Wie immer hier im Reiseblog gibt es auch zu Samoa eine Übersicht der Unterkünfte, doch Samoa ist speziell. Anstatt Hotels & Gästehäuser gibt es hier im Wesentlichen die so genannten Fales. Was Fales so besonders macht, erkläre ich Euch im folgenden Artikel – gemeinsam mit den Hotelbewertungen der von uns besuchten Unterkünfte. Nur so viel, Fales sind einzigartig, ein besonderes Erlebnis, eigentlich immer direkt am Strand, authentisch, oft enorm günstig und zugleich auch oft mit inkludiertem Essen, sodass Ihr gleich die lokale Küche mit ausprobieren könnt. Ohne Fales ist definitiv keine Samoa-Reise komplett.
Reisezeitraum: März 2025
Geschrieben: März 2026
Veröffentlicht: Mai 2026
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>> Zu unseren weiteren Unterkünften in der Südsee
– Unterkünfte auf Fidschi
– Unterkünfte auf Tonga
– Unterkünfte auf den Salomonen
– Unterkünfte auf Vanuatu
– Unterkünfte auf den Cook-Inseln (folgt)
– Unterkünfte in Französisch-Polynesien
Inhalt dieses Reise-Artikels
Generelles zu den Fales und den Unterkünften auf Samoa
Fales sind etwas ganz typisches für Samoa und in dieser Form auch im Vergleich zu den anderen Südsee-Inselstaaten wie Tonga, Fidschi oder Vanuatu absolut einzigartig – sie gibt es einfach nur auf Samoa. Bei den Fales handelt es sich sozusagen um kleine Podeste bzw. Plattformen, die in der Regel direkt am Strand gebaut sein und bei Bedarf – wenn Ihr dort übernachten wollt – frisch für Euch mit Matratze, Bettzeug, Bastmatte (als Fußboden) und Moskitonetz ausgestattet werden. Zudem haben die Fales in der Regel einen Sichtschutz zu allen Seiten, sodass Ihr trotz der offenen Bauweise Eure Privatsphäre genießen könnt.

Da sich die Fales in der Regel direkt am Strand befinden, wacht Ihr immer mit dem Meeresrauschen auf und könnt eigentlich fast ständig vom Bett aus das Meer und den Strand sehen. Dies garantiert Euch ganz besondere Erlebnisse. Wir haben bisher fast nirgendwo auf der Welt solch einzigartige Übernachtungsorte genossen wie auf Samoa. 10 Nächte in Folge schliefen wir in einfachen, aber sehr schönen und in der Regel sauberen Fales, welche uns nicht mehr als eine Matratze, Bettdecke und ein Moskitonetz boten, dafür aber stets das Meer maximal 10 Meter entfernt und das Meeresrauschen stets im Ohr.

Doch was erwartet Euch bei einer Fale auf Samoa?
Spannend ist, dass sowohl die Ausstattung als auch die Preise im kompletten Land relativ ähnlich sind.
In Sachen Ausstattung erwarten Euch in der Regel wie oben angegeben:
- herablassbare Wände als Sicht- und Regenschutz
- Moskitonetz
- Matratze
- Bastmatte als Fußboden
- Licht
- manchmal Steckdose (in 2 von 5 Fales hatten wir eine Steckdose)
- in der Regel überdachter Aufenthalts- bzw. Gemeinschaftsbereich
- Möglichkeiten für Mahlzeiten, teils inkludiert, teils nicht
- Gemeinschafts-Sanitäranlagen, in der Regel rund 20-30 Meter von der Fale entfernt
Gibt es in der Fale keine Steckdosen, habt Ihr auf jeden Fall im Aufenthaltsbereich die Möglichkeit, Eure elektronischen Geräte zu laden.
Auffallend war, dass die Fales und auch die Betten wirklich immer blitzsauber waren. Da hatten wir bei den Unterkünften auf Vanuatu beispielsweise bei ähnlich lokalen Unterkünften manchmal andere Erfahrungen gemacht.
Ebenfalls auffallend war, dass – obwohl die Fales immer top sauber waren – die Sauberkeit in den Gemeinschafts-Sanitäranlagen immer deutlich ausbaufähig war, egal in welcher Unterkunft. Warmes Wasser solltet Ihr ebenfalls nicht erwarten, dass hatten wir in keiner Unterkunft in Samoa.
Die Mahlzeiten werden direkt von den Fale-Betreibern zubereitet – in der Regel Frühstück und Abendessen. Da es in den meisten Fällen kaum andere Möglichkeiten zum Essen gibt, seid Ihr darauf auch angewiesen, wenngleich wir zum Beispiel oft auf das Frühstück verzichteten und dafür unsere eigenen Haferflocken und Müsli zubereiteten. Die Qualität der Mahlzeiten zwischen den einzelnen Fales schwankt stark, wobei Ihr eigentlich immer typische lokale Speisen und Mahlzeiten zubereitet bekommt.

