Reisebericht Yasawa-Inseln: das ultimative Südsee-Paradies

Die Yasawa-Inseln waren eines der Highlights schlechthin unserer dreimonatigen Südsee-Reise – doch die Reiseplanung ist angesichts der hohen Fährpreise sowie der zahlreichen Inseln nicht ganz einfach. Aus diesem Grund versuche ich Euch hier im Yasawa Island Guide alle Informationen zu geben, sodass Ihr eine komplikationslose und vor allem sinnvolle Yasawa-Reise planen könnt, ohne dass Ihr von verpflichtenden und extra zu zahlenden Mahlzeiten oder teuren Fährverbindungen für 15 Minuten Fahrt überrascht werdet.

Reisezeitraum: Januar 2025 / 1 Woche
Geschrieben: März 2025
Veröffentlicht: August 2025

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>> Weitere Informationen zu den Yasawa-Inseln: Preise auf den Fidschi-Inseln, Schnorcheln auf den Yasawas & in Fidschi, Kajak & SUP auf den Yasawas & in Fidschi, Fähren auf die Yasawa-Inseln, Vergleich Mamanuca-Inseln vs. Yasawa-Inseln

Das Besondere

Schon ab und an habe ich mir die Frage gestellt, was bei meinen bisher rund 100 besuchten Ländern die absoluten Top-Highlights, -Erfahrungen und -Plätze weltweit sind. Die Wanderung auf den Acatenango in Guatemala gehört definitiv dazu, die 60-Stunden-Zugfahrt von Tansania nach Sambia ebenso oder auch meine versuchte Besteigung des 6000er-Gipfels des Huayna Potosi in Bolivien – und nun ist mit den Yasawa-Inseln auf Fidschi ein neuer Eintrag auf dieser Liste hinzugekommen.

Und warum? Nun, stellt Euch einfach dutzende kleine Inselchen vor, die im wirklich extrem türkisblauen und superklaren Ozean verteilt sind, alle umgeben von den schönsten einsamen Stränden, wahnsinnig tollen Riffen zum Schnorcheln sowie genau den richtigen Distanzen, was wunderschöne Kajaktouren ermöglicht. Die Yasawa-Inseln sind touristisch gerade soweit wie notwendig erschlossen, sodass Ihr eine gute Auswahl aus günstigen Homestays und guten Hotels habt, doch Touristen seht Ihr eigentlich in der gesamten Inselgruppe bis auf wenige Ausnahmen kaum. Dafür könnt Ihr auf jede der Inseln Euer ganz persönliches Südsee-Paradies erkunden und so unglaublich viele tolle Momente und einzigartige Fotos sammeln, sodass die Definition vom Postkartenmotiv eine völlig neue Bedeutung bekommt. Wenn Ihr auf Eurer Südsee-Reise nur eine Inselregion besuchen wollt oder könnt und auf der Suche nach den schönsten Insel-Momenten seid, dann lasst es die Yasawa-Inseln auf Fidschi sein (oder alternativ Samoa, welches diesbezüglich auch richtig spektakulär und auf seine Weise einzigartig war).

Blick vom kurzen Wanderweg in Yasawa auf das türkisfarbene Meer und die traumhaften Farben von Fidschi

(Reise-)Planung des Inselhüpfens

Die schwierigste Sache am Paradies ist wahrscheinlich die Reiseplanung, wenngleich durch die touristische Erschließung die Fährverbindungen eigentlich ziemlich gut sind. Dennoch empfiehlt es sich, ein paar Dinge bei der Planung einer Yasawa-Reise zu beachten:

