Unterkünfte in Dänemark – ein Überblick

Auch zu Dänemark möchte ich hier im Blog meinen obligatorischen Unterkunfts-Artikel mit den Hotelbewertungen veröffentlichen. Neben einigen generellen Informationen zu den verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten bei unseren nördlichen Nachbaren teile ich auch meine Erfahrungen und habe zwei interessante Tipps für Euch, von denen einer durchaus überraschen mag.

Reisezeitraum: März 2010 + August 2024
Geschrieben: Dezember 2025
Veröffentlicht: Dezember 2025
UPDATE: September 2026

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Generelles zu den Unterkünften in Dänemark

Letztmalig suchte ich 2024 nach einer Unterkunft in Dänemark. Wir flogen von Georgien zurück nach Kopenhagen, weil wir ohnehin Freunde im Norden Deutschlands besuchen gehen wollten und Flüge nach Hamburg sehr teuer waren. Auf der Suche nach einer geeigneten Bleibe war ich – trotz Hauptreisemonat August – überrascht über die enorm hohen Preise in Kopenhagen. Selbst in Hostels oder den einfachsten, billigsten und zum Teil schlecht bewertetsten Hotels hätte man weit über 100 Euro bezahlt, ohne jegliche weitere Services, oft nicht mal ohne eigenes Badezimmer.

Also machte ich mich anderweitig auf die Suche und fand vor allem im restlichen Dänemark sehr fair bepreiste Unterkünfte, egal ob Studios, Zimmer oder Apartments. Auch Hotels im restlichen Dänemark sind wesentlich günstiger als in Kopenhagen. Gerade über Airbnb könnt Ihr hier spannende Schnäppchen schon ab 40 Euro pro Nacht pro Zimmer finden, aber auch reguläre Hotels & Apartments über Booking. Es lohnt sich also unbedingt, ein wenig außerhalb von Kopenhagen zu suchen.

Welche Unterkunftsart sich für Euch aber am meisten lohnt, hängt dabei stark davon ab, wo Ihr unterwegs seid und wie lange Ihr bleibt.

Hotels in Dänemark

Hotels sind in Dänemark grundsätzlich nicht günstig – in Kopenhagen gilt dies noch einmal mehr. Für ein normales Doppelzimmer sind 100 bis 200 Euro pro Nacht keine Seltenheit, wobei Ihr gerade in der dänischen Hauptstadt selbst für einfache Hotels während der Hauptreisezeit schnell bei über 100 Euro landet. Für unter 100 Euro findet man in Kopenhagen nur sehr selten ein wirklich attraktives Doppelzimmer in guter Lage – nur im Herbst und Winter könntet Ihr hier vielleicht Glück haben.

Zu den bekannteren Hotelketten in Dänemark gehören unter anderem Scandic, Comwell und Arp-Hansen. Gerade Scandic ist mit zahlreichen Häusern im ganzen Land vertreten, während Arp-Hansen vor allem in Kopenhagen mit einer Reihe unterschiedlicher Hotels präsent ist – allerdings mit unterschiedlichen Namen, z.B. Imperial Hotel, Copenhagen Island, Phoenix oder das Tivoli Hotel. Arp-Hansen kommt nicht im Hotelnamen vor.

Daneben gibt es natürlich auch einige Hotels, die weit über eine normale Übernachtungsmöglichkeit hinausgehen. Zu den emblematischsten Hotels Dänemarks gehört beispielsweise das Hotel d’Angleterre in Kopenhagen (~), das bereits seit 1755 besteht und mit seiner Lage am Kongens Nytorv sowie seiner langen Geschichte zu den großen Hotel-Ikonen des Landes zählt. Ebenfalls außergewöhnlich ist das Nimb Hotel (~) direkt am Tivoli, das in einem maurisch inspirierten Gebäude von 1909 untergebracht ist und dadurch schon architektonisch deutlich aus der Masse der Kopenhagener Hotels heraussticht.

Meine eigenen Hotelerfahrungen in Dänemark beschränken sich bisher weitgehend auf das Radisson Collection Royal Hotel in Kopenhagen, welches mittlerweile renoviert wurde. Meine entsprechende Hotelbewertung findet Ihr weiter unten im Blog.

Die Nachbildung von Kopenhagen im Legoland Billund

Hostels für Backpacker in Dänemark

Wer es günstiger mag, kann gegebenenfalls auf Hostels in Dänemark ausweichen. Allerdings sollte man gerade in Kopenhagen nicht automatisch davon ausgehen, dass ein Hostel-Bett besonders billig ist. Gerade zwischen Juni und September ist es mehr Realität als überzogenes Preisdenken, dass Ihr für ein beliebiges Hostelbett mehr als 40 Euro zahlen müsst. Nur in den kalten Monaten (November bis März) sind Preise von ca. 25 Euro pro Person realistisch. Je nach Termin und Zimmerkategorie können die Preise auch deutlich höher liegen. Die bekannten Marken wie Meininger, a&O und Generator haben allesamt Unterkünfte in Kopenhagen, eine spezielle dänische Marke für Backpacker ist zudem Danhostel.

