Es ist schon spannend, wie sich gefühlt halb Europa auf Barcelona stürzt und zum Teil auch auf Sevilla und Madrid. Aber Valencia? Klar hat es hier auch Touristen, aber das Gefühl ist schon ein gänzlich anderes. Im Gegensatz zu erst genannten Städten ist man hier als Tourist noch gerne gesehen und kann noch halbwegs authentisch in die Stadt eintauchen. Grund genug, einen kurzen Blick auf diese spannende Stadt zu werfen und Euch an unseren Erfahrungen teilhaben zu lassen.
Reisezeitraum: Juni 2025
Geschrieben: August 2025
Veröffentlicht: September 2025
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Inhalt dieses Reise-Artikels
Anreise nach Valencia
Wie viele andere spanische Städte ist auch Valencia sehr gut per Flugzeug von zahlreichen deutschen und grenznahen Städten erreichbar. Unter anderem gibt es Direktflüge von Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Hahn, Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart, Memmingen, München und Nürnberg. Zudem werden im nahen Ausland Eindhoven, Luxemburg, Basel, Zürich, Prag, Wien und Breslau angeflogen.
Die meisten dieser Flüge werden von Ryanair, Easyjet, Eurowings und Lufthansa durchgeführt. Vueling und Iberia, die beiden Platzhirsche in Spanien, haben überraschenderweise kaum bzw. keine Flüge von Valencia nach Deutschland. Am günstigsten geht es in der Regel mit Ryanair nach Valencia (vor allem wer ohne Gepäck reist), aber ein Preisvergleich lohnt sich allemal.

Da wir wie so oft Valencia in einen längeren Europa-Trip einbauten, flogen wir ebenfalls mit Ryanair nach Valencia – allerdings aus Marrakesch für weniger als 25 Euro. Nach unserem kurzen Valencia-Urlaub ging es für uns mit dem Bus weiter nach Tarragona. Wollt Ihr mit dem Bus von und nach Valencia reisen, gibt es u.a. gute Verbindungen nach Barcelona, Alicante, Madrid, Murcia und Malaga. Alsa ist hier die dominierende Busgesellschaft, Flixbus bietet ausnahmsweise mal nur wenige oder gar keine Fahrten an. Der Busbahnhof, der Estació Autobusos València, befindet sich in Zentrumsnähe, nördlich des Turiaparks und ist je nach Lage Eurer Unterkunft auch zu Fuß erreichbar. Wir konnten problemlos hierherlaufen. Der Busbahnhof ist nichts besonderes und nicht wirklich gemütlich, viel Zeit müsst Ihr hier also nicht verbringen.

Natürlich ist Valencia auch mit dem Zug ab allen wesentlichen spanischen Städten erreichbar. Eure Zugtickets in Spanien solltet Ihr jedoch früh buchen, da sie sonst – ähnlich wie in Deutschland – sehr teuer werden können.
Flughafen-Transfer oder Mietwagen in Valencia?
Der Flughafen Valencia befindet sich eine rund 25-minütige Metrofahrt vom Zentrum entfernt. Eine Fahrt kostet regulär 4.80 Euro (+1 Euro Gebühr für die Metrocard) pro Person. Mit Hilfe der örtlichen ÖPNV-Angestellten, die gerne an den Ticketautomaten helfen, bekamen wir ein Ticket für 6 Euro, was für beide Personen gültig war (also 3 Euro pro Person) – keine Ahnung, welche Ticketart das war.
Mit der Metro kann man direkt bis ins Zentrum von Valencia fahren. Wir konnten zum Beispiel problemlos an der Station Àngel Guimerà aussteigen und zu unserer Unterkunft in Valencia, dem SingularStays Botanico 29 Rooms, laufen. Alternativ bieten sich für die Innenstadt in Valencia auch die Metro-Stationen Colón und Alameda an, beide ebenso direkt vom Flughafen mit der roten Linie zu erreichen.

Natürlich könnt Ihr Euch auch ein Taxi nehmen oder einen Flughafen-Transfer vorbuchen, wobei es dafür meines Erachtens kaum Notwendigkeit gibt, da die Metro wirklich praktisch, schnell und günstig ist.
Alternativ könnt Ihr Euch natürlich auch einen Mietwagen in Valencia (~) nehmen. Während ihr diesen für die Stadt nicht wirklich benötigt, bietet sich ein Leihfahrzeug vor allem für Ausflüge in die Umgebung an, zumal diese vor allem in der Nebensaison oft sehr günstig sind. Ein Mietwagen von TUI Cars & Co. ist daher ideal, wenn Eure Reise nach Valencia ein paar Tage länger dauert und Ihr auch das Umland erkunden wollt. Spannende Ausflugsziele sind u.a. der Albufera Naturpark, El Saler, die Strände an der Costa Blanca, Gandía oder die Weinregion Utiel-Requena.
Unterkünfte in Valencia
Insofern Ihr Euch für einen Mietwagen entscheidet, achtet auf jeden Fall darauf, dass Eure Unterkunft in Valencia Parkplätze anbietet, denn zumindest in der Innenstadt ist der Parkraum sehr knapp bis nahezu nicht vorhanden. Parkplätze, teils gegen Gebühr, bieten u.a. das DWO Valencia, das Eurostars Acteón, das NH Ciudad de Valencia und die meisten Ilunion Hotels. Für eine direkte Strandlage, Parkplatz und Nähe zur Stadt bietet sich das El Globo-Hotel an.
Generell findet Ihr Hotelbewertungen und Erfahrungen zu unseren Unterkünften in Spanien hier. Mit unserer Unterkunft, dem SingularStays Botanico 29 Rooms, waren wir angesichts des sehr günstigen Preises absolut happy, zumal es sich in Laufentfernung zum Zentrum befand.

