Safari im Fathala Wildlife Reserve – eine der günstigsten Safaris in Afrika

Das Fathala Wildlife Reserve ist eine der günstigsten Möglichkeiten, eine beeindruckende Safari in Afrika zu erleben. Während in anderen Ländern dafür oft stark zur Kasse gebeten wird, gibt es hier im Senegal ein Reservat, wo man solch eine Safari für unter 50 Euro pro Person realisieren kann. Dabei handelt es sich aber keineswegs um eine Billig-Safari, denn wir konnten unter anderem Zebras, Antilopen, Rhinozerosse und Giraffen sehen – und das aus nächster Nähe. Wie Ihr solch eine Safari im Fathala Wildlife Reserve ebenfalls realisieren könnt, warum es ein Must-Do auf Eurer Senegal-Reise ist und was Euch hier erwartet, lest Ihr im folgenden Bericht.

Reisezeitraum: Dezember 2019
Geschrieben: September 2020
Veröffentlicht: November 2020

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Anreise zum Fathala Wildlife Reserve

Das Fathala Wildlife Reserve befindet sich nahe der Grenze zwischen dem Senegal und Gambia. Als grobe Orientierung dient Euch die Straße von Senegals Kaolack in Richtung Gambias Hauptstadt Banjul, konkret befindet sich das Fathala Wildlife Reserve an der Straße N5 zwischen Toubakouta und dem Grenzübergang Karang.

Generell gibt es 3 Möglichkeiten, einen Besuch im Fathala Wildlife Reserve zu planen.
Seid Ihr mit dem eigenen Auto unterwegs, könnt Ihr ganz einfach das Reservat besuchen – von Kaolack aus sind es rund 1.5 Stunden.

Macht Ihr einen Urlaub in einem der Strandhotels in Gambia, könnt Ihr den Ausflug in das Fathala Wildlife Reserve mit Sicherheit bei Eurem Tour-Veranstalter buchen. Nahezu in jedem Hotel in Gambia, welches sich über deutsche Reiseveranstalter buchen lässt, sind Ausflugsanbieter vor Ort, die auch das Fathala Wildlife Reserve im Programm haben. Die Touren sind nicht günstig, angesichts des komplizierten Transports mit mehreren Bussen, Fähre und Grenzübergang aber nicht überteuert.
Wer nicht auf die Tour-Anbieter vor Ort vertrauen möchte, kann sich solch eine Tour auch hier vorbuchen (~).

Seid Ihr eigenständig unterwegs bzw. auf Backpacking-Tour durch Senegal und Gambia, könnt Ihr das Fathala Wildlife Reservat entweder ab Kaolack in Senegal oder ab Banjul in Gambia besuchen. Befindet Ihr Euch in Kaolack, nehmt Ihr einfach ein Sept-Place in Richtung gambische Grenze und sagt dem Fahrer, dass er Euch am Reservat rauslassen soll – der Eingang befindet sich direkt an der Straße.
Seid Ihr in Gambia, nehmt Ihr ab Banjul zunächst die Fähre, anschließend ein Taxi oder Minivan in Richtung senegalesische Grenze und schließlich noch ein Taxi für die verbleibenden rund 7 Kilometer. Dies ist eine relativ lange Anreise und nur für Hartgesottene zu empfehlen – aufgrund der vielfältigen Eindrücke lohnt es sich aber.

Der Grenzübergang in Karang von Senegal nach Gambia

Organisation und Preise einer Safari im Fathala Wildlife Reserve

Bevor Ihr Euch auf den Weg zum Fathala Wildlife Reserve macht, lohnt es sich, kurz vorher anzurufen, um die Öffnungszeiten und Verfügbarkeiten zu prüfen. Normalerweise sollte aber beides kein Problem sein, denn die Safaris sind eigentlich täglich verfügbar – und richtig günstig.

Eine Safari kostet pro Person derzeit 28 Euro – dies inkludiert sogar bereits den Guide, der Euch viel zum Reservat sowie den Tieren erklären kann und mindestens Englisch spricht. Hinzu kommen noch 8 Euro für Euer Fahrzeug (falls Ihr mit eigenem Fahrzeug die Tour durchführen wollt) oder 46 Euro für einen 4×4 Safari-Truck des Parks. Schon aufgrund der deutlich erhöhten Sitzposition würde ich Euch den Safari-Truck empfehlen, zumal der Preis pro Gruppe und nicht pro Person ist.

Beeindruckende und günstige Safari im Fathala Wildlife Reserve im Senegal

Das war es auch schon an Kosten. Für 3 Personen zahlten wir somit 3×28 Euro und 1×46 Euro – insgesamt also 130 Euro für 3 Personen. Dafür bekamen wir sogar eine private Safari im Fathala Wildlife Reserve im Senegal – sicher einzigartig in Afrika für diesen Preis. Zwar ist Euch eine private Safari nicht garantiert, aufgrund des überschaubaren Besucheraufkommens stehen die Chancen aber durchaus gut. Wenn Ihr doch mit einer andern Kleingruppe unterwegs seid, dürfte der Preis der Safari sogar noch weiter sinken, denn der Preis für das Fahrzeug fällt nur einmalig pro Gruppe an.