  • da der Fährtransfer von der Hauptinsel Fidschis auf die Yasawas relativ teuer ist (ca. 80 bis 90 Euro pro Strecke) empfiehlt es sich, auf jeden Fall einige Tage zu bleiben
  • die Yasawas sind eine enorm langgestreckte Inselgruppe von knapp 100 Kilometern. Um möglichst viele Eindrücke zu sammeln, lohnt sich daher ein Inselhüpfen mit mindestens 2 oder 3 Inseln
  • viele Unterkünfte auf den Yasawas haben verpflichtende Mahlzeiten, das heißt, Ihr müsst obligatorisch für Frühstück, Mittagessen und Abendessen bezahlen, auch wenn dies nicht im ursprünglichen Übernachtungspreis inbegriffen ist
  • habt Ihr nur wenig Zeit, wollt aber dennoch viele Inseln besuchen, bietet sich der Bula Pass an. Mit diesem habt Ihr innerhalb eines vorher festgelegten Zeitraums nahezu unbegrenzte Fährfahrten inklusive (Details zum Bula Pass hier anschauen (~) )
  • auch wenn Ihr Zeit sparen und den ganzen Part der Logistik überspringen wollt, bietet sich der Bula Pass (~) an, auch wenn es nicht immer die günstigste Möglichkeit der Fortbewegung ist
  • achtet bei der Buchung Eurer Yasawa-Unterkunft auch darauf, auf welcher Insel konkret sie liegt und ob sie vom Yasawa Flyer, der beliebten Fähre auf den Yasawa-Inseln, angefahren wird – und vor allem in welcher Zeit
  • zudem solltet Ihr schauen, dass Eure Unterkünfte auch lagetechnisch Sinn machen. Beispielsweise braucht Ihr nicht 3 verschiedene Unterkünfte auf der selben Insel. Ebenso wenig macht es Sinn, im Norden zu starten, dann in den Süden zu gehen und dann wieder in den Norden. 3 Beispiele für gut miteinander kombinierbare Unterkünfte sind zum Beispiel:
    Homestays & Hostels im sehr günstigen Preisbereich: Ruci & Mali + Long Beach Eco-Lodge + Ravita Cove
    Backpacker-Resorts & Mittelklasse-Hotels: Barefoot Kuata + Barefoot Mantaray + Blue Lagoon Beach Resort
    Komfort-Hotels & Luxus-Resorts: Paradise Cove Resort + Navutu Stars + Coconut Beach Resort

Mehr zu all diesen Punkten findet Ihr auch im weiteren Verlauf dieses Reiseberichts.

Mehr zu all diesen Punkten findet Ihr auch im weiteren Verlauf dieses Reiseberichts.

Anreise auf die Yasawa-Inseln

Insofern Ihr nicht mit dem Helikopter oder Kleinstflugzeug anreist, dauert die reguläre Anreise auf die Yasawa-Inseln mindestens 2.5 bis 5 Stunden, zuzüglich der Transfers auf der Hauptinsel zum Hafen nach Port Denarau oder Lautoka.

Es gibt jedoch ein paar Dinge zu beachten, denn nicht immer ist der normalerweise in den Reiseblogs so hoch angepriesene (und oft als einzige Option genannte) Yasawa Flyer die beste Variante, denn es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, um auf die Yasawa-Inseln zu gelangen:

Die Details zu den verschiedenen Fähren auf die Yasawa-Inseln habe ich Euch hier erläutert.

Inselhopping mit dem Yasawa Flyer auf Fidschi

Wichtig sind vor allem folgende Dinge:

  • prinzipiell die bequemste und komfortabelste Anreise erfolgt mit dem Yasawa Flyer von South Sea Cruises. Tickets könnt Ihr entweder online oder vor Ort buchen.
  • die südlichen Yasawa-Inseln (z.B. Kuata, Wayasewa oder Waya Island) können theoretisch günstiger mit einem Speedboat erreicht werden, welches Ihr über Euer Hotel auf den Yasawa-Inseln organisieren könnt. Es ist allerdings deutlich unkomfortabler mit oft harten Aufschlägen auf den Wellen, zudem werdet Ihr ggf. nass – demzufolge also nur für Backpacker und Sparbrötler mit geringem Budget geeignet.
  • auf die nördlichen Yasawa-Inseln (vor allem Matacavaleu, Nacula, Nanuya Lailai und Tavewa Island) gelangt Ihr deutlich schneller mit dem Tavewa Seabus. Auch hierzu findet Ihr die Details und Preise im Artikel über die Fähren auf Fidschi

Wir für unseren Teil fuhren mit dem Tavewa Seabus von Lautoka nach Matacawalevu Island und bekamen sogar einen Spezial-Tarif, da wir im Ravita Cove untergebracht waren und diese eine Kooperation mit dem Seabus haben. Zwischen den Inseln nutzten wir einmal ein privates Speedboat und einmal den Yasawa Flyer.
Für den Rückweg von den Yasawa-Inseln ging es für uns mit einem Speed Boat – organisiert von unserer Unterkunft – von Wayasewa zurück nach Lautoka.

