Vanuatu, ein Name so exotisch wie die Realität. Der kleine Inselstaat im Pazifik zwischen den Salomonen und Fidschi besticht vor allem durch überragende Strände, spannende Natur-Sehenswürdigkeiten und der Nähe zum Paradies auf Erden. Doch auch in Vanuatu ist die Reiseplanung nicht immer einfach. Eine Staats-Airline, die gefühlt aller 3 Jahre in Konkurs geht, mehr Kakerlaken als Menschen auf den Fähren, Attraktionen mit nicht immer fairem Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Unterkünfte, die nicht immer einfach online zu finden sind, machen die Reiseplanung zu einer Herausforderung. Genau deswegen habe ich diesen Reisebericht Vanuatu geschrieben – damit Ihr die wichtigsten Reise- und Geheimtipps zu Vanuatu schon vorher kennt und Euren Urlaub entsprechend entspannt organisieren und genießen könnt.
Reisezeitraum: Februar 2025
Geschrieben: April 2025
Veröffentlicht: April 2026
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– Reisebericht Salomonen
– Reisebericht Tonga
– Reisebericht Samoa (folgt)
– Reisebericht Fidschi
– Reisebericht Cook-Inseln (folgt)
– Reisebericht Französisch-Polynesien (folgt)
Inhalt dieses Reise-Artikels
Das Besondere
Vanuatu gilt oft als ein Geheimtipp, wenn es um einen Urlaub in der Südsee geht. In zahlreichen Publikationen ist Vanuatu als aufstrebendes Reiseziel gepriesen, wobei sich dies wahrscheinlich eher auf Australier und ggf. noch Amerikaner bezieht. Für uns Europäer ist ja im Prinzip der komplette Südpazifik ein einziger Geheimtipp, den (leider) nur wenige aufgrund der weiten Anreise besuchen können – dabei sind die Inseln, und dazu zählt auch Vanuatu, gar nicht mal derart teuer, wie man sich das von der klassischen Südsee eigentlich vorstellt.

Klammert man mal diese weite Anreise für die meisten Urlauber aus, können wir dieses Prädikat des Geheimtipps für Vanuatu durchaus unterschreiben. Weniger entwickelt als Fidschi, mehr klassische Südsee-Inseln und -Momente als in den eher kulturell und landschaftlich interessanten benachbarten Salomonen-Inseln (oder Tonga beispielsweise) und in Sachen Unterkünfte weniger teuer als zum Beispiel Französisch-Polynesien (wobei gerade in Sachen Unterkünfte Vanuatu auch nicht billig ist): Vanuatu hat also durchaus etwas zu bieten.
Hinzu kommen einige Optionen auch für Reisende mit einem eher niedrigen Reisebudget, die wirklich den typischen Südsee-Traum wahr werden lassen – vor allem auf der Insel Espiritu Santo: ein kleiner einfacher Bungalow direkt am türkisblauen Strand, Kajak vor der Tür, Hausriff direkt am Strand, keinen Strom, den Strand und die Umgebung komplett für sich alleine und zudem stets eine angenehme Meerbrise und einen spektakulären Blick von der Terrasse. Klingt traumhaft? Ist es auch! Willkommen in Vanuatu, wo ich Euch einige dieser Optionen vorstelle – und auch Dinge und Orte, die Ihr eher vermeiden solltet.

Reiseplanung
Wie auch bei den anderen Südsee-Inseln ist es auch in Vanuatu wichtig, dass Ihr Euch vorher einen kurzen Plan macht, wieviele Inseln Ihr ungefähr sehen wollt und wieviele Tage Ihr dafür benötigt. Anschließend solltet Ihr mindestens das Doppelte an Zeit einrechnen. ;-) Grund dafür sind die langsamen Fähren in Vanuatu, die langen Distanzen sowie die im Falle Vanuatus besonders unzuverlässige National-Airline, die Euch zwischen den Inseln hin- und herfliegt – oder eben auch nicht. Dazu gleich mehr hier im Reisebericht Vanuatu.
Hinzu kommt, dass sich die wahren Paradiese – wie auch im Falle der Salomonen oder Tonga – eher außerhalb der Hauptinsel befinden, wobei man auf Efate (wo die Hauptstadt Port Vila ansässig ist) beispielsweise mit Erakor Island(~), Iririki oder den Whispering Palms (~) schon das eine oder andere nette Fleckchen findet.
Für 1 Woche Vanuatu würde ich daher lediglich Efate und ggf. einen Trip von 2 Nächten nach Tanna einplanen – wenn Ihr zuverlässige (und bezahlbare) Flüge findet.
Für 2 Wochen bietet sich dann auf jeden Fall mindestens 1 Woche für Espiritu Santo an sowie ggf. eben Tanna oder eben eine andere Insel. Zudem bieten Euch 2 Wochen Vanuatu auch die Möglichkeit, auf Inlandsflüge zu verzichten und dafür die langsameren, aber günstigeren Fähren zu nehmen.

