Ist Vanuatu teuer? Preise & Kosten für Euren Vanuatu-Urlaub

Vanuatu ist genau so ein Name, der schon nach purer Südsee klingt. Und die Südsee ist teuer! Doch ist dem wirklich so? Welche Preise kann man in Vanuatu erwarten? Genau hierfür lohnt sich ein Blick auf die tatsächlichen Kosten eines Vanuatu-Urlaubs, die ich Euch im folgenden Artikel genau aufliste. Überraschend dabei: Vanuatu kann durchaus billig sein, ist aber im Schnitt teurer als die benachbarten Inseln (Fidschi, Samoa, Tonga, Salomonen), die wir während unserer Südsee-Reise besuchten.

Reisezeitraum: Februar 2025
Geschrieben: März 2025
Veröffentlicht: April 2026

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Ist ein Urlaub auf Tonga teuer?
Preise & Kosten auf den Salomonen
Preise & Kosten auf Fidschi
– Ist Samoa teuer? (folgt)
– Preise & Kosten für einen Urlaub auf den Cook-Inseln (folgt)
– Ist Französisch-Polynesien teuer? (folgt)

Flug

Der Flug ist zweifelsohne die teuerste Komponente einer Reise nach Vanuatu. Auf einem Ticket gebuchte Flüge nach Vanuatu gibt es kaum und wenn, dann sind sie mit 1500 bis 2000 Euro sehr teuer – in der Economy Class wohlgemerkt. Gerne könnt Ihr hier die aktuellen Preise für Deutschland – Vanuatu (~) prüfen.

Besser kommt Ihr in der Regel, wenn Ihr einen Flug von Deutschland zu einem strategisch günstigen Ziel bucht und dann nach aktuellen Angeboten für einen Flug von dort nach Vanuatu Ausschau haltet. Da von den größeren internationalen Airlines nahezu ausschließlich Fiji Airways sowie die australischen Airlines nach Vanuatu fliegen, lohnt sich als Zwischenschritt Singapur, Hongkong oder Tokio (Destinationen von Fiji Airways) oder Kuala Lumpu, Singapur und besonders Bali (beliebte und oft günstige Ziele der australischen Airlines).

Willkommensschild „Welcome to Espiritu Santo, Vanuatu“ mit traumhaftem Strandmotiv am Flughafen von Luganville

Hier könnt Ihr entsprechend die aktuellen Preise prüfen:

Für einen Flug von Deutschland zu diesen Zielen solltet Ihr im Schnitt um die 700 bis 900 Euro (return) einplanen. Weiter geht es dann im Schnitt für 400 bis 700 Euro return, sodass Ihr total auf rund 1100 (Idealfall) bis 1600 Euro (Normalpreis) für Euren Flug nach Vanuatu kommt. Das nimmt sich im Prinzip nicht viel von den Flugpreisen für Samoa oder Fidschi.

Klingt kompliziert? Lasst mich Euch gerne im Rahmen meiner Reiseberatung mit der Flugsuche nach Vanuatu helfen. Ich habe im Rahmen der Recherche für unsere dreimonatige Südsee-Reise enorm viele Verbindungen ausprobiert und hierbei oft ziemlich günstige Varianten gefunden. Als studierter Tourismus-Profi kenne ich auch zusätzlich den einen oder anderen Trick, um günstige Flüge zu finden. In der Regel kann ich Euch hierbei gerade bei diesen exotischen Reisezielen einige hundert Euro sparen – schickt mir gerne hier eine Anfrage.

Innenbereich des Flughafens von Espiritu Santo

Unterkünfte

Für Unterkünfte in Vanuatu muss man tendenziell mit etwas höheren Preisen rechnen als in den Nachbarländern, zum Beispiel im Vergleich zu den Unterkünften auf Fidschi oder den Unterkünften in Samoa. Anders ausgedrückt: vor allem im günstigeren Preisbereich in Vanuatu bekommt man im Vergleich zu den Nachbarn für das gleiche Geld durchaus weniger Leistung.

