Mindestens 100 bis 200 Wanderungen dürfte ich auf den verschiedensten tropischen Inseln dieser Welt bereits gemacht haben – wahrscheinlich sogar mehr. Die Le Morne-Wanderung auf Mauritius sichert sich hierbei definitiv ihren verdienten Platz in den Top 5. Was Euch hier erwartet, ist einfach in mehrfacher Hinsicht spektakulär: einzigartige Ausblicke in alle Richtungen mit den schönsten Farben, die Ihr Euch vorstellen könnt, ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Weg nach oben sowie als Belohnung der Blick auf den berühmten (wenn auch überbewerteten) Unterwasser-Wasserfall von Mauritius. Hier erfahrt Ihr alles zur vielleicht populärsten Sehenswürdigkeit auf Mauritius – Le Morne Brabant.
Reisezeitraum: September 2024 + November 2025
Geschrieben: Dezember 2025
Veröffentlicht: Dezember 2025
>> Zur Übersicht der Wanderungen auf Mauritius (folgt)
>> Zu unseren Unterkünften auf Mauritius (folgt)
>> Zur Übersicht aller Reiseberichte
Inhalt dieses Reise-Artikels
Das Besondere
Was Le Morne besonders macht, erschließt sich eigentlich direkt beim Blick auf die Fotos hier in diesem Blog-Artikel. Die Ausblicke sind einfach unglaublich spektakulär, nahezu nicht von dieser Welt. Die Farben, das Türkisblau, die Insel, die Lagunen – einfach wow. Meine Kinnlade wollte einfach nicht wieder hochklappen. Und auch die Wanderung an sich ist überaus spektakulär – warum genau, erfahrt Ihr hier in diesem Reiseblog-Artikel. Nicht umsonst gehört Le Morne zu einem der ganz besonderen Reiseziele in Mauritius.

Anreise
Le Morne befindet sich im äußersten Südwesten von Mauritius auf einer prominenten Halbinsel und ist auch aufgrund seines markanten Äußeren ein Wahrzeichen der Insel. Bezüglich der Anreise habt Ihr 3 Möglichkeiten:
Mit dem Bus:
– Nr. 5 in Richtung Baie du Cap
(ca. 1.5-2 Stunden ab Quatre-Borne, ca. 1 Stunde ab Cascavelle, ca. 1.25 Stunden ab Flic-en-Flac mit Umstieg in Cascavelle)
– Ihr steigt am Abzweig zu Le Morne aus und lauft dann die restlichen knapp 2 Kilometer auf flacher Strecke zu Fuß bis zum Eingang von Le Morne, wo die eigentliche Wanderung startet
Mit dem Mietwagen:
– Problemlos möglich, in Le Morne gibt es einen Parkplatz. Im Tagesverlauf kann dieser auch voll sein, dann müsst Ihr entlang der Straße parken.
– Je nach Verkehr ab Flic-en-Flac ca. 45 Minuten, ab Port Louis 1.5 Stunden, ab der Nordküste 2 Stunden
Mit einer Tour:
– Viele Anbieter inkludieren Le Morne entweder in ihren Inselrundfahrten oder bieten es als separate Tour an

Eintritt zu Le Morne
Überraschenderweise ist der Eintritt zu Le Morne Brabant kostenlos. Wer besondere Reiseziele (~) dieser Art in der Welt erleben möchte, kommt nicht so oft in den Genuss eines kostenfreien Eintritts.
Ihr müsst Euch am Eingang lediglich in eine Liste eintragen und eine Art Haftungsbeschränkung unterschreiben – warum, dass seht Ihr dann später im Bereich der Wanderung, vor allem im oberen Teil. Aber keine Angst, der untere Teil inklusive einigen spektakulären Ausblicken ist auch für Familien machbar.

Die Wanderwege
Es gibt verschiedene Wege am und um Le Morne, die Wanderern unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bieten. Wollt Ihr jedoch auf den Gipfel, kommt Ihr um den schwierigsten Part nicht herum. Im Wesentlichen würde ich Le Morne in 4 verschiedene Wanderwege unterteilen:
Der Hauptweg, unterer Teil:
Vom Eingang bis zum Pavillon (von 0 auf ca. 250 Höhenmeter), vorbei an bereits spektakulären Aussichten, die schon alleine genommen für sich die Reise wert sind. Dieser Weg ist stets leicht ansteigend, aber sehr angenehm zu laufen und auch für Familien oder nicht trittfeste Wanderer sehr gut machbar.