Spannend ist auch, dass die Fales oft mehr oder weniger denselben Preis verlangen. Klar gibt es Luxus-Fales in Samoa, die dann eher einem Hotel oder einem Resort ähneln, aber die typischen Fales, die Ihr überall im Land findet kosten in der Regel zwischen 80 und 100 WST (ca. 30-35 Euro) pro Person, inklusive Frühstück und Abendessen. Generell werden die Preise für Unterkünfte in Samoa nahezu immer pro Person angegeben.
Bucht Ihr Fales ohne Verpflegung, solltet Ihr mit in der Regel 45 bis 60 WST (ca. 15 bis 20 Euro) pro Person pro Nacht rechnen.
Ebenfalls interessant: in keiner einzigen Unterkunft auf Samoa hatten wir WiFi, dafür aber stets relativ guten Mobilempfang, außer in den Lovina Beach Fales. In den Faofao Beach Fales schwankte der Mobilempfang (Vodafone) je nach Tagesform etwas. Generell war es aber beeindruckend, wie gut die Netzabdeckung in Samoa ist – auch das kannten wir beispielsweise von den Unterkünften auf Fidschi anders, wo es besonders auf den Yasawa-Inseln weder WiFi noch wirklichen Mobilempfang gab.
Und noch eine wichtige Info: Trinkwasser bekommt Ihr in der Regel nicht, das heißt Ihr müsst Euer Wasser selber kaufen, insofern Ihr keine Trinkwasserfilter dabei habt. In allen Fales gab es stets kleine Shops in maximal 10 Gehminuten Entfernung, wo eine Flasche Wasser (1.5l) in der Regel 3 oder 4 WST kostet (ca. 1 Euro bis 1.30 Euro), ein 4-5 Liter Behälter zwischen 6.50 und 9.50 WST. Nur Anitas Beach Fales in Lalomano hatte gefiltertes Wasser direkt in der Unterkunft und im Preis inklusive.
Und wie findet Ihr die Fales? In der Regel vor Ort oder einige wenige auch online. Wir suchten uns alle Fales unserer Samoa-Reise vor Ort, da wir spontan von Tag zu Tag entschieden. Verfügbarkeitsmäßig hatten wir diesbezüglich keine Probleme, wenngleich wir in der Nebensaison reisten.
Wollt Ihr Fales online vorab buchen, habt Ihr die folgenden Optionen:
- Faofao Beach Fales (~), einer unserer Favoriten unter den Beach Fales in Samoa, vor allem im günstigen Preisbereich
- Jaymy Beach Fale (~), im Südosten der Hauptinsel, direkt neben den Faofao Beach Fales
- Manusina Beach Fale (~), etwas geräumiger und mit festerer Struktur als andere Beach Fales, trotzdem direkt am Strand, erschwinglich und mit unwiderstehlichem Beach Vibe
- Litia Sini Beach Fales (~), Beach Fales und Garten-Bungalows – andere Fales befinden sich in Gehentfernung, sodass Ihr bezüglich Restaurants auch etwas Auswahl habt – eine Seltenheit in Samoa
- Tailua Beach Fales (~), auf Savai’i gelegen, direkt an der türkisblauen Lagune mit schönem Strand – im selben Ort wie die Tanu Beach Fales, die wir besuchten
Schlussendlich sind Fales eine super spannende Möglichkeit, dem Meer und Strand so nahe zu sein wie sonst selten – und das für wirklich absolut humane Preise, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass wir hier über Unterkünfte an einigen der schönsten Strände der Südsee sprechen.
Für uns waren die Fales ein absolut spektakuläre Erlebnis, weswegen wir den Großteil unseres Samoa-Urlaubs in dieser Art von Unterkünften verbrachten. Wäre uns nach 10 Tagen in den Fales nicht langsam das Bargeld ausgegangen, weswegen wir zurück nach Apia, die Hauptstadt Samoas mussten, wären wir vielleicht sogar noch 1-2 Nächte länger dem Fale-Leben verfallen. Das tägliche Aufwachen direkt am Meer ist einfach unbezahlbar und selbst für uns Dauer-Weltreisende nur schwer durch irgendetwas zu ersetzen.