Wer Vanuatu richtig intensiv erleben möchte, kommt eigentlich um mindestens 3 oder 4 Wochen nicht herum. Dann kann man auch die abgelegenen Inseln erkunden – wobei man eigentlich schon bei Espiritu Santo, welches ebenfalls über einen internationalen Flughafen verfügt, das Gefühl hat, dass man komplett fernab von jeglichem Tourismus ist. Wie schon angedeutet fanden wir hier einige der schönsten Bungalows direkt am Strand – und das für relativ wenig Geld. Natürlich kann man auch entsprechend mehr für komfortablere Unterkünfte in Vanuatu ausgeben, zum Beispiel für die schöne Turtle Bay Lodge (~), das Aore Island Resort (~) oder das Bombua Beach House (~).
Braucht Ihr Hilfe bei der Reiseplanung für Vanuatu, könnt Ihr mir gerne im Rahmen meiner professionellen Reiseberatung eine Anfrage senden.
Flüge und Anreise
Apropos internationalen Flughafen, sprechen wir doch gleich einmal über die Anreise nach Vanuatu. Aus Deutschland ist diese logischerweise lang und in der Regel kostspielig. 1500 Euro solltet Ihr für einen Hin- und Rückflug in der Regel einplanen. Wer seine Flugtickets selbst zusammenbastelt, kann je nach Saison auch für 1000-1200 Euro fündig werden – gerne helfe ich Euch im Rahmen meiner Reiseberatung dabei.
Tickets Deutschland Vanuatu suchen (~)
Vanuatu hat zwei internationale Flughäfen:
- Bauerfield International Airport in Port Vila – VLI (auf der Hauptinsel Efate)
- Santo-Pekoa International Airport in Luganville – SON (auf der Insel Espiritu Santo)

Am ehesten solltet Ihr Flüge nach Port Vila suchen. Gute Verbindungen gibt es hier mit Fiji Airways über deren Nadi-Hub oder mit den australischen Airlines Qantas und Virgin Australia ab Brisbane bzw. Jetstar ab Sydney.
Flüge ab Australien gibt es teils schon ab 125 Euro one-way, auch die Verbindung und nach Nadi auf den Fidschi-Inseln ist teilweise schon ab 125 Euro zu haben.
Gute Verbindungen nach Vanuatu gibt es manchmal auch ab Hongkong, Singapur oder Manila sowie San Francisco, Dallas und Los Angeles, da Fiji Airways von hier aus Langstreckenflüge in die Südsee anbietet.
- Singapur – Vanuatu (~)
- Hongkong – Vanuatu (~)
- Tokio-vanuatu(~)
- Kuala Lumpur – Vanuatu (~)
- Bali – Vanuatu (~)
Ein besonderer Blick ist auch der Flughafen Luganville auf Espiritu Santo wert, besonders, wenn Ihr ohnehin aus Australien oder von anderen Inseln wie den Salomonen kommt. Insofern Ihr Euch nämlich einen Gabeflug bucht, also zum Beispiel Australien – Santo und weiter Port Vila – Australien (oder Fidschi), spart Ihr Euch mindestens einen teuren Inlandsflug, insofern Ihr ohnehin mindestens zwei Inseln sehen wollt.

Santo bietet im Wesentlichen Flüge und Verbindungen mit Solomon Airways von Honiara, Brisbane, Auckland und Nadi.
Als Beispiel: Fliegt Ihr von Deutschland, Australien oder Fidschi (oder von wo auch immer) hin und zurück nach Port Vila, wollt aber auch die traumhaften Strände und Blauen Lagunen (eine Besonderheit auf Espiritu Santo) von Espiritu Santo erkunden, müsst Ihr entweder für sportliche 350 Euro einen Inlandsflug von Port Vila nach Santo und zurück buchen oder die rund 20-stündige Fähre in Vanuatu zwischen Port Vila und Luganville nehmen. Bringt Euch jedoch Euer internationaler Flug nach Port Vila und Ihr fliegt von Santo aus weiter in ein anderes Land, spart Ihr Euch zumindest eine dieser Überfahrten bzw. Inlandsflüge. Zu den Inlandsflügen gleich noch mehr hier im Reisebericht.
Genauso machten wir es schließlich auch im Rahmen unserer Reise nach Vanuatu: wir landeten mit Solomon Airways aus Honiara kommend in Santo und flogen schließlich mit Fiji Airways weiter auf die Fidschi-Inseln. Die Strecke zwischen Santo und Port Vila legten wir in rund 18 Stunden mit Tanna Ferry zurück.

