Freedom Camping in Neuseeland – wirklich pure Freiheit?

Neuseeland ist auch deswegen so berühmt für einen Urlaub mit dem Camper, weil dort das so genannte Freedom Camping Gesetz ist. Das heißt, man darf (eigentlich) überall mit dem Camper übernachten. Doch bei unserer mehrmonatigen Reise durch Neuseeland mussten wir feststellen, dass dem nicht wirklich so ist. Tausende Ausnahmen, viele lange Gesetzestexte und sehr limitierte Freedom Camping-Plätze machen das Freedom Camping gar nicht so frei, wie es zunächst den Anschein macht. Selbst die Neuseeländer selbst sind sich über die Regeln nicht einig. Im folgenden Artikel berichte ich von unseren Erfahrungen bezüglich den Freedom Campground – und gebe Euch ein paar Tipps, was Ihr erwarten könnt; und was nicht.

Reisezeitraum: November 2025 – März 2026
Geschrieben: Juni 2026
Veröffentlicht: August 2026

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Was ist Freedom Camping?

Das Freedom Camping in Neuseeland ist ein wenig mit dem Jedermannsrecht vergleichbar, welches aus Skandinavien bekannt ist – zumindest die Camp-/Übernachtungskomponente davon. Denn lt. Freedom Camping dürft Ihr überall mit Eurem Camper oder in einem Zelt übernachten, wo es nicht explizit verboten ist.
Die Marokopa Falls gehören zu den beeindruckendsten Wasserfällen der Nordinsel und sind von üppiger Vegetation umgeben.

Die Aussicht rund um Ohakune mit Blick auf die vulkanische Landschaft und den Mount Ruapehu im Hintergrund.

Frühstück mit Blick auf die Parua Bay. Genau diese kleinen Momente machen das Reisen mit dem Camper in Neuseeland so besonders.

Für Eure Neuseeland-Reise mit dem Wohnmobil, egal ob Ihr einen Camper kaufen oder mieten wollt, klingt das nach einem wahren Paradies auf Euren. Denn die Campermiete oder der Kauf kann teuer sein (siehe unsere Tipps zum Camperkauf in Neuseeland hier) – umso besser, wenn man dann beim Übernachten etwas sparen kann.

Das Problem:
Das Freedom Camping hat extrem viele Ausnahmen. So viele Ausnahmen, dass es mehr Ausnahmen als Grundregeln gibt und im Prinzip auch deutlich mehr verbotene als erlaubte Flächen. Selbst die Einheimischen wissen nicht immer, was erlaubt ist und was nicht. Im folgenden Blog-Artikel werfe ich daher einen genauen Blick auf das Freedom Camping in Neuseeland und erkläre Euch die wichtigsten Regeln, damit Ihr den häufigen 400 NZD-Strafen entgeht.

Campervan in einem ruhigen Campingplatz am Wasser im Waikato Te Waitere Reserve, Neuseeland

Was müsst Ihr beim Freedom-Camping beachten?

Wichtigste Voraussetzung beim Freedom Camping ist, dass Euer Fahrzeug das so genannte Self-Contained Zertifikat hat. Dies seht Ihr an einem blauen Sticker (alt, wenn vor Juni 2025 zertifiziert) oder idealerweise einem grünen Sticker sowie den entsprechenden Dokumenten. Beim Kauf eines Campers in Neuseeland oder auch wenn Ihr ein Fahrzeug mietet, solltet Ihr immer darauf achten, dass der grüne Sticker vorhanden ist. Manchmal findet Ihr diesbezüglich in den Beschreibungen auch die Abkürzung GSC (Green Self-Contained) oder SCV (Self-Contained Vehicle) – oder eben auch einfach „Green Sticker“.

