Neuseeland ist eines der einfachsten Länder weltweit, wo man problemlos ein Wohnmobil oder einen Campervan kaufen kann. Dennoch will der Kauf gut überlegt und vorbereitet sein, denn es gibt enorm viele Möglichkeiten, einen Camper zu kaufen – und manchmal ist mieten sogar besser. Genau auf all diese Optionen gehe ich in diesem ausführlichen Blog-Artikel ein, wo ich Euch die Vor- und Nachteile der verschiedenen Wege beleuchte, unsere Erfahrungen teile, wichtige Tipps übersichtlich darstelle und auch den einen oder anderen Fehler näher beschreibe, den wir gemacht haben, als wir unseren Camper in Neuseeland gekauft haben. Und natürlich spreche ich auch über die Kosten.
Reisezeitraum: Dezember 2025 – März 2026
Geschrieben: Mai 2026
Veröffentlicht: Juni 2026
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Inhalt dieses Reise-Artikels
Kurz-Übersicht: die wichtigen Tipps zum Camperkauf in Neuseeland
Ich hoffe, Ihr habt ein wenig Zeit – denn dieser Artikel hier ist einer der längsten Blog-Artikel, die jemals hier auf dem Reiseblog My Travelworld in den letzten 15 Jahren (!) erschienen sind. Warum? Weil das Thema einfach unfassbar umfangreich ist und ich versucht habt, alle Erfahrungen, Tipps und Fehler von uns in den Artikel zu packen – damit Ihr bestens vorbereitet Euer Neuseeland-Abenteuer starten könnt.

Seid Ihr ernsthaft am Thema interessiert, würde ich Euch also unbedingt empfehlen, den Artikel Stück für Stück durchzugehen.
Für einen ganz schnellen und kurzen Überblick habe ich Euch hier einige der wichtigsten Tipps zusammengefasst:
- Wer einen Campervan in Neuseeland kaufen möchte, hat es aus regulatorischer Sicht sehr einfach – einfach Fahrzeug anmelden/ummelden und fertig. Dennoch ist das Thema aufgrund der vielen Faktoren (Reisezeit, Angebot, Kauf-Optionen, Preise, mieten oder kaufen, Camper-Typ, Ausstattung, Fallstricke) komplex. Die Details habe ich Euch im Laufe des Artikels erklärt.
- Überlegt Euch vorher, was Euch bei Eurem Campervan wichtig ist – weiter unten im Blog findet Ihr eine ganze Liste an Ausstattungsmerkmalen, die Ihr beim Kauf abwägen solltet.
- Vergesst nicht die Pre-Purchase-Inspection – wir hätten sie fast nicht gemacht und dadurch einen halbkaputten Van gekauft.
- Wer einen Camper individuell kaufen möchte, braucht auch in Neuseeland Zeit. Habt Ihr nicht soviel Zeit, kann der Weg über eine Camperkauf-Agentur (zum Beispiel hier – mit diesem Link gibt es sogar einen exklusiven Rabatt von 25-50 Euro (~) für My Travelworld-Leser) wesentlich zeiteffektiver sein – und je nach Saison sogar günstiger.
- Reist Ihr weniger als 2 Monate nach Neuseeland, kann es auch Sinn machen (und günstiger sein), einen Camper zu mieten – hier könnt Ihr bei einem etablierten Anbieter viele verschiedene lokale Vermietfirmen im Preis vergleichen (~).
- Ebenfalls weiter unten findet Ihr eine Checkliste für den Kauf eines Campervans in Neuseeland – sowohl eine für den Kauf auf eigene Faust als auch eine für den Agentur-Kauf.

Wohnmobil & Camper kaufen in Neuseeland: die Optionen
Wer sich in Neuseeland ein Auto, Campervan oder Wohnmobil kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Ihr könnt es von anderen Backpackern kaufen, bei einer Agentur, von Autodealern vor Ort oder den Gebrauchtwagenmarkt in Auckland, den Auckland City Car Fair, besuchen. Ich beleuchte Euch im folgenden die Vor- und Nachteile, die jede Option mit sich bringt.

| My Travelworld Tipp: |
|---|
| Wichtig: Die perfekte Lösung gibt es nicht. Ihr müsst die Vor- und Nachteile abwägen und selbst entscheiden, welcher Weg beim Kauf eines Campervans in Neuseeland am besten zu Euch passt – oder ob Ihr lieber sogar mieten solltet. |


Von anderen Backpackern
Eine der gebräuchlichsten und populärsten Optionen, einen kleinen Campervan in Neuseeland zu kaufen, ist der von anderen Backpackern.
Entsprechende Fahrzeuge findet Ihr vor allem
- in Facebook-Gruppen
- auf dem Facebook Marketplace
- bei TradeMe
- an Aushängen in Hostels
- in Work & Travel Communities
- etc.

Zu den häufigsten Modellen gehören hierbei sowohl die kleineren Sedans, die zu Mini-Wohnmobilen mit Bett und Küche umgebaut wurden (z.B. Hyundai Tucson, Subaru Legacy, Subaru Outback, Nissan Elgrand), jedoch keine Sitzfläche im Inneren haben (mit Ausnahme der Fahrersitze), sowie kleine und große Campervans (z.B. Mitsubishi L300 SWB & LWB, Nissan Vanette, Mazda Bongo, Honda Elysion, Nissan Caravan, Isuzu Commo, Toyota Hiace).

Ihr kauft den Campervan dann direkt von anderen Backpackern – ohne Zwischenhändler. Dies hat verschiedene Vor- und Nachteile:
Vorteile
- + der Campervan ist komplett eingerichtet, d.h. es sind wirklich alle Utensilien bereits an Bord – oft auch zusätzliche nützliche Dinge wie Mechanik-Tools, Reparatur-Kits, Küchenutensilien (die über Töpfe und Besteck hinaus gehen), Outdoor-Ausrüstung, oft auch Yogamatte o.ä.
- + Ihr bekommt i.d.R. den günstigsten Preis, wenn Ihr gut verhandelt und ein ordentliches Modell findet
- + in der Nebensaison sind tolle Schnäppchen möglich: verkauft Ihr dann in der Hauptsaison, könnt Ihr unter Umständen sogar einen Gewinn erwarten
- + sehr große Auswahl aller Modelle in allen Preisklassen
- + bestimmtes Modell möglich: Ihr könnt Euch exakt den Campervan aussuchen, welcher 100% Euren Anforderungen entspricht
- + Verhandlungsspielraum beim Kauf: Ihr könnt mit dem Verkäufer Eure Bedingungen absprechen
- + generell hohe Flexibilität
- + Insider-Tipps direkt von erfahrenen Reisenden: oft gibt Euch der Verkäufer gerne seine besten Tipps in Bezug auf Camper-Life sowie die schönsten Campingplätze und Spots in Neuseeland weiter
Nachteile:
- – großer Zeitaufwand, der nicht zu unterschätzen ist: Recherche, Besichtigungen, Verhandlungen, Papiere sowie das „Einfuchsen in die Materie“ (am Ende ist es kein Hexenwerk, aber ein bisschen Grundahnung kann schon helfen – Ihr lest Euch nicht ohne Grund diesen Reiseblog durch). Zudem dauert das Scannen der individuellen Angebote Zeit – und das Besichtigen der Wohnmobile und Campervans ebenso. Alles in allem braucht Ihr hier ordentlich Zeit – einige Tage am Anfang Eurer Neuseeland-Reise solltet Ihr einplanen.
- – kostenpflichtige Pre-Purchase-Inspection sehr empfehlenswert: eine Vorab-Untersuchung kostet in der Regel rund 200 NZD (ca. 100 Euro) und schützt Euch vor ungewollten (mechanischen) Überraschungen. Logischerweise solltet Ihr diese Pre-Purchase-Inspection nur durchführen, wenn Ihr wirklich Euer Top-Modell gefunden habt – und nicht bei jedem Camper, den Ihr besichtigt.
- – schwarze Schafe möglich: trotz Vorab-Untersuchung könnt Ihr mit Pech immer eine Niete erwischen, die nach einigen hundert Kilometern schon Motorprobleme macht – oder Ihr lauft sogar einem Scammer auf den Leim, wobei dies bei gewissentlicher Vorbereitung eher unwahrscheinlich ist.
- – mechanischer Zustand schwer zu beurteilen: als Laie könnt Ihr den mechanischen Zustand des Fahrzeugs nur schwierig einschätzen
- – kaum Vorausplanung möglich: wenn Ihr von Backpackern in Neuseeland einen Campervan kaufen wollt, werden die meisten Angebote erst kurzfristig eingestellt. Viel vorausplanen könnt Ihr daher nicht, sondern müsst in den Tagen vor Eurer Abreise sowie nach Eurer Ankunft die entsprechenden Facebook-Gruppen durchsuchen und Besichtigungstermine ausmachen. Plus, Ihr müsst Euch schnell entscheiden, denn besonders in der Hochsaison (November bis Januar) gehen die gebrauchten Wohnmobile der Backpacker und Work & Holiday-Reisenden weg wie geschnitten Brot
- – Übernahme in Auckland nahezu zwingend: 75% aller Wohnmobile & Campervans von privat werden in Auckland angeboten. Wir wollten ursprünglich unsere Neuseeland-Rundreise auf der Südinsel in Christchurch beginnen, wechselten dann aber auf Auckland auf der Nordinsel aufgrund des wesentlichen größeren Angebots an Campern, die hier zum Kauf angeboten werden.
- – ihr müsst selbst den Wert Eures Fahrzeugs einschätzen können: die Online-Angebote klingen immer gut und jeder gibt natürlich „den besten Preis“. Am Ende müsst Ihr aber den Wert des Fahrzeugs richtig einschätzen, vor allem im Vergleich zu anderen Campervans.
- – ihr seid komplett für den Verkauf verantwortlich: ein Fakt, der beim Camper-Kauf in Neuseeland oft übersehen wird – Ihr müsst Euch schließlich auch um den Verkauf kümmern, und auch hier gehen wieder einige Tage Urlaub drauf. Ihr müsst zudem schon einige Tage vorher wieder in Auckland sein, um dort den Verkauf abwickeln zu können. Und es kann auch sein, dass Ihr Euren Camper gar nicht loswerdet – oder nur mit 50% Preisabschlag. Zu unseren Erfahrungen diesbezüglich berichte ich Euch weiter unten noch.