Klassische Strand-Hotels in Samoa
Natürlich gibt es neben den Beach Fales aber auch klassische Strandhotels in Samoa. Und überraschenderweise sind diese im Südsee-Vergleich in Samoa gar nicht allzu teuer. Zwar ist die Auswahl begrenzt und wesentlich geringer als beispielsweise bei den zur Verfügung stehenden Unterkünfte auf Fidschi oder den Hotels in Französisch-Polynesien, aber eine kleine, feine und eben erschwingliche Auswahl an Unterkünften gibt es auch auf Samoa. Hier ist meine Top 6-Auswahl:
- Coconut Beach Club Resort (Details hier ansehen) – das wohl beste Strand-Resort auf Samoa: mit Baumhaus-Suiten, Strand-Bungalows und Overwater-Bungalows, sodass Ihr für die beliebten Villen über dem Wasser nicht erst nach Französisch-Polynesien und Bora-Bora reisen müsst. 😉
- Sinalai Reef Resort (Details hier ansehen) – es gibt nicht DAS eine luxuriöseste Hotel auf Samoa, aber das Sinalai könnte zumindest die eleganteste Unterkunft außerhalb von Apia sein. Elegante Zimmer, schönes Restaurant, guter Service – alles was man für ein paar entspannte Tage benötigt.
- Saletoga Sands Resort & Spa (Details hier ansehen) – ein klassiches Strandhotel direkt an der Lagune mit tropisch angehauchten Zimmern. Bedenkt man, dass es sich um ein Hotel in der (ja oft so teuren) Südsee handelt, ist das Saletoga ein richtiger Preis-Leistungs-Kracher.
- Return to Paradise Resort (Details hier ansehen) – nur wenige Kilometer vom Giant Clam Sanctuary entfernt, der Sehenswürdigkeit auf Samoa schlechthin. Gutes Resort in toller Lage, wenngleich manchmal einen Tick zu teuer
- Samoa Beach Resort (Details hier ansehen) – ideal, wenn Ihr Euch die teuren (Taxi-)Transfers auf Samoa sparen wollt. Direkt zwischen Fährhafen und Flughafen gelegen, bietet es zu diesen beiden Punkten sehr kurze Wege und befindet sich dennoch in traumhafter natürlicher und abgelegener Lage. Strand und Lagune wunderschön, am Hotel könnte mal wieder ein wenig renoviert werden.
- Le Vasa Resort (Details hier ansehen) – wunderbare Lage und wirklich erschwingliche Zimmer direkt am Wasser mit Blick auf die türkisblaue Lagune sowie die kleine Insel Manono
Unsere Übernachtungen in den Fales auf Samoa
Wie im Reisebericht Samoa näher beschrieben, besteht Samoa im Wesentlichen aus 2 Inseln: Upolu und Savai’i. Wir übernachteten auf beiden Inseln sowohl in verschiedenen Fales als auch in jeweils einer regulären Unterkunft. Ausstattung, Preis, Mahlzeiten etc. sind auf den beiden Inseln jeweils sehr ähnlich, auch die weitreichende Verfügbarkeit von Fales.
Fales auf Savai’i
Ich starte hier mit den Fales auf Savai’i, da dies auch die erste Insel während unserer Samoa-Reise war. Wir fuhren direkt vom Flughafen zur Fähre, setzten dort nach Savai’i über und starteten unser Samoa-Abenteuer.
Tanu Beach Fales
Unsere erste Beach Fale Erfahrung war gleich eine richtig gute – wenngleich im Laufe unserer Reise noch viel spektakulärere folgen sollten. Was bei den Tanu Beach Fales jedoch einzigartig war, war die direkte Lage am Meer, welches genau an diesem Ort auch das Zuhause von Schildkröten war. Setzt Ihr Euch also Eure Schnorchelmaske auf und springt direkt ins Wasser, ist die Chance hoch, dass Ihr hier Meeres-Schildkröten sehen könnt.
Die Fales selbst sind ebenfalls empfehlenswert, da recht geräumig und mit direktem Blick aufs Meer, auch wenn es keinen Strand gibt. Vielmehr seid Ihr nach rund 10 Stufen direkt im Wasser. Die Fales waren sogar so gut gebaut, dass sie einen ganzen Tag peitschenden Wind mit Dauerregen im Zuge einer tropischen Depression (der Vorläufer eines Tropensturms) ohne auch nur im Ansatz nass zu werden problemlos durchhielten – das ist definitiv bemerkenswert und war sehr beeindruckend.

