Die Fähre in Neuseeland: Bluebridge und Interislander im Vergleich

Wer in Neuseeland von der Nordinsel auf die Südinsel möchte, hat im Prinzip nur 2 Optionen: Flugzeug oder Fähre. Da die meisten Reisenden mit Mietwagen oder Wohnmobil unterwegs sind, bleibt oft nur die Fähre, wobei es hier lediglich eine Strecke und zwei Fährgesellschaften gibt: Bluebridge Ferry und Interislander Ferry, die beide zwischen Wellington und Picton verkehren. Wir habe beide Fähren genutzt, sodass ich Euch hier gerne von unseren Erfahrungen berichte, der richtigen Buchungs-Strategie, einen der wichtigsten Hinweise für die Reiseplanung sowie weitere Dinge, die Ihr vor der Fährfahrt wissen solltet.

Die wichtigsten Tipps im Überblick

Gleich zu Beginn dieses Artikels möchte ich Euch den allerwichtigsten Tipp mit an die Hand geben: bucht Eure Fähre mindestens 2-3 Wochen im Voraus, idealerweise auch mehr. Beide Fähren sind kurzfristig sehr oft komplett ausgebucht und kosten wenige Tage im Voraus gebucht auch deutlich mehr im Vergleich zur frühzeitigen Buchung.
Hier könnt Ihr direkt die aktuellen Verfügbarkeiten mit Interislander und Bluebridge Ferry für Eure Reisedaten einsehen:

Ebenso wichtig: wollt Ihr die spannende Fjordlandschaft der Südinsel von der Fähre aus beobachten, bucht Euch unbedingt eine der beiden Tagabfahrten, also entweder morgens oder am frühen Nachmittag.

Die Nachtfähre mit Abfahrt um 02:00 würde ich ganz vermeiden, da die Fahrtdauer mit rund 3-4 Stunden einfach zu kurz ist, um vom durchaus gemütlichen Fährinneren oder den zusätzlich buchbaren Kabinen zu profitieren.

Sowohl Bluebridge Ferry als auch Interislander Ferry fahren ganzjährig, in der Regel drei bis viermal täglich. Ihr könnt alle Arten von Fahrzeugen, inkl. Mietwagen, Campervans und Wohnmobile, mit auf die Fähre nehmen, solltet jedoch bei Mitfahrzeugen vorher die Mietbedingungen prüfen. Die Preise schwanken saisonal stark, je nach Buchungszeitpunkt und Auslastung. Mehr zu den Preisen findet Ihr weiter unten im Blog-Artikel.

Bluebridge-Fähre Connemara im Hafen von Wellington

Seid Ihr ohne Fahrzeug unterwegs, könnt Ihr als Alternative auch die Flugpreise prüfen, denn gerade die Strecken Wellington – Picton, Wellington – Nelson oder Auckland – Christchurch sind kaum teurer als ein Fährticket für Passagiere.

Die entsprechenden Flugpreise zum Vergleich könnt Ihr hier prüfen:

Anreise zum Fährterminal

Trotz der hohen Nachfrage in Neuseeland nach Fähren zwischen Südinsel und Nordinsel gibt es überraschenderweise nur genau eine Strecke zwischen beiden Inseln: jene von Wellington nach Picton. Praktischerweise befinden sich in Picton auf der Südinsel auch beide Fährterminals am selben Ort, in Wellington sind sie rund 2 Kilometer voneinander entfernt.

Beide Orte bieten sich auch gut als Stopp auf den meisten Neuseeland-Reiserouten an. Wellington als Hauptstadt von Neuseeland ist relativ überschaubar und vor allem aufgrund der vielfältigen Natur sowie der abwechslungsreichen Topografie im Umland interessant. Es bietet auch in der Stadt einige Berge und spannende Aussichtspunkte sowie natürlich auch interessante Museen, Galerien und Aktivitäten.

