Impressionen aus Wellington – unsere Erfahrungen aus Neuseelands Hauptstadt

Wellington ist Neuseelands Hauptstadt – und zugleich auch die schönste von Neuseelands 3 großen Städten. Grund genug, einen näheren Blick auf die Stadt zu werfen. Im Rahmen unserer Neuseeland-Reise waren wir gleich zweimal vor Ort, sodass ich Euch hier gerne an unseren Erfahrungen teilhaben lassen möchte – auch wenn der Artikel eher einer der kürzeren hier auf dem Blog ist. Wesentlich ausführlicher geht es aber in meinen anderen Neuseeland-Artikeln zu.

Bitte erwartet hier keinen vollständigen Reisebericht zu Wellington, denn da wir Freunde besucht und Wellington auch ein wenig für Organsiatorisches genutzt haben (z.B. Campervan-Durchsicht, denn wir waren ja mit einem von uns gekauften Camper unterwegs), haben wir nicht die typischen Sehenswürdigkeiten abgeklappert.

Warum ich dennoch einen genaueren Blick auf Wellington hier im Rahmen meiner Neuseeland-Blogartikel werfen möchte ist, weil Wellington im Vergleich zu Auckland und Christchurch (die 3 größten Städte Neuseelands) meiner Meinung nach die attraktivste Stadt im Land ist – vor allem, weil sie weder wie eine Großstadt noch wie eine Hauptstadt wirkt.

Alter Pier im Hafen von Wellington mit dem berühmten “WELLINGTON”-Schild am Berg

Wellington befindet sich im Süden der Nordinsel von Neuseeland ist nahezu komplett von Hügeln als auch vom Meer umgeben – entsprechend tolle Aussichten habt Ihr von vielen Punkten der Stadt, die auch per Bus oder Mietwagen erreichbar sind. Dies lässt die Stadt im Gegensatz zu Auckland und Christchurch auch nicht wie eine riesige Agglomeration wirken, sondern eher wie verschiedene Mini-Zentren, die alle ihre Attraktivität haben.

Wunderschöne Panoramablick auf Küste und Berge bei Wellington

Schaut Ihr auf die Karte, könnt Ihr diese Faszination im Prinzip auch einfach nachvollziehen – und dies bei der Auswahl Eurer Unterkunft in Wellington mit berücksichtigen. Neuseelands Hauptstadt ist von 3 Seiten vom Meer umgeben und selbst innerhalb der Stadt nahezu nochmal vom Meer getrennt – nur eine kleine Landbrücke verbindet das Zentrum von Wellington mit den Stadtteilen Miramar und Seatoun. Vor rund 400 Jahren war dies wohl tatsächlich eine Insel, erst ein Erdbeben verband die beiden Teile miteinander.

Auch von der Natur her bietet Wellington enorm viel Abwechslung. Der nächste Strand ist von nahezu überall maximal 5 Kilometer entfernt. Exponierte Hügel in der Stadt bieten tolle Aussichten und attraktive Wanderwege und Mountainbiketrails. Und direkt vor den Toren von Wellington könnt Ihr Robben-Kolonien im freien Lebensraum beobachten.

Küstenlandschaft bei Wellington mit Campervan auf der Straße

Sogar direkt vom Stadtzentrum aus könnt ihr auf den Mount Victoria hinauf wandern und so City-Feeling mit Natur-Aktivitäten verbinden – und von oben schließlich tolle Rundumblicke auf Wellington, das Meer, die Buchten und die anderen Hügel genießen. Weitere kleinere Hügel im unmittelbaren Stadtgebiet sind der Mount Alfred, Mount Albert und der Te Ahumairangi Hill. An Abwechslung fehlt es Euch hier also nicht.

Der Mount Victoria Lookout in Wellington mit Blick über die Hauptstadt Neuseelands
Es lohnt sich also definitiv, zumindest 2-3 Nächte in Wellington einzulegen, zumindest insofern Ihr eine längere Neuseeland-Reise plant. Klar, bei einem nur dreiwöchigen Urlaub würde ich die Zeit lieber direkt in der spektakulären Natur verbringen oder in Neuseelands Städten nur so kurz wie notwendig bleiben. Doch für alle, die länger unterwegs sind, bietet Wellington eine erfrischende Atmosphäre und viel Abwechslung – und da habe ich die zahlreichen Events und Kunst- und Kultur-Angebote noch gar nicht erwähnt. Ein idealer Abschluss ganz im Süden der Nordinsel.