Von einer Agentur
Auch wenn die Backpacker-Marktplätze und Facebook-Gruppen die erste Anlaufstelle für viele Reisende sind – vor allem für jene, die für Ihr Work & Travel Jahr einen Camper in Neuseeland kaufen wollen – gibt es eben auch viele Nachteile, wie Ihr an obiger Auflistung seht. Genau aus diesem Grund gibt es spezialisierte Agenturen und Werkstätten, die sich exakt auf dieses Feld spezialisieren: den Verkauf von Wohnmobilen und kleineren Campern an Reisende, die temporär in Neuseeland einen Campervan kaufen möchten – sie spezialisieren sich also genau auf Euch. 😊
Auch wir hatten Kontakt mit solch einer Agentur (gerne könnt Ihr hier ebenfalls anfragen (~) ) und sogar schon einen Camper reserviert. Letztendlich stornierten wir diesen aber wieder, da wir auf verschiedene spezifische Ausstattungs-Kriterien gerne selbst Einfluss haben wollten, z.B. die Stromversorgung, die konkrete Küchenkonfiguration und einige weitere der unten in der Ausstattungs-Liste genannten Faktoren, auch wenn man alternativ natürlich hätte individuell nachkaufen können.
Ob das die richtige Entscheidung war? Ich weiß es nicht – und es kommt eben wirklich auf Eure persönlichen Vorlieben und Reise-Präferenzen an. Aus diesem Grund würde ich Euch auf jeden Fall empfehlen, zumindest mal mit solch einer Camperkauf-Agentur Kontakt aufzunehmen (zum Beispiel hier (~) ), um die Rahmenbedingungen zu klären. Ob Ihr dann individuell einen Camper kauft oder über die Agentur, könnt Ihr später immer noch selbst entscheiden.
Sind Euch die Infos hier zu viel bzw. wisst nicht richtig weiter, können wir uns gerne auch im Rahmen meiner Reiseberatung unterhalten, wo ich Euch mit Sicherheit den richtigen Weg zu Eurem Camperkauf aufzeigen kann.

Was sind nun also die Vor- und Nachteile des Wohnmobil-Kaufs über eine Agentur bzw. einen lokalen Händler. Auch hier habe ich für Euch eine Übersicht zusammengestellt:
Vorteile:
- + schnelle, unkomplizierte Abwicklung: ihr müsst Euch um wesentlich weniger kümmern, die Prozesse sind alle festgelegt und ausreichend erklärt – so wie hier zum Beispiel (~)
- + deutschsprachige Ansprechpartner, zumindest wenn Ihr über eine deutsche Agentur bucht, die für Euch den Kontakt zum (vertrauenswürdigen) lokalen Händler herstellt
- + faire Preise: vor allem, wenn Ihr in der Hochsaison kauft. Dann sind die Backpacker-Angebote nämlich im Verhältnis sehr teuer, da die Nachfrage entsprechend hoch ist. Beispielpreise könnt Ihr Euch hier ansehen (~). Kauft Ihr in der Nebensaison, sind die Agenturpreise deutlich unattraktiver.
- + garantiertes Auto, bessere Vorausplanung: ihr wisst, dass definitiv ein Auto für Euch bereitsteht und Ihr nicht mit anderen Reisenden um diesen Campervan konkurriert – entsprechend könnt Ihr bereits am Tag nach Eurer Ankunft direkt in Euer Camper-Abenteuer in Neuseeland starten, egal ob Eure Rundreise auf der Nordinsel oder der Südinsel
- + hohe Flexibilität dank kostenloser Stornierung: das gilt zumindest für diesen Anbieter hier (~), mit dem auch wir Kontakt und unser zum Kauf bestimmtes Wohnmobil ursprünglich reserviert hatten
- + technisch und mechanisch geprüftes Fahrzeug: auch wenn es keine 100%ige Garantie für eine reibungslose Fahrt gibt
- + Buyback-Garantie, auch wenn diese eher schwach ausfällt: ca. 50% des Einkaufswerts werden garantiert. Bei gutem Zustand kann es auch mehr sein, aber der Rückkauf ist an Bedingungen geknüpft.
- + Breakdown-Garantie: kann vor allem für die ersten Wochen enorm viel Wert sein
- + sehr einsteigerfreundlich: Ihr müsst Euch nicht um den Papierkram kümmern
Nachteile:
- – in der Regel etwas teurer, vor allem in der Nebensaison – in der Hochsaison sind auch die Agenturpreise sehr konkurrenzfähig. Hier könnt Ihr Euch einen Überblick über die Preise verschaffen (~), weiter unten hier im Blog findet Ihr auch einen Preisvergleich zwischen Agenturkauf und Facebook-Marketplace-Kauf.
- – nicht immer ist ein bestimmtes Modell garantiert: einige Agenturen arbeiten mit einem Kategorie-Modell, wo innerhalb einer Kategorie verschiedene Modelle zusammengefasst sind
- – trotz mechanischer Vorabprüfung können Mängel auftreten: trotz Breakdown-Garantie kann es keine 100%ige Garantie geben
- – keine bestimmten Eigenschaften garantiert (z.B. Diesel/Automatik, Kilometerstand, Fahrzeuggröße, Alter; nur gewisse Mindeststandards sind garantiert)
- – Ausstattung inklusive, aber etwas spartanischer: auch wenn alle Camper solcher Agenturen oder lokaler Verkäufer immer voll ausgestattet sind, ist die Ausstattung meist doch etwas spartanischer, als wenn Ihr ein Wohnmobil in Neuseeland kauft, welches vorher bereits von anderen Reisenden genutzt und somit auch mit den nützlichen Tools ausgestattet wurde und nicht nur mit dem Notwendigen. Beispiele hierfür sind u.a. praktische Küchenutensilien wie Schneidemesser, Flaschenöffner oder Dosenöffner, mechanische Tools wie Werkzeuge oder Reparatur-Kit, Alltagsgegenstände wie Anti-Rutschmatten, Aufbewahrungsboxen, Vorhänge, zusätzliche Decke/Bettlaken oder praktische Camping-Tools wie eine Außendusche, Sonnensegel oder Aufwascheimer.

