Die Cenoten Santa Barbara in Yucatán: spannender Ausflug von Mérida

Die Cenoten Santa Barbara bei Cuzamá und Homún sind eine einfache, erlebnisreiche und besonders schöne Form, um einige Cenoten bei Mérida kennenzulernen. Es handelt sich hierbei um eine Tour zu 3 Cenoten, die per Fahrrad oder Pferdekarren erkundet werden können und verschiedene Typen von Cenoten beinhalten. Besonders beeindruckend sind die wunderschönen Lichtverhältnisse, das glasklare Wasser sowie eine durch einen Wassertunnel erreichbare Cenote. Die Cenoten Santa Barbara eignen sich perfekt als Tagesausflug von Mérida, sodass ich Euch hier gerne alles zu dieser Sehenswürdigkeit in Yucatán erkläre.

Reisezeitraum: November 2020
Geschrieben: Dezember 2020
Veröffentlicht: Februar 2021

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Was sind die Cenoten Santa Barbara?

Cenoten sind für Yucatán typische Lagunen, die oft unter der Erde zu finden sind. Zum Teil befinden sich diese unterirdisch, zum Teil aber auch oberirdisch. Die für mich spannendsten Cenoten sind jedoch jene, die sich zum Teil unterirdisch befinden, jedoch dennoch Tageslichteinfall haben, da sich so die spannendsten Farb- und Foto-Kompositionen ergeben, wie Ihr auch weiter unten in den Fotos sehen könnt.

Bei den Cenoten Santa Barbara handelt es sich um ein Privatgelände mit drei touristisch erschlossenen Cenoten, die auf einer Fahrradtour oder mit Pferdekarren erkundet werden können. Durch ihre Nähe zur Hauptstadt Yucatans eignen sie sich perfekt als Tagesausflug von Mérida. Sie befinden sich zwischen den „Cenoten-Dörfern“ Cuzamá und Homún.

Anreise zu den Cenoten Santa Barbara

Die Cenoten Santa Barbara, die einige der schönsten Cenoten in Yucatán bieten, befinden sich rund eine Stunde von Mérida entfernt und sind daher perfekt für einen Tag in der Natur. Wer einen Mietwagen hat (diese sind bereits ab 9 Euro pro Tag inkl. Versicherung mit Null-Selbstbehalt hier buchbar (~) ), kann hier natürlich problemlos mit dem Fahrzeug anreisen, doch auch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich. Alternativ kann hier auch eine geführte und organisierte Tour ab Mérida gebucht werden (~).

Für die Anreise per ÖPNV zu den Cenotes Santa Barbara müsst Ihr Euch in Mérida in die Nähe des Terminals Noreste begeben. Hier habt Ihr drei Möglichkeiten:
– Ihr nehmt einen Bus direkt vom Terminal Noreste nach Cuzamá (ca. 30 MXN / 1.20 €), der allerdings nur ganz früh am Morgen fährt.
– Ihr nehmt einen Minibus, der direkt von Mérida nach Homún (ca. 30 MXN / 1.20 €) fährt und in der Calle 50 zwischen 65 und 67 startet (fragt vor Ort, falls Ihr es nicht findet). Allerdings fährt dieser extrem selten, maximal wohl aller 60-90 Minuten. Der Vorteil: Ihr könnt direkt an den Cenotes Santa Barbara aussteigen und habt anschließend nur noch einen 200 Meter langen Fußweg vor Euch.
– Ihr nehmt einen Minibus von Mérida nach Cuzamá (ca. 26 MXN / 1 €) in der Calle 52 zwischen Calle 69 und 71 und steigt ganz am Ende aus. Von hier aus könnt Ihr entweder laufen (ca. 2 Kilometer) oder Ihr nehmt ein kleines Tricycle-Taxi für 10-15 MXN (ca. 0.50 €) bis zu den Cenoten. Diese Minibusse fahren im Schnitt aller 15 bis 30 Minuten.

Ich entschied mich für die dritte Variante und kam damit gut in Cuzamá bzw. Homún an. Für die Strecke solltet Ihr ab Mérida ohne Wartezeiten ungefähr eine reichliche Stunde einplanen.