Essenstechnisch wurde uns hier typische samoanische Hausmannskost geboten, allerdings mit nur wenig frischem Anteil. Der Fisch war stets frittiert und der Gemüseanteil – wie so oft in Samoa – überschaubar.
Fazit: empfehlenswerte Beach Fales in Manase mit guten Gastgebern
Preis: Die Taifua Beach Fales kosteten uns 80 WST (ca. 27 Euro) pro Person inklusive Frühstück und Abendessen.
Anreise: wir kamen mit dem Bus aus Salelologa, dem Fährhafen auf Savai’i. Zurück fuhren wir in Richtung Lauiula Beach Fales. Busse sind hier rund einmal pro Stunde verfügbar, wenngleich wir mit einer Mitfahrgelegenheit (andere Gäste unserer Unterkunft) gen Osten fuhren.
Buchung: Die Taifua Beach Fales sind nicht online buchbar. Die einzige in Manase online buchbare Unterkunft ist das Stevensons at Manase (~).

Lauiula Beach Fales
Von der Location her gehören die Lauiula Beach Fales (auf Google Maps auch als Lauiula Beach Club zu finden) definitiv zum Schönsten, was Savai’i und auch Samoa generell zu bieten hat, zumindest in harter Konkurrenz zu Anita’s Beach Fales auf Upolu, die ich Euch weiter unten beschreibe. Die Lauiula Beach Fales befinden sich an einem Traumstrand namens Lano Beach, der einfach nur unglaublich schön ist und Südsee-Träume wahr werden lässt. Dazu die Fale direkt am Strand mit direktem Blick auf den schneeweißen Sand – was will man mehr?
Hinzu kommt, dass auch das Essen zum besten gehörte, was wir in Samoa gekocht bekamen. Vor allem die Würzung, das verwendete Gemüse und die Saucen-Beilagen aus frischer Kokosnuss waren unerreicht – maximal ebenfalls erreicht von Anita’s Beach Fale in Lalomano. Hinzu kam die tolle Lage des offenen Restaurants direkt am Strand, wo wir 2 wunderschöne (und wie gesagt sehr leckere) Abendessen genießen konnten.