90% aller Miet- und Kauffahrzeuge haben diesen grünen Sticker. Dennoch solltet Ihr bei der Auswahl genau darauf achten. Ein paar wichtige Links & weiterführende Artikel zur richtigen Fahrzeugwahl sind:

Damit seid Ihr prinzipiell erst einmal zum Freedom Camping in Neuseeland berechtigt und dürft theoretisch überall parken und übernachten.

Campervans auf einem Freedom-Campingplatz mit Regenbogen in Coromandel

Das Problem:
Ihr dürft nur dort über Nacht campen, wo es die Ausnahmen und Sonderregeln nicht explizit verbieten – und das sind enorm viele. Und damit es nicht so einfach ist, hat jede Provinz (!) eigene Regeln, ein so genanntes „Freedom Camping Bylaw“, wo auf meist 30 bis 50 Seiten erklärt ist, was erlaubt ist und was nicht. Viel Spaß damit!
Wer gegen die Regeln verstößt, zahlt 200 bis 400 NZD Strafe, also ca. 100 bis 200 Euro.

Und genau weil die Regeln sehr kompliziert sind, seid Ihr im Prinzip auf die so genannten Freedom Campgrounds angewiesen. Dies sind ausgewiesene Plätze, wo es tatsächlich offiziell erlaubt ist, zu übernachten und auch zu campen. Von diesen Freedom Campgrounds gibt es über 500 in Neuseeland – allerdings oft nur mit sehr wenigen Stellplätzen, teilweise gerade mal 1 bis 3 Plätze. Und während es richtig tolle Freedom Campgrounds gibt (siehe meine Empfehlungen unten), sind einige der Freedom Campgrounds auch nur relativ unattraktive Parkplätze, an denen Ihr dicht an dicht mit Eurem Nachbarn steht.

Zwei weitere Grundregeln zum Freedom Camping außerhalb der Freedom Campgrounds könnt Ihr Euch noch merken:

  • Camping bzw. Übernachten in Nationalparks, Regionalparks, National Forests, Province Parks, etc. ist im Prinzip nie erlaubt – diesbezüglich braucht Ihr Euch das jeweilige Freedom Camping Bylaw gar nicht erst anschauen
  • Wollt Ihr einfach nur irgendwo am Straßenrand übernachten, ist dies in der Regel insofern erlaubt, wenn Ihr belegen könnt, dass Ihr einfach zu müde zum Weiterfahren wart. In diesem Fall solltet Ihr aber nicht gerade Eure Camping-Küche am Straßenrand aufbauen und Euch bei einem Drink in die Camping-Stühle setzen – dann gilt es als Camping und nicht als reine Transit-Übernachtung. Sucht Euch für solch eine Zwischenübernachtung dann einfach einen ruhigen Spot in einer Seitenstraße und nicht gerade einen Parkplatz direkt vor dem Straßenordnungsamt. 😉

Eine weitere Regel beim Freedom Camping ist übrigens, dass man nur eine maximale Anzahl von Nächten pro Campground innerhalb einer 30-Tage Spanne bleiben darf. Oft sind das nur 1-2 Nächte, was auch bedeutet, dass Ihr an besonders schönen Spots nicht einfach mal eine halbe Woche gemütlich stehen dürft. Einige Freedom Campground erlauben jedoch auch eine längere Aufenthaltsdauer von 7 oder sogar 30 Tagen – es ist aber eher die Ausnahme. Ihr findet auch diese Info an den Schildern vor Ort, ebenso wie normalerweise in den Apps Rankers und Campermate. Auch bei meiner Übersicht der Campgrounds in Neuseeland habe ich Euch jeweils die Maximalaufenthaltsdauer mit hinzugeschrieben.

Wohnmobil-Parkplatz im Motueka Decks Reserve, Neuseeland

Die Probleme beim Freedom Camping

Das Problem ist nun also, dass das Freedom Camping gar nicht mal so „free“ ist. Denn wie gesagt: Die meisten Freedom Campgrounds haben nur eine bestimmte Anzahl von Plätzen, die sich meistens dann gegen Nachmittag erschöpft. Je nach Attraktivität des Campgrounds kann das schon kurz nach dem Mittag sein oder eher erst am späten Nachmittag.