Die Altstadt von Valencia – ein ganz besonderes Flair
Und was gibt es nun zu sehen in Valencia? Von Sehenswürdigkeiten möchte ich gar nicht unbedingt sprechen, denn das Abklappern von bloßen Attraktionen in europäischen Städten haben wir uns schon lange abgewöhnt. Vielmehr geht es uns oft um das Ambiente, das Gefühl in einer Stadt.
Diesbezüglich einzigartig in Valencia ist der Turia-Fluss – oder besser gesagt das Turia-Flussbett, denn ein Fluss fließt hier schon seit Ende der 50er Jahre nicht mehr. Dieser wurde aufgrund von mehreren verheerenden Hochwassern umgeleitet. Während das Flussbett zuerst dahin siechte und zunächst eine eher zu meidende Gegend war, wurde in den 80ern und 90ern schließlich im kompletten ehemaligen Turia-Fluss ein Park errichtet, der heute die Stadt dominiert. Die Altstadt von Valencia sowie die angrenzenden Viertel werden nun von einem 8 Kilometer langen Park umgeben, der die Basis für das Image Valencias ist: die Läufer-Hauptstadt von Valencia.


An quasi allen Tagen unseres Aufenthalts sahen wir Läufergruppen durch den Park ziehen, zudem gibt es regelmäßige Lauf-Events und Marathon-Veranstaltungen. Und in der Tat, der Park ist auch wirklich cool zum Laufen und dank seiner Ausdehnung eben auch lang genug für nahezu alle Distanzen. Aber auch zum Spazieren und Entspannen eignet sich der Turia-Park exzellent.
Nahezu umschlossen vom Turia-Park ist die Altstadt Valencias. Wenig überraschend bietet diese ausreichend Möglichkeiten zum Flanieren, Spazieren, Shoppen und Probieren – und natürlich auch zum Anschauen des einen oder anderen historischen Bauwerks, u.a. der Kathedrale von Valencia mit dem Miguelete-Glockenturm, der Seidenbörse „La Lonja de la Seda“ (UNESCO-Weltkulturerbe), die Zentralmarkthalle (Mercado Central) im Jugendstil, die mittelalterlichen Serranos-Türme (Torres de Serranos) und Quart-Türme (Torres de Quart) sowie der Palast der Regionalregierung.


Interessant ist in der Altstadt von Valencia aber, dass es hier aus touristischer Sicht noch relativ entspannt ist. Klar, im absoluten Zentrum rund um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sieht man schon die eine oder andere Touristengruppe – auch von Kreuzfahrtschiffen – und generell ist die Innenstadt schon sehr ordentlich besucht, aber es ist alles absolut im Rahmen und lässt sich genießen.

Wir erkundeten die Altstadt von Valencia mit einer Free Walking Tour, die uns neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auch noch einen kurzen Abriss über die Geschichte Valencias gab. Die Tour mit Guide Doe war empfehlenswert, wenngleich auch nicht spektakulär. Ähnliche Stadtrundgänge mit einheimischen Guides findet Ihr auf FreeWalk oder bei GuruWalk.
Achtung vor Touristenfallen: auf eine Paella in Valencia
Was ebenfalls nicht fehlen durfte, war eine Paella in Valencia – auch wenn wir nicht die originale Paella Valenciana aßen, da diese mit Hühnchen zubereitet wird. Aber auch eine reguläre Seafood Paella oder eine vegetarische Paella tut es – und hier fanden wir wirklich ein Top-Lokal, wo wir uns zwischendurch fragten, ob wir nicht doch in einer Touristenfalle landeten. Zum Glück war es keine, sondern ein tolles Paella-Erlebnis. Auch wenn es für uns gut ausging, lohnt sich ein Blick auf unsere diesbezüglichen Erfahrungen in Valencia, damit Ihr ähnliche Situationen vermeiden könnt.
Im Restaurant MoN in der Plaça de Marià Benlliure 2 in der Altstadt von Valencia sprach uns am Nachmittag ein Mitarbeiter oder Eigentümer (oder vielleicht war es auch nur ein Handlanger?) an und offerierte uns einen kostenlosen Drink, wenn wir am Abend hierher essen kommen würden. Ebenso sagte er uns eine Vorspeise und ein Hauptgericht für 20 Euro zu – die Paellas alleine kosteten normalerweise schon um die 17 bis 19 Euro, ein gängiger Preis in Valencia. Eben jene Kombination bestellten wir schließlich auch beim Kellner später am Abend, als wir zurückkehrten, und versicherten uns auch noch einmal über Preis und Angebotsbedingungen (sowie dem kostenlosen Drink). Serviert wurden uns neben den Vorspeisen schließlich zwei riesige Paellas, die für insgesamt 6 Personen gereicht hätte. Unter der Maßgabe, dass Paellas oft ohnehin erst ab 2 Personen serviert werden, dachten wir schon, dass wir hier zumindest ungewollt auch doppelt zahlen müssten.

