Der Nationalpark Jasmund, die Kreidefelsen sowie das Nationalparkzentrum Königsstuhl sind untrennbar miteinander verbunden. Sie beschreiben nicht nur den besonders spannenden Part der Rügener Steilküste, sondern auch 3 berühmte Sehenswürdigkeiten der Insel. Der folgende Artikel gibt Euch einen Überblick über die wichtigsten Informationen, aktuelle Preise, einige Besucher-Tipps sowie natürlich auch eine Kurzfassung der Erfahrungen, die wir am Nationalpark Jasmund machten.
Reisezeitraum: April 2012
Geschrieben: April 2012
Veröffentlicht: Mai 2012
Artikel Erweitert: Juni 2026
Komplett aktualisiert: Juni 2026
Inhalt dieses Reise-Artikels
Das Besondere
Der Nationalpark Jasmund ist eine der spannendsten und zugleich auch spektakulärsten Attraktionen in Rügen. Gerade der Kreidefelsen im Nationalpark gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Rügen und ist wirklich besonders anzusehen. Aber auch die gesamte Küste hier ist enorm beeindruckend – und da man sie aufgrund der Steilküste von oben sehen kann, ist der Ausblick hier wirklich fantastisch.
Relativ neu ist zudem auch der 185 Meter lange Skywalk, der erst 2023 eröffnet wurde und gewissermaßen einen Zugang oberhalb des Königstuhl-Kreidefelsen erlaubt. Der Skywalk ist komplett freitragend und damit naturschonend und kann bis zu 2000 Personen gleichzeitig tragen, wenngleich die Kapazitätsgrenze bei 1000 Besuchern liegt.
Und, ebenfalls besonders: der Nationalpark Jasmund ist mit rund 3000 Hektar der kleinste Nationalpark in Deutschland. Zum Vergleich: der zweitkleinste Nationalpark in Deutschland, der Nationalpark Hainich in Thüringen, ist mehr als doppelt so groß (7500 Hektar), der Nationalpark Sächsische Schweiz (mein Lieblings-Nationalpark in Deutschland) mit 9000 Hektar dreimal so groß und der größte Nationalpark in Deutschland, der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, umfasst satte 441.500 Hektar.
Die Anreise
Nach Rügen kommt man am flexibelsten mit dem Auto, doch auch der ÖPNV ist durchaus eine sinnvolle Option, zumal auch der Nationalpark Jasmund sehr gut an den ÖPNV angebunden ist. Gerade die Deutsche Bahn (~) bietet enorm viele IC- und ICE-Verbindungen nach Bergen auf Rügen, Prora und Binz, darunter aktuell (Stand Juni 2026) nach Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, Dresden, Berlin, Hannover, Saarbrücken, Darmstadt sowie alle Unterwegsbahnhöfe.
Von den Bahnhöfen geht es dann per Regional-Express oder Linienbus nach Sassnitz oder Hagen weiter, von wo jeweils die Shuttle-Busse in den Nationalpark fahren.
Wer mit dem Auto kommt, muss ebenfalls in Hagen oder Sassnitz parken, eine direkt Anfahrt zum Nationalparkzentrum Königsstuhl im Zentrum des Nationalpark Jasmund ist nicht möglich. Alternativ kann man von den Parkplätzen in Hagen oder Sassnitz natürlich auch laufen – kürzer ist es von Hagen aus.

Unterkünfte
Im Nationalpark Jasmund selbst gibt es keine Unterkünfte, drumherum jedoch um so mehr. Bei einem Urlaub auf Rügen steht natürlich immer die Frage, ob man sich ein klassisches Hotel sucht und anschließend die verschiedenen Fisch-Restaurants auf der Insel besucht oder ob man sich eine passende Ferienwohnung auf Rügen für 2 Personen online (~) sucht, um dann ggf. auch mal den einen oder anderen Abend auf Selbstverpflegung zu setzen, was das Reisebudget schont. Beide Optionen sind logischerweise möglich und das Angebot auf Rügen ist riesig. Allerdings sollte man gerade im Juli und August auch einige Wochen – besser sogar schon Monate – im Voraus buchen, da Rügen in den Sommerferien extrem stark nachgefragt ist.