Der Hauptweg, oberer Teil:
Vom Pavillon/Rastplatz bis zum Gipfel (von 250 bis auf 450 Höhenmeter): ihr passiert zunächst ein Tor, in dessen Nähe nochmals eine Tafel mit den Gefahren des Le Morne Brabant steht. Kurz darauf beginnt der steile Anstieg durch eine Felsrinne der weiter oben in eine wilde Kraxelei durch die Felsen mündet. Beides sieht von unten respekteinflößend aus, ist aber letztendlich für fitte und schwindelfreie Wanderer machbar, wobei absolute Trittsicherheit, eine Grundfitness und rutschfestes Schuhwerk Grundvoraussetzung sind. Bitte geht nicht bei Regen, sehr dunklen Wolken oder bereits nassen Steinen hoch und dreht um, wenn Ihr Euch unsicher oder verängstigt fühlt.

Rund um Le Morne Brabant:
Wer entweder nach dem Abstieg einen längeren Weg nehmen möchte oder lieber auf nur moderat ansteigendem Terrain bleiben möchte, der kann auch die Runde UM Le Morne herum gehen und dabei nicht nur den mächtigen Felsen aus allen Facetten von unten bestaunen, sondern auch tolle Ausblicke auf die umliegenden Strände bzw. die Lagune mitnehmen. Der Weg startet an besagtem Rastplatz/Pavillon und führt einmal ringsherum bis zum Eingang von Le Morne. Dies sind rund 5 Kilometer, im Vergleich zum Hauptweg sind es 3 zusätzliche Kilometer.

Valley of the Bones-Weg:
Nicht zuletzt gibt es als kleinen Stichpfad vom Hauptweg noch einen kleinen kulturhistorischen Wanderweg, in Erinnerung an die so genannten Maroons. Hierbei handelte es sich um Sklaven oder in einer sklavenähnlichen Form gehaltene Menschen, die hier Zuflucht suchten und sich teils über Jahre hinweg in den Wäldern versteckten – oder von der Klippe sprangen, um so dem Sklavenleben ein Ende zu setzen.
Unsere Meinung zur Wanderung
Wer halbwegs fit ist, sollte es natürlich bis zum Gipfel versuchen. Es lohnt sich absolut. Macht Euch aber auf einen ungewöhnlichen Aufstieg gefasst, denn es geht teils wirklich steil nach oben und Ihr müsst sehr viele Felsen überwinden. Überraschenderweise stehen an nahezu keiner Stelle Leitern oder Seile bereit – bei anderen ähnlichen Wanderungen auf Mauritius ist dies der Fall.
Bereitet Euch ebenfalls auf einen relativ hohen Besucherandrang vor. Während Ihr sonst beim Wandern auf Mauritius häufig alleine seid oder nur wenige andere Besucher trefft, ist in Le Morne wirklich Hochbetrieb. Dennoch hielt es sich meines Erachtens noch in einem ertragbaren Rahmen. Zumindest machten wir keine Erfahrungen, wo wir irgendwie anstehen mussten. Natürlich muss man angesichts des technisch anspruchsvollen Geländes ab und zu mal Leute vorbeilassen. Auch den Gipfel hatten wir sogar kurzzeitig für uns alleine, ehe weitere kleinere Wandergruppen eintrafen.

