Taboga Island – die kleine bürgerliche Zufluchts-Insel für Panama City

Panama City wird immer mehr zur finanzkräftigsten und entwickeltesten Stadt in ganz Lateinamerika. Bei so viel Fortschritt und Stadtleben braucht man auch manchmal eine Auszeit – genau die findet sich auf Taboga Island, einer kleinen vorgelagerten Insel vor den Toren von Panama Stadt. Lediglich etwas mehr als 20 Minuten benötigt die kleine Fähre für die rund 15 Kilometer, sodass man aus der Finanzmetropole ganz schnell in eine Welt wie vor 30 Jahren flüchten kann.

Reisezeitraum: September 2019
Geschrieben: September 2019
Veröffentlicht: Mai 2020

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Lage von Tobago Island

Panama City hat viele vorgelagerte Inseln. Ein genauer Blick auf die Karte bringt direkt mehr als 200 Inseln auf den Schirm – alle logischerweise im Pazifik. Die bekanntesten (und meisten) davon sind die Pearl Islands (Islas Las Perlas) mit der Isla Contador, der Isla del Rey, der Isla Saboga (nicht zu verwechseln mit Taboga) und der Isla San José. Diejenigen Inseln, die von den Islas Las Perlas mit der Fähre erreichbar sind, werden jedoch zunehmend zu Hochglanz-Inseln für die reichen Städter entwickelt, denn nicht nur, dass es hier nahezu ausschließlich Resorts, Villen und Golfanlagen gibt, auch die Fährfahrt ist mit knapp hundert US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt sportlich teuer.

Alle Fakten auf einen Blick
Um was geht es hier?Taboga Island
Wo befindet sich Taboga Island?An der Südküste von Panama, ca. 15 Kilometer von Panama-Stadt entfernt
Wann kann man Taboga Island besuchen?Die Inseln können das ganze Jahr über besucht werden. Die Fähre zwischen Panama-Stadt und Taboga Island fährt viermal täglich, am Wochenende und an Feiertagen fünfmal täglich.
Wieviel kostet eine Fahrt nach Taboga Island?Die Fährfahrt kostet 10 USD one-way und 20 USD return.
Wie lange dauert eine Reise nach Taboga Island?Die Fährfahrt an sich dauert rund 30 Minuten. Für den Besuch von Taboga Island reicht in der Regel ein halber bis ein ganzer Tag.
Meine Bewertung für eine Tour nach Taboga Island – Lohnt es sich?6/10

Gut also, dass es Taboga Island gibt. Die rund 12km² große Insel im Golf von Panama hat sich ihren bürgerlichen und (sehr) verschlafenen Charme bewahrt und ist ein beliebtes Ausflugsziel der Panamaer. Mit dem mehr als 300 Meter hohen Cerro Vigia weist sie ein bergiges Profil auf, ist aber vor allem aufgrund des nahen Strandes bei den Einheimischen beliebt.

Die kleine Insel Taboga Island vor der Küste von Panama-Stadt

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Anreise nach Tobago Island

Die Anreise mit der Fähre ist denkbar einfach, denn die Taboga Express Ferry fährt viermal täglich (08:00, 09:30, 11:00 und 15:15 ab Panama City) von der Isla Flamenco ab, der letzten Insel entlang des Amador Causeway (Calzada de Amador). Ein Ticket kostet 10 USD one-way (20 USD return) und kann entweder online oder direkt vor Ort gekauft werden. Am Wochenende bietet sich einer Vorausbuchung oder alternativ zeitiges Erscheinen an, da dann viele Einheimische zur Entspannung zur Insel Taboga pilgern.

Die kleine Insel Taboga Island vor der Küste von Panama-Stadt

Aktivitäten auf Taboga Island

Da ich jedoch in der Woche Taboga besuchte, war die Fähre nur halb gefüllt, was auch dazu führte, dass ich die Insel bei Ankunft quasi in ihrem Winterschlaf entdeckte – wenn es denn einen Winter in Panama gäbe. Ruhe war hier definitiv ausreichend zu finden, was sich schon an den kleinen Straßen auf Taboga Island bemerkbar macht. Auf der ganzen Insel gibt es rund 10 Autos und ein paar dutzend Golf-Cart ähnliche Fahrzeuge – das war es; kein Wunder bei einer Ortsausdehnung von rund 1.5 Kilometer sowie einer üblichen Straßenbreite, die in Deutschland üblicherweise als Gasse oder Spielstraße deklariert werden würde.

Die kleine Insel Taboga Island vor der Küste von Panama-Stadt

Aus diesem Grund wirkte das Taboga-Dorf auch so herrlich verschlafen – wahrscheinlich war es genau das bei meiner Ankunft um 08:30 auch. Zwar habe ich definitiv schon hübschere Inseln gesehen, was aber auch zeigt, dass Taboga besonders authentisch ist – hier putzt sich keiner extra für ein paar Touris raus. Was zählt ist die Ruhe und der Blick aufs Meer.