Die Frage ist nun: Solltet Ihr deswegen besonders zeitig auf dem Campground sein oder einfach euren Tagesplan durchziehen, später am Campground ankommen und dann schauen, ob noch ein Platz frei ist?

Genau das kommt auf Eure konkreten Reiseabsichten an:

  • Wenn ihr nur drei Wochen in Neuseeland mit dem Wohnmobil unterwegs seid: Dann werdet ihr sicher den ganzen Tag erkunden und in der Natur sein. In diesem Fall kommt ihr in der Regel relativ spät auf dem Campground an und es wird gerade bei den attraktiven Campgrounds der Fall sein, dass diese dann schon voll sind. In diesem Fall solltet ihr als Alternative immer einen bezahlten Campground in der Hinterhand haben – zum Beispiel einen von den Top 10 Holiday Parks oder einen DOC Campsite. (Mehr zu den unterschiedlichen Campgrounds in Neuseeland findet ihr auch hier in diesem Campground-Blogartikel (folgt).)
  • Wenn ihr (so wie wir) eher entspannt durch die Gegend fahrt: Wenn ihr mehrere Wochen beziehungsweise sogar Monate Zeit habt und nicht jeden Tag voll mit Aktivitäten füllen wollt, dann kann es durchaus Sinn machen, immer schon am frühen Nachmittag bei den jeweiligen Campgrounds zu sein. Legt die Aktivitäten jeweils auf den Morgen, sodass ihr dann am Nachmittag gemütlich im Camp entspannen könnt.

Generell seht ihr aber schon, dass das Freedom Camping durchaus auch ein bisschen Planung beansprucht und deswegen eben nicht so „free“ ist. Aber – und das muss man auch sagen – selbst wenn ihr auf die staatlichen Campgrounds gehen wollt, die sogenannten DOC Campsites: Auch hier sind Vorreservierungen notwendig. Das heißt, auch hier müsst ihr vorher schon zumindest ein wenig eure Reiseroute in Neuseeland planen, egal ob Ihr auf der Nordinsel oder der Südinsel von Neuseeland unterwegs seid.

Freedom Camping Area am Fox River mit mehreren Campervans

Hinzu kommt, dass auch die DOC Campsites doch des Häufigeren mal ausgebucht sind – vor allem in den beliebten Gegenden beziehungsweise in der Hochsaison. Auch hier habt ihr also keine Garantie, dass ihr spontan einen Stellplatz bekommt.

Mit ein wenig Flexibilität findet man jedoch immer etwas. Auch wir mussten nie irgendwie auf der Straße übernachten beziehungsweise irgendwo wildcampen. Aber man muss sich einfach dessen bewusst sein, dass das freie Camping mit Einschränkungen daherkommt.

Mein besonderer Tipp: parkt nicht außerhalb der markierten Zonen
Was ich euch definitiv nicht empfehlen würde, ist, auf einem Freedom Campground außerhalb der markierten Zonen zu parken. Es ist oft so, dass auf einem Parkplatz, der als Freedom Campground deklariert ist, zum Beispiel 10 markierte Stellplätze zum Freedom Camping sind, obwohl der Parkplatz insgesamt aus mindestens 50 Parkplätzen besteht. Das ist sehr, sehr häufig der Fall.
Was viele Camper dann machen, wenn diese zehn Plätze voll sind: Sie stellen sich einfach daneben und übernachten auch auf dem Parkplatz. Das ist in meinen Augen aber eine der dümmsten Sachen, die man in Neuseeland machen kann.