Küstenlandschaft bei Wellington mit Campervan auf der Straße

Picton ist ein kleines Örtchen mit nicht allzu vielen Highlights direkt im Ort, dafür aber mit einem fantastischen Ausgangspunkt für umliegende Erkundungen. Direkt in der Umgebung befindet sich der Queen Charlotte Drive (eine Panoramastraße in Neuseeland) sowie der Queen Charlotte Track (Mehrtageswanderung), ebenso wie verschiedene kleinere Straßen entlang der zerklüfteten Fjordlandschaft im Norden der Südinsel. Zudem ist Picton ein idealer Ausgangspunkt sowohl für Touren entlang der Westküste als auch der Ostküste. Die Weinregion rund um Blenheim ist eine halbe Stunde Fahrt entfernt, der berühmte Abel Tasman National Park sowie Kaikoura mit seinen beeindruckenden Walbeobachtungen zu Wasser und aus der Luft rund 2.5 Stunden Fahrt.

Bucht von Picton mit Schiffen und Bergen im Hintergrund

Übernachtungen in Wellington und Picton

Gerade für die frühen oder späten Fähren benötigt Ihr vor oder nach Eurer Fährfahrt mit Interislander oder Bluebridge Ferry auch eine Übernachtung. Sowohl in Wellington als auch in Picton gibt es ausreichend Möglichkeiten für jedes Reisebudget, nur mit Freedom Campgrounds sieht es in Picton etwas schlecht aus.

Übernachtungs-Empfehlungen in Wellington

Braucht Ihr vor oder nach Eurer Fährüberfahrt eine Unterkunft in Wellington, würde ich Euch die folgenden Hotels – je nach Budget und Reisetyp – empfehlen:

Für Mietwagen-Reisende:

Mit dem Campervan:

  • Kostenloser Freedom Campground – Te Kopahou Visitors Centre Carpark: toller Freedom Campground im Süden von Wellington direkt am Meer mit Meerblick und Seelöwen fast vor der Tür
  • Regulärer Campground/Holiday Park – Wellington Top 10 Holiday Park (Preise hier ansehen): Etablierter Campground rund 20 Minuten vom Fährterminal entfernt

Für Fußpassagiere:

  • Ibis Wellington (Preise hier ansehen): gut & günstig und nur 10 Minuten zu Fuß vom Bluebridge Ferry Terminal. Das Interislander Terminal befindet sich nochmal rund 1.5 Kilometer nördlich und hat keine wirklichen Unterkünfte in Gehentfernung.

Für Backpacker:

Wunderschöne Panoramablick auf Küste und Berge bei Wellington

Wir selber kamen in Wellington bei Freunden unter, haben aber in dieser Zeit die Stadt und die verschiedenen Gegenden ein wenig erkundet – mehr dazu findet Ihr im Blog-Artikel über Wellington.

Übernachtungs-Empfehlungen in Picton

Mit dem Mietwagen:

Mit dem Campervan:

  • Kostenloser Freedom Campground: in Picton nicht vorhanden, mindestens 30 Minuten Fahrt sind notwendig
  • Regulärer Campground/Holiday Park – Tasman Holiday Parks Picton (Preise hier ansehen): schöner und freundlicher Campground unweit des Fährterminals, direkt am Wasser gelegen, zudem große Auswahl an Hütten, Bungalows und Stellplätzen

Für Fußpassagiere: wie oben, das Picton Beachcomber Inn ist eine gute Adresse

Für Backpacker:

  • Atlantis Backpackers (Preise hier ansehen): überraschend viele Hostels gibt es in Picton, darunter das sehr gut bewertete und in Gehentfernung zum Fährterminal (Bluebridge & Interislander) gelegene Atlantis Backpackers

Buchung & Preise

Die Buchung könnt Ihr sowohl auf Fährportalen als auch auf der Website von Bluebridge Ferry oder Interislander Ferry vornehmen. Während die Direktbuchung oft ein bisschen günstiger ist, könnt Ihr bei globalen Fährportalen dafür besser die Preise vergleichen, da Ihr mit der selben Abfrage gleich beide Fährgesellschaften auf einen Blick bekommt. Somit seht Ihr – zum Beispiel hier beim etablierten Anbieter DirectFerries (~) – welche Fähre an Eurem gewählten Reisetag am günstigsten ist.
Pier und maritime Landschaft in Wellington, Neuseeland