Die kleine Insel Taboga Island vor der Küste von Panama-Stadt

Daher sind auch die landseitigen Aktivitäten auf Taboga Island beschränkt. Einzig sinnvolle Option ist eigentlich das Wandern, denn immerhin geht es bis auf mehr als 300 Höhenmeter auf den Cerro Vigia hinauf, von wo aus man einen spektakulären Ausblick auf die umliegenden Inseln (vor allem die Isla Urabá und die Isla Taboguilla), auf Taboga Island selbst, auf die zahlreichen vor Panama liegenden und auf Einfahrt in den Panamakanal wartenden Frachtschiffe sowie die Skyline von Panama City hat – bzw. hätte, wenn man nicht bei solch bescheidenem Wetter wie ich den Berg erklimmt.

Die kleine Insel Taboga Island vor der Küste von Panama-Stadt

Immerhin hat Taboga Island auch einen dichten Wald, der die Tour noch recht abwechslungsreich macht, denn dieser ist Lebensraum für eine große Artenvielfalt, u.a. auch Spinnen, Taranteln und Schlangen. Ich wusste nicht, ob ich mich freuen oder ärgern sollte, dass ich keines davon vor die Linse bekommen habe, wodurch ich aber immerhin recht entspannt oben angekommen bin.

Die kleine Insel Taboga Island vor der Küste von Panama-Stadt

Relaxen auf Taboga Island

Wer wie die meisten der Besucher auf Taboga Island lieber relaxen möchte, findet dazu ausreichend Möglichkeiten am Strand, der Playa de la Restinga. Dieser Strand ist definitiv kein Prunkstück der Natur und nicht zu vergleichen, was einen sonst an Stränden in Panama erwartet, aber immerhin handelt es sich ja auch um Pazifikstrand und keinen Karibikstrand. Der Anblick ist jedoch ganz nett, da man quasi beidseitig des Strandes ins Wasser gehen kann.

Die kleine Insel Taboga Island vor der Küste von Panama-Stadt

Hier gibt es auch allerhand Aktivitäten, mit denen man sich den Tag vertreiben kann. Unter anderem werden Liegestühle und Sonnenschirme verliehen, ebenso wie Kajaks, Wasserspielzeuge, Paddle Boards oder auch Schließfächer zum Verwahren der Sachen. Die Preise hierfür sind allerdings nicht typisch günstig wie in Zentralamerika, sondern tendenziell eher hoch wie in einem gut entwickelten Land – genauso wie alles andere auf Taboga Island.

Zudem gibt es hier am Strand auch Cocktailbars, Snackläden, das eine oder andere einfache Restaurant sowie alles, was man sonst noch für einen entspannten Tag am Strand benötigt.

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Schaut Euch hier auch meine generellen Tipps zur Hotel-Buchung samt aktueller Gutscheine an.

Fazit

Taboga Island ist ein netter kleine Ausflug von Panama-Stadt aus. Man ist von der Hauptstadt aus schnell da und kann die Insel ebenso schnell erkunden. Das kleine Dörfchen ist charmant, wenngleich das gewisse Etwas fehlt. Dies trifft auch auf die komplette Insel zu, denn so richtig konnte der Funke von Taboga Island nicht überspringen.
Als Inselliebhaber und kleiner Entdecker bin ich dennoch froh, dass Inselchen besucht zu haben – schließlich lassen sich hier immer wieder kleine Geheimnisse finden. Es ist nachvollziehbar, dass Taboga Island für die Einheimischen eine tolle Möglichkeit darstellt, am Wochenende kurz der Stadt zu entfliehen. Für Touristen, die in der Regel nur wenige Tage in Panama-Stadt haben, gibt es aber sicher bessere Möglichkeiten, die Zeit zu verbringen, denn etwas Besonderes oder Spektakuläres bietet Taboga Island kaum.
Was Ihr stattdessen in Panama-Stadt machen solltet, lest Ihr am besten in meinem Reisebereicht über Panama-Stadt. Wie Eure Reise durch das Land von der Hauptstadt aus weitergehen kann, erfahrt Ihr im ausführlichen Reisebericht Panama. Und wenn Ihr die vielen weiteren Inseln des Landes entdecken wollt, schaut doch mal in der Übersicht über die Inselparadiese in Panama vorbei.

Chris (My Travelworld)

Ich bin Christian und liebe das Reisen genauso, wie darüber zu berichten - deswegen dieser Reiseblog. Nachdem ich 3 Jahre im Paradies der Karibik (Insel Grenada) gelebt habe, bin ich mit dem Rucksack um die Welt gereist. Mittlerweile habe ich um die 70 Länder besucht, das Reisefieber ist aber immer noch nicht gestillt. Von 2015 bis 2019 habe ich in der Dominikanischen Republik gewohnt - die Karibik hat es mir sehr angetan - und habe das Land ausgiebig abseits von All-Inclusive und Hotelkomplex erkundet. Seit einigen Monaten bin ich nun als Digitaler (Halb-)Nomade unterwegs und entdecke die Welt, wobei sich meine Home Base weiterhin in der "DomRep" befindet. Für Fragen und Feedback freue ich mich über Eure Kontakt-Aufnahme - am besten per Kommentar unter den jeweiligen Artikel, da es hier auch gleich anderen hilft.
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