Wie schon gesagt hatten wir zunächst auch mit solch einer Agentur gebucht und dann lediglich aus persönlichen Gründen unsere Pläne geändert. Die Kommunikation war top, die bereitgestellten Infos ebenfalls sehr hilfreich und im Nachhinein muss ich sagen, dass auch die Preise absolut konkurrenzfähig waren. Wir hatten eben nur SEHR spezifische Vorstellungen, was unser Camper in Neuseeland haben sollte, die wir mit der individuellen Suche besser abbilden konnten.
Die Agentur können wir aber rein von der Organisation her sehr empfehlen. Auch die Stornierung war kein Problem und die Anzahlung wieder schnell auf unserem Konto. Im Folgenden habe ich Euch daher mal ein Vergleichs- und Anfrageformular eingebaut, sodass Ihr direkt die konkreten Angaben eingeben und mit der Agentur in Kontakt treten könnt. Bitte beachtet, dass die Preise im folgenden Formular in Neuseeland-Dollar angegeben sind – für Euro müsst Ihr also entsprechend durch 2 teilen.
Von Autodealern
Eine weitere Option ist auch, dass Ihr lokale Auto- und Camperdealer und -verkäufer vor Ort abklappert und dort nach geeigneten Fahrzeugen schaut. Bei dieser Option kann ich Euch nicht ganz so viele eigene Erfahrungen präsentieren, finde sie aber eher semi-optimal, da Ihr kaum wisst, was Ihr da eigentlich kauft und nur wenige Möglichkeiten der Qualitätskontrolle habt. Großer Vorteil ist natürlich, dass die Fahrzeuge in der Regel professionell aufbereitet sind und Ihr vor Ort verschiedene Modelle besichtigen könnt. Die Abwicklung ist dann natürlich komplett in Englisch.
Vom Gebrauchtwagenmarkt (Camper-Markt Auckland)
Eine weitere Möglichkeit ist der nahezu berühmte Campervan-Markt in Auckland, die Auckland City Car Fair, die jeden Samstag von 08:00 bis 13:00 stattfindet.
Bei der Auckland City Car Fair, umgangssprachlich oft nur Auckland Camper Markt genannt, verkaufen Privatpersonen Ihre Autos und Campervans und warten gewissermaßen auf zahlende Kundschaft. Während reguläre Autos hier überwiegend von Neuseeländern verkauft werden, ist der Campervan-Bereich besonders bei Backpackern und Work & Travel Reisenden in Neuseeland nachgefragt. Je nach Saison findet Ihr hier zwischen 30 und 100 Campervans aller Modelle – kleine Sedans, mittlere Vans und große Campervans. Auch Ford Transits und Mercedes Sprinter findet Ihr hier.

Im Wesentlichen habt Ihr hier ähnliche Vor- und Nachteile wie oben im ersten Abschnitt erläutert, als es darum ging, wie man von anderen Backpackern & Reisenden ein Wohnmobil in Neuseeland kaufen kann. Einige Unterschiede gibt es aber natürlich dennoch:
- Ihr könnt an einem Vormittag direkt dutzende Modelle besichtigen – und so besonders schnell ein Gefühl dafür bekommen, welche Größe und Ausstattungsmerkmale Euch zusagen und welche Preise aktuell am Markt gehandelt werden. Das erspart Euch tagelanges Pendeln durch Auckland, da die Einzelbesichtigungen wegfallen und Ihr alles an einem Ort erledigen könnt.
- Ebenso müsst Ihr nicht tagelang verschiedene Facebook-Gruppen durchsuchen, Posts lesen und aussortieren sowie Verkäufer anschreiben – alles geht direkt vor Ort und besonders schnell, aber dennoch persönlich
- Wollt Ihr in der Hochsaison kaufen, ist die Nachfrage enorm – und ein gutes Schnäppchen, was Ihr auf dem Markt findet, kann in einer Stunde schon wieder weg sein. Auf der anderen Seite solltet Ihr Euch kein Druck machen oder mit FOMO kaufen – genau dann macht man die größten Fehler und kauft einen Camper, der vielleicht von außen schön aussieht, vom technischen Zustand her jedoch kaum noch straßentauglich ist
Wir nahmen als Verkäufer an der Auckland City Car Fair teil und waren überrascht über den enormen Andrang – zumindest von Verkäuferseite, denn es war in Bezug auf den Verkauf eines Campervans absolute Hochsaison – aber keiner wollte Camper kaufen. Auf mindestens 100 kleine und große Fahrzeuge kamen vielleicht gerade einmal 10 interessierte Besucher – ein extremes Missverhältnis. In anderen Zeiten soll es aber ganz anders aussehen, sodass man hier durchaus vorbeischauen kann – vor allem wenn man ohnehin an einem Samstag in Auckland ist.
Weitere Optionen
Eine weitere Option, wenn man einen Camper in Neuseeland kaufen möchte, ist es auch, bei entsprechenden Unternehmen sich einen (gebrauchten) Campervan anfertigen zu lassen. Dies klingt erst einmal exotisch und teuer, ist es aber nur bedingt. Wir trafen einige Reisende in Neuseeland, die diese Form gewählt haben – logischerweise nicht die Mehrheit, aber zumindest hörten wir es ab und an.
Konkrete Unternehmen kann ich Euch hierzu leider nicht nennen. Im Prinzip funktioniert es so, dass Ihr Eure Spezifikationen durchgebt und dann Euch entsprechend ein Angebot gemacht wird. Anschließend wird natürlich auch ein gebrauchtes Fahrzeug genommen und dieses Euren Wünschen entsprechend umgebaut.
Kosten & Preise für Campervan & Wohnmobil in Neuseeland
Was kostet es nun, wenn man ein Wohnmobil in Neuseeland kaufen möchte?

Dies hängt vor allem von den folgenden Faktoren ab:
- Modell/Größe
- Alter
- technischer Zustand
- ggf. Saison
Spannend ist, dass Ihr einen voll ausgestatteten Station Wagon mit Bett und Küche schon ab 2.000 Euro bekommen könnt – aber natürlich könnt Ihr für einen komfortablen, hübschen und geräumigen Ford Transit oder Mercedes Sprinter auch weit über 15.000 Euro ausgeben.