Transport zwischen den Inseln
Beim Thema Transport zwischen den Inseln sollte nun auch klar werden, warum ich Euch oben im Reisebericht empfohlen habe, mindestens doppelt so viel Zeit wie normal für Euren Vanuatu-Urlaub einzuplanen – und warum eben solch ein Gabelflug Gold wert sein kann.
Mit Air Vanuatu im Land unterwegs
Einer der Gründe ist hier Air Vanuatu. Die National-Airline von Vanuatu ist im Prinzip im Dauerkrisen-Zustand und ging in den vergangenen Jahren mehrmals bankrott. Flugtickets wurden ungültig, gezahlte Kundengelder verschwanden irgendwo in den löchrigen Taschen und Flugpläne dienten mehr als ungefähre Handlungsempfehlung denn als konkreter Plan, auf den man sich verlassen kann. Kurzum, der Ruf von Air Vanuatu ist wirklich nicht der Beste.
Der letzte Stand ist jener, dass die Airline 2024 komplett pleite ging. Bezahlte Flugtickets wurden einfach ungültig, Rückzahlungen seitens der Airline gab es nicht. Seit Ende 2024 ist nun eine neue Air Vanuatu im Aufbau, die zunächst lediglich Inlandsflüge durchführt. Online-Buchungen sind nicht möglich, lediglich telefonische Reservierungen oder in einem der Buchungsbüros auf den Inseln in Vanuatu.
Die Flotte ist jedoch enorm klein, sodass der Flugplan schnell durcheinander kommt. Während unserer Vanuatu-Reise wurden beispielsweise tagelang die Flüge zwischen Port Vila und Santo storniert, da sich das Flugzeug in Reparatur befand – nicht unbedingt eine gute und zuverlässige Basis, auf der sich ein Urlaub in Vanuatu aufbauen lässt.
Und wollt Ihr doch einen Flug mit Air Vanuatu buchen, sind diese absolut nicht preiswert. Der 320-Kilometer Hüpfer von Santo nach Port Vila kostet knapp 20000 Vatu, also rund 170 Euro one-way. Auch nach Tanna ist es mit knapp 18000 Vatu nicht viel günstiger. Etwas günstigere Flüge gibt es von und nach Lonorore oder Norsup, doch auch hier müsst Ihr mindestens 120 Euro one-way einplanen – für teils 15 oder 20 Minuten Flugvergnügen.
Alternative zu Air Vanuatu
Alternativen zu Air Vanuatu sind rar. Solomon Airways führt einige Flüge im Auftrag von Air Vanuatu durch, im Wesentlichen einige wöchentliche Verbindungen zwischen Port Vila und Santo. Online buchen könnt Ihr aber auch diese Flüge nicht.
Zudem gibt es mit Air Taxi eine kleine private Fluggesellschaft, die man aber eher als Gelegenheitsverkehr betiteln kann. Einen regelmäßigen Flugplan gibt es hier nicht, aber ihr könnt Eure gewünschten Strecken anfragen und werdet dann ggf. mit anderen Passagieren zusammengelegt. Günstiger als Air Vanuatu ist das natürlich nicht, wenngleich ab und zu Last-Minute günstigere Preise vorhanden sind (dann aber wirklich Last-Minute, sprich um die 24 Stunden vorher – nicht wirklich sinnvoll für eine vorausschauende Reiseplanung)
Mit der Fähre in Vanuatu
Eine gute Alternative zu den teuren und recht unzuverlässigen Inlandsflügen ist daher die Fähre in Vanuatu – aber auch diese ist nicht frei von Problemen und gewiss kein Allheilsbringer.
Hier gleich einmal direkt eine der Gründe, warum auch die Fähre in Vanuatu kein Selbstläufer ist:
- statt 1 Stunde im Flugzeug von Port Vila nach Santo benötigt Ihr mit der Fähre für die selbe Strecke 18-20 Stunden
- der Fahrplan ändert sich oft und ist anfällig für technische Mängel oder Änderungen aufgrund von Wettereinflüssen
- die Ausstattung der Fähren ist zwar ordentlich, aber zum Beispiel Tanna Ferry ist – wie wir während unserer Fahrt nach Port Vila spürten – ein schwimmendes Kakerlaken-Sammelsorium
Preislich liegt die Fähre nach Santo rund bei der Hälfte des Fluges. Statt rund 19000 mit Air Vanuatu zahlt Ihr mit Vanuatu Ferry oder Tanna Ferry rund 9500 Vatu. Mehr zu unserer Fährüberfahrt mit Tanna Ferry findet Ihr hier. Eine ausführliche Übersicht der Preise in Vanuatu habe ich Euch hier zusammengestellt.