Gerade zu Beginn unserer Vanuatu-Reise, die in Luganville auf der Insel Santo startete, waren wir überrascht über die lokalen Übernachtungs-Preise auf Vanuatu. Gerade in Luganville fand sich nahezu nichts ordentliches für unter 50 Euro und auch im Rest auf Santo mussten wir für einfachste Hütten ohne Strom (dafür aber in absoluter Traumlage – mehr dazu in den Hotelbewertungen zu Vanuatu) 50 Euro pro Nacht (6000 VAV) bezahlen, wesentlich mehr als beispielsweise in Fidschi auf den Yasawa-Inseln.

Eingang und Garten des Hibiscus Attraction Center & Hotel im Zentrum von Luganville, Santo.

Für kleine Gästehäuser oder Eco-Lodges, die urig-gemütlich und in Strandnähe sind, müsst Ihr mindestens 100 Euro hinlegen (nach oben gibt es wie immer keine Grenzen) – einige sehr empfehlenswerte davon habe ich Euch in der folgenden Liste zusammengestellt. Immerhin: im Vergleich zu den Unterkünften auf den Salomonen-Inseln, wo die Einstiegs-Kategorie ebenfalls in der Regel bei rund 40 Euro startet, Ihr dort aber auch wirklich nur allereinfachste Basic-Unterkünfte bekommt, könnt Ihr auf Vanuatu – mit Glück – für diesen Preis richtig spektakuläre kleine Bungalows am Strand finden. Dies machte definitiv den Reiz unsere Vanuatu-Reise aus.

Empfehlenswerte Mittelklasse- und Komfort-Hotels auf Espiritu Santo, Vanuatu:

Weitere Empfehlungen findet Ihr im Hotel-Artikel zu Vanuatu.

Auf Vanuatu im Paradies, hier unsere einfache Unterkunft am Lonnoc Beach

Transport

Transportpreise auf Vanuatu ähneln sich denen auf den anderen Südsee-Inseln, sind aber günstiger als beispielsweise die (Taxi-)Preise auf den Salomonen-Inseln.

Da wir uns im Wesentlichen per öffentlichen Bus oder trampen fortbewegten und zudem die Fähre nutzten, liste ich Euch im Wesentlichen die Kosten hierfür auf.

Achtung: auch für das Trampen wird auf Vanuatu ein kleiner Obolus erwartet.

Die Fähre am Hafen mit Blick auf die Küste und Hügel bei der Ankunft oder Abfahrt in Vanuatu

Öffentliche Busse/Transfers („Nahverkehr“)

Die beiden Hauptinseln auf Vanuatu ist mit einer Art öffentlichen Nahverkehr erschlossen, auch wenn man mit diesem Wort sehr vorsichtig sein sollte. Während zum Beispiel die beiden internationalen Flughäfen des Landes, Santo und Port Vila, gut mit Minibussen angebunden sind, gibt es beispielsweise auf Santo für Verbindungen auf der Insel ein sehr interessantes System: jeder, der Plätze frei hat, sammelt sich an einem bestimmten Punkt und bietet dort gegen Geld eine Mitfahrt an (mehr dazu im Reisebericht Vanuatu).

Wir kamen somit auf die folgenden Preise:

  • Port Vila Airport – Port Vila: 150 VUV (ca. 1.20 Euro)
  • Santo Airport (Kreuzung ca. 1 Kilometer entfernt) – Luganville: 150 VUV (ca. 1.20 Euro)
  • Luganville – Lonnoc Beach: 500 VUV (ca. 4 Euro)

Generell kosten kurze Strecken innerhalb von Luganville oder Port Vila 150 VUV.
Auch die Preise per Pick-Up/Mitfahrt von Luganville nach Lonnoc Beach und Port Olry sind mit 400-500 VUV mehr oder weniger festgelegt – auch wenn oft versucht wird, von Touristen mehr zu verlangen (1000 VUV und mehr).