Mit dem Seabus ab Lautoka zu abgelegenen Inseln

Mit dem Bula Pass auf die Yasawa-Inseln

Ist Euch die Planung der Anreise zu aufwändig, könnt Ihr auch einfach den Bula Pass von South Sea Cruises (dem Betreiber des Yasawa Flyer) buchen. Hierbei bucht Ihr einfach eine vorher festgelegte Dauer zwischen 5 und 15 Tagen und könnt anschließend nahezu unbegrenzt auf den Yasawas hin- und herfahren.

Details zum Bula Pass (~)

Ein paar Beschränkungen gibt es natürlich – zum Beispiel muss Eure erste Fahrt von Port Denarau auf die Yasawa-Inseln erfolgen und der Pass wird automatisch ungültig nach einer Fahrt von den Yasawas zurück nach Port Denarau – das sollte also Eure letzte Fahrt sein. Er ist also vor allem zum Inselhüpfen auf den Yasawas gedacht, wo Ihr theoretisch jeden Tag auf eine neue Insel fahren könnt.

Macht aber vorher mal eine Beispielrechnung auf, ob sich der Bula Pass für Euch lohnt. Als Faustformel gilt, dass dies nur der Fall ist, wenn Ihr mindestens aller 2 Tage die Insel wechselt. Die Preise für den Bula Pass abhängig von der Anzahl der Tage könnt Ihr Euch hier ansehen (~).

Fortbewegung

Auch in Sachen Fortbewegung gilt im Prinzip ähnliches wie in Bezug auf die Anreise. Die Nr. 1 ist in der Regel der Yasawa Flyer, aber Ihr solltet auf jeden Fall die Alternativen prüfen, wenn Ihr nicht zu viel zahlen wollt – denn teils kostet eine Fahrt mit dem Yasawa Flyer 40 Euro für gerade einmal 30 Minuten.

Hier ist eine Übersicht unserer Transfers innerhalb der Yasawa-Inseln:

  • Yasawa Flyer zwischen den einzelnen Yasawa-Inseln, ca. 2 Stunden Fahrt, in unserem Fall vom Long Beach Resort nach Wayasewa Island: 95 FJD / ca. 40 Euro
  • privates Boot vom Norden in Matacavalevu (Ravita Cove Homestay) in den Süden von Matacavalevu (Long Beach Eco-Lodge): 35 FJD pro Fahrt (ca. 7 Kilometer)

Unkonventionelle Überfahrt nach Mana Island – im kleinen Speedboat

Mit dem Bula Pass (~) könnt Ihr Euch natürlich auch ganz unkompliziert fortbewegen – in diesem Fall müsst Ihr nicht großartig planen oder Alternativen abklären. Der Yasawa-Flyer verkehrt einmal täglich in Nordrichtung und einmal in Südrichtung und verbindet dabei alle wesentlichen Inseln auf den Yasawas.

Auf den Inseln selbst bewegt Ihr Euch in der Regel zu Fuß fort. Die meisten sind klein genug, um sie individuell zu erkunden. Alternativ könnt Ihr nach einem Boots-Transfer fragen, wenn Ihr weiter weg wollt.

Natürlich eignet sich auch ein Kajak ideal zur Fortbewegung auf benachbarte Inseln oder Buchten. Schaut daher wenn möglich immer, ob ein Kajak bei Eurer Unterkunft auf den Yasawa-Inseln inklusive ist.

Unterkünfte

Apropos Unterkünfte, dies ist definitiv eines der spannendsten Themen bei der Reiseplanung auf die Yasawa-Inseln.

Im Prinzip gibt es hier nicht allzu viel zu sagen, denn Ihr findet alle meinerseits empfehlenswerten Unterkünfte hier im separaten Artikel zu den Hotels & Homestays auf den Yasawa-Inseln.

Spannend ist definitiv, wie günstig man doch dieses absolute Paradies erleben kann, immerhin sprechen wir hier immer noch von einer der schönsten Regionen in der kompletten Südsee. Wir übernachteten oft für um die 30 Euro pro Nacht (und das in der Regel direkt am Strand), wenngleich es natürlich auch deutlich teurere und komfortablere Unterkünfte gibt.

Die Long Beach Eco-Lodge auf Matacawalevu Island in den Yasawa Islands

Zu den ganz besonderen Unterkünften, die wirklich einzigartig sind, gehören u.a.