Wie ebenso fast überall auf Samoa konnte man auch direkt vom Strand aus schnorcheln, auch wenn das Riff hier leider komplett tot war. Das einzige, was wir hier sahen, waren endlos viele schwarze Seegurken. Angesichts des traumhaften Ausblicks auf das Meer machte dies aber absolut nichts. In der Umgebung gibt es jetzt auch nicht super viel zu sehen, auch wenn sich ein Abstecher ins Café des „Taefu Taulagi Matafeo Store“ unbedingt lohnt – toller hausgemachter Kaffee, leckere Sandwiches und auf Samoa extrem seltene Torten inklusive.
Fazit: traumhafte Lage und sehr engagierte Eigentümerin – definitiv unser Favorit auf Savai‘i
Preis: Die Lauiula Beach Fales (bzw. der Lauiula Beach Club) kosteten uns 55 WST (ca. 20 Euro) pro Person inklusive Abendessen. Der Preis für ausschließlich Übernachtung betrug 45 WST pro Person, für Übernachtung mit Halbpension wären es 90 WST gewesen.
Anreise: wir kamen mit der Mitfahrgelegenheit von den Taifua Beach Fales und fuhren ebenso mit einer Mitfahrgelegenheit nach unserem Aufenthalt zurück in Richtung Fährhafen in Salelologa. Alternativ gibt es aber auch Busse, die hier in der Regel rund einmal stündlich (teils auch häufiger, vor allem in Richtung Süden) in Richtung Manase sowie in Richtung Salailua fahren.
Buchung: Die Lauiula Beach Fales sind nicht online buchbar.

Weitere Beach Fales auf Savai‘i
Natürlich gibt es noch jede Menge weitere Unterkünfte auf Savai’i.
So schauten wir uns neben den Taifua Beach Fales zum Beispiel noch Jane’s Beach Fales in Manase an – ebenfalls mit einer Top-Lage. Die Fales sind mit richtigen Wänden versehen, was durchaus ein Vorteil sein kann, wenn Euch das ganz offene Konzept nicht gefällt. Letztendlich wirkten sie aber eher beengter ohne den tollen Blick. Nur die Übernachtung hätte hier meiner Erinnerung nach 40 oder 45 WST pro Person gekostet, mit Frühstück und Abendessen waren es 90 WST pro Person.
Neben den Lauiula Beach Fales schaute ich mir noch die Blue Lagoon Villas (~) an, eine recht nette Unterkunft mit klassischen Hotelzimmern direkt am Strand, auch recht gepflegt und mit schönen Sitz-Möglichkeiten im Quasi-Restaurant, welches jedoch nur Frühstück anbot. Der Preis hier lag bei 200 WST pro Zimmer (nicht pro Person) – für die Top-Lage durchaus in Ordnung.

Fales auf Upolu
Lovina Beach Fales
Die Lovina Beach Fales war die einzige Unterkunft in Samoa, die wir nicht unbedingt weiterempfehlen würden, vor allem da der Eigentümer irgendwie mit der Führung überlastet zu sein scheint. Zum Abendessen bekamen wir zwei Instant-Suppen vorgesetzt, erst nach etwas Beschwerde wurde dies gegen ein richtiges Abendessen ausgetauscht, welches es dann recht spät um 20:30 Uhr gab. Am nächsten Morgen stand der Eigentümer bereits um 07:00 vor unserer Fale und fragte, wann wir denn gehen – Punkt 08:00 fing er dann an, die Planen an den Seiten abzunehmen (sozusagen die Wände der Fale).
Zu seiner Verteidigung muss man allerdings sagen, dass er wohl (wahrscheinlich aus Familien internen Gründen) irgendwie alleine zu Hause war – und das mit rund 10 Kindern. Ebenso ist auch hier die Lage wieder top – direkt am Strand mit einem nicht spektakulären, aber schönen Riff zum Schnorcheln. Ebenso sind die Lovina Beach Fales die absolut nächstgelegene Unterkunft vom fantastischen und spektakulären Giant Clam Sanctuary rund 3 Kilometer entfernt. Mehr zu dieser besonderen Sehenswürdigkeit findet Ihr auch im Reisebericht Samoa.