Offizielle Taxipreise von Luganville nach Turtle Bay, RiRi oder Matevulu Blue Hole liegen bei 2000 VUV, nach Hog Harbour, Lonoc and Champagne Beach sind es 7000 VUV. Ein Taxi von Luganville nach Port Olry kostet offiziell um die 10000 VUV.

Fähren

Unsere Fahrt mit der Fähre in Vanuatu war auch eines der großen Erlebnisse der Südsee – wenngleich nicht zwangsweise in positiver Hinsicht. Preislich spiegelte sie nicht unbedingt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wider, aber das ist ein generelles Problem von Vanuatu.

Bedenkt man, dass die Fähren in Vanuatu oft 12 bis 18 oder sogar 24 Stunden dauern, sind die Preise schon in Ordnung. Auch die Fähren auf den Salomonen-Inseln sind beispielsweise ähnlich teuer bei gleichzeitig ähnlichen Distanzen, die Fähren auf Tonga waren günstiger.

Es erwarten Euch daher die folgenden Preise auf Vanuatu, wenn Ihr eine Fährüberfahrt plant.

Preise von Tanna Ferry:
Port Vila – Santo: 9500 VTV
Port Vila – Tanna: 9000 VTV

Auch bei Vanuatu Ferry sind die Preise ähnlich:
Port Vila – Santo: ca. 12000 VTV
Port Vila – Tanna: 10000 VTV

Die große blaue Fähre „Vanuatu Ferry“ am Hafen von Luganville, Espiritu Santo, bereit zur Abfahrt nach Port Vila.

Inlandsflüge

Ein Grund, warum Fähren in Vanuatu so wichtig sind, sind auch die Inlandsflüge – es gibt im Prinzip keine zuverlässigen. Die lokale Air Vanuatu meldet gefühlt aller 3 Monate Insolvenz an und auch der Flugplan anderer Airlines grenzt eher an Monopoly als an einen zuverlässigen Kalender. Solltet Ihr dennoch einen Flug ergattern bzw. das Risiko von Flugplanänderungen eingehen wollen, liegen die Preise beispielsweise für Port Vila – Santo/Luganville oder für Port Vila – Tanna bei rund 15000 bis 20000 VUV, was rund 110 bis 150 Euro one-way entspricht.

Aktivitäten

Wie so oft sind für uns vor allem die Natur-Aktivitäten wichtig – und diese sind zum Glück meist kostenlos. Auch wenn Vanuatu die schlechte Angewohnheit hat, für einige Strände und viele Wasserfälle Eintrittsgebühren zu nehmen – und das oft nicht zu knapp. Am nicht so spektakulären Champagne Beach beispielsweise werden 1000 VUV (ca. 7-8 Euro) fällig und auch für andere Strände in Vanuatu muss bezahlt werden.
Bei Wasserfällen und den in Vanuatu berühmten Blue Holes, mit glasklarem Wasser gefüllte Einbruchlöcher, die besonders blau schimmern, werden ebenfalls oft mindestens 1000 VUV fällig, gerade bei einigen bekannten Blue Holes auch gerne mehr.


Touren orientieren sich in der Regel an australischen Touristen und sind entsprechend in Vanuatu teuer. Unter 70 bis 100 Euro bekommt Ihr im Prinzip keine gescheite Halb- oder Tagestour. Wer in Vanuatu sparen möchte, sollte sich daher am besten auf Schnorcheln, Wandern und Kajaken fokussieren – so kann man die besondere Vielfalt von Vanuatu am günstigsten erleben.

Wer stattdessen geführte Touren sucht, kann hier nach empfehlenswerten Ausflügen von Port Vila aus (~) schauen und hier die besten Tagestouren ab Santo/Luganville (~) filtern.