Warum und wieso diese Optionen zu den einzigartigen Unterkünften auf Yasawa gehören erfahrt Ihr hier im Artikel über die besten Hotels auf den Yasawa-Inseln.

Wenn Ihr wissen wollt, wo wir konkret übernachtet haben, könnt Ihr Euch hier unsere Hotelbewertungen auf den Fidschi-Inseln durchlesen.

Das fantastische Homestay Ravita Cove in den Yasawa-Inseln

Sehenswürdigkeiten & Erlebnisse

Was gibt es nun auf den Yasawa-Inseln zu unternehmen? Auf der einen Seite sind die Möglichkeiten natürlich beschränkt, denn es handelt sich nur um ein paar kleine Südsee-Inseln. Auf der anderen Seite braucht es die große Action vielleicht auch gar nicht (wenngleich es diese mit dem BullShark-Ausflügen und Rochen-Schnorcheln definitiv gibt), denn die Landschaft, die Ausblicke und die Szenerie war für uns und ist das absolute Highlight schlechthin.

Ihr müsst Euch einfach nur das allerschönste Südsee-Postkartenmotiv vorstellen und diese Landschaftsschönheit mehrfach multiplizieren – und schon wisst Ihr, was Euch ungefähr bei einer Reise auf die Yasawa-Inseln erwartet. Ich verspreche Euch, dass, wenn Ihr hier seid und das Wetter halbwegs mitspielt (was es in der Regel tut), dies eine der schönsten (Insel-)Gegenden sein wird, die Ihr jemals weltweit irgendwo gesehen habt – und ich spreche mit mehr als 100 besuchten Ländern durchaus aus Erfahrung.

Ausblick auf die Yasawa Islands von Tavewa Island

Ihr braucht also nicht unbedingt konkrete Aktivitäten oder Sehenswürdigkeiten auf den Yasawas, um hier glücklich zu werden. Einfach genießen reicht! Dennoch möchte ich im Rahmen dieses Reiseberichts über die Yasawa-Inseln einen genaueren Blick darauf werfen, was Euch hier erwartet.

Schnorcheln

Es ist schwer zu sagen, was konkret unser Highlight während unseres Urlaubs auf den Yasawa-Inseln war – es gab einfach so viele. Das Schnorcheln auf den Yasawas gehört aber definitiv dazu und könnte aufgrund der Qualität UND Quantität ganz oben auf der Liste stehen.

Die Schnorchel-Bedingungen hier waren einfach hervorragend und fast nicht von dieser Welt. Korallenvielfalt und -farben waren spektakulär und ließen uns manchmal (fast) stundenlang sprachlos durchs Wasser gleiten. Besonders das Riff im Süden von Tavewa Island sowie das Wayasewa-Riff waren besonders spektakulär und zählen definitiv nicht nur zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf den Yasawa-Inseln, sondern auch zu den schönsten Erlebnissen unserer Südsee-Reise.

Die traumhafte Insel Tavewa Island, ideal zum Schnorcheln im Paradies

Kajaken

Mindestens genauso schön ist das Kajakfahren. Nicht nur könnt Ihr so einfach und in der Regel kostenlos zu anderen Inseln fahren, sondern auch auf eigene Faust und ganz entspannt das unglaublich türkisblaue Wasser genießen. Besonders bei unseren Kajaktouren zwischen Matacavalevu Island, Blue Lagoon, Nanuya Lailai und Tavewa Island waren die Wasserfarben einfach teils surreal und dank des kostenlosen Kajaks unserer Unterkunft Ravita Cove konnten wir diese Gegend besonders flexibel erkunden.

Nicht nur aufgrund der tollen Umgebung – nahezu egal, wo Ihr auf den Yasawas seid – ist das Kajakfahren ein Muss. Auch habt Ihr so Zugang zu kleineren benachbarten Inseln, wo Ihr sonst vielleicht nur mit einem Boot hinkommen würdet.

Mit dem Kajak auf den Yasawa-Inseln unterwegs

Wandern

Schnorcheln, kajaken, wandern – wie Ihr seht, muss eine Reise auf die Yasawa-Inseln nicht teuer sein, denn all diese Aktivitäten sind kostenlos. Und auch das wandern ist nicht minder spektakulär, vor allem, da die kleinen und oft relativ kurzen Trails auf den Inseln oft an wirklich tollen Aussichtspunkten enden, von denen Ihr die ganze Inselwelt überblick könnt.