Denn natürlich werden die Freedom Campgrounds relativ häufig vom lokalen Bezirk beziehungsweise von der lokalen Provinz kontrolliert. Und natürlich fangen die Kontrollen zuerst dort an, wo sie die meisten Camper erwarten – und das ist auf dem Freedom Campground. Genau deswegen findet ihr auch in den beiden Bewertungs-Apps, die es generell für das Camping in Neuseeland gibt (Rankers und CamperMate), oft Berichte, dass entsprechende Strafen verteilt werden. Das ist natürlich auch klar, denn diese zehn Plätze sind ja extra dafür begrenzt. Wer sich dann natürlich als Elftes oder Zwölftes auf einen Platz hinstellt, der eben nicht markiert ist, bekommt eine Strafe. DIe 400 NZD könnt Ihr lieber für spannende Aktivitäten oder tolle Unterkünfte in Neuseeland nutzen.

Wenn der Freedom Campground voll ist

Das heißt, wenn ihr spät ankommt und der Freedom Campground voll ist, habt ihr im Prinzip zwei Optionen:

  • Option 1: Ihr fahrt zum nächsten Campground – sei es ein kostenloser Campground oder ein bezahlter Campground – und übernachtet dort beziehungsweise schaut dort, ob Platz ist.
  • Option 2: Wenn ihr nicht erst großartig noch suchen wollt, dann fahrt zumindest etwas weiter weg von diesem Campground und sucht euch einen wirklich ruhigen und sagen wir mal eher versteckten Spot, wo ihr dann einfach nur eine Transitübernachtung einlegt – siehe Erklärung weiter oben. Das heißt, Ihr schlagt nicht erst ein großes Camp auf, sondern kommt zum Beispiel um 20 Uhr an, haltet euch im Inneren eures Wohnmobils auf, geht dann relativ zeitig zu Bett und fahrt dann aber wirklich auch um 6 Uhr oder spätestens um 7 Uhr weiter. In diesem Sinne ist Freedom Camping in einigen beziehungsweise häufigeren Fällen erlaubt.

Weißer Campervan an der Küste in Greymouth Cobden Beachfront

Unsere Erfahrungen mit dem Freedom Camping

Anhand meiner anderen Neuseeland-Blogartikel und dem Fakt, dass wir knapp 4 Monate mit unserem eigens in Auckland gekauften Camper unterwegs waren, könnt Ihr Euch schon denken, dass wir eher zur oben genannten zweiten Kategorie der Freedom Camper gehörten. Wir planten unsere Aktivitäten in der Regel vormittags und am frühen Nachmittag, um dann meist nicht allzu spät beim nächsten Freedom Campground aufzutauchen. Mit dieser Strategie hatten wir selten Probleme, einen Platz auf einem kostenlosen Campground in Neuseeland zu finden. Und wenn doch einmal einer voll war, fuhren wir auf den nächsten Platz.

Somit konnten wir fast während unserer gesamten Neuseeland-Reise mit dem Camper gratis übernachten, was unser Reisebudget natürlich enorm schonte und den Aufenthalt in Neuseeland gar nicht mal so teuer machte, wie man es vermuten mag (mehr zu unserem Reisebudget in Neuseeland hier). Waren mal keine geeigneten Freedom Campgrounds verfügbar (zum Beispiel entlang der Westküste rund um Fox Glacier und Franz Josef), in Timaru oder in der Bay of Islands, schauten wir vorher nach bezahlten Campgrounds mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Auch hierzu findet Ihr unsere Bewertungen hier im Blog-Artikel (folgt).

Schöner See-Strand in Queenstown, Neuseeland

Bei der Suche nach den richtigen Freedom Campground war uns auch immer die Ausstattung wichtig, da wir selbst nur mit einem kleinen Nissan Caravan Camper reisten, der zwar offiziell self-contained war und über eine Toilette und mobile Dusche verfügte, aber wir diese eher nur im Notfall nutzten. Daher war unser kleiner Filter meistens wie folgt:

  • Falls wir nur eine Nacht bleiben wollten: gute Bewertung, idealerweise mit Toilette
  • Falls wir 2 oder mehr Nächte bleiben wollten: gute Bewertung, öffentliche Toilette, öffentliche Dusche optional, mindestens 2 Nächte erlaubt

Ihr seht, Bewertungen spielen auch bei kostenlosen Campingplätzen eine Rolle. Denn es gibt einige Freedom Campgrounds, auf denen man auch kostenlos nicht übernachten möchte. Alokoholabhängige, Junkies, lärmende Jugendliche, direkt neben einer Autobahn, ungemütlich – es gibt einige Gründe, warum nicht jeder Freedom Campground ein guter kostenloser Campground ist.