Neben Santo ist die Fähre in Vanuatu auch eine sehr gute Option, um nach Tanna oder Malekula zu kommen. Auch hier sind Tanna Ferry oder Vanuatu Ferry Eure Optionen.
Zu den anderen Inseln wie Ambrym, Epi und Pentecost kommt Ihr ebenfalls per Fähre – allerdings weniger regelmäßig und meiner Meinung nach mit anderen Fährgesellschaften.
Die Fortbewegung zwischen den Inseln ist also in der Tat nicht einfach. Während die Grundprobleme – relativ teure Inlandsflüge und langsame Fährverbindungen – auch in anderen Südsee-Ländern wie Tonga oder den Salomonen in ähnlicher Form auftreten, kommt in Vanuatu noch das Problem der wirklich unzuverlässigen Airline hinzu. Ein Patentrezept dagegen gibt es nicht, außer viel Geduld, eine vorausschauende Reiseplanung sowie genügend Puffer zwischen den einzelnen Stationen.

Unterkünfte
Die Transfers sind also durchaus nicht einfach – zum Glück sieht es bei den Unterkünften in Vanuatu deutlich besser aus. Während es in Tonga (siehe Unterkünfte in Tonga) und den Salomonen (siehe Unterkünfte auf den Salomonen) noch notwendig war, die Unterkünfte wirklich manuell per E-Mail anzuschreiben und nach den Preisen zu fragen (da es online so gut wie keine Optionen gab), gibt es in Vanuatu zumindest eine halbwegs ordentliche Auswahl an Hotels, Gästehäusern und schönen Strand-Lodges (auch wenn wir uns letztendlich dennoch unsere Unterkünfte vor Ort suchten, aber das ist ein anderes Thema).
Reist Ihr nach Vanuatu, seid Ihr wahrscheinlich – ebenso wie wir – an diesen einzigartigen Strand-Unterkünften interessiert, denn Vanuatu hat in Sachen türkisblaue Ozeane, kleine Inselchen und abgelegene Strände schon echt was zu bieten. Der große Vorteil von Vanuatu ist, dass es hier Optionen in allen Preisklassen gibt. Selbst in der günstigsten Kategorie von rund 40-50 Euro pro Zimmer pro Nacht (ca. 5000-6000 Vatu) könnt Ihr Euch genau jenen Traum realisieren, für den Ihr vielleicht Eure Südsee-Reise gestartet habt: einen einfachen Bungalow direkt am einsamen Sandstrand mit atemberaubenden Blick auf das türkisblaue Meer. Genau das erlebten wir auf Espiritu Santo gleich zweimal (siehe folgende Vorschläge), aber natürlich gibt es auch komfortablere Optionen, wenn Ihr ein etwas höheres Reisebudget zur Verfügung habt.

Low Budget:
- Lonnoc Bamboo Bungalows – die vielleicht schönste Unterkunft unserer kompletten 3 Monate in der Südsee. Ganz einfach gehalten, aber gepflegt, ohne Strom, dafür mit wahnsinnig tollem Blick auf das türkisblaue Meer von der Terrasse sowie einem kleinen Strand, den wir nur für uns hatten
- Hideaway Paradise Beach Bungalows – auch hier ein wahnsinnig toll gelegener Bungalow, nahezu komplett vom Wasser umgeben mit großer Terrasse und Blick auf das Riff sowie die gegenüberliegende unbewohnte Insel. Tolles farbenfrohes Schnorchelriff – im Prinzip ein Privatriff – direkt vor der Haustür.

Mittelklasse:
- The Espiritu Luganville (Preise hier ansehen): schönes Hotel mit Pool und komfortablen Zimmer, Lage direkt am Meer, auch wenn es kein toller Badestrand ist. Eine der schönsten Optionen direkt in Luganville und gut zum Ankommen.
- Mariner Apartments (hier Preise ansehen): ideale Lage in Port Vila, aber dennoch direkt am Meer mit Meerblick und nahegelegenen Strand-Möglichkeiten. Großer Supermarkt, das historische Zentrum, Sehenswürdigkeiten – alles in Gehentfernung.
- Ratua Private Island Resort (Preise hier ansehen): eine kleine Privatinsel in einem komfortablen, aber nicht übertrieben luxuriösen Hotel in Vanuatu mit engagierten Mitarbeitern und tollen Schnorchel-Optionen.