Wenn Euch das alles zu kompliziert ist, könnt Ihr auch hier eine organisierte Tour zu den Cenoten Santa Barbara buchen (~), sodass Ihr Euch um nichts kümmern müsst.

Organisation einer Tour zu den Cenoten Santa Barbara

Sobald Ihr bei den Cenoten angekommen seid, beginnt der spannende Teil des Tages: das Erkunden der Cenoten. Hierzu bezahlt Ihr zunächst den Eintritt von 150 MXN (ca. 6 Euro), der den Besuch der 3 Cenoten, Schwimmweste sowie die Fortbewegung per Fahrrad oder Pferdekarren enthält. Aus Gründen der physischen Aktivität, der Flexibilität (Ihr könnt so lange bleiben wie Ihr möchtet und die Cenoten auch mehrmals besuchen) sowie des Tierwohls empfehle ich Euch die Wahl des Fahrrads. Die Strecke ist mit insgesamt gerade einmal rund 2 Kilometer auch nicht allzu weit, sodass es wirklich problemlos machbar ist und Ihr keine Fahrradprofis sein müsst.

Cenoten Santa Barbara zwischen Homun und Cuzama als perfekter Tagesausflug von Merida

Zusätzlich zum Eintritt könnt Ihr auch eine Option mit Mittagessen im angeschlossenen Restaurant buchen. Diese kostet gerade einmal 80 MXN (ca. 3 Euro) und beinhaltet ein typisch mexikanisches Gericht nach Wahl, ansehnlich präsentiert und frisch zubereitet. Da es in Cuzamá und Homún ohnehin nicht allzu viele Lunch-Optionen gibt und das Essen wirklich günstig und lecker ist, würde ich Euch diese Option auf jeden Fall empfehlen.

Die Tour entlang der Cenoten

Sobald Ihr bereit seid, kann es also losgehen. Die Cenote Cascabel ist die erste Cenote auf Eurer Tour. Gut zu wissen ist, dass es vor den Cenoten jeweils sehr hübsche und gepflegte Sanitäranlagen sowie Duschen gibt, wo Ihr Euch VOR dem Besuch der Cenote abduschen könnt müsst. Generell ist das ganze Areal sehr hübsch gestaltet, sodass nicht nur die Cenoten schön anzusehen sind, sondern auch die Umgebung.

Cenoten Santa Barbara zwischen Homun und Cuzama als perfekter Tagesausflug von Merida

Generell ist es wichtig zu wissen, dass Ihr Euch unbedingt abduschen und keinerlei Sonnencréme oder Moskitospray auf die Haut auftragen solltet, bevor Ihr ins Wasser geht. Bei den Cenoten handelt es sich um kristallklare Lagunen mit Trinkwasser, die andernfalls verunreinigt werden können.

Cenote Cascabel

Die Cenote Cascabel ist eine komplett geschlossene Cenote, die nur durch einen kleinen Eingang erreicht werden kann. Es handelt sich hierbei also um eine Art Höhle, die keinerlei Tageslicht besitzt. Die Illumination wird durch in der Lagune angebrachte Lampen erreicht. Der Abstieg erfolgt über eine Treppe direkt ins Wasser.

Bei meinem ersten Besuch war die Cenote relativ voll, weswegen ich zuerst zu den weiteren Cenoten fuhr und die Cenote Cascabel zum Schluss noch einmal besuchte. Hier fand ich sie komplett leer vor, sodass ich die Ruhe der Höhle genießen konnte. Diese absolute Stille, lediglich versetzt mit einem gelegentlichen Geräusch des Wassertropfens, war sehr beeindruckend. Fotografisch war die Cenote aufgrund des fehlenden Tageslichts dem hingegen nicht allzu spannend. Zum Schwimmen und Relaxen war sie aber allemal geeignet.

Cenoten Santa Barbara zwischen Homun und Cuzama als perfekter Tagesausflug von Merida

Cenote Chacksikin

Die Cenote Chacksikin ist die zweite Cenote bei der Cenoten-Tour Santa Barbara in der Nähe von Mérida und war mein absoluter Favorit. Hierbei handelt es sich um eine halboffene Cenote, deren Lichteinfall für eine spektakuläre Kulisse sorgt. Der Abstieg in die Cenote erfolgt über einen mit Treppen versehenen Holzturm, der komplett von Wasser umgeben ist. Dieses schimmert azurblau und glasklar und eignet sich perfekt zum Schnorcheln, Schwimmen und Fotos machen. Auch hier konnte ich den Moment so abpassen, dass ich relativ ungestört fotografieren konnte. Die Cenote Chacksikin gehört für mich definitiv zu eine der schönsten Cenoten in Yucatán.

