Fragt Ihr uns nach unserem Highlight während unserer Salomonen-Reise, gibt es zwei klare Favoriten. Zum einen war dies das Wrack-Schnorcheln am Sasaku Maru nahe Honiara (siehe Reisebericht Salomonen), zum anderen unsere 4 Tage auf der Insel Malaita. Diese 4 Tage verbrachten wir in zwei verschiedenen Orten, auch wenn davon eigentlich nahezu 2 Tage für den Transfer draufgingen. Dies muss aber nicht so sein, wenn Ihr es ein bisschen besser plant als wir, denn die Anreise nach Auki & Malaita ist vor allem von Honiara aus enorm schnell erledigt – vor allem für Salomonen-Verhältnisse. Grund genug also, einen genaueren Blick auf dieses versteckte Paradies im Pazifik zu werfen.
Reisezeitraum: Februar 2025
Geschrieben: März 2025
Veröffentlicht: März 2026
>> Zum ausführlichen Reisebericht Salomonen
>> Zu unseren Unterkünften & Hotel-Empfehlungen auf den Salomonen
>> Zu den Preisen & Kosten für einen Salomonen-Urlaub
>> Zur Auki Express Fähre nach Malaita – und anderen Fähren auf den Salomonen
>> Zur Übersicht der Reiseberichte
Inhalt dieses Reise-Artikels
Reiseplanung Salomonen
Zunächst müsst Ihr aber erst einmal wissen, was Ihr auf Malaita unternehmen wollt, denn einfach ankommen ohne Plan funktioniert auf den Salomonen abseits der Hauptinsel nicht wirklich gut. Zwar könnt Ihr wiederum auch kaum etwas online buchen, aber zumindest eine Unterkunft solltet Ihr im Auge haben, die Euch vom Fährhafen abholen und Eure Reise koordinieren kann.
Hier sind einige Optionen, die Euch zur Verfügung stehen:
- Für einen Kurz-Trip nach Malaita (1 oder 2 Nächte) könnt Ihr direkt in Auki bleiben und von dort aus die Insel erkunden bzw. Ausflüge unternehmen
- Wollt Ihr wie wir die Berge & Kultur von Malaita erkunden, empfiehlt sich das Haodaikiro Homestay nur 12 Kilometer von Auki entfernt
- Wer am Meer übernachten möchte, sollte Kontakt mit dem Taflabana Guesthouse oder mit Serah’s Lagoon Hideaway aufnehmen. Beide befinden sich in der Langa Langa Lagune und bieten exzellente Schnorchel-Möglichkeiten
Auf jeden Fall solltet Ihr auch Hazel von der BH Family Lodge / BH Motel schreiben (E-Mail bhfamilylodge@gmail.com). Sie kann Euch viele Auskünfte über Malaita geben, Touren organisieren oder zum Beispiel auch das tolle Homestay-Erlebnis mit Steven organisieren – und natürlich auch die Übernachtung direkt in der BH Family Lodge in Auki.

Anreise
Malaita dürfte jene Insel sein, die von der Hauptstadt der Salomonen, Honiara, sowie der Hauptinsel Guadalcanal am einfachsten zu erreichen ist, denn vier- bis fünfmal pro Woche verbindet die Schnellfähre Auki Express Honiara mit Auki, der kleinen Hafenstadt von Malaita. Tickets könnt Ihr vorab buchen, müsst es aber nicht. Die Überfahrt kostet 250 SBD, also ca. 30 Euro pro Strecke. Der eingesetzte Katamaran ist für Salomonen- und Südsee-Verhältnisse sehr komfortabel und wirklich empfehlenswert.
Mehr zu Auki Express findet Ihr hier im separaten Artikel.