Zudem müsst Ihr ohnehin nach Wellington, wenn Ihr mit der Fähre nach Picton fahren wollt – die einzige Verbindung zwischen Nord- und Südinsel mit Ausnahme des Flugzeugs. Gerade wenn Ihr mit dem Campervan Neuseeland erkunden wollt, kommt Ihr um die Fähre (Interisland Ferry und Bluebridge Ferry sind die einzigen beiden Gesellschaften – wir haben sie beide hier getestet und berichten davon) nicht herum – Wellington liegt demnach also ohnehin auf Eurer Route.

Bluebridge-Fähre Connemara im Hafen von Wellington

Zum Abschluss möchte ich Euch noch einen wirklich tollen Geheimtipp mit auf den Weg geben, den Ihr idealerweise direkt auf Eurer Reiseroute durch Neuseeland mit einplanen könnt, wenn Ihr nach Wellington fahrt. Rund 50 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, schön am Meer gelegen, befindet sich mit dem Escarpment Track von Paekakariki nach Pukerua Bay (oder vice versa) eine der schönsten Wanderungen in Neuseeland, die man endlich mal als one-way Tour zurücklegen kann – eine Seltenheit unter den Tages- und Halbtagestouren in Neuseeland, die oft hin und zurück den selben Weg erfordern. Der Escarpment Track erstreckt sich entlang von rund 10 Kilometern komplett entlang bzw. oberhalb der Küstenlinie mit spektakulären Ausblicken auf das Meer sowie die fantastische Landschaft. Der Wanderweg ist bestens gepflegt und einfach zu laufen und zurück geht es schließlich mit dem aller 20 Minuten verkehrenden Zug für nur 4.50 NZD (ca. 2.25 €), sodass man bequem auch den historischen Teil dieser Wanderung, den Bau der Zugstrecke, miterleben kann. Mehr dazu findet Ihr auch im Artikel zu den schönsten Wanderungen in Neuseeland.

Der Escarpment Track entlang der Kapiti Coast mit Blick auf die Tasmanische See

Sucht Ihr noch nach Unterkünften in Wellington und wollt anschließend ohnehin mit der Fähre auf die Südinsel weiterfahren, könnt Ihr Euch die folgenden Tipps näher ansehen:

Für Mietwagen-Reisende:

Mit dem Campervan:

  • Kostenloser Freedom Campground – Te Kopahou Visitors Centre Carpark: toller Freedom Campground im Süden von Wellington direkt am Meer mit Meerblick und Seelöwen fast vor der Tür
  • Regulärer Campground/Holiday Park – Wellington Top 10 Holiday Park (Preise hier ansehen): Etablierter Campground rund 20 Minuten vom Fährterminal entfernt

Für Fußpassagiere:

Für Backpacker:

Ich bin Christian, Reiseexperte, Diplom-Betriebswirt für Tourismus und Gründer des Reiseblog My Travelworld (seit 2011). Durch mehr als 10 Jahre Berufserfahrung bei Reiseveranstaltern, fast 10 Jahre Leben in der Karibik (Grenada & Dominikanische Republik) sowie über 100 bereiste Länder teile ich auf diesem Reiseblog ausschließlich persönliche Erfahrungen und unabhängige Reisetipps.
Seit 2021 reise ich als Vollzeit-Reisender und Digitaler Nomade um die Welt und berichte hier vor allem über die Schwerpunkte Karibik, Südsee, Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika. Meine Reiseexpertise wurde bereits in Podcasts, Interviews und Medienbeiträgen aufgegriffen, darunter bei der weltweit bekannten "US News", bei klassischen Print-Magazin "Freundin" oder bei bekannten Off the Path Abenteuer-Podcast. My Travelworld verzeichnete seit dem Start mehr als 5 Millionen Seitenaufrufe.
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