Gerade wenn Ihr mehrere Nächte bleibt oder zu zweit unterwegs seid, lohnt sich allerdings immer ein Preisvergleich mit einfachen Apartments oder privaten Zimmern. Wie meine eigene Erfahrung in Give zeigt (siehe Bewertung unten), kann eine solche Unterkunft außerhalb der großen Städte teilweise deutlich günstiger sein als ein Hostel.

Ferienhäuser in Dänemark

Kaum in einem anderen Land in Europa sind Ferienhäuser so wichtig wie in Dänemark – maximal noch vergleichbar mit Spanien oder Italien. Vor allem für einen Urlaub am Meer sind die typisch dänischen Sommerhäuser („Sommerhuse“) eine der interessantesten Unterkunftsformen überhaupt.

Das hat gleich mehrere Vorteile: Ihr habt deutlich mehr Platz als in einem Hotelzimmer, könnt Euch selbst versorgen und seid gerade an der Küste häufig mitten in der Natur statt in einem größeren Ferienort. Dadurch lassen sich auch die teilweise hohen Hotelpreise umgehen und das Reisebudget etwas schonen. Viele Ferienhäuser werden klassischerweise wochenweise vermietet, wobei der Samstag nach wie vor ein typischer An- und Abreisetag ist. Außerhalb der Hauptsaison findet man aber auch kürzere Aufenthalte.

Zu den beliebtesten Regionen für ein Ferienhaus in Dänemark (~) zählen Nordjütland, die dänische Westküste und Bornholm. Aber auch Fünen und die dänische Riviera in Nordseeland sind beliebte Ferienhausregionen.

Preislich gibt es eine enorme Bandbreite. Als grobe Orientierung solltet Ihr in der Hochsaison bei einem einfachen Ferienhaus für zwei Personen ab etwa 80 Euro pro Nacht rechnen. Für eine Familie mit vier Personen und zwei Schlafzimmern würde ich eher ab rund 100 bis 150 Euro pro Nacht kalkulieren. Größere Häuser mit drei Schlafzimmern oder mehr sowie besonders gut ausgestattete Objekte – beispielsweise mit Sauna, Whirlpool oder Pool – können schnell 150 bis 250 Euro pro Nacht und mehr kosten. Diese Preise können enorm stark schwanken und sind eher als Durchschnittspreise zu verstehen. Im Herbst und Winter findet Ihr echte Schnäppchen für weniger Geld, im Juli und August wird es deutlich teurer – ein Ferienhaus in Dänemark für unter 100 Euro pro Nacht ist im Hochsommer im Prinzip nicht zu finden.

Bei der Suche nach einem Ferienhaus in Dänemark gibt es eine ganze Reihe an spezialisierten Anbietern. Zu den bekanntesten gehören DanCenter, NOVASOL, Feriepartner und Esmark, die jeweils hunderte bis tausende Ferienhäuser im ganzen Land im Angebot haben. Gerade bei einem Urlaub an der dänischen Küste lohnt es sich, die verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen, da sich Preise und Auswahl je nach Region und Reisezeit durchaus unterscheiden können.

Analog zu Ferienhäusern bieten sich natürlich auch Ferienwohnungen und Apartments als Unterkunft in Dänemark an.

Entspanntes Dorf abseits der Städte in Dänemark

Camping in Dänemark

Wie waren selbst gerade erst mehrere Monate mit dem Camper in Neuseeland unterwegs, sodass wir die Vorzüge von Campervan & Wohnmobil sehr zu schätzen wissen. Auch für diese Form der Übernachtung ist Dänemark ein ideales Land, denn es gibt viel Platz – und viele (Stell-)Plätze. Mehr als 500 Campingplätze stehen im Land zur Auswahl, wobei der Standard der Anlagen generell recht hoch ist. Viele Campingplätze verfügen über saubere Sanitäranlagen, ausreichend Platz und zusätzliche Einrichtungen wie Küchen, Spielplätze oder sogar Schwimmbäder.

Preislich würde ich für einen normal ausgestatteten Stellplatz für einen Campervan grob ab etwa 25 bis 35 Euro pro Nacht kalkulieren. Je nach Saison, Personenzahl, Strom, Lage und Ausstattung kann es natürlich deutlich mehr werden. Hinzu kommt entweder alternativ oder zusätzlich noch eine kleine Personenpauschale von 50-100 DKK (ca. 7.50 € bis 15 €). Auch Strom kostet – falls benötigt – meist eine geringe Extragebühr.

Besonders schön sind natürlich die Campingplätze an der Küste, wo Ihr morgens teilweise direkt mit Blick auf die Nordsee oder Ostsee aufwachen könnt. Zu den interessanten Plätzen gehören beispielsweise Løkken Klit Camping in Nordjütland oder Henne Strand Camping an der Westküste. Beide verbinden die Nähe zur Natur mit einer guten Ausstattung und eignen sich damit auch für längere Aufenthalte. Alternativ könnt Ihr auch bei First Camp schauen. Der Betreiber hat zahlreiche Campingplätze in Dänemark im Angebot und deckt damit praktisch alle Regionen ab – von der Nordseeküste über Jütland und Fünen bis nach Seeland.