Als Übersicht habe ich Euch im folgenden Mal die Kosten für 3 verschiedene Arten zusammengestellt:
- Kosten für einen Campervan-Kauf über eine Agentur
- Kosten für einen Campervan-Kauf in der Hochsaison direkt von anderen Reisenden
- Kosten für einen Campervan-Kauf in der Nebensaison direkt von anderen Reisenden
Online-Marktplätze & Privatkauf in der Hochsaison (November bis Februar):
- kleines Fahrzeug, z.B. Station Wagon: ca. 5.000-8.000 NZD (entspricht ca. 2.500-4.000 Euro)
- kleiner Camper, z.B. Mazda Bongo: ca. 12.000-16.000 NZD (entspricht ca. 6.000-8.000 Euro)
- großer Van, z.B. Nissan Caravan oder Toyota Hiace: ca. 18.000-25.000 NZD (entspricht ca. 9.000-12.500 Euro)
- Transporter-Typ, z.B. Ford Transit oder Mercedes Sprinter: ab 30.000 NZD (entspricht ca. 15.000 Euro)
Online-Marktplätze in der Nebensaison (März bis September/Oktober):
- kleines Fahrzeug, z.B. Station Wagon: ca. 3.000-6.000 NZD (entspricht ca. 1.500-3.000 Euro)
- kleiner Camper, z.B. Mazda Bongo: ca. 9.000-12.000 NZD (entspricht ca. 4.500-6.000 Euro)
- großer Van, z.B. Nissan Caravan oder Toyota Hiace: ca. 12.000-20.000 NZD (entspricht ca. 6.000-10.000 Euro)
- Transporter-Typ, z.B. Ford Transit oder Mercedes Sprinter: ab 20.000 NZD (entspricht ca. 10.000 Euro)
Agentur-Preise – ganzjährig:
- kleines Fahrzeug, z.B. Station Wagon: ca. 8.000-10.500 NZD (entspricht ca. 4.000-6.250 Euro)
- kleiner Camper, z.B. Mazda Bongo: ca. 11.500-15.000 NZD (entspricht ca. 5.750-7.500 Euro)
- großer Van, z.B. Nissan Caravan oder Toyota Hiace: ca. 16.500 NZD (entspricht ca. 8.250 Euro)
- komplettes Wohnmobil: ab 55.000 NZD (entspricht ca. 27.500 Euro)
Wollt Ihr von einer Rückkauf-Garantie sowie einem gewissen mechanischen Service unterwegs profitieren, könnt Ihr hier direkt eine Anfrage bzgl. eines Campervan-Kaufs starten (~).
Übrigens, mehr über die generellen Preise in Neuseeland (Lebensmittel, Unterkünfte, Eintritte & Co.) findet Ihr hier im Artikel.
Zum Vergleich könnt Ihr auch hier einfach mal den Mietpreis für Eure gewünschte Reisedauer berechnen (~). Gerade wenn Ihr 2 Monate oder wenige in Neuseeland unterwegs sein sollt, kann ein Mietfahrzeug durchaus die bessere Wahl sein, da Ihr Euch viel Zeit spart und zudem nicht den Verlust beim Camper verkaufen einkalkulieren müsst. Weiter unten findet Ihr noch einige weitere Gedanken, ob man in Neuseeland lieber einen Campervan kaufen oder mieten sollte.
Unsere Erfahrungen beim Kauf unseres Campervans
Wichtige Tipps, wenn Ihr Euch ein Wohnmobil in Neuseeland kaufen wollt
Natürlich sind dies nur nackte Preise und es kommt wirklich immer darauf an, was konkret Ihr wollt. Für uns war beispielsweise die Bettlänge (ich bin 1.95m groß), die Stromversorgung (wir arbeiten täglich am Laptop), der technische Zustand (wir wollten nicht die Hälfte der Zeit in Werkstätten verbringen), die Küchenausstattung (wir kochen wirklich jeden Tag – und das oft auch mehrmals) und die Küchenlage (Innenküche, keine Außenküche) wichtig. Andere haben wiederum ganz andere Prioritäten.

Einige andere wichtige Eigenschaften kamen uns erst in den Sinn, nachdem wir die ersten Campervans besichtigten. So war zum Beispiel unsere erste Besichtigung ein relativ alter Mitsubishi LWB300 mit manueller Schaltung. Ich hatte noch nie Probleme mit manueller Schaltung, aber dieses alte Getriebe ließ sich extrem unbequem fahren – Grund genug, anschließend den Fokus auf Automatik-Getriebe zu setzen, zumal eben die meisten der auf den Marktplätzen (egal ob online oder offline) angebotenen Wohnmobile & Campervans schon älterer Natur sind.
Unser Wunsch nach der Innenküche ist angesichts des sehr wechselhaften Wetters in Neuseeland nur verständlich (und war für uns Gold wert) – viele der günstigeren und kleineren Fahrzeuge haben die Küche nur im Kofferraum, wo man Wind und Wetter ausgeliefert ist. Zugleich sollte man aber auch schauen, dass die Küche idealerweise nicht komplett fest im Inneren verbaut ist – oder wer möchte Fisch und Fleisch direkt neben seinem Bett braten.
Ebenso stellten wir erst im Laufe der Zeit fest, dass ein kleiner 12l-Kühlschrank völlig ausreicht (klingt extrem klein, reicht bei guter Planung aber – selbst für uns als Vielkocher), dass eine verhältnismäßig kleine Solar-Batterie auch für Laptops ausreicht und dass eine 2l-Gasflasche zum Kochen nicht wirklich optimal ist.

Man lernt eben mit der Zeit und der Erfahrung – und genau deswegen habe ich hier für Euch als Blog-Leser unsere wichtigsten Tipps zusammengestellt, wenn Ihr in Neuseeland einen Campervan oder Wohnmobil kaufen möchtet:
Wichtige Auswahlkriterien bei der Campervan-Wahl:
Grund des Campervans:
Wollt Ihr jeden Tag fahren (und verbringt kaum Zeit drinnen), wollt Ihr wohnen, viel kochen, flexibel sein, arbeiten oder sogar im Winter unterwegs sein?
Größe:
Entsprechend Eures hauptsächlichen Reisemotivs solltet Ihr die Größe des Vans wählen:
- kleines Fahrzeug (Station Wagon, Mazda MPV, Toyota Estima) – ideal für Einzelreisende und Work & Travel mit gelegentlicher Unterkunft
- kleiner Camper (Mazda Bongo, Nissan Vanette, etc.) – gut für sparsame Reisende, die viel Zeit draußen verbringen
- großer Van (Nissan Caravan, Mitsubishi LWB300, Toyota Hiace, etc.) – gut für alle, die länger reisen, etwas mehr Platz benötigen und mehr als einen Rucksack voll Gepäck mit dabei haben
- Transporter-Typ (Ford Transit oder Mercedes Sprinter) – für alle mit größerem Budget, die Platz & Komfort schätzen.
Die Preise für diese Camper-Typen habe ich Euch ja weiter oben im Blog-Artikel detailliert aufgelistet.
Einen Ford Transit hätten wir gerne vom Platzangebot her gehabt, doch am Anfang der Hochsaison waren die Kaufpreise hierfür einfach zu hoch, oft zwischen 15.000 und 20.000 Euro.

Budget:
Euer Budget sollte Euch klar sein. Campervans in Neuseeland gibt es wie gesagt schon ab 2.000 Euro zu kaufen, aber natürlich sollte das Budget auch mit Euren Ausstattungs- und Komfortwünschen übereinstimmen. Wir bezahlten 9.500 Euro für unseren Nissan Caravan, Diesel, 2009er Modell.
Küche:
Wie schon gesagt ist die Wahl einer Innenküche meines Erachtens wichtig, vor allem auf der Südinsel, wo das Wetter oft ungemütlich sein kann. Wenn Ihr Euch natürlich oft nur Sandwich macht oder ab und an mal essen gehen wollt, reicht auch die kleine Kofferraum-Küche der Station Wagon und Sedan-Modelle (z.B. Station Wagon, Mazda MPV, Toyota Estima, etc.). Ebenfalls waren uns 2 Herdplatten wichtig, um beim Kochen flexibler zu sein. Für einfache Mahlzeiten tut es natürlich auch der Camping-Kocher mit nur einer Flamme.
Gas oder Butan:
Noch ein Thema bezüglich der Küche: Kochen mit Gasflasche oder mit den Wegwerf-Butanflaschen? Billig sind die Wegwerf-Butanflaschen für die Campingkocher allemal (4 Dosen gibt es für 5 Euro, 1 Dose hält in der Regel 2-3 Tage bzw. 6-8 Mahlzeiten), aber eine Gasflasche ist umweltfreundlicher, ein bisschen günstiger und in der Regel auch flexibler. Nur eine 2-Liter-Gasflasche würde ich nicht empfehlen – die muss man ebenso aller 2-3 Wochen nachfüllen, zudem muss man bei einigen Gas-Anbietern ein Minimum von 3 Litern Gas (ca. 7-8 Euro) bezahlen. 3 oder 4l sind meines Erachtens optimal, wenn entsprechend Platz vorhanden ist.
Tisch:
Enorm wichtig war uns ein Tisch im Inneren unseres kleinen Campers, damit wir generell auch drinnen sitzen & arbeiten können – vor allem bei schlechtem Wetter. Die kleinen Sedans haben keinen Platz dafür, deswegen braucht es mindestens einen Van. Bei den meisten Modellen ist die Tageskonfiguration mit Tisch, wobei das Bett zum Sofa umgebaut wird. Abends klappt man den Tisch dann ein und baut das Sofa zum Bett um.