Auki als Basis
Auki ist eine kleine Hafenstadt, die für diesen Status ziemlich ruhig und entspannt ist. Lediglich nach der Fährankunft sowie vor deren Abfahrt ist in der unmittelbaren Straße neben dem Hafen ein bisschen Gewusel, ansonsten ist wirklich alles sehr entspannt – Island Vibe eben.
Was auch immer Ihr hier sucht, auf dem kleinen, aber überraschend umfangreichen und günstigen Markt sowie in dessen direkten Umgebung findet Ihr im Prinzip alles. Mittagessen to Go, Kokosnüsse ohne Ende, frische Früchte und Gemüse, Wasser, ein Café – alles findet Ihr hier, im Rest des Ortes dafür umso weniger.
Seid Ihr wie wir Kokosnuss-Fans, solltet Ihr Euch keinesfalls die trinkfertigen und frischen Kokosnüsse hier auf dem Markt für 2-4 SBD (ca. 0.25 bis 0.45 €) entgehen lassen – die Hälfte des Preises von Honiara. Diese Kokosnüsse retteten unseren ersten Tag auf Malaita – dazu gleich mehr.

Touristische Infrastruktur findet Ihr in Auki nur wenig. Wollt Ihr hier übernachten, sei Euch die BH Family Lodge bzw. BH Transit rund 10-15 Gehminuten vom Hafen empfohlen. Eigentümerin Hazel kann Euch auch alle weiteren Tipps und Empfehlungen für Malaita geben – sie kennt sich extrem gut aus. Beachtet, dass die Google Maps Location der BH Family Lodge falsch ist, richtig ist das BH Motel.
Haodaikiro Homestay
Den Markt erwähne ich auch deswegen, weil wir hier gleich enorm viel Zeit verbrachten, bedingt durch eine nicht ganz optimale Planung. Trotzdem sind wir über diese semi-optimale Planung dankbar, denn nur dadurch kamen wir in den Genuss vieler spannender Erlebnisse.
Alles begann mit einer Empfehlung in der lokalen Touristinformation von Honiara, die uns als spannende Alternative auf Malaita das Haodaikiro Homestay empfahl – auch deswegen, weil es per ÖPNV erreichbar ist (zumindest etwas, was auf den Salomonen ÖPNV bedeutet). Dies ist nicht ganz unwichtig, denn Privattransporte oder Taxis können horrend teuer sein – wie ich Euch unter anderem auch im Reisebericht über die Salomonen-Inseln oder in der Kosten-Übersicht zu den Salomonen detailliert beschrieben habe. Entsprechend happy waren wir über diese Empfehlung.
| Ihr sucht eine Unterkunft auf den Salomonen? |
Hier sind meine Top-Empfehlungen für Euren Urlaub auf den Salomonen - auch wenn Ihr nicht alles online buchen könnt:
Schaut Euch hier auch meine generellen Tipps zur Hotel-Buchung samt aktueller Gutscheine an. |
Als wir gegen 09:30 am Fähranleger von Auki ankamen, erwartete uns Gastgeber Steven und wir gingen gemeinsam zum Markt, wo wir unsere Sachen in einer Ecke ablegten. Wie sich herausstellte, sollte hier gegenüber der öffentliche Bus/Truck zum Homestay abfahren – genial. Allerdings erst in 5 Stunden – eher semi-optimal. Es galt nun also, 5 Stunden auf einem Markt auf den Salomonen totzuschlagen. Glücklicherweise gab es trinkfertige Kokosnüsse – und wir hatten unsere PCs dabei. Trotzdem war es schon nicht gerade die ideale Planung, aber der Weg war schließlich das Ziel und letztendlich war es der Start in eine enorm kokosnussreiche Zeit mit 27 Kokosnüssen in 96 Stunden für 2 Personen. Generell gibt es Kokosnüsse auf den Salomonen und vor allem auf Malaita nahezu geschenkt. Zudem sind sie ein enorm wichtiger Teil der (Ess-)Kultur.
| Buchung & Weitere Informationen |
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Letztendlich kann man niemanden für die 5 Stunden auf dem Markt einen Vorwurf machen, denn der öffentliche Truck fährt in der Regel nur einmal am Tag – und die Fähre auch. Wollt Ihr es besser und zeiteffektiver organisieren, aber trotzdem die sportlichen 500 SBD (ca. 65 Euro) für die 12km Fahrt vermeiden, wäre mein Vorschlag der Folgende:
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Wie Ihr seht, ein Urlaub auf den Salomonen-Inseln ist nicht ganz einfach zu organisieren. Braucht Ihr Hilfe hierbei, sendet mir gerne eine Anfrage im Rahmen meiner Reiseberatung.
Doch die Mühen lohnten sich, denn uns erwartete eine tolle Berglandschaft mit wunderschönen Ausblicken sowie recht neue und gepflegte Zimmer, in denen es sich trotz aller Einfachheit sehr gut aushalten ließ. Internet, Warmwasser, Ventilator und privates Badezimmer gab es alles nicht, dafür einen Generator für den Notfall, eine nette Außendusche, eine kleine Küche sowie Ruhe & Entspannung, besonders von der Panoramaplattform.