Komfort & Luxus:
- Aore Island Resort (Preise hier ansehen): direkt gegenüber von Luganville gelegen – nur 2km per Boot – handelt sich hier um ein richtiges klassisches und hochwertiges Strand-Resort mit großzügigen Bungalows und Strand-Villen sowie Schnorcheloptionen direkt vom Strand aus
- Turtle Bay Lodge (Preise hier ansehen): eines der am etabliertesten Hotels in Vanuatu, mit kostenfreien Kayaks, Schnorcheln direkt vom Strand aus und sehr gutem Essen im Restaurant. Eine der besten Optionen auf Santo.
- Erakor Island Resort & Spa (hier Preise ansehen): hier werden Südsee-Träume wahr – eine kleine Insel im türkisblauen Ozean, kostenfreies Kajaken und Schnorcheln, nicht weit vom Flughafen entfernt, Shuttle-Boots aufs Festland. Erakor bietet nahezu alles, was man von einem entspannten Resort-Aufenthalt erwarten kann.
- Whispering Palms (hier Preise ansehen): wunderschöne und bezahlbare Strandvillen direkt am Meer, mit Schnorcheln direkt vor der Haustür und kostenfreien Kajaks. Fernab von Port Vila und des Flughafens gelegen, daher etwas weiterer Transfer, dafür aber absolute Ruhe und Authentizität.
Mehr zu unseren Unterkünften auf Vanuatu findet Ihr auch hier.
Unsere Erfahrungen in Santo
Damit wären wir auch gleich bei unseren Erfahrungen zu Vanuatu, denn die spektakulären Unterkünfte machten einen Großteil unserer Erlebnisse aus.
Luganville, das logistische Zentrum von Espiritu Santo
Startpunkt unserer Vanuatu-Reise war Luganville, die kleine Hauptstadt der Insel Espiritu Santo. Zwar hat Luganville an und für sich nicht viel zu bieten, doch logistisch gesehen ist es ein wichtiger Ausgangspunkt, vor allem, da es im Prinzip der einzige Ort auf der gesamten rund 115 x 60 Kilometer großen Insel ist, an dem Ihr etwas einkaufen könnt sowie zumindest ein Stück weit Infrastruktur habt und auch, da hier sowohl die Inlandsflüge zu anderen Inseln (inkl. Port Vila) starten als auch die Fähre mit Tanna Ferry oder Vanuatu Ferry in Richtung Hauptstadt.
Auch aus diesem Grund waren wir gleich dreimal in Luganville und probierten hier gleich eine Reihe von Unterkünften aus. Details dazu habe ich Euch im Artikel über die Hotels in Vanuatu zusammengeschrieben.

Wie schon während unserer Reise auf die Salomonen-Inseln suchte ich auch beim Start unserer Vanuatu-Reise gleich am ersten Tag die Touristinformation auf, denn auch auf Vanuatu gilt: online sind längst nicht alle Angebote zu finden und die Informationen auf anderen Reiseblogs sind sehr überschaubar.
Auch wenn die Tourist-Info in Luganville bei weitem nicht so genial war wie jene in Honiara (siehe Reisebericht Salomonen), so nahm ich doch einige Inspirationen mit, die uns schließlich am nächsten Tag in Richtung Lonnoc Beach führten.
Die Ostküste, Teil 1: Hog Harbour, Lonnoc Beach und Champagne Beach
Der Lonnoc Beach sowie der benachbarte Champagne Beach sollte unser erstes Reiseziel auf Vanuatu werden. Das Hinkommen war jedoch gar nicht mal so leicht. Zwar gibt es eine Art ÖPNV auf Vanuatu, dieser ist jedoch nur sehr rudimentär ausgebaut und vor allem auch kaum beschildert. Während die Minivans rund um Luganville noch als A-Route und B-Route ausgeschildert sind, wird alles in Richtung Norden in der Regel mit Pick-Ups organisiert. Diese besitzen jedoch keine Beschilderung, sondern treffen sich einmal am Tag (in Richtung Hog Harbour, Port Olry und Lonnoc Beach zum Beispiel gegen 14:30/15:00 an der Tankstelle am Ortsausgang) und nehmen dann alle Passagiere mit, die irgendwie in diese Richtung wollen.
An diese Informationen muss man jedoch erst einmal kommen und diese auch entsprechend verifizieren. Zudem findet man zwar die Tankstelle, doch der Ablauf ist wirklich unklar, zumal man den Tankstellenangestellten Bescheid sagt, wo man hinwill bzw. dass man auf einen Transport wartet.
Sei es drum, irgendwie klappte es und wir befanden uns schließlich gegen Nachmittag in einem dieser Fahrzeuge, welches uns für 500 VUV in Richtung Hog Harbour brachte und uns sogar bis zum Lonnoc Beach fuhr. Vor der Fahrt gingen wir noch auf dem Markt einkaufen, denn es gibt zwar ein paar einfache Bungalows am Lonnoc Beach, aber im Prinzip weder Restaurant noch Shops.
Am Lonnoc Beach angekommen, wartete aber erst einmal eine große Überraschung auf uns. Die eigentlich von uns anvisierten Lonnoc Eco-Beach Bungalows waren dermaßen alt und wirklich nahezu zusammengefallen, dass wir unseren Augen kaum trauten. Es sah wirklich so aus, als wenn hier monatelang niemand mehr genächtigt hatte. Und das nicht nur im Zimmer, sondern auch die Holzhütten an sich, deren Struktur schon arg beschädigt war. Da half es auch nichts, dass uns die nette Mitarbeiterin versicherte, dass sie in einer halben Stunde den Bungalow herrichten könne.