Ja, es ist definitiv nicht der übliche Wandergenuss, bei dem man der Natur lauschen und komplett in der Idylle der Umgebung aufgehen kann. Doch darum geht es bei Le Morne auch nicht unbedingt. Solange Ihr nicht gerade zwischen zwei größeren Wandergruppen feststeckt, könnt Ihr hier dennoch eine spannende Zeit genießen.
| My Travelworld Tipp |
|---|
| Bitte seid auf der gesamten Wanderung unbedingt rücksichtsvoll zu anderen Wanderern, um unnötige Gefahrensituationen zu vermeiden. Erst in diesem Jahr (2025) ist ein deutscher Wanderer vom Berg gestürzt und ums Leben gekommen. |
Wir starteten unsere Tour gegen 08:45 und waren bei weitem nicht die ersten Besucher. Teils kamen uns sogar schon kleinere Wandergruppen vom Gipfel entgegen. Wollt Ihr also wirklich dem Besucherstrom entgehen, müsstet Ihr spätestens zwischen 06:00 und 07:00 am Eingang sein. Dennoch war 08:45 für uns ok, beim Abstieg kamen uns noch wesentlich mehr Gruppen für den Aufstieg entgegen – es wurde also gegen den Vormittag voller.
| My Travelworld Tipp |
|---|
| Ebenfalls wichtig, achtet auf das Wetter. Nicht nur, dass sich an einem bewölkten Tag die Ausblicke nur bedingt lohnen, weil die Farben einfach nicht so kräftig sind, auch die Gefahr für Regen ist größer – und diesen solltet Ihr in Anbetracht des steilen Auf- und Abstiegs unbedingt vermeiden. |
Alternativ könnt Ihr es sonst auch am frühen Nachmittag versuchen. Gerade ab der Mittagszeit (ca. 13:00) lassen die Besucherströme wiederum nach.
Für die Wanderung nach oben brauchten wir rund 1,75 Stunden, der Abstieg geht gerade im unteren Teil etwas schneller. Für die Wanderung zum Le Morne könnt Ihr also grob mit 3 Stunden Laufzeit hin und zurück rechnen.
Ausblicke
Wie eingangs schon erwähnt, bietet Le Morne als ganz besonderes Reiseziel in Mauritius ein wahres Feuerwerk an spektakulären Ausblicken. Egal ob von oben oder von unten, Ihr werdet aus dem Staunen nicht mehr rauskommen. Dank der eng geschnittenen Halbinsel könnt Ihr auch das Meer von beiden Seiten sehen, sowohl die Südküste als auch die Westküste von Mauritius.


Der Unterwasser-Wasserfall von Mauritius
Ein ganz besonderer Teil von Le Morne ist auch der Ausblick zum so genannten Unterwasser-Wasserfall von Mauritius, den Ihr am besten von ganz oben seht.
Ich muss zugeben, als ich das erste Mal (bereits vor einigen Jahren) von diesem Phänomen gehört habe, war ich hin und weg, denn die Fotos von der Lagune von Le Morne sehen schon beeindruckend aus, auch wenn ich die Bezeichnung „Unterwasser-Wasserfall“ damals schon nicht ganz nachvollziehen konnte.
Entsprechend gespannt war ich nun, diese Phänomen tatsächlich mit eigenen Augen von oben zu betrachten. Während die Szenerie wie oben schon beschrieben einfach atemberaubend war und ich mich gar nicht satt sehen konnte, finde ich die Bezeichnung „Unterwasser-Wasserfall“ immer noch recht abstrakt – auch wenn ich verstehen kann, dass sich dies auf das scheinbar ausfließende Wasser aus der Lagune bezieht.