Ein toller Ausflug vom Haodaikiro Homestay, zudem ich Euch auch noch zusätzliche Details hier im Artikel über die Unterkünfte auf den Salomonen-Inseln aufgelistet habe, ist jener zum nahegelegenen Wasserfall, rund 30 Minuten Fußweg entfernt. Dieser ist wirklich enorm pittoresk und fotogen und lohnt absolut.

Wir setzten unseren Weg noch ein wenig fort und auch hier konnten wir auch noch den wunderschönen glasklaren Fluss in seinem tropischen Verlauf bestaunen. Solche Flussläufe könnten wir immer ewig erkunden.

Kulinarisch verpflegten wir uns selbst, immerhin hatten wir bei der Anreise dank der 5 Stunden Wartezeit auf dem Markt ja genug Zeit, uns mit Lebensmitteln einzudecken. ;-)
Auch die Rückreise wurde noch einmal zur Geduldsprobe. Ab 06:00 sollten wir bereit sein für den einzigen öffentlichen Truck, der gen Auki fährt, los ging es schließlich nach 3.5 Stunden ungewissem und etwas nervigem Warten um 09:30. Geduld und Ausdauer ist hier also definitiv gefragt, wenn man auf Taxis verzichten möchte.
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Kleiner Hoffnungsschimmer: generell sind Taxis auf den Salomonen-Inseln eigentlich nicht derart teuer. Zum Beispiel bezahlten wir in Honiara für ein 15-minütiges Taxi rund 4 Euro und auf der Hauptinsel Guadalcanal für 25 Kilometer inkl. 1-stündigem Stopp am Strand zum Schnorcheln 25 Euro. Die Straße zum Haodaikiro Homestay ist aktuell in der Renovierung und sollte danach deutlich besser und vielleicht sogar in der Hälfte der Zeit zu schaffen sein – dann sollten eigentlich auch die Taxipreise nur noch die Hälfte oder sogar weniger kosten.
Mehr zu den Preisen auf den Salomonen findet Ihr übrigens hier.

Kwaibala Fluss und Wasserfälle
Nach unserer Rückkehr in Auki übernachteten wir wie oben beschrieben in der BH Transit Lodge (aka BH Family Lodge aka BH Motel) und erkundeten ein wenig die Umgebung. Ein super spannendes Ziel ist der Kwaibala-Fluss und die dortigen Wasserfälle – und das aus gleich mehreren Gründen:
- ihr könnt sie fußläufig ab Auki erreichen, von der BH Lodge sind es rund 3 Kilometer
- ihr wandert auch durch kleine abgelegene Dörfer und Vorgärten, wo Ihr authentisches Dorfleben beobachten könnt
- es ist eine der nicht gerade vielen Aktivitäten auf den Salomonen-Inseln, die Ihr alleine unternehmen könnt
- es ist ein langer Flusslauf mit abwechslungsreicher Szenerie, verschiedenen kleinen natürlichen Pools sowie zahlreichen kleineren Wasserfällen
- und nicht zuletzt, es ist kostenlos 😉 (siehe Kosten für einen Salomonen-Urlaub)

Übrigens könnt Ihr die Kwaibala Falls noch ziemlich weit nach hinten erkunden, der Fluss zieht sich enorm lang mit immer neuen kleinen Stufen. Wir kehrten jedoch nach den dritten oder vierten Fällen um, da wir nicht wirklich für eine längere Wanderung vorbereitet waren.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Auki
Eine weitere Option direkt in Auki bzw. Umgebung ist die Osi Lagune sowie der Osi Strand. Beide könnt Ihr ebenso fußläufig ab Auki erreichen, sind meines Erachtens aber jetzt nicht super spektakulär. Der Osi-Strand ist allenfalls zur richtigen (Ge)Zeit sehr fotogen, auch wenn es jetzt nicht der schönste Strand im Pazifik bzw. in der Südsee ist.