Doch am Ende bekamen wir tatsächlich die beiden riesigen Paellas, zwei Vorspeisen und zwei Drinks für gerade einmal 20 Euro pro Person – ein echtes Schnäppchen. Und gut geschmeckt hat es auch noch, auch wenn es sicher nicht Weltklasse-Paellas waren. Wer in Valencia ebenfalls solche riesigen Paellas essen möchte, dem sei das MoN Restaurant sehr empfohlen. Ich konnte meine Portion nicht einmal aufessen, was extreeeeem selten ist – in der Regel gehe ich nach Restaurantbesuchen immer hungrig nach Hause. ;-)
Übrigens, schon eine Paella abends zu essen ist eigentlich ein Touri-Fehler schlechthin, denn die Spanier essen sie in der Regel ausschließlich mittags bzw. am frühen Nachmittag, da sie für ein Abendessen als zu schwer gilt – was wir anhand der Füllstände unserer Mägen absolut bestätigen können.
Und wenn wir gerade bei Touristenfallen sind: passt auf Eure Handys auf, vor allem im Restaurant. In Valencia legt man seine Smartphones nicht offen auf den Tisch, weil sie dann viel zu oft (mit ein wenig Ablenkung) geklaut werden. Uns ist es nicht passiert, aber man liest es doch das eine oder andere Mal …
Ausflugsziele rund um Valencia
Habt Ihr von Valencia genug gesehen und auch den Stadtstrand für eine kleine Abkühlung im Meer besucht, bieten sich noch Ausflüge in die Umgebung an, vor allem mit einem Mietwagen. Zu den beliebtesten Ausflugszielen ab Valencia gehören u.a. die folgenden Reiseziele, die Ihr alle in maximal 1.5 Stunden ab Valencia erreichen könnt:
- Albufera Naturpark: der Ursprung der Paella Valenciana mit vielen kleinen Restaurants am See, wo man auch zu einer Bootsfahrt starten kann
- Xàtiva: spektakuläre Burganlage auf einem Hügel mit Blick über die gesamte Region sowie eine interessante historische Altstadt
- Montanejos: natürliche heiße Quellen mitten in den Bergen sowie beliebtes Ziel für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Canyoning
- Peñíscola: mittelalterliche Altstadt mit Festung am Meer sowie eine Küstenlage mit langen Stränden und romantischen Gassen
- Utiel-Requena: Weinregion mit Fokus auf die Bobal-Traube, ideal für Weinverkostungen sowie den Besuch von historische Weinkellern
Fazit
Valencia ist also ein spannendes Städtereiseziel, idealerweise für die Monate zwischen März und Juni sowie September bis November, da es im Juli und August doch sehr heiß werden kann.
Für uns ging es nach Valencia noch nicht ganz nach Hause, sondern erst noch nach Tarragona, einem kleinen Geheimtipp in Spanien. Wir verließen Valencia mit einem wirklich schönen Gefühl und spannenden Erfahrungen und hoffen, hier irgendwann noch einmal deutlich mehr Zeit zu verbringen, sodass wir auch noch deutlich mehr von der spannenden Umgebung erkunden und idealerweise auch an der einen oder anderen Lauf-Veranstaltung teilnehmen können.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von TUI Cars veröffentlicht. Vielen Dank dafür! Der Reisebericht spiegelt (wie jeder Artikel hier bei My Travelworld) ausschließlich meine eigene subjektive Meinung wider.
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Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Ich habe nicht nur Tourismus studiert und mehr als 10 Jahre bei Reiseveranstaltern gearbeitet (gerne helfe ich Euch bei Eurer Reiseplanung), sondern auch knapp 10 Jahre in der Karibik gewohnt (Grenada & Dominikanische Republik) und bereits mehr als 90 Länder bereist.
Aktuell bin ich als Digitaler Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei ich die Karibik weiterhin regelmäßig besuche. Mehr über mich findet Ihr hier, ebenso wie einige Links zu meinen Experten-Beiträgen auf anderen Websites oder in Podcasts.
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