Baujahr:
Als Grundregel gilt: wer einen Camper in Neuseeland kaufen möchte, kann mit älteren Modellen zusätzlich am Preis sparen. Zugleich steigt damit aber auch die Wahrscheinlichkeit für mechanische Zwischenfälle – das muss aber nicht sein. Die meisten der angebotenen Camper sind Baujahre 2000 bis 2010, es gibt aber eben auch ältere günstigere Modelle genauso wie auch jüngere, dann aber eben auch teurere Wohnmobile. Für uns war wichtig, mindestens ein Modell aus dem Jahr 2000 zu kaufen, idealerweise 2005 oder jünger. Letztendlich kauften wir einen Nissan Caravan von 2009.
Kilometerstand:
Gleiches gilt für den Kilometerstand – je geringer, desto teurer. Die meisten Camper & Wohnmobile haben zwischen 200.000 und 300.000 Kilometer auf dem Tacho, gelegentlich aber auch mehr oder weniger, wenngleich Modelle unter 150.000km schon eher selten sind. Auch hier war unsere interne Grenze bei rund 250.000km. Letztendlich kauften wir unser kleines Wohnmobil mit einem Kilometerstand von rund 263.000km. Da es sich um einen Diesel mit tendenziell längerer Laufleistung handelte, waren wir letztendlich ein bisschen flexibler was den Kilometerstand betrifft.
Solarpanel & Inverter:
Auch die Stromversorgung ist ein wichtiges Thema, wenn man ein kleines Wohnmobil in Neuseeland kaufen möchte. Gibt es gar keine zusätzlichen Tools an Bord, müsst Ihr mit dem Zigarettenanzünder klarkommen. Das reicht maximal für 2 Handys, mehr aber auch nicht – und auch das nur, wenn Ihr viel fahrt. Viele Campervans verfügen deswegen über ein Solarpanel auf dem Dach und einer entsprechenden Batterie im Inneren. Damit könnt Ihr dann auch im Stand zahlreiche elektronische Geräte aufladen. Zugleich solltet Ihr auch schauen, ob ein Inverter im Campervan mit dabei ist – insofern ihr ihn braucht. Dieser macht die generierte Energie auch für Geräte mit höheren Wattzahlen nutzbar. Beispielsweise hatten wir einen 300W Inverter, sodass wir problemlos unsere Laptops laden konnten – nicht gleichzeitig, aber nacheinander.
Steckdose – 110/220V:
Ebenso wichtig war für uns eine reguläre Steckdose – sei es europäisch, amerikanisch oder neuseeländisch. Somit mussten wir nicht erst umständlich über USB-Adapter die Geräte laden. Entsprechend schauten wir beim Campervan-Kauf darauf, dass eine Steckdose vorhanden war.
Moskitonetz:
Zu Beginn dachten wir auch, dass ein Moskitonetz wichtig ist und hatten dies auf unserer Must-Have Liste. Letztendlich kauften wir einen Campervan ohne entsprechenden Moskitoschutz an den Fenstern, weil sonst nahezu alles passte. Während unserer Reisen vermissten wir diesen Schutz auch nur bedingt. Natürlich wäre es ein nice-to-have gewesen, aber richtig praktisch ist es eigentlich eher bei den größeren Wohnmobilen wie einem Ford Transit oder einem Mercedes Sprinter. In einem kleinen Van wie dem Nissan Caravan hätte solch eine Vorrichtung vielleicht beim Häufigen rein- und rausgehen nur gestört.
Bett bzw. Bettlänge:
Beim Bett gibt es meines Erachtens drei Eigenschaften, bei denen sich die meisten Camper und Wohnmobile unterscheiden:
- wird das Bett in der Tag-Konfiguration zum Sofa umgewandelt oder bleibt es ganztägig als Bett?
- welche Art von Matratze gibt es? Eine reguläre Matratze oder eine Premium- bzw. Memory Foam Matratze?
- wie lang ist das Bett?
Besonders wichtig für uns – bzw. besonders für mich als 1.95m langer Zeitgenosse – war die Bettlänge. Hier fanden wir tatsächlich einen Camper mit einem 1.90m langen Bett, was am Fußende offen war. Die ersten beiden Fragen waren uns relativ unwichtig, wobei es bei den mittleren Modellen (Kategorie Campervan) im Prinzip Standard ist, dass das Bett zum Sofa umgebaut wird.