Noch einmal der wichtigste Tipp zur Buchung – an dieser Stelle noch einmal etwas ausführlicher als in der Einleitung. Nehmt Eure Buchung unbedingt mindestens 2 bis 3 Wochen vor der geplanten Fahrt vor, für die besten Preise auch gerne 6 bis 8 Wochen vorher. Als Beispiel teile ich hier gerne unsere beiden erlebten Szenarien mit Euch:

Innenbereich der Bluebridge-Fähre mit Restaurant und Passagieren

Hinfahrt Wellington – Picton:
Unseren Campervan kauften wir in Auckland am 29.11.. Direkt am Tag darauf prüfte ich die Fährverbindungen für Mitte bis Ende Dezember, wobei alle Fähren von Wellington nach Picton (sowohl bei Bluebridge als auch bei Interislander) zwischen dem 17.12. und 31.12. komplett ausgebucht waren. Für den 15.12. und 16.12. gab es noch vereinzelte teure Flexpreis-Tickets, einen günstigen Preis bekam ich schließlich noch für den 13.12.. Wir waren mit unserer Neuseeland-Reiseroute sehr flexibel, sodass es kein Problem für uns war, unsere Daten entsprechend anzupassen und etwas schneller in Richtung Südinsel zu fahren.

Fährtickets Wellington Picton vergleichen (~)

Rückfahrt Picton – Wellington:
Unsere Rückfahrt mit Interislander Ferry buchten wir bereits 6 Wochen im Voraus – und auch da waren die günstigen Tarife bereits stark ausgesucht. Die erste Februarwoche sollte es im Rahmen einer Tagfahrt sein (damit wir nach unserer Abendfahrt von Wellington nach Picton nun auch ein wenig die Fjordlandschaft sehen können), und es waren letztendlich nur 3 von 8 Terminen zum relativ günstigen Tarif verfügbar. Alle anderen Tage waren bereits rund 50 Euro teurer. Rund 3 Wochen später prüfte ich nochmals die Verfügbarkeiten in besagter Woche, nahezu alle Termine waren nun rund 100 Euro teurer (für 2 Personen + 1 Campervan).

Fährtickets Picton Wellington vergleichen (~)

My Travelworld Tipp:
Nochmals an dieser Stelle meine wichtigste Empfehlung sowohl für Interislander Ferry als auch Bluebridge: bucht Eure Fähre unbedingt rechtzeitig.

Die Preise

Wie Ihr schon gelesen habt, variieren die Preise sowohl bei Bluebridge als auch bei Interislander anhand von Auslastung und Buchungszeitraum. Generell ist Bluebridge oft ein bisschen günstiger als Interislander, hat dafür die etwas älteren Fähren. Unsere Erfahrungen zu beiden Fährgesellschaften lest Ihr weiter unten.

Generell könnt Ihr ungefähr mit den folgenden Preise rechnen:

Preise bei Bluebridge Ferry

  • Passagier: ab 45 Euro pro Strecke
  • Mietwagen: ab 95 Euro pro Strecke
  • Campervan bis 5.5 Meter: ab 115 Euro pro Strecke
  • Wohnmobil, ca. 7 Meter Länge: ab 190 Euro pro Strecle
  • Jeder weitere Meter Wohnmobil: ca. 50 Euro

Die konkreten Preise bei Bluebridge Ferry für Eure Reisedaten könnt Ihr hier prüfen (~).
Bequemer Sitzbereich auf der Bluebridge-Fähre

Preise bei Interislander Ferry

  • Passagier: ab 40 Euro pro Strecke
  • Mietwagen: ab 100 Euro pro Strecke
  • Campervan bis 5.5 Meter: ab 100 Euro pro Strecke
  • Wohnmobil, ca. 7 Meter Länge: ab 190 Euro pro Strecke
  • Jeder weitere Meter Wohnmobil: ca. 45 Euro

Die konkreten Preise für Eure Fährdaten könnt Ihr hier bei Interislander Ferry prüfen (~).