Als Alternative habt ihr sonst nur das Faimafili Village Resort rund 500 Meter weiter hintern – müsst dann aber an ein paar verrückten Hunden vorbei und zahlt dort zudem auch 90 WST pro Person (nur mit kontinentalem Frühstück) für ein reguläres Doppelzimmer (dafür mit Klimaanlage, falls es Euch vor lauter Fales mal wieder danach ist).
Fazit: ok für 1 Nacht, aber etwas flexibel sollte man mit dem ungewöhnlichen Eigentümer schon sein
Preis: Die Lovina Beach Fales kosteten uns 70 WST (ca. 23 Euro) pro Person inklusive Abendessen. Der Preis für ausschließlich Übernachtung betrug 50 WST pro Person, für Übernachtung mit Halbpension wären es 80 WST gewesen.
Anreise: wir liefen die 3 Kilometer zwischen Giant Clam Sanctuary und Lovina Beach Fales. Einen Bus gab es hier nicht, per Anhalter war es mangels Fahrzeuge ebenfalls etwas schwierig.
Buchung: Die Lovina Beach Fales sind nicht online buchbar. Alternativ könnt Ihr das Return to Paradise Resort (~) 3 Kilometer weiter online buchen.

Faofao Beach Fales
Mit den Faofao Beach Fales fanden wir unser kleines Paradies in Samoa, denn hier stimmte so ziemlich viel. Eine Ausnahme waren maximal die Sanitäranlagen, die hier noch ein Stück einfacher waren und sicher nicht wirklich regelmäßig Reinigungsmittel sehen.
Der Rest aber passte absolut. Die Familie der Faofao Beach Fales war unglaublich nett, der Blick von unserer Fale war spektakulär, das Restaurant mit mindestens ebenso spektakulärem Blick bot uns eine gute Basis als Aufenthaltsbereich, wo wir auch mal ein paar Stunden am Computer sitzen konnten und das Essen war gut und deutlich besser als in Lovina und Tanu, wenngleich nicht so individuell wie bei Anita oder Lauiula.
Ebenso gab es einige kleinere Shops in der Umgebung, sodass wir immerhin frisches Brot, einige Avocados, richtig gute Äpfel und große Wasserkanister unkompliziert kaufen und somit auch das eine oder andere Mittagessen unterwegs kreieren konnten. Ebenso befindet sich mit dem To Sua Ocean Trench eine der großen Attraktionen von Samoa nur 7 Kilometer von den Faofao Beach Fales entfernt, welches sich mit einem schönen Küstenspaziergang angenehm erlaufen ließ.

Hinzu kam die absolut paradiesische Idylle. Zwar befindet sich diese Unterkunft direkt an der quasi einzigen Insel umrundenden Straße – dies bedeutet aber nicht, dass hier viel Verkehr ist. Vielleicht aller 5 bis 10 Minuten kommt hier mal ein Auto vorbei, geschweige denn größere Fahrzeuge. Zwar musste man für die Sanitäranlagen beispielsweise immer über die Straße gehen, doch irgendwie hatte das schon richtig Charme, denn somit konnte man sich regelmäßig selbst davon überzeugen, dass die Idylle weiterhin intakt ist. Und störenden Verkehr gab es ohnehin nicht.
Nicht zuletzt fand sich bei den Faofao Beach Fales auch das schönste Schnorchelriff aller Fales, die wir auf unserer Reise durch Samoa besuchten. Es wurde zwar (wohl) durch den Tsunami 2008 zerstört, erholt sich aber seitdem richtig gut und bietet nun eine enorm abwechslungsreiche Unterwasser-Landschaft mit einer ordentlichen Vielfalt an Korallen und Fischen aller Größenordnung, auch wenn die Vielfalt nicht ganz mit dem Schnorcheln auf den Yasawa-Inseln auf Fidschi mithalten konnte. Auch Schildkröten konnte ich beim Schnorcheln hier erspähen.
Und, noch ein letzter Punkt ist wichtig: die Faofao Beach Fales waren die günstigste Fale unseres Samoa-Urlaubs. Für Übernachtung und Abendessen zahlten wir nur 50 WST pro Person, sodass unser Bargeld für ein paar Nächte mehr Fale-Erlebnis reichte, bevor wir nach Apia zu den Geldautomaten zurückkehren mussten. Zudem könnt Ihr die Faofao Beach Fales für weniger als 20 Euro pro Person mit Frühstück online buchen(~).
Fazit: traumhaft gelegene, günstige und idyllische Fales mit ordentlichem Aufenthaltsbereich – so nah am Wasser wie es nur geht
Preis: Die Faofao Beach Fales kosteten uns 50 WST (ca. 17 Euro) pro Person inklusive Abendessen. Der Preis für Übernachtung mit Halbpension betrug meiner Erinnerung nach 70 oder 80 WST pro Person.
Anreise: Busse aus Apia fahren in der Regel bis Lalomanu, auf Nachfrage aber auch zu den Faofao Beach Fales. Wir kamen per Anhalter vom Giant Clam Sanctuary zu den Faofao Beach Fales und fuhren ebenso auch per Anhalter weiter in Richtung Anitas Beach Fales.
Buchung: Die Faofao Beach Fales sind hier günstig online buchbar (~).