Also mussten wir umplanen, und das war gar nicht so einfach, denn bei allen 4 Unterkünften am Lonnoc Beach war im Prinzip keinerlei Personal da. Die ganze Geschichte habe ich Euch im Artikel über unsere Hotelbewertungen in Vanuatu geschildert. Letztendlich landeten wir jedoch in den Lonnoc Bamboo Bungalows und machten damit einen echten Glücksgriff. Schaut Euch einfach nur diese Aussicht von unserem Bungalow an.

Genau dies war dann auch unser Highlight hier am Lonnoc Beach und eines der Top-Erlebnisse unserer Vanuatu-Reise: eine einfache Hütte ohne Strom am Traumstrand mitten im Paradies, mit Ausblick auf das türkisblaue Wasser, außer eine Hand voll Dorfbewohner keine weiteren Menschen drumherum und ein Tagesablauf, der im Wesentlichen von der Sonne und in geringem Maße von den Gezeiten bestimmt wird – was will man mehr auf dieser Welt?
Ab und zu gingen wir dann noch ein wenig schnorcheln (war nicht spektakulär) oder Kajaken und fertig war unser perfektes Paradies.
Leider mussten wir dann nach 3 Nächten doch wieder die Rückreise antreten. Zum einen waren unsere Notebook-Akkus leer, zum anderen brauchten wir dann doch etwas Nachschub an Proviant, den wir so in dieser Gegend nicht bekommen hätten. Zum Champagne Beach liefen wir übrigens nicht, da wir auf unserer Kajak-Runde dorthin extrem unfreundlich begrüßt wurden. Man wollte sogar schon Geld haben, obwohl wir noch auf dem Wasser waren und den Strand gar nicht betreten haben – absolute Gelschneiderei von Touristen. Wir zahlten nicht, fuhren per Kajak wieder von dannen und können daher nur empfehlen, andere, natürlichere Strände mit freundlicheren Eigentümern für eine Vanuatu-Reise auszuwählen.

Dafür paddelte ich mit dem Kajak zur dem Lonnoc und Champagne Beach gegenüber liegenden Insel, Elephant Island. Leider hatte ich nicht komplett Zeit diese zu erkunden, aber das Schnorchel-Erlebnis hier in einem riesigen Korallen-Labyrinth war jedenfalls einzigartig.

Die Ostküste, Teil 2: Lonkar/Port Olry
Nach unseren 3 Tage am Lonnoc Strand fuhren wir wieder zurück in Richtung Luganville, luden unsere Geräte auf und kauften neuen Proviant ein. Anschließend ging es für uns wieder in eine ähnliche Richtung, diesmal noch etwas weiter, bis kurz vor Port Olry. Auch hier würde wieder das selbe Prozedere mit der Tankstelle anfallen, wie weiter oben im Reisebericht erklärt. Da wir jedoch schon vormittags los und nicht erst bis 15:00 warten wollten, wagten wir schon am frühen Vormittag den Weg gen Norden – allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Zwar kamen wir anfangs mit verschiedenen Mitfahrgelegenheiten gut voran, strandeten dann aber für rund 2 Stunden in Höhe des Lonnoc Beach, sodass wir letztendlich auch erst gegen 16:00 an der Unterkunft waren – das hätten wir auch einfacher haben können.
Sei es drum, Wert war es die Mühen allemal, denn es erwartete uns das absolute Highlight No. 2 unseres Urlaubs in Vanuatu – eine mindestens genauso spektakuläre (und genauso einfache Unterkunft) wie am Lonnoc Beach, erneut direkt am Strand mit spektakulärem Blick aufs Meer.