Während unseres Aufenthalts auf Rügen damals nächtigten wir im Parkhotel Rügen, ein komfortables und empfehlenswertes Hotel in Bergen auf Rügen. Nicht am Meer, dafür logistisch zentral zu den vielen Sehenswürdigkeiten auf der Insel Rügen. Zum Nationalpark Jasmund zum Beispiel waren es von Rügen rund 30 Minuten.
Die Preise
Auch vor Rügen machen die steigenden Preise in Deutschland nicht Halt, sodass mittlerweile auch der Besuch des Nationalpark Jasmund deutlich teurer geworden ist. Im Folgenden habe ich Euch eine Übersicht der Preise für den Nationalpark Jasmund zusammengestellt – Stand Juni 2026:
- Eintritt Nationalparkzentrum: 14 € (ermäßigt 8 €; Familienkarte 30 €)
- Parkplatz Hagen: 8 € (Tagesticket) / Wohnmobile für 24 Stunden 18 €
- Pendelbus Parkplatz Hagen – Nationalparkzentrum Königsstuhl: 2.20 € one-way / 4.40 € hin und zurück (ermäßigt 1.50 € / 2.60 €)
- Parkplatz Sassnitz: ab ca. 2 Euro pro Stunde / bis zu 20 Euro pro Tag
- Hafenbus Sassnitz – Königsstuhl (halbstündlich von Juni bis Oktober, sonst stündlich): 2.70 € one-way / 4.20 € hin und zurück (2.10 € one-way ermäßigt)
- Kombi-Ticket Eintritt Nationalparkzentrum + Shuttle-Bus Ticket Hagen oder Sassnitz (hin und zurück): 17.50 € (ermäßigt 10.50 €; Familienkarte 41 €)
- Kombi-Ticket Eintritt Nationalparkzentrum + Shuttle-Bus Ticket Hagen oder Sassnitz (hin und zurück) + Parkplatz Hagen (8h): 23.50 € (ermäßigt n/a; Familienkarte 47 €)
Im Eintritt für das Nationalparkzentrum enthalten: Skywalk, Ausstellung, Führung und Kino
Die gute Nachricht: der Eintritt ist nicht verpflichtend, sondern betrifft das Nationalparkzentrum Königstuhl mit seinen zahlreichen Ausstellungen, den Zugang zum Kreidefelsen sowie den modernen Skywalk. Wer einfach nur den Nationalpark genießen möchte und beispielsweise die verschiedenen Aussichtspunkte an der Steilküste ansteuern will, muss keinen Eintritt zahlen – im Gegensatz zur Parkgebühr, wenn man mit dem Auto anreist.
Unsere Erfahrungen im Nationalpark Jasmund
Unser Besuch im Nationalpark Jasmund liegt bereits etwas zurück, dennoch möchte ich Euch natürlich hier gerne an unseren Erfahrungen teilhaben lassen.
Nahezu am Mittelpunkt der Insel Rügen, nämlich im Ort Bergen auf Rügen, startete unser Ausflug. Ca. 25 Kilometer sind es von hier aus zum Nationalpark Jasmund. Dieser besitzt zwei Haupteingänge – einmal kurz hinter dem touristisch bedeutenden Sassnitz und einen weiteren im kleinen, etwas nördlich gelegeneren Hagen. Hier können jeweils die Autos abgestellt werden, wobei sich für einen Halbtagesausflug der Parkplatz Hagen etwas mehr empfiehlt, da von hier aus die Hauptattraktion des Nationalpark Jasmund, der Kreidefelsen Königsstuhl bzw. die Stubbenkammer, leichter zu erreichen ist.
Eher etwas zufällig parkten auch wir in Hagen. Für zwei Stunden zahlten wir hierfür (damals noch) 3,50 Euro, heute sind es 8 Euro für das Tagesticket. Vom Parkplatz Hagen sind es ca. 3 Kilometer bis zum Nationalparkzentrum Königsstuhl. Die Strecke führt hierbei über einen gut ausgebauten Wanderweg, in der man die erste Besonderheit des Nationalpark Jasmund sehen kann – der dichte und geschützte Buchenwald.