Kühlschrank:
Nahezu alle Modelle, die auf dem Camperkaufs- und Verkaufsmarkt in Neuseeland verfügbar sind, verfügen über irgendeine Art von Kühlschrank oder Kühlbox. Wichtig ist hier meines Erachtens, dass es sich um einen richtigen elektrischen Kühlschrank handelt, der ständig mit der Stromversorgung verbunden ist – ob tragbar oder nicht, ist erst einmal zweitrangig. Eine Kühlbox mit Akkus ist meines Erachtens nur etwas für kurze Reisen oder für ein wirklich extrem niedriges Budget, zumal die typischen (tragbaren) Brass Monkey Kühlschränke für die Camper schon unter 100 Euro starten.
Anfangs war unsere Mindest-Anforderung beim Campervan-Kauf ein Kühlschrank von mindestens 30 Liter Fassungsvermögen. 30 Liter, weil wir wirklich viel kochen und enorm gerne lokale Produkte, u.a. auch Milch, Eier, Joghurt, Käse, etc. einkaufen, ganz zu schweigen von eventuellen Resten beim Kochen. Letztendlich war es aber kein Ausschlusskriterium, da man im Fall der Fälle dies immer noch nachrüsten kann, sodass wir letztendlich einen Campervan kauften, der lediglich einen 15 Liter Kühlschrank besaß. Mit der Zeit lernten wir aber, dass dies bei guter Planung völlig ausreicht und waren super happy damit.
Übrigens gibt es auch noch einen Unterschied zwischen den mobilen Brass Monkey Kühlschränken und einem fest installierten klassischen Kühlschrank. Während letzteres auf den ersten Blick attraktiver klingt, sind die mobilen Kühlschränke deutlich besser, da ein fest installierter mehr Platz wegnimmt, mehr Strom verbraucht und vom Kühlplatz her wesentlich uneffektiver ist.
Self-Contained-Sticker:
Ein so genannter No-Brainer beim Campervan-Kauf ist der grüne Self-Contained-Sticker. Damit seid Ihr offiziell „autark“ unterwegs und dürft auf allen Campingplätzen übernachten, die eben solch einen Self-Contained-Sticker verlangen. Zudem seid Ihr somit auch für das Freedom Camping zugelassen – mehr darüber auch hier im Artikel (folgt).
Der grüne Sticker ist unbedingt erforderlich für ein entspanntes Camping-Erlebnis in Neuseeland und eigentlich bei 90% der Camper vorhanden. Achtet aber darauf, dass er mindestens noch 2 Jahre gültig ist, damit Ihr weder die Nachzertifizierung machen müsst, noch die Käufer nach Euch.
Toilette:
Mit dem Self-Contained-Sticker geht auch die Toilette einher. Hierbei handelt es sich meist um eine sehr einfache Camping-Toilette, die Ihr im Prinzip aller 2 Tage leeren müsst. Wollt Ihr ein richtiges, abgetrenntes Bad, müsst Ihr schon ein richtiges Wohnmobil kaufen. Einige der Mercedes Sprinter haben auch ein separates Bad. Aber keine Sorge, die öffentlichen Toiletten in Neuseeland sind sehr gut und weit verbreitet, sodass man (s)eine Camping-Toilette gar nicht so oft braucht.
Frisch- und Grauwassertank:
Jedes Wohnmobil in Neuseeland, selbst jedes noch so kleine Fahrzeug mit Matratze drin, hat einen Frischwassertank und einen Grauwassertank (Abwasser). Die meisten Fahrzeuge und Vans haben 25 Liter-Tanks, nur wenige Ausnahmen oder große Vans wie Mercedes Sprinter, Ford Transit oder größer haben größere Tanks – oft dann 40 oder 60 Liter oder sogar mehr. Als wir unseren Campervan in Neuseeland kauften, war auch mir ursprünglich ein großes Fassungsvermögen weit über die 25 Liter hinaus wichtig, da wir somit hätten weitaus seltener an eine Frisch- und Abwasser-Station fahren müssen – so mein Gedanke. In der Realität wäre ein größerer Tank aber gar nicht unbedingt notwendig gewesen, denn der Abwassertank fängt nach ein paar Tagen ohnehin an zu müffeln und Frischwasser findet man immer irgendwo. 25 Liter reichen für einen regulären Camper-Urlaub in Neuseeland also völlig aus, für ein großes Wohnmobil mit großer Küche und richtigem Bad benötigt man logischerweise mehr.
Heizung:
Eine Heizung ist nur in den wenigsten Campervans auf dem Markt enthalten, wenngleich ich das eine oder andere Inserat mit Heizung sah und wir uns sogar einen Toyota Hiacé mit Heizung anschauten (und diesen sogar kaufen wollten – doch er fiel durch die Pre-Purchase-Inspection). Sicher hätten wir gerade auf der Südinsel Neuseelands eine Heizung gerne in Anspruch genommen, denn es war viele Tage lang trotz Sommer tagsüber nur 15 Grad warm (oft noch mit Regen und Wind dazu – das wetter in Neuseeland war ohnehin ein Thema für sich). Aufgrund des geringen Angebots an Campern mit Heizung würde ich es jedoch nicht als ein Must-Have empfehlen, denn damit würde man seine Auswahl zu sehr limitieren.
Mechanischer Zustand:
Nicht zuletzt ist neben allen Ausstattungsmerkmalen natürlich auch der mechanische Zustand beim Camperkauf in Neuseeland wichtig, schließlich wollt Ihr nicht die Hälfte Eurer Urlaubszeit in der Werkstatt verbringen. Am besten schützt Ihr Euch hier mit einer Pre-Purchase-Inspection (wenn Ihr Euren Camper individuell kauft) oder eben mit dem Kauf über einen professionellen Anbieter wie KiwiQuest (~), der mit zertifizierten Werkstätten zusammenarbeitet und nur geprüfte Fahrzeuge vermittelt.
Eine selbst durchgeführte Pre-Purchase Inspection kostet in der Regel 200 NZD, also ca. 100 Euro.
Klingt nach viel zu viel Stress & Aufwand?
Dann lasst Euch hier professionell beraten (~), sodass Ihr Euch über diese ganzen Dinge keine Gedanken machen müsst. Oder schreibt mir Eure Nachricht mit Euren Fragen – gerne können wir auch im Rahmen meiner Reiseberatung gemeinsam über die beste Strategie und die wichtigsten Fakten sprechen, wenn Ihr ein Wohnmobil in Neuseeland kaufen wollt.
Wichtige Tipps & Hacks bei der Besichtigung eines Campervans vor Ort
Nehmen wir mal an, Ihr habt online (via Facebook, Marketplace, in anderen Netzwerken oder über die Auckland City Fair) Euren Wunsch-Camper gefunden und wollt diesen nun – vor einem endgültigen Kauf – besichtigen. Auch hier gibt es durchaus einige Dinge zu beachten, schließlich wollt Ihr wissen, ob Ihr gerade ein echtes Schnäppchen oder eine alte überteuerte Möhre begutachtet. Um diesen Unterschied herauszufinden, solltet Ihr auf die folgenden Details bei der Besichtigung achten.
Inserat mit der Realität gegenüberstellen:
Der wichtigste Grundsatz – schaut einfach, ob alles, was im Online-Inserat versprochen wurde, auch wirklich der Realität entspricht.
WOF & Werkstatt-Nachweise verlangen:
Lasst Euch bei Eurer Besichtigung unbedingt die vorangegangen Werkstatt-Services und -Papiere zeigen. Dies hat vor allem 3 Gründe:
- regelmäßige Pflege und ein Werkstatt-Service aller 10.000km sind Pflicht, wenn Ihr die teils alten Wohnmobile in Neuseeland in einem guten Zustand kaufen wollt
- an den Papieren könnt Ihr sehen, welche Reparaturarbeiten konkret vorgenommen wurden, d.h. wo gibt es ggf. Probleme oder wo wurden neue Ersatzteile eingebaut
- und, Geheimtipp: gerade beim WOF (Warranty of Fitness) und den Routine-Untersuchungen steht in den Anmerkungen meistens drin, was ggf. bald gemacht werden müsste. Genau dies machten wir nicht, was ein durchaus teurer Fehler war – denn hätten wir es gemacht, hätten wir uns die Pre-Purchase-Inspection für einen Van sparen können, den wir letztendlich aufgrund der mechanischen Mängel ohnehin nicht kauften

Hintergrund erfragen:
Meistens erklärt es sich von selbst, wenn Backpacker in Neuseeland ihren Campervan verkaufen, weil sie das Land verlassen. Dennoch lohnt es sich, ein bisschen nachzufragen, ob dem wirklich so ist und welche spannenden Abenteuer der Verkäufer mit dem Objekt erlebt hat. Schließlich will man kein Wohnmobil kaufen, welches aufgrund von technischen Fehlern oder hoher Anfälligkeit für Probleme verkauft wird.
Testfahrt machen:
Eine kurze Testfahrt gehört unbedingt zur Besichtigung dazu. Somit könnt Ihr ein Fahrgefühl für Euren Wunsch-Camper bekommen und auch sehen und hören, ob alles wie gewünscht läuft. Bei unserer ersten Testfahrt beispielsweise stellten wir fest, dass eine manuelle Schaltung mit einem alten Mitsubishi definitiv keine Fahrfreude aufkommen lässt. Aus diesem Grund fokussierten wir uns anschließend auf Automatikgetriebe.
Viele Fragen stellen:
Fragt den Verkäufer einfach alles, was Euch einfällt – vor allem zur technischen und mechanischen Funktionsweise beim Fahren UND beim Leben. Fragt also nicht nur nach den fahrspezifischen Details, sondern auch, wie sich beispielsweise das Bett umbauen lässt, wo der Stauraum ist, wie das Wasser auswechseln funktioniert und welche anderen Camping-Funktionen das Fahrzeug noch hat. Somit lernt Ihr nicht nur spannende Dinge über das Fahrzeug selbst, sondern auch über das Camping mit dem Wohnmobil in Neuseeland generell.
Einmat Bett umbauen:
Genau aus diesem Grund solltet Ihr auch unbedingt einmal die Umwandlung von der Tag-Konfiguration (mit Sitzen/Sofa/Küche) zur Nacht-Konfiguration (mit Bett) und wieder zurück durchmachen bzw. den Verkäufer zeigen lassen. Dies sollte so schnell wie möglich gehen, schließlich wollt Ihr nicht jeden Tag damit verbringen, Euren Camper 20 Minuten umzubauen.
Auf Dinge achten, die Euch besonders wichtig sind:
Oben habe ich Euch einige Tipps und Punkte gegeben, die besonders wichtig sein können, wenn Ihr einen Camper in Neuseeland kaufen wollt – je nach Euren persönlichen Reise-Präferenzen. Ist Euch also zum Beispiel wie in meinem Fall ein besonders langes Bett wichtig, legt Euch ruhig mal (mit Erlaubnis des Verkäufers) in das Bett rein oder messt es zumindest aus.
Preis verhandeln bzw. nachfragen:
Auch wenn der Preis schon im Inserat genannt wurde, fragt auf jeden Fall nochmal nach. Zum einen gehen manchmal die Verkäufer schon selbst mit dem Preis runter, in dem sie bei der Nennung des Preises flexible Wörter oder einen Verhandlungsspielraum einbauen, zum anderen ist dies der ideale Auftakt für kleinere Preisverhandlungen. Die meisten Camper lassen sich nicht großartig im Preis drücken, aber 500 bis 1500 NZD Rabatt sind meistens drin. Der von uns gekaufte Camper war mit 21.000 NZD zum Kauf ausgeschrieben, letztendlich bekamen wir ihn für 18.900 NZD (in der Hochsaison).
Für die Preisverhandlung hilft es natürlich enorm, wenn ihr eine ungefähre Idee von den Marktpreisen habt.
Weitere Interessenten:
Eine wichtige Frage ist auch, wieviele weitere (ernsthafte) Interessenten es gibt. Zum einen zeigt Euch das, ob ihr unmittelbar handeln und Euch entscheiden müsst (vor allem in der Hochsaison zwischen November und Anfang Februar gehen die Camper weg wie geschnitten Brot), zum anderen gibt dies auch ein Indiz, wie groß Euer Verhandlungsspielraum ist. Je weniger Interessenten, desto mehr lässt sich ein attraktiver Preis heraushandeln.
Zeitplanung:
Ihr seht, es gibt durchaus einiges zu beachten bei der Besichtigung eines Wohnmobils oder Campervans. Plant daher mindestens 1 Stunde ein und legt Euch nicht zu viele Termine an einem Tag.
Pre-Purchase-Inspektion vereinbaren:
Wenn alles zu Eurer Zufriedenheit ist und Ihr Euch einen Kauf vorstellen könnt, solltet Ihr noch eine Pre-Purchase Inspection vereinbaren. Diese kostet in der Regel zwischen 200 und 250 NZD und wird vom Käufer getragen. In der Regel trefft Ihr Euch dann mit dem Verkäufer nochmals am selben oder nächsten Tag und lasst das Fahrzeug unabhängig untersuchen. Pre-Purchase Inspektionen könnt Ihr zum Beispiel bei Midas, dem VTNZ oder bei der New Zealand Automobile Association (AA) durchführen lassen. Wenn das Fahrzeug einen frischen WOF hat, kann unter Umständen auch auf eine Pre-Purchase-Inspection verzichtet werden. Besser ist es aber, dennoch eine zu machen. Beachtet bei Eurer Zeitplanung, dass Pre Purchase Inspections in der Regel nur von montags bis freitags möglich sind.