Um die Bewertungen zu prüfen und generell einen Überblick über die Möglichkeiten der Campgrounds zu erhalten (nicht nur Freedom Campgrounds), kann ich Euch die beiden Apps Rankers und CamperMate sehr ans Herz legen. Sie gehören (beide) zur Standardausrüstung, wenn Ihr in Neuseeland mit dem Wohnmobil unterwegs seid – egal ob Ihr einen Campervan kaufen oder nur ein Wohnmobil mieten wollt.

Mit dieser Strategie und diesen Apps machten wir im Prinzip ausschließlich positive Erfahrungen mit den kostenlosen Campgrounds in Neuseeland. Wichtig zu wissen ist jedoch auch, dass rein subjektiv geschätzt die Hälfte der Freedom Campgrounds einfach nur Parkplätze sind. Das heißt,
– dass Ihr hier dicht an dicht mit Eurem Nachbarn steht und
– Ihr mit einem großen Wohnmobil Probleme bekommen könnt, in eine Parklücke zu passen

Aber, gerade in Stadtnähe sind auch bezahlte Campgrounds nicht immer viel besser. Sie sind meistens etwas grüner und gepflegter, aber zumindest die günstigen kostenpflichtigen Campgrounds bieten nicht immer zusätzliche Ausstattung. Vor allem einfachere DOC-Campgrounds bieten auch nicht immer eine Toilette bzw. Dusche. Hier solltet Ihr also vor dem Reservieren immer genau prüfen, wenn Ihr bestimmte Anforderungen im Kopf habt.

Campervan-Parkplatz an Ocean Beach

Zum Abschluss vielleicht noch kurz die 4 unterschiedlichen Campground-Typen in Neuseeland, die ich nun schon ab und an erwähnt habe:

  • Freedom Campgrounds: immer kostenlos, aber Kapazitäten und Übernachtungsdauer oft sehr begrenzt
  • DOC Campgrounds: staatliche Campgrounds vom „Department of Conservation“ (DOC), in der Regel kostenpflichtig (meist zwischen 10 und 20 Euro pro Person), sehr wenige kostenfreie Optionen, Ausstattung sehr unterschiedlich, von keinerlei Annehmlichkeiten (nicht mal Toilette) bis volle Ausstattung
  • Private Campgrounds: ebenfalls enorm unterschiedlich, kostenpflichtig, teils auch nur einfache Parkplätze (besonders in Gebieten mit hoher Nachfrage), teils richtige Wohlfühloasen
  • Holiday Parks: oft die teuersten Campgrounds, dafür auch jene mit der besten Ausstattung. Eigentlich immer mit ausreichend Duschen, Toiletten, Küche, Waschsalon, Indoor-Lounge, etc.

Die schönsten Freedom Campgrounds in Neuseeland

Auch bei den Freedom Campgrounds reicht die Ausstattung manchmal von einfachem Parkplatz ohne jegliche Infrastruktur bis hin zu traumhaft gelegenen Übernachtungsplätzen mit exzellent sauberen Toiletten, öffentlichen Duschen und fantastischen Ausblicken.

Aus diesem Grund habe ich Euch hier mal unsere Top 5 der Freedom Campgrounds in Neuseeland (Südinsel und Nordinsel) aufgelistet. Im folgenden beschreibe ich Euch lediglich, was den jeweiligen Campground so besonders machte – für die konkreten Ausstattungsmerkmale könnt Ihr weitere Details in den Campground-Bewertungen zu Neuseeland nachlesen, die ich hier im separaten Blog-Artikel veröffentlicht habe (folgt).