Bei den Hideaway Paradise Beach Bungalows handelte es sich um einen riesigen Bungalow mit einer ebenso großen Terrasse, im Prinzip 320 Grad vom Wasser umgeben und nur über eine kleine Landzunge vom Rest der Anlage erreichbar. Der Bungalow war auf Stelzen gebaut und vor allem die Terrasse wirklich direkt über dem Wasser. Wie schon die Nächte zuvor bekamen wir auch diesen Südsee-Traum für unter 50 Euro die Nacht.
Besonders das Schnorcheln war traumhaft und das beste, was wir in Vanuatu unter Wasser zu sehen bekamen – fast so spektakulär wie das Schnorcheln auf den Yasawa-Inseln in Fidschi. Ihr könnt auch zur kleinen Insel Malelvol gegenüber schwimmen oder noch ein wenig die benachbarten Strände erkunden. Die Gegend ist einfach wunderschön, einsam und paradiesisch.

Leider mussten wir schon nach einer Nacht wieder die Segel streichen, da von Luganville aus am kommenden Tag unsere Fähre in Richtung Port Vila ablegte und wir uns noch ein bisschen Puffer einplanen wollten. Unsere Erfahrungen zu den Fähren habe ich Euch ja weiter oben im Reisebericht Vanuatu schon geschildert, zudem findet Ihr detaillierte Informationen zu Fahrplan und Preisen der Fähren hier. Und natürlich gibt es auch noch eine ausführliche Version über die Hideaway Paradise Beach Bungalows hier im Unterkunfts-Artikel Vanuatu.
Die Ostküste, Teil 3: Matevulu, Turtle Bay und Jackie’s Blue Hole
Auf dem Rückweg in Richtung Luganville besuchten wir auch noch eines der Blue Holes, eine der typischen Sehenswürdigkeiten auf Espiritu Santo. Es handelt sich hierbei um mit kristallklarem Süßwasser gefüllte Sinklöcher, die besonders blau schimmern. Es gibt mehrere dieser Blue Holes in Vanuatu und besonders auf Espiritu Santo, einige mehr, einige weniger touristisch.
Wir erwischten mit Jackie’s Blue Hole (Nanda Blue Hole) zum Glück einen der ruhigeren und kaum besuchten Orte – wahrscheinlich, weil es eines der nördlichsten Blue Holes ist, welches zugleich auch am nördlichsten und damit am weitesten von Luganville entfernt liegt.
Der Aufenthalt hier war wirklich schön, das Schwimmen sehr erfrischend und auch das Schnorcheln ganz interessant, auch wenn es natürlich bei weitem nicht mit dem Schnorcheln im Meer mithalten konnte. Die 1000 VUV Eintritt lohnten sich auf jeden Fall. Mehr zu den üblichen Preisen auf Vanuatu lest Ihr hier im Artikel.

Vor allem die beiden einfachen Strand-Bungalows in Traumlage, aber eben auch der Besuch der Blue Lagoon trugen dazu bei, dass wir wirklich tolle Erfahrungen auf Espiritu Santo machen konnten.
Unsere Erfahrungen in Efate
Genau diese Erfahrungen auf Santo bestimmten auch unsere komplette Vanuatu-Reise, denn auf Efate, der Hauptinsel von Vanuatu, ließen wir es anschließend eher ruhig angehen und gemütlich ausklingen. Schließlich musste auch noch ein weiteres ereignisreiches Inselhüpfen auf den Mamanuca-Inseln geplant werden, was uns wenige Tage später auf Fidschi bevor stand.
Von Santo nach Efate ging es für uns mit der Tanna Ferry, über deren Erlebnisse an Bord ich Euch hier berichtet habe.
Nicht nur wir ließen es in Port Vila, der Hauptstadt von Vanuatu und Efate, ruhig angehen, sondern auch Port Vila selbst. Nach dem schweren Erdbeben Dezember 2024 waren zu unserem Besuchszeitpunkt im Februar 2025 noch weite Teile des Zentrums gesperrt. Auch der Markt und andere Einrichtungen befanden sich noch an ihrem provisiorischen Standpunkt. Und für größere Tagestouren außerhalb von Port Vila hatten wir nicht wirklich Lust, da uns die Tage auf Santo zuvor schon genug als Erlebnis dienten.
Immerhin konnten wir in Port Vila noch einige lokale Köstlichkeiten auf dem Markt probieren. Fragt mich nicht, was genau es war, interessant und lecker war es allemal.

Und auch der Ausblick auf Iririki Island von unserem Hotel sowie die Hafengegend von Port Vila waren nicht von schlechten Eltern – und das für 40 Euro für das Zimmer.