Der konkrete Ablauf eines Campervan-Kaufs
Dies waren nun eine Menge an Informationen, die Ihr bei der Planung beachten müsst. Und ich habe „schlechte“ Nachrichten für Euch – denn es folgen noch ein paar mehr wichtige Punkte beim Camperkauf.
Die folgende Liste gilt für den individuellen Kauf – bei Kauf über eine Agentur ist es einfacher und flexibler. Sollte Euch der individuelle Kauf zu aufwändig sein, könnt Ihr hier direkt bei derselben Agentur anfragen (~), die wir ebenfalls nutzten und Euch dort Euren zertifizierten und geprüften Campervan zum Kauf sichern.
Bei den folgenden beiden Checklisten zum Campervan-Kauf beziehe ich mich speziell auf die beiden Optionen, für die ich selbst Erfahrungen gesammelt habe: den Kauf eines Campers in Neuseeland über eine Agentur wie KiwiQuest (über diesen Link Ihr erhaltet Ihr 25 bis 50 Euro exklusiven MyTravelworld-Rabatt auf Euren Camperkauf) (~) sowie den individuellen Kauf über Facebook-Gruppen. Dies sind, wie schon oben im Blog-Artikel erklärt, meines Erachtens auch die Hauptformen, wenn man einen Camper oder ein Wohnmobil in Neuseeland kaufen möchte.
Checkliste: Camper kaufen individuell
Starten wir also mit der Checkliste für den individuellen Kauf:
Ca. 2 Monate vor Anreise
- Facebook-Gruppen beitreten
- erstes Gefühl bekommen: was gibt es auf dem Markt? Wie sind die Preise? Wie funktionieren die Angebote?
- Schritt für Schritt Liste an Eigenschaften zusammenstellen, die der Camper auf jeden Fall haben soll
Ca. 2 Wochen vor Anreise
- speziellen Fokus auf Inserate legen, die schreiben „Selling from date X“ (Eigentümer stellen hierbei schon ihren Camper ein, den Sie beispielsweise erst in 2 Wochen verkaufen wollen). Für diese Angebote jetzt Kontakt aufnehmen und ggf. bereits Besichtigungstermin vereinbaren
- speziellen Fokus auf Inserate legen, die Video-Besichtigungen anbieten (um bereits ein Gefühl vom Ablauf zu bekommen – nur anhand einer Video-Besichtigung würde ich jedoch einen Camper in Neuseeland nicht kaufen)
Ca. 1 Woche vor Anreise
- Inserate weiter scannen und lernen, Erfahrung sammeln, Marktgefühl entwickeln – was ist für welchen Preis möglich, was nicht
Ca. 2-3 Tage vor Anreise
- intensiv Facebook-Gruppen und Marketplace recherchieren und konkrete Besichtigungstermine für den Tag nach der Anreise ausmachen (normalerweise via Messenger oder WhatsApp) – ggf. auch für den Tag der Anreise, falls Ihr früh in Neuseeland landet
0-3 Tage nach der Ankunft in Neuseeland:
- verschiedene Camper besichtigen
- weitere Termine über Facebook-Gruppen ausmachen – Besichtigungstermine können sehr oft auch am selben Tag stattfinden
- ggf. Auckland City Car Fair besuchen (siehe Erläuterung oben)
- Camper vergleichen und sich für einen Favoriten sowie ggf. einen Plan B entscheiden
- die engeren Kandidaten auch bei Carjam auf Auffälligkeiten prüfen (ein detaillierter Report gegen Zahlung ist nicht erforderlich)
Der Kauf, vrs. 2-5 Tage nach Ankunft, je nachdem, wie schnell Ihr einen guten Campervan gefunden habt:
- Verkäufer Bescheid geben, dass man den Camper kaufen möchte
- spezifizieren, ob man eine Pre-Purchase-Inspection möchte (empfohlen); falls ja, Termin und Ort mit Verkäufer vereinbaren und Ergebnis der Inspektion abwarten – dauert normalerweise 1-2 Stunden
- Treffen für die Übergabe vereinbaren
- noch einmal alle Dokumente prüfen, auch physisch zeigen lassen
- zur Post oder zum VTNZ fahren, um das Fahrzeug umzumelden – sonntags nicht möglich und samstags nur sehr beschränkt (kann theoretisch auch nachher gemacht werden, aber für einen sauberen Übergang würde ich empfehlen, diesen Prozess gemeinsam zu unternehmen)
- Geld (kompletten Kaufpreis) an den Verkäufer via Online-Transfer überweisen – idealerweise via Wise, alternativ auch via Echtzeit-SEPA
- bei der Post oder beim VTNZ das Fahrzeug ummelden – Käufer füllt ein Formular aus, Verkäufer füllt ein anderes Formular aus
- Schlüssel vom Verkäufer geben lassen
- Glückwunsch, das Fahrzeug ist nun deins

Unmittelbar nach dem Kauf:
- Versicherung für das Fahrzeug abschließen, zum Beispiel bei Tower Insurance oder bei AA