Die Top Freedom Campgrounds auf Neuseelands Nordinsel

Te Waitere:
Nach den unattraktiven Campgrounds in Auckland war es unser erster richtig spannender Freedom Campground – und was für einer. Auf einem Hügel gelegen, von 3 Seiten vom Meer umgeben und absolut abgelegen. Der 360 Grad Ausblick war beeindruckend, ebenso das tägliche Wechselspiel von Ebbe und Flut sowie die Ruhe und Abgeschiedenheit an diesem Ort.

Mit dem Campervan in Neuseeland unterwegs, hier auf einem Freedom Campground in Te Waitere

Snells Beach:
Ein hübsches und ruhiges Strandörtchen in einer traumhaft ruhigen Bucht. Der Campground befindet sich direkt an der Strandpromenade und strahlt Ruhe und Idylle aus. Kleines Manko: offiziell darf man hier erst ab 17:00 parken, allerdings sind in der Regel ab 15:00 schon alle Plätze voll.

Unser Nissan Caravan direkt an der Strandpromenade von Snells Beach. Einer der ruhigsten Freedom Campgrounds auf der Nordinsel mit herrlichem Blick auf die Bucht.

Tairua – Paku Drive:
Unser Favorit auf der Coromandel-Peninsula: auf einer Landzunge gelegen, mit Ausblick auf die Meerenge auf der einen Seite und einem wilden und schönen Strand direkt auf der anderen Seite. Zudem eine tolle Wanderung (ca. 1h) zum Mount Paku direkt vor der Haustür. Das sympatische und gemütliche Dörfchen Tairua befindet sich in rund 5 Fahrminuten Entfernung.

Sonnenuntergang am Freedom Campground von Tairua. Die Lage zwischen Bucht, Strand und dem Mount-Paku-Wanderweg machte diesen Ort zu unserem Favoriten auf der Coromandel-Halbinsel.

Stratford Plateau Car Park:
Der wahrscheinlich höchst gelegene Freedom Campground auf der Nordinsel Neuseelands mit spektakulärem Ausblick nach unten (Ebene) und oben (Mt. Egmont Vulkan). Zudem tolle Wandermöglichkeiten und für die Abgeschiedenheit ordentliche Sanitäranlagen. Nur das Wetter spielte bei uns absolut nicht mit.

Der Stratford Plateau Car Park am Mount Taranaki bei typischem Regenwetter. Trotz der schlechten Sicht war die Landschaft rund um den Vulkan beeindruckend.

Ruakaka Beach Reserve:
Ein weiterer Highlight-Campground auf der Nordinsel – direkt am Strand, hinter einer Düne gelegen. Der Strand war einer der schönsten und längsten der Nordinsel, der Ausblick von der Düne genial. Ein gemütliches Café befindet sich direkt gegenüber. Leider nur 1 Nacht erlaubt, sonst könnte man hier glatt mal eine Woche bleiben.

Der Zugang zum Ruakaka Beach Reserve führt durch die Dünen direkt zu einem der schönsten Strände der Nordinsel.

Whangarei Heads:
Absoluter Geheimtipp – das einzige Mal auf allen Freedom Campgrounds in Neuseeland, dass wir wirklich die einzigen Camper waren. Aber nicht nur deswegen war es ziemlich schön, auch der Ausblick auf den über dem Campground thronenden und ziemlich spektakulären Mount Manaia war beeindruckend. Zudem gibt es mit dem Mount Mainaia Walking Track (aktuell wegen Sturmschäden vorübergehend geschlossen) und dem Mount Aubrey Walkway gleich zwei spannende Wanderungen, die vom Campground aus starten.

Der Freedom Campground von Whangarei Heads mit dem markanten Mount Manaia im Hintergrund. Hier waren wir tatsächlich die einzigen Camper.