Mit dem lokalen Minibus fuhren wir schließlich für 150 VUV zum Flughafen und beendeten damit unsere Vanuatu-Reise.
Wollt Ihr etwas mehr als wir auf Efate erleben, könnt Ihr entweder selbst auf eigene Faust losziehen oder Ihr schaut Euch mal hier verschiedene Ausflüge ab Port Vila (~) an.
Weitere Reiseziele: Tanna und Ambrym
Efate und Santo sind die beiden Hauptinseln in Vanuatu, aber natürlich könnt Ihr noch weitere Inseln besuchen, wenngleich 75 der ca. 80 Inseln touristisch im Prinzip kaum relevant sind. Aber genau das macht ja oft den Charme aus.
Nr. 3 im Bunde, nach Efate und Santo, ist auf jeden Fall Tanna, eine Insel, die für ihren sehr aktiven Vulkan bekannt ist. Der Mount Yasur Vulkan kann bestiegen werden, von oben blickt man schließlich in den rauchenden Feuertopf hinein. Der Mt. Yasur Vulkan dürfte sogar die Top-Sehenswürdigkeit auf Vanuatu sein, kommt aber auch mit einigen Nachteilen. Offiziell darf er wohl nur mit einer Tour bestiegen werden, die entsprechend den Vanuatu-Preisen ziemlich teuer ist – 100 Euro solltet Ihr hier mindestens einplanen, oft auch mehr.
Zudem ist auch das Preis-Leistungs-Verhältnis für Unterkünfte auf Tanna und ebenso auch die Transport-Optionen eher bescheiden. Die touristische Attraktivität wird hier an allen Enden ausgenutzt – zumindest wenn ich mehreren entsprechenden Blog-Artikeln und Reiseberichten zu Tanna glauben schenken darf, die aber in diesem Punkt mehrheitlich übereinstimmen.
Hinzu kommt auch hier wieder die Frage des Transports. Auch die Fähre nach Tanna benötigt rund 15 Stunden von Port Vila und bei den Inlandsflügen habt Ihr selbiges Problem der Unzuverlässigkeit wie oben im Reisebericht beschrieben.
Ein Besuch hier ist also nicht einfach, dennoch aber (wohl) sehr lohnenswert.
Als Alternative würde Euch noch Ambrym zur Verfügung stehen. Auch hier gibt es einen Vulkan zu besteigen, der aktiv ist, wenngleich nicht in gleichem Maße wie der Mt. Yasur Vulkan. Dafür gibt es hier auch so gut wie keine Touristen und ein absolut authentisches Erlebnis.
Fazit
Auch Vanuatu hat (wenig überraschend) seine Reize. Unsere Reise hier war geprägt durch unsere beiden tollen Unterkünfte an der Ostküste von Santo, die es zugleich auch in jede Südsee-Bestenliste schaffen würden – wenn man (absolute) Einfachheit und Abgeschiedenheit sucht. Ansonsten bietet Vanuatu natürlich auch eine Reihe von komfortableren Unterkünften, von gut geführten Gästehäusern bis hin zu eleganten (und teils ebenso abgeschiedenen) Strand-Resorts, für die man dann aber natürlich auch entsprechend zahlen muss.
Im Rahmen unserer Südsee-Reise in 5 Akten (5 Länder – Fidschi, Samoa, Tonga, Salomonen und Vanuatu; ein Jahr später kamen noch die Cook-Inseln und Französisch-Polynesien hinzu) würde sich Vanuatu wohl in der Mitte einordnen. Es war nicht so spektakulär wie unsere einzigartige Fidschi-Reise sowie unsere wahnsinnig tollen Strand-und Fale-Erfahrungen auf Samoa, dafür aber spannender und paradiesischer als das eher kulturell orientierte Tonga oder unsere kleine Abenteuer-Reise auf den Salomonen-Inseln.
Mit Vanuatu könnt Ihr also vor allem im Rahmen einer Südsee-Kombination wenig falsch machen. Die etwas australisch orientierten Preise in Vanuatu nerven manchmal, aber ansonsten könnt Ihr hier viele tolle Paradies- und Südsee-Momente finden. Seid Ihr auf der Suche nach nur einem einzigen Südsee-Land, würde ich wohl eher Fidschi oder Samoa wählen (wobei die Aktivitäten auf Vanuatu vielfältiger sind und es bessere Strand-Resorts als auf Samoa gibt), ansonsten bietet sich Vanuatu jederzeit für eine Kombination mit Fidschi, Neukaledonien, Australien oder den Salomonen-Inseln an.
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