Anita‘s Beach Fales
Anita’s Beach Fales war der krönende Abschluss unserer magischen und fantastischen 10-Tage Fale-Reise durch Samoa. Wir bekamen hier das beste Essen, es hatte die saubersten Sanitäranlagen, die vielleicht spektakulärste Lage (wobei Faofao und Lauiula auch extrem traumhaft waren), den schönsten Platz zum Sitzen (Restaurant), sehr guten Mobil-Empfang und auch einen der schönsten Strände auf Samoa, den Lalomanu Beach. Dafür ist man hier im Gegensatz zu den anderen hier vorgestellten Orten und Fales zumindest nicht mehr ganz alleine, denn es hat noch zwei, drei andere Fale-Unterkünfte direkt nebenan, zumal der Strand sehr beliebt ist. Und, Anita’s Beach Fales war zugleich auch unsere teuerste Unterkunft auf Samoa, sodass die Qualität nicht von ungefähr kommt.
Damit ist eigentlich das meiste gesagt! Sucht Ihr eine komfortable Fale mit sehr gutem Service und hoher Sauberkeit auch in den Sanitärbereichen sowie Top-Essen, dann ist Anita’s Beach Fale die perfekte Wahl. Ebenso ist es hier auch perfekt zum Baden und Schwimmen, denn der Strand ist sehr weitläufig und das Riff beginnt nicht direkt 5 Meter dahinter. Zugleich sollte man hier aber nicht wegen dem Schnorcheln herkommen – zu sehen gibt es unter Wasser relativ wenig.

Interessanterweise landeten wir nur bei Anita’s Beach Fales, weil sich die benachbarten und deutlich größeren Taufua Beach Fales extrem doof anstellten. Wir machten eine Buchung online auf deren Website, wurden dann aber auf einen höheren Preis hingewiesen. Diesen akzeptierten wir nicht, gleichzeitig wollte Taufua aber auf die Anzahlung nicht rückerstatten, obwohl der Fehler glasklar bei ihnen lag und sie diesen sogar einsahen. Nach sehr viel Diskussion und Intervention bekamen wir die Anzahlung schließlich zurück und konnten unsere Buchung stornieren – dass wir auf die Taufua Beach Fales dann keine Lust mehr hatten, versteht sich von selbst.
Fazit: beste Fale-Unterkunft unserer Samoa-Reise – Top-Lage, sehr gutes Essen und saubere Sanitäranlagen.
Preis: Die Faofao Beach Fales kosteten uns 80 WST (ca. 27 Euro) pro Person inklusive Abendessen. Der Preis für Übernachtung mit Halbpension betrug 100 WST (laut Preisliste 110 WST) pro Person, die Übernachtung ohne Verpflegung hätte 60 WST pro Person gekostet.
Anreise: Busse aus Apia fahren dreimal täglich nach Lalomanu. Wir kamen per Anhalter von den Faofao Beach Fales nach Lalomanu und nahmen schließlich den Bus nach dem Mittag in Richtung Apia.
Buchung: Anita‘s Beach Fales sind nicht online buchbar. Alternativ könnt Ihr hier in Lalumano die Litia Sini Beach Fales & Resort online buchen (~). )