Zur weiteren Information ist der Weg auch mit einigen Tafeln besetzt, die über die Besonderheiten der Natur und des Nationalparks berichten.
Nach ca. 3 Kilometern erreichten wir schließlich das Nationalparkzentrum am Königsstuhl. Dieses wurde 2004 eröffnet und bietet eine umfangreiche Dokumentation mit Ausstellung, Filmvorführung und Erlebniswelt über den Nationalpark Jasmund. Der Eintritt kostete damals 7,50 Euro, weswegen wir uns auch aufgrund der bereits fortgeschrittenen Stunde (wir besuchten den Nationalpark Jasmund am Nachmittag) gegen einen Besuch des Zentrums entschieden. Heute kostet der Eintritt zum Nationalparkzentrum Königsstuhl 14 Euro, allerdings gibt es auch wesentlich mehr Angebote, darunter der 2023 eröffnete Skywalk.
Dafür begaben wir uns anschließend in Richtung Aussichtspunkt, wobei man hier die Möglichkeit hat, sowohl nach unten als auch nach oben zu gehen. Wir entschieden uns zunächst für den anstregenderen – weil mehr als 100 Höhenmeter umfassenden – Weg nach unten (und selbstverständlich wieder zurück). Nach mehr als 400 Stufen erreicht man schließlich die Küste und sieht hier nicht nur den Steinstrand der Insel Rügen, sondern hat auch einen fantastischen Blick auf die beeindruckenden Kreidefelsen, die quasi direkt vor einem thronen.

Einer dieser Kreidefelsen „beherbergt“ auch die Viktoriasicht. Diese war unser nächstes Ziel, sodass wir nun den ganzen Weg wieder nach oben plus noch einen kleinen weiteren Aufstieg gingen. Für diese kleine Anstrengung wurden wir aber auch mit einem besonders tollen Ausblick verwöhnt: zuerst auf den Kreidefelsen Königsstuhl und anschließend von der Viktoriasicht mit tollen Motiven auf die Kreideküste und das Meer – damals noch ohne Skyward. Heute würde die Aussicht anders aussehen.


Dies war ein echter Höhepunkt des Besuchs hier im Nationalpark Jasmund, denn gerade dank des sonnigen Wetters zeigte sich die Küste, die Kreidefelsen und das Meer von seiner allerschönsten Seite. Zurück ging es dann diesmal nicht über den drei Kilometer langen Weg zum Parkplatz, sondern mit dem Pendelbus, der regelmäßig (meist aller 15-20 Minuten) nach Hagen fährt und 1,55 € (heute 2.20 Euro) kostet.
Damit war für uns auch der Besuch im Nationalpark Jasmund beendet, der uns doch etwas überraschend ein richtig beeindruckendes Naturschausspiel bot. Das Naturschutzgebiet gehört gemeinsam mit den Kreidefelsen rund um den Königsstuhl zum absoluten Pflichtprogramm für einen Besuch auf der Insel Rügen und kann von uns nur allerwärmstens empfohlen werden.
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Ich bin Christian, Reiseexperte, Diplom-Betriebswirt für Tourismus und Gründer des Reiseblog My Travelworld (seit 2011). Durch mehr als 10 Jahre Berufserfahrung bei Reiseveranstaltern, fast 10 Jahre Leben in der Karibik (Grenada & Dominikanische Republik) sowie über 100 bereiste Länder teile ich auf diesem Reiseblog ausschließlich persönliche Erfahrungen und unabhängige Reisetipps.
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Hallo!
Ich war auf Klassenfahrt in Strahlsund, und von da aus sind wir in den Nationalpark Jasmund gefahren. Mir hat dort gut gefallen: der Ausblick beim Kreidefelsen und dass man sich bei der Ausstellung alles mit Kopfhörern gehört hat und sich eine Version aussuchen konnte.
Man könnte noch verbessern: Der Abstieg zur Küste vor dem Kreidefelsen war gar nicht so anstrengend, aber das Hochlaufen war für alle sehr anstrengend!
Mit freundlichen Grüße
Ina