Restaurants & Bars

Ich muss ehrlich sagen, viele Restaurants haben wir in Vanuatu nicht besucht. Oft haben wir am Abend gekocht oder uns anderweitig ein schnelles Essen zubereitet, was auch mit der teils enorm abgelegenen Lage unserer Unterkünfte in Vanuatu zusammenhing. Teilweise gab es gar kein Restaurant. Falls doch, so wie in Luganville oder Port Villa, sollte man am Abend aber mit mindestens 10 bis 15 Euro für ein einfaches Essen rechnen, in internationalen Restaurants entsprechend mehr.

Günstigere Optionen gibt es maximal an einigen Food Trucks oder am Mittag. Mittagsmenüs an Straßenständen sind oft schon für 300 bis 500 VUV zu haben, also rund 2 bis 4 Euro.

Getränke sind nicht ganz günstig auf Vanuatu. Vor allem ein Bier kostet im Supermarkt bereits knapp 2 Euro, sodass man im Restaurant oft mit 500 VUV und mehr rechnen muss – ab 4 Euro für 0.33l. Auch sonst ist Alkohol in Vanuatu eher teuer.

Typische lokale Mahlzeiten in Vanuatu: Reis, Omelette, Gemüse und Take-away-Gerichte vom Markt

Lebensmittel

Wie schon gesagt verpflegten wir uns vor allem auf dem Markt und in lokalen Supermärkten. Luganville und Port Vila bieten diesbezüglich ein recht gutes Angebot, auch wenn Vanuatu beispielsweise bei weitem nicht an die Vielfalt und an die Preise von Fidschi rankommt. Auch auf den Salomonen war der Markt in Honiara deutlich günstiger.

Leider bekomme ich die Markt-Preise auf Vanuatu nicht mehr ganz 1:1 zusammen. In der Regel solltet Ihr mit rund 30-50% höheren Kosten rechnen im Vergleich zu den Marktpreisen auf den Salomonen und auf Fidschi.

Lebendiger lokaler Markt in Luganville mit Ständen, frischem Obst, Gemüse und einheimischen Händlern

Internet

Da vor allem die abgelegenen Strand-Unterkünfte auf Vanuatu kein Internet hatten, war eine SIM-Karte Pflicht für uns. Für eine SIM-Karte mit 9GB zahlten wir 1400 VUV, was etwas mehr als 10 Euro entspricht. Auch das ist teurer als beispielsweise auf Fidschi, aber günstiger als die Preise auf Tonga.

Fazit

Auch Vanuatu muss nicht teuer sein, wenngleich es hier wesentlich schwieriger ist, günstig Urlaub zu machen als beispielsweise auf Fidschi und in Samoa. Im Bereich der günstigen Unterkünfte gibt es so gut wie keine Auswahl und wenn, dann sind sie wirklich enorm einfach. Auch Touren und Lebensmittel sind teurer als auf einigen Nachbarinseln, Inlandsflüge und Fähren sind mindestens genauso teuer. Dennoch, wer als Backpacker die Südsee bereisen möchte, hat auch auf Vanuatu eine Chance. Man muss lediglich seine Reise sorgfältig planen und Aktivitäten genau abwägen bzw. sich auf die kostenlosen Sehenswürdigkeiten von Vanuatu fokussieren – dann klappt es auch mit einem günstigen Urlaub auf Vanuatu.

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Ich habe nicht nur Tourismus studiert und mehr als 10 Jahre bei Reiseveranstaltern gearbeitet (gerne helfe ich Euch bei Eurer Reiseplanung), sondern auch knapp 10 Jahre in der Karibik gewohnt (Grenada & Dominikanische Republik) und bereits mehr als 90 Länder bereist.
Aktuell bin ich als Digitaler Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei ich die Karibik weiterhin regelmäßig besuche. Mehr über mich findet Ihr hier, ebenso wie einige Links zu meinen Experten-Beiträgen auf anderen Websites oder in Podcasts.
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