Cenoten Santa Barbara zwischen Homun und Cuzama als perfekter Tagesausflug von Merida

die wunderschönen Cenoten von Santa Barbara auf Yucatan in der Nähe von Cuzama bzw. Homun

Cenote Xoch

Die Cenote Xoch ist die Dritte im Bunde und bietet eine Besonderheit, die so unter den schönen Cenote von Yucatán einzigartig sein könnte: der Zugang zur Cenote erfolgt durch einen mit Wasser gefüllten Tunnel. Auch wenn dieser Tunnel von Mensch geschaffen und nicht natürlich ist, bietet er ein ganz besonderes Erlebnis, denn zu Beginn des Tunnels weiß man noch nicht, wo dieser hinführt. Erst wenn man den Tunnel, der ungefähr bis Brusthöhe mit Wassser gefüllt ist, beschreitet, sieht man langsam aber sicher die Cenote Xoch, die die größte aller Lagunen hier bei den Cenotes Santa Barbara ist. Zudem handelt es sich hierbei um eine weit geöffnete Cenote. Das Wasser ist hier nicht ganz so extrem klar, jedoch konnte ich beim Schnorcheln sogar einige spannende Fische entdecken.

Cenoten Santa Barbara zwischen Homun und Cuzama als perfekter Tagesausflug von Merida

Fazit

Wie Ihr seht, gibt es bei den Cenotes Santa Barbara einiges zu entdecken. Auch wenn die Organisation schon etwas touristisch anmutet und hier zu Spitzenzeiten sicher eine Menge Besucher unterwegs sind, sind die Cenoten wirklich allesamt speziell und lohnen die Tour absolut. Deswegen ist es auch empfehlenswert, die Tagesrandzeiten zu nutzen sowie die Wochenenden zu meiden. In der derzeitigen Covid-19-Situation waren ohnehin relativ wenig Besucher anwesend, aber die Anzahl an Fahrrädern und Schwimmwesten zeigt, was hier sonst los sein kann.

Aber auch mit etwas mehr Betrieb lohnt sich ein Besuch, denn diese Sehenswürdigkeit gehört zu den schönsten Cenoten, die ich bisher in Yucatan gesehen habe. Anschließend besuchte ich noch die Cenote Pool Uinic und die Cenote Santa Rosa, die mit den Cenoten Santa Barbara jedoch nicht mithalten konnten. Mehr zu den weiteren Cenoten in der Umgebung von Cuzamá und Homún findet Ihr auch in diesem Übersichts-Guide über die spektakulärsten und schönsten Cenoten rund um Mérida.

Im Vergleich zu den Cenoten von Cuzamá, die ich drei Jahre zuvor besuchte und die ebenfalls als 3er-Kombination angeboten werden, ist der große Vorteil bei den Cenotes Santa Barbara das unschlagbare Preis-Leistungsverhältnis. Von der Schönheit der Cenoten sind beide relativ ähnlich.
Schaut Euch daher auf jeden Fall auch diesen Cenoten-Artikel an.

Einen Besuch in den Cenoten Santa Barbara kann ich Euch also unbedingt empfehlen. Die Cenoten sind traumhaft schön, gut erschlossen und wirklich einfach zu besuchen. Seid Ihr in Mérida, ist ein Tagesausflug zu den Cenoten rund um Cuzamá und Homún also unbedingt ein Muss.

Chris (My Travelworld)

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich um die 70 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Von 2015 bis 2019 habe ich in der Dominikanischen Republik gewohnt - die Karibik hat es mir sehr angetan - und habe das Land ausgiebig abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkundet. Seit einigen Monaten bin ich nun als Digitaler (Halb-)Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei sich meine Home Base weiterhin in der "DomRep" befindet. Für Fragen und Feedback freue ich mich über Eure Kontakt-Aufnahme - am besten per Kommentar unter den jeweiligen Artikel, da es hier auch gleich anderen hilft.
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