ja oft nur 3-4 Sätze schreiben kann, waren all unsere Unterkünfte in Französisch-Polynesien wirklich enorm speziell – so auch das Fare Om im Norden von Moorea, der am einfachsten von Tahiti per Fähre erreichbaren Insel (30 bis 45 Minuten Überfahrt).
Auch beim Fare Om handelt es sich um einen Mix aus Homestay und Gästehaus. Ein großes typisches Familienhaus dient hier als Basis für 6 bis 7 Zimmer, von denen einige ein Privatbad haben, andere Gemeinschaftssanitäranlagen. Das Haus an sich ist sehr einladend und kommt auch mit einem Garten daher, doch neben den Gästen wohnen hier auch gefühlt tausende Moskitos, die vor allem die eigentlich schöne Terrasse und die recht ordentlich ausgestattete Küche nicht zu solch einem gemütlich Ort werden lassen, wie es eigentlich sein sollte. Hinzu kommen einige Mängel bei der Sauberkeit, wobei sich dies nicht durch die gesamte Unterkunft zieht, sondern irgendwie nur Teile, bei denen manchmal irgendwie nicht genau hingeschaut wird.

Dennoch ist die Fare Om kein schlechter Platz für eine Reise nach Moorea, vor allem, wenn man eine der günstigen Unterkünfte in Moorea in einer guten Lage sucht. Dafür kann man dann eben kein Top-Resort erwarten, zumal Gästehäuser & Hotels auf Moorea generell teurer sind als beispielsweise auf Tahiti. Sehr schön war dafür zum Beispiel das sehr legere Miteinander sowie die guten Möglichkeiten, andere Reisende kennenzulernen. Auch das optional angebotene Abendessen war top, denn jeden Abend wurde hier frisch, reichhaltig und vor allem mit vielen frischen Zutaten ein reichhaltiges kleines Abendbuffet gekocht – für 1800 XPF zu einem sehr fairen Preis, vor allem wenn man die Lebensmittel-Preise in Französisch-Polynesien bedenkt, besonders für Obst & Gemüse.
Da lässt sich dann auch über die eine oder andere Sauberkeitslücke oder schwaches Internet hinwegsehen. Fahrräder stehen kostenlos zur Verfügung.
Lagetechnisch empfanden wir das Fare Om Gästehaus als ziemlich gut, da es ungefähr mittig zu einigen der bekannten Sehenswürdigkeiten auf Moorea liegt. Unter anderem sind es nur 3 Kilometer zum Strand „Plage de Ta’ahiamanu“ sowie rund 13 Kilometer zum spektakulären Temae Beach und ebenso 13 Kilometer bis zur Tiahura Lagune und den vorgelagerten Inseln Motu Tiahura und Motu Fareone – alles gut mit dem Fahrrad erreichbar (oder teilweise, wie in meinem Fall, mit dem SUP). Auch die Wanderungen zu Belvedere Lookout sowie zum Col des Trois Cocotiers sind in wenigen Kilometern zu erreichen, sodass wir vom Fare Om aus wirklich die meisten Sehenswürdigkeiten im Norden von Moorea abgrasen konnten – und ich zudem noch mit einem Stand-Up-Paddelboard unterwegs sein konnte, denn das Meer war nur rund 300 Meter entfernt.
Ob wir noch einmal wiederkommen würden? Schwer zu sagen! Die Moskitos haben uns das Leben schon recht schwer gemacht, auch wenn es sich im Zimmer zum Glück sehr in Grenzen hielt. Für sehr preisbewusste Reisende ist das Fare Om eine ordentliche Option, für ein paar Euro mehr findet man sonst aber auch einige spannendere Optionen auf Moorea – siehe meine Empfehlungen weiter oben zum Beispiel.
Fazit: sehr günstiges Gästehaus mit ordentlichem Preis-Leistungsverhältnis – aber nicht für Jedermann empfehlenswert.
Details: hier Preise & weitere Infos anschauen (~)

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