Während meines Trips nach St. Martin wurde ich für eine Nacht in das Captain Olivers Resort eingeladen. Da ich ja ein Freund von geografischen und reisetechnischen Kuriositäten bin, freute ich mich besonders auf dieses Hotel an der Ostküste der politisch geteilten Insel, welches sich exakt auf der Grenze zwischen Frankreich und den Niederlanden befindet.
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Reisezeitraum: April 2013
Geschrieben: Mai 2013
Veröffentlicht: Juni 2013
Die Anreise zu diesem ganz speziellen Hotel unternahm ich per Mietwagen und fand es auch relativ leicht – St. Martin ist halt auch einfach nicht so groß. Eine Anreise per Minibus, der typisch karibischen Form des ÖPNVs wie ich sie noch zwei Tage zuvor zum Alamanda Resort unternahm, wäre hier nicht möglich, denn zum Oyster Pond fahren keine oder kaum Busse.
My Travelworld-Tipp |
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Das Captain Olivers Resort hat nach dem verheerenden Hurrikan im Jahr 2017 derzeit (Stand Mai 2020) weiterhin geschlossen. Aus diesem Grund habe ich Euch hier eine Liste mit empfehlenswerten Unterkünften am Strand auf Sint Maarten / St. Maarten zusammengestellt: – Empfehlenswerte Unterkünfte direkt am Strand auf St. Maarten (~) – Aktueller Gutschein (generell) zum Sparen bei Eurer Buchung (~) – Meine Spar-Tipps und Buchungshinweise für Hotels generell |
Die Lage ist dafür sehr malerisch, der vor dem Hotel liegende Oyster Pond mit seiner Jachtmarina sorgt für ein sehr pittoreskes Bild. Nur der Strand fehlt ein wenig, aber dazu später mehr.
Der Check-In funktionierte reibungslos. Nicht ganz so schön ist lediglich, dass ein Kreditkartenabzug für eventuelle Room Charges genommen wird. Spätestens bei Anblick des Zimmer und dem Ausblick aufs Meer war dies aber schnell nur noch Nebensache.
Das Zimmer machte ohnehin einen sehr guten Eindruck. Alles war sehr gepflegt, modernisiert und hübsch zu Recht gemacht, so auch zum Beispiel das Badezimmer, welches zudem mit einem getrennten WC daher kam.
Ansonsten war im Zimmer alles vorhanden, was zu einer guten Ausstattung gehört: Fernseher, Telefon, Klimaanlage, Fön, Tee- and Coffee-Making Facilities und auch freies Wi-Fi-Internet.
Was? | Captain Olivers Resort |
Zimmer? | Deluxe-Meerblick-Zimmer |
Wo? | Oyster Pond, St. Martin, Frankreich (Karibik) |
Dauer? | 1 Nacht |
Bewertung | 9/10 |
Später am Abend sprang ich dann auch eine Runde in den Pool, um mich nach dem anstrengenden Tag auf St. Martin etwas zu erholen. Dieser war trotz des relativ geringem Umfangs gar nicht mal so schlecht, um ein paar Runden zu schwimmen, da er in überwiegenden Teilen mehr als 2 Meter tief war – nicht unbedingt häufig in der Hotellerie. Interessantes Detail: auf der Restaurantseite ist der Pool mit einer durchsichtigen Wand versehen, sodass man wie in ein Aquarium hineinsehen kann.
Wer lieber Meer- statt Poolwasser bevorzugt, kann den kleinen Walkway zum hoteleigenen Strand nutzen. Strand ist hier allerdings deutlich übertrieben, denn im Prinzip handelt es sich um eine Mini-Aufschüttung an Kies, die von großen Felsen begrenzt ist. Zugang zum Wasser gibt es nur per Leiter ins Wasser.
Genau aus diesem Grund bietet das Captain Olivers Resort auch einen kostenfreien Boots-Shuttle zum Dawn Beach an. Dieser ist dann ein Karibik-Strand, wie man ihn sich vorstellt: weit, feinsandig und mit türkisblauem Meer davor.
Diesen Shuttle konnte ich mangels Zeit leider nicht in Anspruch nehmen (ich fuhr später mit dem Auto am Dawn Beach vorbei), doch die Variante ist gar nicht mal so schlecht: Ein für St. Martin Verhältnisse relativ human gepreistes Hotel mit Bademöglichkeit am Meer und kostenfreiem Shuttle zum schönen Karibik-Strand – guter Gegensatz zu den fast unbezahlbaren Unterkünften direkt am Dawn Beach.
Am nächsten Morgen nutzte ich dann auch den holländischen Part des Captain Olivers, nämlich das Restaurant. Der Zugang hierher erfolgt über die wohl weltweit einzige Grenzbrücke zwischen Frankreich und der Niederlande und wird quasi von Papageien als „Grenzbeamten“ überwacht.
Das Restaurant bietet einen schönen Blick auf die Marina, bei dem ich das Frühstück genießen konnte. Dieses wahr sehr umfangreich, lecker und es gab so ziemlich alles was ich (und sicher auch andere) benötigten: kontinentales Frühstück in Form von Müsli, Joghurt, Toast und Früchten, amerikanisches Breakfast mit Bratkartoffeln, Ei und Bacon, etwas für die deutschen Mägen mit Wurst, Käse und Brot sowie auch ein französischer Anteil mit leckerem Baguette.
Dass ich mich hier nach Herzenslust satt aß, versteht sich von selbst. Zu lecker und verlockend war einfach die Abwechslung vom sonstigen Alltagsfrühstück in der Karibik.
Wie beim Frühstück machte das Captain Olivers Resort auch sonst einen sehr guten und gepflegten Eindruck. Die Anlage war nicht zu groß, aber die Gebäudeeinheiten auch nicht zu gedrungen, sodass eine kleine, aber gemütliche Gartenlandschaft vorzufinden ist.
Dies überträgt sich dann auch auf den Gesamteindruck, der durchweg positiv ist. Freundlicher, unaufdringlicher Service, ein „gepflegtes Äußeres“ sowie ein ordentliches Zimmer (ich warf auch einen Blick in die günstigsten Kategorien, die ähnlich ausgestattet, jedoch ohne Meerblick waren) waren hier die wesentlichen Faktoren. Als Clou gibt es im Captain Olivers Resort noch die kleine Spielerei mit dem Grenzübergang sowie ein ordentliches Restaurant, wo im übrigen samstags immer ein großes Lobsterbuffet gereicht wird. Alles in allem hatte ich hier einen sehr schönen und angenehmen Aufenthalt und kann das Hotel auf jeden Fall weiterempfehlen.
Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Ich habe nicht nur Tourismus studiert und mehr als 10 Jahre bei Reiseveranstaltern gearbeitet (gerne helfe ich Euch bei Eurer Reiseplanung), sondern auch knapp 10 Jahre in der Karibik gewohnt (Grenada & Dominikanische Republik) und bereits mehr als 90 Länder bereist.
Aktuell bin ich als Digitaler Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei ich die Karibik weiterhin regelmäßig besuche. Mehr über mich findet Ihr hier, ebenso wie einige Links zu meinen Experten-Beiträgen auf anderen Websites oder in Podcasts.
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