Beispiele gefällig? Ihr seht sie auf den folgenden Fotos.
Während unseres Trips auf die Yasawas schafften wir es auf die Aussichtspunkte von Tavewa Island, Wayasewa Island und den südlichen Matacavalewu-Aussichtspunkt (ausgehend von der Long Beach Eco-Lodge).


Wanderung auf Wayasewa Island mit spektakulären Ausblicken

Blue Lagoon

Eine der klassischen Sehenswürdigkeiten auf den Yasawas in Fidschi ist die Blue Lagoon. Eigentlich sollte es sich hier um einen besonders (türkis-)blauen Bereich im Meer handeln, doch da es eigentlich enorm viele Gegenden mit traumhaft türkisblauem Wasser gibt, ist die Blue Lagoon zumindest farb- und wassertechnisch nicht wirklich etwas besonderes. Hinzu kommt, dass auch das Schnorcheln hier nicht wirklich besonders ist – es gibt definitiv bessere Schnorchelplätze auf den Yasawas.

Immerhin, der Strand an der Blue Lagoon ist wirklich toll, sodass sich zumindest diesbezüglich ein kurzer Abstecher lohnt. Nur für die Blue Lagoon müsst Ihr aber meines Erachtens nicht extra in diese Gegend kommen – da ist das gegenüber liegende Tavewa Island deutlich schöner und spektakulärer.

Die Blue Lagoon in den Yasawa-Inseln auf Nanuya Lailai Island

Zur Info: es gibt wohl zwei Blue Lagoons in den nördlichen Yasawas. Das Foto ist von der Blue Lagoon auf Nanuya Lailai, welche wir auch besuchten. Die wohl bekanntere Blue Lagoon ist auf Nacula Island in der Nähe vom Blue Lagoon Beach Resort (~) – hier ist das Wasser wohl tatsächlich beeindruckender und noch türkisblauer.

Sawa-i-Lau Cave

Eine weitere wirklich klassische Sehenswürdigkeit ist die Sawa-i-Lau Höhle in den nördlichen Yasawas auf der gleichnamigen Sawa-i-Lau Insel. Nahezu alle Unterkünfte auf den Yasawas bieten Touren hierher an, zudem können diese auch online gebucht werden. Die Höhle ist ein Mix aus Abenteuer und Naturerlebnis und kostet zudem auch Eintritt, der in der Regel im Tourpreis (zwischen 35 und 70 Euro pro Person, je nach Distanz und Unterkunft) inklusive ist. Wir besuchten die Höhle nicht, da wir mit schnorcheln, wandern und kajaken genug zu tun hatten, unsere Mitreisenden im Ravita Cove Homestay waren jedoch von den Sawa-i-Lau Caves begeistert.

Bullenhai-Tauchen (ohne Tauchschein)

Wer eine ganz besondere (und actionreiche) Aktivität in den Yasawas sucht, sollte sich das Bullenhai-Tauchen einmal genauer anschauen. Ein Tauchschein ist hierfür nicht erforderlich, vielmehr werdet Ihr in einer Gruppe rund 10 Meter in die Tiefe begleitet und wartet dort – nur von einem halbhohen Mauer geschützt – auf die Bullenhaie, die mit etwas Futter angelockt werden. Und es sind keine Baby-Haie! Dieser Ausflug in den südlichen Yasawa-Inseln (ideal erreichbar von Naukacuvu Island, Nanuya Balavu, Drawaqa Island und dem Süden von Naviti Island) ist definitiv nur etwas für Adrenalin-Junkies und solche, die etwas Nervenkitzel suchen.

Geeignete Unterkünfte für das Bullenhai-Tauchen auf den Yasawas sind u.a. das Barefoot Kuata Island (~), das Octopus Resort (~) oder das Wayalailai Eco Heaven (~).

Schnorcheln mit den Rochen

Wer es etwas ruhiger, authentischer und entspannter möchte und das Schnorcheln vorzieht sowie im (europäischen) Sommer seine Reise auf die Fidschi-Inseln plant, sollte sich die Drawaqa Passage näher anschauen. Im Kanal zwischen Nanuya Balavu und Drawaqa tummeln sich vor allem zwischen Mai und Oktober viele riesige Rochen, deren Zahl schnell mehrere hundert erreichen kann – ein wahres Naturspektakel erwartet Euch hier. Nicht umsonst heißt die benachbarte Insel Mantaray Island (Mantaray = Rochen).