Die Preise können je nach Termin aber auch stark variieren und in der Hochsaison bei bereits gut gebuchten Terminen auch gut und gerne das Doppelte betragen. Aus diesem Grund ist es immer wichtig, dass Ihr – wie oben schon im Blog-Artikel geschrieben – immer
1. Frühzeitig bucht und 2. Die Preise beider Anbieter vergleicht.
Letzteres könnt Ihr auf einen Blick direkt hier unternehmen – Bluebridge und Interislander direkt gegenübergestellt (~).

Überfahrt mit Bluebridge Ferry – unsere Erfahrungen

Mit Bluebridge fuhren wir von Wellington nach Picton, sprich von der Nordinsel auf die Südinsel. Es war demzufolge unsere erste Fähre in Neuseeland.

Bluebridge hat aktuell 2 Schiffe in ihrer Flotte, die Connemara und die Livia. Die Livia ist das neuere und größere Schiff (2008 gebaut, 2025 generalüberholt), die Connemara wurde 2007 gebaut und ist seit 2023 in der Cook-Straße in Neuseeland im Einsatz.

Wir buchten die Connemara aufgrund der besten Fahrzeiten sowie des günstigsten Preises und erwarteten nicht viel mehr als ein erweitertes Cargo-Schiff – genau das ist es nämlich, was man bei der Connemara anhand von einigen Bewertungen erwarten sollte.
Bluebridge-Fähre Connemara im Hafen von Wellington

Doch weit gefehlt, denn auch die Connemara ist ein wirklich schönes Fährschiff. Es gab ausreichend Sitzmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen, u.a. an der Rezeption, im Café, im klassischen Sitzbereich oder in einer Art Salon. Auch eine separate Lounge (gegen Zuzahlung) ist vorhanden. Sowohl Bar als auch Restaurant boten ein umfangreiches Menü.

Wer möchte, kann auch auf den Außendecks bzw. Außenbereichen die Landschaft genießen – durchaus nicht unattraktiv, da sich beide Häfen tief in einer Bucht befinden. Aufgrund unserer Abendfahrt gab es für uns hier jedoch lediglich einige Eindrücke aus Wellington und Umgebung.

Spektakulärer Sonnenuntergang von der Bluebridge-Fähre aus

Besonders spannend bei Bluebridge war der Check-In. Hier wurden wir sogar mit Namen begrüßt. Dies geschieht anhand des Fahrzeug-Kennzeichens, welches bei der Einfahrt gescannt wird, sodass beim Check-In ohne weitere Information direkt der Name aufpoppt.

Apropos Check-In, für die ausführliche Bluebridge Bewertung möchte ich Euch auch hier noch kurz einen Überblick über die Zeiten unserer Überfahrt geben, sodass Ihr ungefähr wisst, mit welchem Zeitpuffer Ihr vor oder nach der Überfahrt rechnen müsst. Unsere offizielle Abfahrtszeit war 20:30:

  • 18:15 – Check-In öffnet
  • 19:00 – Unsere Ankunft beim Check-In
  • 19:30 – Check-In schließt
  • 19:35 – Vom Wartebereich aus fahren die ersten Fahrzeuge auf die Fähre
  • 19:50 – Nun sind wir an der Reihe – wir fahren auf die Bluebridge Fähre Connemara
  • 20:30 – Pünktliche Abfahrt
  • 23:50 – Ankunft in Picton, wir begeben uns vom Aufenthaltsbereich zurück zu unserem Campervan
  • 23:59 – Offizielle Ankunft laut Bluebridge Fahrplan
  • 00:15 – Wir verlassen schließlich die Fähre und fahren aufs Festland

Wenn Ihr zum Beispiel die Fähre am Morgen oder am Mittag nehmt, würden sich die Zeiten entsprechend anpassen.