Die genannten Gebühren bzw. der Eintritt für das Fathala Wildlife Reserve kann direkt vor Ort bezahlt werden – in Euro, westafrikanischen Franc oder US-Dollar. Gambische Dalasi wurden meiner Erinnerung nach auch akzeptiert. Sobald Ihr bezahlt habt, wartet Ihr auf Euren Safari-Truck sowie den Tour-Guide (was bei uns keine 10 Minuten gedauert hat) – und schon kann es losgehen.

Beeindruckende und günstige Safari im Fathala Wildlife Reserve im Senegal

Die Safari dauert rund 1.5 Stunden, was für dieses Reservat komplett in Ordnung ist. Wer noch etwas länger vor Ort bleiben möchte, kann noch eine „Löwenbegegnung“ buchen oder eine Nacht in der Park eigenen Lodge verbringen. Dies bringt noch einmal ein zusätzliches Wildlife-Feeling. Preise un Verfügbarkeiten der Eco-Lodge im Fathala Wildlife Reserve könnt Ihr Euch hier ansehen (~).

Welche Tiere gibt es im Fathala Wildlife Reserve zu sehen?

Eine Safari im Fathala Wildlife Reserve dürfte mit zu den vielfältigsten Safaris zählen, die Ihr im Senegal erleben könnt, wobei Ihr sogar 2 Arten der berühmten Big 5 von Afrika sehen könnt: Büffel und Rhinozerosse.

Während sich die Büffel etwas scheuten und sich gut versteckt hielten, konnten wir ein Rhinozeros gleich zu Beginn des Parks sehen – in voller Pracht und in aller Ruhe.

Spektakuläre Tierbeobachtungen im Fathala Wildlife Reserve im Senegal

Auch Zebras und Warzenschweine bekamen wir in schönster Kulisse zu sehen. Pittoresker hätte dieser Anblick kaum sein können.

Beeindruckende und günstige Safari im Fathala Wildlife Reserve im Senegal

Die Giraffen bevorzugten eher das Hinterland des Parks und waren – wie so oft – beim Essen zu sehen. Der Anblick der Langhälse ist schon ein ganz Besonderer.

Beeindruckende und günstige Safari im Fathala Wildlife Reserve im Senegal

Weiterhin sahen wir in etwas weiterer Entfernung auch Antilopen, die das tolle Wildlife-Erlebnis und Tierbeobachtungsprogramm im Fathala Wildlife Reserve abrundeten. Dank des Safari-Trucks hatten wir auch – wie Ihr an obigen Fotos seht – beste Sicht auf die Tiere.

Beeindruckende und günstige Safari im Fathala Wildlife Reserve im Senegal

Fazit

Insgesamt war es ein wirklich tolles Erlebnis im Fathala Wildlife Reserve. Auch wenn wir uns einiges erhofften, rechneten wir nicht mit derartig vielen und nahen Tierbegegnungen in dennoch respektvoller Distanz. Zudem ist der Preis für diese Safari unschlagbar und wohl eine der günstigsten in ganz Afrika. Für eine Senegal-Rundreise gehört das Fathala Wildlife Reserve daher unbedingt auf die To-Do-Liste, ebenso wie für einen gemütlichen Strandurlaub in Gambia, da das Reservat aus beiden Ländern sehr gut erreichbar ist. Ein absolutes Highlight ist hierbei garantiert!

Fairerweise muss man aber auch erwähnen, dass es sich beim Fathala Wildlife Reserve nicht um einen offenen Nationalpark handelt, sondern um ein geschütztes Reservat. Auch wenn die Tiere viele Freiheiten haben, würde es die Bezeichnung „in freier Wildbahn“ nicht ganz treffen. Dennoch war es ein spannendes Erlebnis und ein perfekter Einstieg in die Thematik Safaris in Afrika, wobei es sicherlich nicht die Letzte bleiben wird – beim nächsten Mal dann gerne in einem großen Nationalpark.

Chris (My Travelworld)

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich um die 70 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Von 2015 bis 2019 habe ich in der Dominikanischen Republik gewohnt - die Karibik hat es mir sehr angetan - und habe das Land ausgiebig abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkundet. Seit einigen Monaten bin ich nun als Digitaler (Halb-)Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei sich meine Home Base weiterhin in der "DomRep" befindet. Für Fragen und Feedback freue ich mich über Eure Kontakt-Aufnahme - am besten per Kommentar unter den jeweiligen Artikel, da es hier auch gleich anderen hilft.
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