Der 700. Hash in Grenada – was für ein Event. Ein knackiger Trail, eine tolle Aussicht, Schwitzen ohne Ende, anschließend ein schöner Sprung ins Meer, ein paar kühle Biere, eine entspannte karibische Sommerparty, ein Sonnenuntergang aus dem Bilderbuch und schließlich noch gutes Essen – was will man mehr? Ok, vielleicht einen Blog-Beitrag, der hierzu noch ein paar Details preisgibt.
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Der 700. Hash war schon seit ein paar Wochen als großes Ereignis angekündigt worden. Im Vorfeld wurden T-Shits verkauft und die Losung war, dass, wer nur selten hashen geht, unbedingt diesen Hash mitnehmen soll. Wie das Ganze im Allgemeinen abläuft, habe ich ja in meinem letzten Blog-Beitrag über das Hashen in Grenada beschrieben.
Los ging es also wieder einmal gegen 16:00, diesmal jedoch an der Westküste in Grand Mal. Überaus pünktlich – also völlig unkaribisch – startete die Ansprache vom Hashmaster bereits weit vor 16:00. Es wurde sich auf den großen Hash vorbereitet und neue Schuhe wurden traditionall mit Carib eingeweiht. Insgesamt zeigte sich schon hier die große Beteiligung am heutigen Tage – am Ende sollten es sogar mehr als 600 Hasher sein.

Wie mit der Stoppuhr getimt war der Startschuss um Punkt 4. Zunächst ging es relativ gemächlich in ein Tal hinein, wobei sich schnell der Wald verdichtete und nur noch der rauschende Bach zusehen war.

Irgendwie war dann nach der ersten Flussüberquerung des Tages wieder eine Art Weg zu finden, zumindest schienen die Hash-Schnipsel diesen zu zeigen. Über Stock, Stein und Matsch ging es dann ca. 10 Minuten durch dichten Regenwald, ehe plötzlich viele Stimmen allmählich lauter wurden. Dabei konnte es sich nur um ein so genanntes Bottleneck handeln, also ein schwieriger Ab- oder Aufstieg bzw. eine Flussüberquerung, bei der sich das Gehtempo der Hasher drastisch verlangsamt. Das tatsächliche Ergebnis hat dann aber doch meine Erwartungen noch ein wenig übertroffen: nach dem die Bäume den Blick freigaben, zeigte sich vor uns eine nahezu grüne Wand, an der die Hasher in den Seilen hingen, um den steilen und matschigen Aufstieg zu schaffen.

Nun wurde es also wirklich spannend und der ohnehin schon relativ anstregende erste Teil wurde noch einmal getoppt. Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine Hängepartie und bei tropischen 30 Grad eine schweißtreibende Angelegenheit, die ohne Untertreibung eine sportliche Herausforderung genannt werden darf. Da das Ganze dank des ordentlichen Schwierigkeitsgrad nicht so schnell von statten ging, konnte man zumindest zum Teil die sich bietende Aussicht genießen.

Von oben nach unten fotografiert sah der Hang im Übrigen so aus.

Nach ordentlich Kraxelei war der Berg dann auch erklommen. Dafür gab es dann zur Belohnung vom Gipfel auch atemberaubende (bzw. atem-wiederfindende) Ausblicke zu bewundern.




Der Abstieg verlief dann gemächlicher. Es ging kleine Wege durch einsame Dörfer Grenadas, jedoch immer den wundervollen Ausblick vor Augen. Wieder am Parkplatz angekommen, konnten wir uns erst einmal mit einem Sprung ins angenehm warme karibische Meer von Grenada erfrischen und stolz auf den erklommenen Berg sein. Anschließend ging es nahtlos über zur karibischen Sommerparty, die natürlich mit dieser Oceanfront-Location einen optimalen Austragungsort hatte. Wie immer beim Hashen gab es 3 Carib für 10 EC$ und während der ersten Schlückchen konnte man bei angenehmer Musik und sommerlich warmen Temperaturen als Krönung des Abends noch den Sonnenuntergang beobachten, der sich wieder einmal von seiner schönsten Seite zeigte.




Dies war zwar noch nicht das Ende des Abends, soll jedoch das Finale dieses Berichts sein. Die anschließende wohltuende Kombination aus schöner Musik, leckerem Essen und kühlem Bier hatte ich ja bereits erwähnt … :-)
Ich bin Christian, Reiseexperte, Diplom-Betriebswirt für Tourismus und Gründer des Reiseblog My Travelworld (seit 2011). Durch mehr als 10 Jahre Berufserfahrung bei Reiseveranstaltern, fast 10 Jahre Leben in der Karibik (Grenada & Dominikanische Republik) sowie über 100 bereiste Länder teile ich auf diesem Reiseblog ausschließlich persönliche Erfahrungen und unabhängige Reisetipps.
Seit 2021 reise ich als Vollzeit-Reisender und Digitaler Nomade um die Welt und berichte hier vor allem über die Schwerpunkte Karibik, Südsee, Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika. Meine Reiseexpertise wurde bereits in Podcasts, Interviews und Medienbeiträgen aufgegriffen, darunter bei der weltweit bekannten "US News", bei klassischen Print-Magazin "Freundin" oder bei bekannten Off the Path Abenteuer-Podcast. My Travelworld verzeichnete seit dem Start mehr als 5 Millionen Seitenaufrufe.
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