Überfahrt mit Interislander Ferry – unsere Erfahrungen

Auch mit der Interislander Ferry fuhren wir in Neuseeland, konkret auf unserem Rückweg von der Südinsel auf die Nordinsel – also von Picton nach Wellington.

Genau wie Bluebridge hat auch Interislander 2 Schiffe in der Flotte: die MV Kaitaki sowie die MV Kaiārahi. Beide sind etwas größer als die von Bluebridge und bieten demzufolge noch etwas mehr an Ausstattung, wenngleich es sich bei beiden um wirklich gute und moderne Fährschiffe handelt. Unsere Erfahrungen mit Interislander beziehen sich auf die MV Kaitaki, bei der wir an Bord waren.

Check-in-Schild für Fahrzeuge am Fährterminal in Picton (Interislander)

Es handelt sich hierbei um ein sehr großes Fährschiff, welches schon leichte Ausmaße eines kleinen Kreuzfahrtschiffs annimmt. Zahlreiche Kabinen, 2 Cafés, 2 Bars, verschiedene Lounges, Familienbereich, Premium Lounge, Außendeck, Meerblick-Sitzbereiche und vieles mehr. Auch ein kostenpflichtige Kino ist vorhanden.

Heller Salon mit Meerblick auf der Interislander-Fähre

Generell war die MV Kaitaki größer und komfortabler als die Conemara von Bluebridge, aber es gab jetzt nicht wirklich irgendwelche Annehmlichkeiten, die wir zusätzlich genossen hätten. Der Aufpreis zu Bluebridge lohnte sich also nur bedingt (Bluebridge wäre ein paar Dollar günstiger gewesen, aber ich wollte gerne auch Interislander ausprobieren), wenngleich es auch keinerlei Grund zur Beschwerde gibt. Es war eine wirklich enorm angenehme Fährüberfahrt, die komfortabler kaum hätte sein können. Kein Vergleich mit unseren Überfahrten auf den benachbarten Pazifik-Inseln, wie zum Beispiel der Kakerlaken-Fähre in Vanuatu oder der Fähre mit nahezu ohne Schattenplätze auf Samoa.

Café- und Sitzbereich im Inneren der Interislander-Fähre

Wer sich an Bord verköstigen möchte, findet an Bord von Interislander – ebenso wie bei Bluebridge – sehr faire Preise. Mahlzeiten gibt es für rund 20 NZD (ca. 10 Euro), einige sogar günstiger, Getränke starten ab 4 NZD.

Speisekarte an Bord der Interislander-Fähre in Picton

Auch hier möchte ich Euch kurz einen Überblick über den zeitlichen Ablauf unserer Fahrt geben, sodass Ihr entsprechend für Eure Reiseplanung wisst, wieviel Zeit Ihr benötigt:

  • 12:30 – Check In (wir waren relativ früh da)
  • 13:50 – Von der Warteposition rollten wir an Bord
  • 14:00 – Wir verließen unser Fahrzeug und gingen vom Autodeck in die Aufenthaltsbereiche
  • 14:25 – Abfahrt (10 Minuten später, geplante Abfahrt war 14:15)
  • 17:35 – Aufruf, dass alle Passagiere Ihre Fahrzeuge wieder aufsuchen sollten
  • 17:45 – Ankunft in unserem Campervan
  • 17:45 – Offizielle Ankunft laut Interislander Fahrplan
  • 18:05 – Wir rollten von der Fähre und setzten unsere Reise in Wellington fort

Alternativen zur Neuseeland-Fähre

Wie schon im Laufe dieses Blog-Artikels beschrieben, ist die Fähre von Wellington nach Picton die einzige Verbindung zwischen Nord- und Südinsel. Gleichzeitig ist sie aber auch enorm anfällig für Stornierungen als auch dafür, dass sie in der Hochsaison voll ist. Letzteres gilt übrigens nicht für Passagiere, denn meines Erachtens findet man ohne Fahrzeug immer irgendwie ein Restticket – Nadelöhr sind vor allem die Fahrzeugplätze.