Die Top Freedom Campgrounds auf Neuseelands Südinsel

Rasperry Flat Carpark im Mount Aspiring National Park:
Unser erster echter WOW-Campground auf der Südinsel. Stellt Euch einfach das Ende eines wunderschönen Alpentales vor (in diesem Falle die Neuseeländischen Alpen), wo die Straße in einer Sackgasse endet, quasi dem Talschluss. Hier, am Rande des Mount Aspiring National Park, seid Ihr wirklich unmittelbar umgeben von mehr als 2000 Meter hohen Bergen, teils mit Schnee bedeckt, in ein paar Kilometer Entfernung sogar von Gletschern. Das Tal ist hier enorm eng und die Berge ragen zu beiden Seiten direkt hoch hinaus – und genau hier befindet sich malerisch an einem Fluss gelegen und ohne jegliche weitere Infrastruktur (mit Ausnahme eines Parkplatzes sowie ein paar Toiletten) der Rasperry Flat Carpark, einer der schönsten Freedom Campgrounds in Neuseeland. Hier startet auch der Rob Roy Glacier Track, eine der schönsten Wanderungen in Neuseeland.

Der Raspberry Flat Car Park liegt mitten in den neuseeländischen Alpen und ist von beeindruckenden Bergen umgeben. Einer unserer absoluten WOW-Momente auf der Südinsel.

Crown Range Summit:
Absolut spektakuläre Lage direkt auf der Passhöhe der höchsten asphaltierten Straße in Neuseeland (mehr als 1000 Meter Höhe) mit einem nicht minder beeindruckenden Ausblick auf das eng eingeschnittene Tal von Queenstown sowie die anliegenden Seen. Der Campground ist an sich nichts weiter als ein großer Parkplatz, aber der Ausblick ist einer der spektakulärsten Campground-Ausblicke in Neuseeland.

Unser Camper am Crown Range Summit mit spektakulärem Blick auf die Berge und das Tal von Queenstown.

Lumsden Information Centre Overnight Parking:
Dieser Freedom Campground wurde an einem historischen Bahnhof eingerichtet, wo es nicht zur einiges zur Historie der Gegend und dessen Zug-Geschichte zu erlernen gibt, sondern man kann auch alte Waggons besteigen und schöne Fotos machen. Zudem wurden für Camper hier eine Abwasser-Station, eine Geschirrspül-Station und einige Bänke und Tische eingerichtet, sodass man sich hier wirklich sehr komfortabel aufhalten kann.

Der Freedom Campground am historischen Bahnhof von Lumsden bietet eine ungewöhnliche, aber sehr komfortable Übernachtungsmöglichkeit.

Monkey Island Campground:
Wunderschöner Campingplatz in landschaftlich spektakulärer Gegend – wild, unberührt, mäßig besucht, mit schroffen Küsten und enorm viel Weideland. Die Lage direkt am Strand mit wirklich tollem Blick aufs Meer, der Zugang zu Monkey Island sowie Küstenspaziergänge von dutzenden Kilometer Länge gehören zu den Highlights.

Der Monkey Island Campground liegt direkt am Meer und gehört zu den wildesten und ursprünglichsten Campingplätzen Neuseelands.

Ocean View Reserve Car Park (in Brighton, nahe Dunedin):
Campingplatz am Strand genau wie man ihn sich vorstellt: etwas windgeschützt hinter einer Düne gelegen, idyllischer Zugangsweg durch die Dünen, Sanitärhäuschen mit sauberen Toiletten und sogar Duschen und Geschirrspül-Station sowie sehr guter Internetempfang – was will man mehr, zumal der Brighton Beach für mich einer der schönsten Strände in Neuseeland war.

Der Ocean View Reserve Car Park bei Dunedin liegt geschützt hinter den Dünen und bietet direkten Zugang zu einem wunderschönen Strand.

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