Am besten erreicht Ihr die Drawaqa Passage vom Mantaray Island Resort (~) sowie vom Barefoot Manta Island Resort (~).

Kulture Erlebnisse & Workshops

Nicht zuletzt erwarten Euch bei einer Reise auf die Yasawas auch eine Reihe von kulturellen Erlebnissen und Highlights. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass hier auf den Inseln noch echte Fidschi-Kultur gelebt wird und es auch noch viele lokale Dörfer gibt.
Vor allem die Hotels auf den Yasawa-Inseln bieten enorm viele derartige Aktivitäten an – oft kostenlos bzw. im Übernachtungspreis inkludiert. Hierzu gehören u.a. ein Kokosnuss-Workshop (wo alles rund um die Kokosnuss erklärt wird), Tanzvorführungen (traditionelle Tänze) oder Webvorführungen, eine der wichtigsten Handwerktechniken auf den Yasawas.

Kokosnuss-Workshop auf den Yasawa-Inseln auf Fidschi

Workshop in der Long Beach Eco-Lodge, einer Unterkunft auf den Yasawa-Inseln

Die einzelnen Inseln

Prinzipiell würde ich bei der Planung einer Reise auf die Yasawa-Inseln nicht allzu sehr den Fokus darauf legen, welche Insel Ihr konkret besucht, denn im Prinzip sind viele der Inseln relativ ähnlich. Sie unterscheiden sich maximal in den Wandermöglichkeiten (einige Inseln haben ein bis zwei gute Trails zum Insel-„Gipfel“), in den Schnorchelbedingungen direkt vom Strand und vielleicht noch der Anzahl der Dörfer, wobei generell im Vergleich zu den Mamanuca Islands die Yasawas wesentlich mehr Dörfer aufweisen und damit im klassischen Sinne authentischer sind.

Vielmehr solltet Ihr schauen, auf welcher Insel sich die für Euch passende Unterkunft befindet, denn wie oben im Reisebericht erklärt, gibt es bei den Hotels auf den Yasawa-Inseln extreme Unterschiede im Budget und auch in der Zielgruppe – dies bezüglich habe ich Euch auch hier im Artikel noch einige Merkmale aufgezählt und die schönsten Unterkünfte auf den Yasawas herausgesucht.

Bzgl. der einzelnen Inseln auf den Yasawas möchte ich Euch daher hier nur ganz kurz einen Überblick geben – wie gesagt, wichtig ist die jeweilige Unterkunft.

Die Inseln sind von Süd nach Nord sortiert – die südlichen Inseln erreicht Ihr am einfachsten, die weiter nördlichen Inseln sind je nach Fähre, die Ihr für die Yasawas wählt, ein wenig weiter weg.

Kuata Island: Kuata ist bekannt für seine Hai-Schnorchel- und Tauchgänge, bei denen man Riffhaien ganz nah kommt. Südlichste Insel der Yasawas mit verschiedenen Stränden und Buchten, teils nur per Kajak erreichbar. Wandermöglichkeiten zum Gipfel.
Empfehlenswerte Unterkunft: Barefoot Kuata Island (~)

Blick auf Kuata Island sowie das Riff von Wayasewa Island von oben

Wayasewa Island: Direkt gegenüber von Kuata gelegen mit spektakulärem Riff (siehe Schnorcheln in den Yasawas) sowie super spannenden Wanderungen mit atemberaubenden Ausblicken, zudem sehr authentisches Dorfleben. Eines der Highlights unserer Yasawa-Reise.
Empfehlenswerte Unterkunft: Waya Lailai Eco Heaven (~)

Sonnenuntergang vor dem Ruci & Mali Homestay auf Wayasewa Island

Waya Island: Der größere Bruder von Wayasewa mit einigen der höchsten Berge der Yasawas (über 400 Meter hoch) und wunderschönen Buchten.
Empfehlenswerte Unterkunft: Octopus Resort (~)

Narara Island, Naukacuvu Island, Nanuya Balavu Island, Drawaqa Island: vier kleine sehr nahe gelegene Inseln, die alle nur rund 200 bis 300 Meter von der jeweils nächsten Insel entfernt sind. Bekannt vor allem aufgrund des Mantaray-Schnorcheln – von Mai bis Oktober kann man hier mit majestätischen Mantarochen schnorcheln.
Empfehlenswerte Unterkunft: Paradise Cove Resort (~)