Die Alternativen sind rar, aber sind zumindest je nach Reiseform eine Überlegung wert:

  • reist Ihr mit einem Mietwagen durch Neuseeland, kann es Sinn machen, Euren Mietwagen in Wellington abzugeben und einen neuen Mietwagen in Picton zu übernehmen. Hier könnt Ihr einige der günstigsten Mietwagenpreise in Neuseeland vergleichen (~).
  • gleiches gilt bei der Reise mit einem gemieteten Wohnmobil, auch wenn es hier natürlich deutlich aufwändiger ist, Sack und Pack per Hand über die Fähre mitzunehmen. In der Regel würde ich hier also auf jeden Fall das Wohnmobil mit auf die Fähre nehmen, aber falls es zu Stornierungen kommt oder Ihr keine Tickets ergattern könnt, solltet Ihr auf jeden Fall Euren Vermieter fragen, ob er vielleicht entsprechende Pakete anbietet.
  • als Fußpassagier könnt Ihr alternativ auch fliegen – die Flüge sind teils günstiger als die Fährtickets. Gepäck muss jedoch in der Regel extra bezahlt werden. Die entsprechenden Flugpreise zum Vergleich könnt Ihr hier prüfen:

Fazit

Die Fähre durch die Cook-Straße ist für die Reiseplanung in Neuseeland enorm wichtig – doch sie bietet einige Herausforderungen. Einfach mal spontan einen Tag vorher buchen ist in der Regel schwierig, weswegen Ihr Euch einen genauen Plan machen solltet, wann und wie Ihr von der Nord- auf die Südinsel wollt (und vice versa). Schreibt mich gerne an, wenn Ihr bei der Routenplanung Unterstützung benötigt – hierzu biete ich auch meine Reiseberatung an. Wer einmal auf der Fähre ist, kann sich auf eine entspannte Überfahrt in komfortabler Atmosphäre freuen, wo man sich dank moderater Preise auch mal ein Getränk oder ein Essen leisten kann.

Ich bin Christian, Reiseexperte, Diplom-Betriebswirt für Tourismus und Gründer des Reiseblog My Travelworld (seit 2011). Durch mehr als 10 Jahre Berufserfahrung bei Reiseveranstaltern, fast 10 Jahre Leben in der Karibik (Grenada & Dominikanische Republik) sowie über 100 bereiste Länder teile ich auf diesem Reiseblog ausschließlich persönliche Erfahrungen und unabhängige Reisetipps.
Seit 2021 reise ich als Vollzeit-Reisender und Digitaler Nomade um die Welt und berichte hier vor allem über die Schwerpunkte Karibik, Südsee, Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika. Meine Reiseexpertise wurde bereits in Podcasts, Interviews und Medienbeiträgen aufgegriffen, darunter bei der weltweit bekannten "US News", bei klassischen Print-Magazin "Freundin" oder bei bekannten Off the Path Abenteuer-Podcast. My Travelworld verzeichnete seit dem Start mehr als 5 Millionen Seitenaufrufe.
Mehr über mich, meine Reisen und meine Mitwirkungen auf anderen Seiten findest du auf der Über-mich-Seite.
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2 KOMMENTARE

  1. Ein wirklich hervorragender und äußerst informativer Artikel! Ich wollte schon immer einmal nach Neuseeland reisen und dein Beitrag hat meine Reiselust noch weiter verstärkt. Besonders gut gefallen hat mir der direkte Vergleich zwischen Bluebridge und Interislander sowie die vielen praktischen Tipps zur Buchung und Reiseplanung. Man merkt sofort, dass hier persönliche Erfahrungen eingeflossen sind und nicht nur allgemeine Informationen zusammengetragen wurden. Genau solche Berichte helfen dabei, eine Reise besser vorzubereiten und unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag – ich hoffe sehr, dass ich diese Fährüberfahrt eines Tages selbst erleben darf! 😊

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