Auch das Schnorcheln probierten wir hier, hatten jedoch aufgrund des niedrigen Wasserstands keinen Erfolg.
Das kleine Dorf Lilisiana ist eine weitere recht spannende Sehenswürdigkeit auf Malaita. Es ist ein besonders traditionelles Dorf nur 15 Gehminuten von Auki entfernt. Hier gibt es noch keine Beton- oder Ziegelsteinhütten, sondern lediglich Häuser nach traditioneller Bauweise. Die Dorfbewohner sind extrem nett und freundlich und nehmen sich gerne Zeit für einen Plausch. Auch die Häuser und der Straßenzug sind sehr fotogen und wer möchte, kann von hier aus auch mit einem Boot zur nahe gelegenen Langa Langa-Lagune übersetzen und schnorcheln.

Weitere Optionen
Apropos Langa Langa-Lagune, dies ist eine weitere Sehenswürdigkeit auf Malaita, vielleicht sogar die größte und bekannteste. Die Lagune zieht sich über dutzende Kilometer und wird von einem spannenden Riff begrenzt. Hier befinden sich auch einige der wenigen Hotels und Gästehäuser der Salomonen. Für einen (für Salomonen-Verhältnisse) entspannten Aufenthalt könnt Ihr Euch zum Beispiel mal das Taflabana Guesthouse oder Serah’s Lagoon Hideaway anschauen.
Wenn es noch weitergehen soll, wird es auf Malaita schon richtig abenteuerlich, denn der Rest der Insel ist im Prinzip touristisch überhaupt nicht erschlossen. Eine organisierte Tour ist hier im Prinzip Pflicht, wenngleich Euch Hazel (Kontakt siehe oben) sicher noch den einen oder anderen Geheimtipp geben kann.
Zudem könnt Ihr in vielen Unterkünften im Rahmen bezahlter Aktivitäten auch mehr über die Kultur, die Kokosnuss-Traditionen (machten wir bereits in Fidschi auf den Yasawa-Inseln), typische Tänze (sahen wir am Flughafen von Honiara) oder die Bootbau-Techniken erfahren oder zum Beispiel an Web- oder Kochkursen teilnehmen.
Fazit
Auki ist definitiv ein spannendes (und das wahrscheinlich beste) Reiseziel für alle, die in Honiara ankommen und nicht den weiten Weg nach Gizo oder Munda auf sich nehmen wollen. Mit der Auki Express Fähre besteht eine exzellente Verbindung ab Guadalcanal und die zahlreichen wirklich spannenden und abwechslungsreichen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten auf Malaita rechtfertigen einige Nächte auf der Insel auf jeden Fall. Hinzu kommt der ganz spezielle Island Vibe, denn während Honiara zum Beispiel schon ein bisschen teils strenge Hauptstadt-Atmosphäre versprüht, ist Auki wirklich super entspannt, ruhig und irgendwo sehr einladend, wenngleich diese Erfahrungen natürlich recht subjektiv sind. Dennoch lohnt sich der Abstecher aufgrund der einfachen Erreichbarkeit absolut, sodass wir Euch eine kurze Reise nach Malaita auf jeden Fall wärmstens empfehlen können, wobei es schon mindestens 2 bis 3 Nächte sein sollten.
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Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Ich habe nicht nur Tourismus studiert und mehr als 10 Jahre bei Reiseveranstaltern gearbeitet (gerne helfe ich Euch bei Eurer Reiseplanung), sondern auch knapp 10 Jahre in der Karibik gewohnt (Grenada & Dominikanische Republik) und bereits mehr als 90 Länder bereist.
Aktuell bin ich als Digitaler Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei ich die Karibik weiterhin regelmäßig besuche. Mehr über mich findet Ihr hier, ebenso wie einige Links zu meinen Experten-Beiträgen auf anderen Websites oder in Podcasts.
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