1-3 Tage nach dem Kauf:
- ggf. RUC und REGO bezahlen, meist sind sie noch für 1-2 Monate vom Verkäufer bezahlt – muss aber unbedingt geprüft werden
- zusätzliche (Ausrüstungs-)Gegenstände kaufen falls notwendig
- erster Shopping-Einkauf für Lebensmittel
- am ersten Tag in der Umgebung bleiben und sich eingewöhnen – keine langen Strecken für Tag 1 und Tag 2 planen
| My Travelworld Tipp |
|---|
| Für den ersten Tag in und um Auckland findet Ihr unsere Campground-Empfehlungen in Auckland hier (Artikel folgt) – wobei eigentlich alle Freedom Campgrounds rund um Auckland nur sehr mäßig sind. Gerade für die erste Nacht würde ich daher einen bezahlten Campground in Auckland empfehlen, zum Beispiel den Takapuna Beach Holiday Park in Auckland (~) direkt am Strand. |
Checkliste: Camper kaufen über eine Agentur
Nun folgt also die Checkliste für den Kauf über eine Agentur. Dies kann natürlich von Fall zu Fall abweichen, gibt Euch aber einen guten Überblick über den doch etwas einfacheren Ablauf.
Zwischen 2 und 6 Monaten vor Anreise
- Agentur-Website besuchen und Gefühl für Angebot und Preise bekommen
- Informationen zum Camperkauf in Neuseeland durchlesen
- anschließend Agentur kontaktieren und allfällige Fragen stellen
- gewünschte Camper-Kategorie reservieren und Anzahlung leisten
Ca. 2-4 Wochen vor Ankunft:
- konkreten Abholtermin bzw. Treffpunkt mit der Agentur bzw. der Partner-Werkstatt ausmachen
1 Tag nach der Ankunft (bzw. zum vereinbarten Termin):
- direkt zur Partner-Werkstatt fahren (mindestens 1 Nacht in einem Hotel in Neuseeland ist empfohlen, um nicht direkt nach dem langen und anstrengenden Flug in ein Fahrzeug zu steigen und einen neuen Camper ausstatten zu müssen)
- entscheiden, ob Euch das Fahrzeug gefällt und ob Ihr ihn kaufen wollt
- falls Ihr den Camper kaufen wollt, alle Dokumente prüfen und physisch zeigen lassen
- Geld (kompletten Kaufpreis minus die bereits gezahlte Anzahlung) an den Verkäufer via Online-Transfer überweisen – idealerweise via Wise
- Schlüssel vom Verkäufer geben lassen
- Glückwunsch, das Fahrzeug ist nun deins
Unmittelbar nach dem Kauf:
- bei der Post oder beim VTNZ Formular zum Fahrzeugkauf ausfüllen
- Versicherung für das Fahrzeug abschließen, zum Beispiel bei Tower Insurance oder bei AA
1-3 Tage nach dem Kauf:
- ggf. RUC und REGO bezahlen, meist sind sie noch für 1-2 Monate vom Verkäufer bezahlt – muss aber unbedingt geprüft werden
- zusätzliche (Ausrüstungs-)Gegenstände kaufen falls notwendig
- erster Shopping-Einkauf für Lebensmittel
- am ersten Tag in der Umgebung bleiben und sich eingewöhnen – keine langen Strecken für Tag 1 und Tag 2 planen
Über das folgende Formular könnt Ihr direkt die Preise vergleichen und einen Camper zum Kauf anfragen – völlig unverbindlich:
Camper mieten oder kaufen?
Ihr seht, einen Campervan in Neuseeland zu kaufen ist also alles andere als eine Sache von 5 Minuten – zumindest wenn Ihr es individuell organisieren wollt. Und aufgrund des Verkaufs des Campervan, der noch einmal eine Sache für sich ist (und den ich hoffentlich noch in einem separaten Blog-Artikel behandeln werde), ist ein gewisser Zeitaufwand nicht von der Hand zu weisen.
Aus diesem Grund mag sich auch die Frage stellen, ob es nicht vielleicht besser ist, einen Camper in Neuseeland zu mieten? Auch hier gibt es keine allgemeingültige Antwort, aber bei der Frage Camper in Neuseeland mieten oder kaufen gibt es zumindest ziemlich klare Anhaltspunkte, die Euch meiner Meinung nach bei der Entscheidung unterstützen:

- Wichtigster Punkt meines Erachtens – Eure Reisedauer: durch den Camperkauf und -verkauf „verliert“ Ihr in der Regel mindestens 1 Woche – eher mehr, wenn Ihr es auf eigene Faust macht, ggf. etwas weniger beim Agentur-Kauf und wenn Ihr Glück beim Verkauf habt. Aus diesem Grund ist meine Faustregel, dass sich der Kauf eines Campers in Neuseeland erst lohnt, wenn Ihr mindestens 2 Monate vor Ort bleibt. Bei allem darunter, vor allem bei 6 Wochen oder weniger, kommt Ihr mit dem Wohnmobil mieten deutlich besser – hier findet Ihr zum Beispiel einen praktischen Preisvergleich vieler beliebter Vermieter (~), die auch wir auf unserem Road-Trip in Neuseeland auf der Straße sahen.
- Zweiter Punkt – Eure bevorzugtes Modell: der Markt an kleinen umgebauten Vans und Sedans sowie kleinen Campervans zum Kauf ist riesig und die Auswahl wirklich groß. Wollt Ihr jedoch ein richtiges Wohnmobil mit echter Toilette, Dusche, Wohnbereich etc., dann ist die Auswahl dünn – und die Kaufpreise hoch. Auch in diesem Fall würde ich Euch zum mieten raten, wenngleich natürlich auch die Miete der großen Wohnmobile kein Schnäppchen ist. Hier könnt Ihr die günstigsten Preise für Wohnmobile vergleichen (~).
- Ebenfalls enorm wichtig – Eure Reisezeit: bei der Fragen ob es Sinn macht, einen Camper in Neuseeland zu mieten oder zu kaufen, solltet Ihr ganz genau Eure Reisezeit im Blick haben. Reist Ihr ausschließlich in der Hochsaison, ist zwar die Miete sehr teuer, doch auch die Kaufpreise sind von November bis Anfang Februar am höchsten. Zudem sind die Verkaufspreise ab ca. März im Keller – alle wollen Ihre Camper verkaufen, aber keiner will einen Campervan kaufen. Dies müsst Ihr bei Eurer Kalkulation und Entscheidung unbedingt berücksichtigen.
Habt Ihr Fragen dazu? Schreibt mir gerne eine Nachricht oder lasst uns im Rahmen meiner professionellen Reiseberatung ausführlich darüber sprechen, was in Eurer Situation die beste Option ist. Ich habe den Markt recht ausführlich studiert und lasse Euch natürlich auch gerne an meinen Erfahrungen und Ideen teilhaben.
Hier könnt Ihr direkt die Preise für Camper zum mieten vergleichen:
Fazit
Puuuh, das war enorm umfangreich. Zudem hoffe ich aber auch, dass es der hilfreichste Blog-Artikel zum Thema Camper kaufen in Neuseeland ist, den Ihr findet – und würde mich entsprechend freuen, wenn Euch die Tipps bei der Reiseplanung weiterhelfen und wenn Ihr den Artikel teilen könnt. Lasst gerne einen Kommentar mit Euren Fragen und Erfahrungen da, damit auch andere davon profitieren können. Eine Reise mit dem Campervan in Neuseeland ist definitiv ein einmaliges Erlebnis, sollte aber eben auch entsprechend gut vorbereitet sein. Nehmt also gerne die Tipps und Checklisten im Artikel, damit es bei Eurem Camperkauf zu keinen bösen Überraschungen kommt und Ihr Fehler vermeiden könnt.
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Ich bin Christian, Reiseexperte, Diplom-Betriebswirt für Tourismus und Gründer des Reiseblog My Travelworld (seit 2011). Durch mehr als 10 Jahre Berufserfahrung bei Reiseveranstaltern, fast 10 Jahre Leben in der Karibik (Grenada & Dominikanische Republik) sowie über 100 bereiste Länder teile ich auf diesem Reiseblog ausschließlich persönliche Erfahrungen und unabhängige Reisetipps.
Seit 2021 reise ich als Vollzeit-Reisender und Digitaler Nomade um die Welt und berichte hier vor allem über die Schwerpunkte Karibik, Südsee, Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika. Meine Reiseexpertise wurde bereits in Podcasts, Interviews und Medienbeiträgen aufgegriffen, darunter bei der weltweit bekannten "US News", bei klassischen Print-Magazin "Freundin" oder bei bekannten Off the Path Abenteuer-Podcast. My Travelworld verzeichnete seit dem Start mehr als 5 Millionen Seitenaufrufe.
Mehr über mich, meine Reisen und meine Mitwirkungen auf anderen Seiten findest du auf der Über-mich-Seite.
Meine Top-Empfehlungen für Eure Reisen:
1. Profitiere von meiner Erfahrung: persönliche Reiseberatung für dich
2. Spar-Tipps & Gutscheine für Eure Hotelbuchungen
3. überall auf der Welt kostenlos Geld abheben
4. immer die richtige Auslands-Krankenversicherung parat
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