Unsere weiteren Unterkünfte auf Samoa
2 unserer 7 Unterkünfte auf Samoa waren reguläre Hotels bzw. Gästehäuser – auch wenn diese weit weniger spektakulär waren als die Beach Fales.
Salafai Backpacker Inn / Salafai Inn Motel (in Salelologa)
Das Salafai Backpacker Inn bzw. Salafai Inn Motel diente uns nur für eine Nacht als Zwischenübernachtung in Salelologa, nachdem wir mit der letzten Fähre aus Upolu ankamen. Der Weg zu den Beach Fales war uns zu weit, also suchten wir uns etwas in Salelologa.
Das Salafai Backpacker Inn gewinnt dabei mit Sicherheit keinen Schönheitspreis, aber nur zum Schlafen reichte es. Es befindet sich direkt über einem der größeren Supermärkte in Salelologa, sodass wir zumindest die Verpflegung direkt vor der Tür hatten. Die Zimmer waren so halbwegs sauber, die Klimaanlage funktionierte, das Badezimmer war ok – mehr gibt es eigentlich nicht zu berichten.
Fazit: ordentliches sehr einfaches Hotel – gut für 1 Nacht, nicht mehr und nicht weniger.
Fazit: Wir zahlten 120 WST (ca. 40 Euro) für 1 Nacht. Verpflegung wird hier nicht angeboten.


Wer es etwas komfortabler mag, kann sich das Jet Over Hotel direkt gegenüber anschauen. Es ist wesentlich schöner, bietet Restaurant und Pool sowie direkten Meerzugang und befindet sich in einer gepflegten Anlage. Dafür sind die Zimmer mit mindestens 220 WST auch nahezu doppelt so teuer.
Eddie’s Homestay
Die Hauptstadt Apia war der Abschluss unserer Samoa-Reise. Nach der tollen Zeit in den Beach Fales war hier nicht mehr viel geplant, sodass wir nur eine gute und günstige Bleibe suchten. Interessanterweise gibt es im Zentrum von Apia davon sehr wenig, sodass wir auf Eddie’s Homestay auswichen, rund 5 Kilometer vom Zentrum entfernt. Ein Taxi hierhei kostet 10 WST, alternativ fahren auch lokale Busse für 1 WST.
Eddie’s Homestay ist auf Airbnb auch als „Explorer’s Retreat“ zu finden – und genau das trifft es relativ gut. Rund 7 bis 8 Zimmer stehen hier zur Verfügung, alles tip top sauber mit sehr guten Gemeinschaftsbadezimmern. Auch die Küche im unteren Bereich ist top und sehr gut gepflegt, sodass man sich hier durchaus einige Tage aufhalten kann, wenn man von Apia aus Samoa erkunden will – in der weiteren Umgebung gibt es durchaus einiges zu unternehmen. Generell merkt man, dass hier Wert auf Sauberkeit und Details gelegt wird.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auf jeden Fall ausgezeichnet hier, sodass wir diese Unterkunft in Apia für Individualreisende mit eher niedrigerem Reisebudget bestens weiterempfehlen können.
Fazit: ideales Gästehaus zur Selbstversorgung in Apia, in den grünen Hügeln der Stadt gelegen mit schönem Blick auf die Berge.


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Ich bin Christian, Reiseexperte, Diplom-Betriebswirt für Tourismus und Gründer des Reiseblog My Travelworld (seit 2011). Durch mehr als 10 Jahre Berufserfahrung bei Reiseveranstaltern, fast 10 Jahre Leben in der Karibik (Grenada & Dominikanische Republik) sowie über 100 bereiste Länder teile ich auf diesem Reiseblog ausschließlich persönliche Erfahrungen und unabhängige Reisetipps.
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