Waya Island in den Yasawa-Inseln, Fidschi

Naviti Island: Naviti ist eine der größeren Inseln mit Regenwald, Dörfern und mehreren Resorts direkt an der Küste. Zudem sind hier auch viele Homestays zu finden, sodass vor allem Backpacker und Budgetreisende diese Insel näher erkunden sollten.
Empfehlenswerte Unterkunft: Korovou Eco-Lodge (~)

Waya Island in den Yasawa-Inseln, Fidschi

Yaqeta/Yanggeta Island: kaum erschlossene Insel mit im Prinzip nur einem Dorf und einem Luxus-Hotel
Empfehlenswerte Unterkunft: Navutu Stars Resort (~)

Matacawalevu Island: keine Resorts, dafür viele authentische Homestays und gemütliche Unterkünfte. Wer die Yasawas besonders nah erleben möchte, findet hier die perfekte Kulisse, zumal die endlos langen Stränden mit tausenden Kokosnusspalmen gesäht sind.
Empfehlenswerte Unterkunft: Ravita Cove Homestay (~)

Der Strand auf Matacawalevu an unserer Unterkunft, dem Ravita Cove Homestay

Turtle Island + Nanuya Lailai Island: eine Doppelinsel, nur durch einen kleinen Kanal voneinander getrennt. Einige bezahlbare Hotels und wirklich nette Homestays gibt es hier – ebenso wie die Blue Lagoon von Nanuya Lailai die jedoch nicht mit der Blue Lagoon von Nacula Island mithalten kann.
Empfehlenswerte Unterkunft: Nanuya Boathouse (~)

Die Blue Lagoon auf den Yasawas, Nanuya Lailai Island

Nacula Island: tolle Resorts & Strände und zudem Heimat des bekannten Blue Lagoon Beach Resort mit kristallklarem Wasser und weißen Sandstränden. Definitiv eine Trauminsel in den Yasawas.
Empfehlenswerte Unterkunft: Blue Lagoon Beach Resort (~)

Tavewa Island: unsere Paradies-Insel schlechthin – mit abgelegenem Strand zum Kokosnuss-Pflücken (okay, nicht offiziell), zwei tollen Unterkünften, einem unglaublich schönen Schnorchel-Riff und wunderschönen Fotomotiven, selbst an den beiden Resorts.
Empfehlenswerte Unterkunft: Coconut Beach Resort (~)

Yasawa Island (inkl. Sawa-i-Lau Island): die nördlichste der Yasawa-Inseln mit purer Abgeschiedenheit. Unterkünfte gibt es hier so gut wie keine mehr, dafür die beliebte Sawa-I-Lau-Höhle.
Empfehlenswerte Unterkunft: Yasawa Island Resort (~)

Fazit

Die Yasawa-Inseln sind das Paradies schlechthin – besser geht es eigentlich nicht. Während unserer 3 monatigen Reise in der Südsee gab es zwar noch einige weitere ähnliche Gegenden (u.a. Santo in Vanuatu oder unsere Fales in Samoa), diese waren aber in der Regel schwerer zu erreichen. Die Yasawas bieten wirklich das perfekte Paket: eine verhältnismäßig einfache Anreise, Unterkünfte aller Preiskategorien, kaum Touristen und Postkartenkulissen soweit das Auge reicht. Es gibt viele Gründe, warum Ihr die Yasawa-Inseln besuchen solltet – Pflicht für Eure Fidschi-Reise sind sie auf jeden Fall, es sei denn, Ihr zieht aus unterschiedlichen Gründen einen Urlaub auf den Mamanuca-Inseln vor – einige der Gründe, warum die Mamanucas besser sein können, habe ich hier im Vergleich Yasawa vs. Mamanuca aufgezählt.

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Ich habe nicht nur Tourismus studiert und mehr als 10 Jahre bei Reiseveranstaltern gearbeitet (gerne helfe ich Euch bei Eurer Reiseplanung), sondern auch knapp 10 Jahre in der Karibik gewohnt (Grenada & Dominikanische Republik) und bereits mehr als 90 Länder bereist.
Aktuell bin ich als Digitaler Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei ich die Karibik weiterhin regelmäßig besuche. Mehr über mich findet Ihr hier, ebenso wie einige Links zu meinen Experten-Beiträgen auf anderen Websites oder in Podcasts.
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