Gerade wenn Ihr mit dem Camper in Dänemark unterwegs seid, lohnt sich daher ein Vergleich der verschiedenen Plätze. Manche sind einfache und ruhige Campingplätze inmitten der Natur, während andere schon fast den Charakter eines kleinen Ferienparks mit Pool, Spielplatz, Restaurant oder anderen Freizeitangeboten haben. Ähnliches sind wir auch aus Neuseeland gewohnt.

Übrigens, wichtiger Tipp: In Dänemark ist freies Stehen / Wildcamping mit dem Wohnmobil oder Camper strikt verboten (Strafen bis zu 500 €). Übernachtet werden darf ausschließlich auf offiziellen Campingplätzen, ausgewiesenen QuickStop-Plätzen oder privaten Wohnmobilstellplätzen.

Unsere Hotelbewertungen in Dänemark

Günstiges Lego-Airbnb in Give

Bei unserer Suche für den letzten Dänemark-Aufenthalt fand ich auch dieses spannende Airbnb im kleinen Ort Give, rund 15 Kilometer von Billund und 25 Kilometer von Vejle entfernt. Das hat zwar nichts mehr mit Kopenhagen zu tun, dafür aber umso mehr mit Legoland, welches sich direkt in Billund befindet und damit vielleicht sogar spannender ist als eine reguläre Stadtbesichtigung von Dänemarks Hauptstadt.

Legoland war dann auch ein großes Thema in unserem kleinen Airbnb in Give, denn es gab u.a. ein bisschen Lego-Dekoration sowie auch Lego-Steine zum Spielen für die Kleinen (und Großen). Doch auch ohne diese netten Gimmicks wäre das Airbnb ein toller Fang gewesen. Nicht nur war Gastgeber Claus eine wahrlich angenehme Seele, sondern auch ein sehr aufgeschlossener Reisender. Hinzu kam die wirklich gute und saubere Ausstattung sowie die Gehentfernung (ca. 10 bis 15 Minuten) zu einem großen Supermarkt sowie zum Bahnhof. Auch die Bushaltestelle in Richtung Legoland Billund ließ sich in 15 Gehminuten erreichen. Trotz der recht guten Lage mit großem Supermarkt konnten wir die idyllische Dorfgemütlichkeit enorm genießen. Sogar ein kleines Willkommenspaket gab es bei diesem Airbnb, darunter Cookies, Bier und Wasser.

Doch auch wer einfach nur die ruhige, grüne und entspannte Umgebung erkunden möchte, ist hier richtig. Dank des günstigen Preises kann man hier durchaus auch länger bleiben. Aber auch wer eine günstige Unterkunft für einen Legoland-Besuch sucht, ist hier genau richtig.

Fazit: tolles (günstiges) Juwel unter den vielen Airbnbs in Dänemark
Weitere Informationen: Verfügbarkeiten hier ansehen (~)

Unser kleines, aber gemütliches Airbnb in Give – dein Zuhause fern von Zuhause

Genieße die Ruhe in Give in unserem gemütlichen und komfortablen Airbnb

Radisson Collection Royal Hotel in Kopenhagen

Unser Aufenthalt im Radisson Collection Royal Hotel Kopenhagen ist nun schon eine ganze Weile her, sodass meine Erinnerungen nicht mehr ganz so frisch sind. Doch bei dieser Unterkunft erwartet Euch ein sehr ordentliches und seit Jahren etabliertes 5-Sterne-Hotel weniger als 200 Meter vom Hauptbahnhof sowie vom berühmten Tivoli entfernt. Mittlerweile wurde das Hotel renoviert, sodass Ihr Euch auf moderne Zimmer sowie ein attraktives Design freuen könnt, wenngleich natürlich bei der Zimmergröße – wie so oft bei Stadthotels – noch Luft nach oben ist.

Fazit: Solides Komfort-Hotel in Kopenhagen
Weitere Informationen: aktuelle Preise hier ansehen (~)

Das Radisson Collection Royal Hotel in Kopenhagen

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Ich bin Christian, Reiseexperte, Diplom-Betriebswirt für Tourismus und Gründer des Reiseblog My Travelworld (seit 2011). Durch mehr als 10 Jahre Berufserfahrung bei Reiseveranstaltern, fast 10 Jahre Leben in der Karibik (Grenada & Dominikanische Republik) sowie über 100 bereiste Länder teile ich auf diesem Reiseblog ausschließlich persönliche Erfahrungen und unabhängige Reisetipps.
Seit 2021 reise ich als Vollzeit-Reisender und Digitaler Nomade um die Welt und berichte hier vor allem über die Schwerpunkte Karibik, Südsee, Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika. Meine Reiseexpertise wurde bereits in Podcasts, Interviews und Medienbeiträgen aufgegriffen, darunter bei der weltweit bekannten "US News", bei klassischen Print-Magazin "Freundin" oder bei bekannten Off the Path Abenteuer-Podcast. My Travelworld verzeichnete seit dem Start mehr als 5 Millionen Seitenaufrufe.
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