Ich würde sagen, genießt einfach die spektakuläre Kulisse – die ist schon einzigartig genug, ohne dass man sich solch eine kreative Bezeichnung einfallen lassen muss.
Alternative; Helikopter- und Wasserflugzeug-Touren
Falls Ihr nicht wirklich die Wanderfans seid, aber dennoch die unglaublich beeindruckende Kulisse von Le Morne & Umgebung genießen wollt, bietet sich Euch auch die Möglichkeit, dies mit einem Helikopter oder Wasserflugzeug zu erleben – beide Touren sind ziemlich populär in Mauritius und Ihr werdet mit ziemlicher Sicherheit bei Eurer Wanderung das ein oder andere Flugobjekt in der Luft sehen.
Bei den Touren gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten: die günstigere Möglichkeit ist ein Start im Südwesten, der Wasserflugzeug-Landeplatz ist nicht allzu weit von Le Morne entfernt. Die Entfernung ist hier kürzer – und der Preis somit auch.
Alternativ, vor allem wenn Ihr im Norden untergebracht seid, könnt Ihr auch direkt dort die Touren mit dem Flugzeug oder Hubschrauber starten und erspart Euch so den mindestens zweistündigen Transfer mit dem Taxi/Mietwagen/Minivan – müsst aber dann aufgrund der mehr als 50 Kilometer zuätzlicher Flugdistanz auch einige Rupien mehr auf den Tisch legen.
Alternativ gibt es auch Angebote für Le Morne per Wasserflugzeug, Propellermaschine oder Helikopter. Hier würde ich an Eurer Stelle vor alle kurzfristig buchen, um möglichst perfektes Wetter zu haben.
Fazit
Auch wenn Mauritius viele spannende und überaus attraktive Wanderungen hat (die ich Euch alle hier im Artikel (folgt) im Detail beschrieben habe), ist Le Morne – trotz der hohen Besucheranzahl – für mich das Non-Plus-Ultra. Die Ausblicke sind einfach spektakulär und kaum von einer anderen Wanderung auf dieser Welt – zumindest im tropischen Bereich – zu übertreffen. Plant für Le Morne daher unbedingt einen Tag im Rahmen Eurer Mauritius-Reise ein – es lohnt sich absolut.
Ihr wollt mehr über meine spektakulärsten Wanderungen lesen? Während der Artikel über die schönsten Touren in Mauritius noch nicht online ist, gehört definitiv der unsere Wanderung im Hells Gate National Park in Kenia, der Aufstieg auf den Acatenango in Guatemala sowie unsere Wanderungen auf den Seychellen zu den spektakulärsten Touren, die wir zu Fuß unternommen haben.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Vivido Travel veröffentlicht. Vielen Dank dafür! Der Reisebericht spiegelt (wie jeder Artikel hier bei My Travelworld) ausschließlich meine eigene subjektive Meinung wider.
| Folgt mir! | Externe Links |
|---|---|
| Hat Euch dieser Artikel gefallen und wollt Ihr mehr von meinen Reisen um die Welt erfahren? Dann abonniert meinen Reiseblog My Travelworld als Feed für Euren Feed-Reader und bekommt garantiert (ohne Facebook-Algorithmus & Co.) jeden Artikel direkt zu Euch: - Bloglovin - Feedly - Feedburner Bevorzugt Ihr lieber Fotos und kurze aktuelle Eindrücke, folgt mir gerne in den Sozialen Medien unter: Tragt Euch unbedingt auch hier für meinen Newsletter ein! | Externe Links sind entweder fett oder mit einem * bzw. (~) gekennzeichnet. Im Falle von Buchungsangeboten könnt Ihr Preise und Verfügbarkeiten prüfen. Für eine Buchung erhalte ich eine kleine Kommission, mit der Ihr My Travelworld unterstützen könnt. Ihr könnt dennoch zum Best-Preis buchen und profitiert von aktuellen Rabatten und Promotionen. Social Media-Verlinkungen führen Euch zu externen Seiten, wo Ihr Euch mit mir verbinden könnt. |
Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Ich habe nicht nur Tourismus studiert und mehr als 10 Jahre bei Reiseveranstaltern gearbeitet (gerne helfe ich Euch bei Eurer Reiseplanung), sondern auch knapp 10 Jahre in der Karibik gewohnt (Grenada & Dominikanische Republik) und bereits mehr als 90 Länder bereist.
Aktuell bin ich als Digitaler Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei ich die Karibik weiterhin regelmäßig besuche. Mehr über mich findet Ihr hier, ebenso wie einige Links zu meinen Experten-Beiträgen auf anderen Websites oder in Podcasts.
Für Fragen und Feedback freue ich mich über Eure Kontakt-Aufnahme - am besten per Kommentar unter den jeweiligen Artikel, da es somit auch gleich anderen hilft.
Mehr erfahrt Ihr auf der "Über Mich"-Seite.
Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen:
1. Persönliche Reiseberatung und individuelles Travel Coaching
2. Spar-Tipps & Gutscheine für Eure Hotelbuchungen
3. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben
4. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat
5. nie wieder etwas vergessen: die Packliste mit Insider-Tipps
Vergesst auch nicht, Euch hier für meinen Newsletter einzutragen.






